PolitikSeparatistenverband STC im Jemen will sich auflösen
SDA
9.1.2026 - 15:40
ARCHIV - Südjemenitische Soldaten des Südlichen Übergangsrats (STC) stehen an einem Kontrollpunkt in Aden. Neue Angriffe im Süden des Jemen befeuern die Sorge vor einer weiteren Eskalation in dem Bürgerkriegsland. Foto: -/AP/dpa
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Der Südliche Übergangsrat (STC) im Bürgerkriegsland Jemen, ein einflussreicher Separatistenverband, hat seine Auflösung angekündigt.
Keystone-SDA
09.01.2026, 15:40
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Mitglieder des STC und verbundener Einrichtungen einigten sich auf die Auflösung des Rates, wie es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung hiess. Der Rat habe seine Ziele nicht erreicht, hiess es weiter.
Der bisherige Anführer der STC-Separatisten, Aidarus al-Subaidi, soll sich nach Angaben aus Saudi-Arabien Tags zuvor in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) abgesetzt haben. Verbündete al-Subaidis riefen als Reaktion auf die Ankündigung zur Auflösung des Rats für Samstag zu Massenprotesten auf.
Der STC ist eine separatistische politische Organisation im Jemen. Der Rat wurde 2017 mit Unterstützung der Emirate gegründet und wollte einen unabhängigen Südjemen durchsetzen, wie er bereits zwischen 1967 und 1990 existierte, bevor beide Landesteile wiedervereinigt wurden.
Konferenz in Riad
Im seit 2014 andauernden Bürgerkrieg im Jemen sind der STC und die von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Regierung eigentlich im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen verbündet, die grosse Teile im Norden des Landes einschliesslich der Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Zuletzt kam es aber zunehmend zu Verwerfungen. Während die VAE im Jemen die Separatisten und deren Forderung nach einem unabhängigen Süden unterstützen, hält Saudi-Arabien zur jemenitischen Regierung und will die Einheit des Jemens erhalten.
Die Auflösung solle den Weg freimachen, um an einer Konferenz zur Zukunft des Südjemens in der saudischen Hauptstadt Riad teilzunehmen, erklärte der Rat nun.
Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Chaled bin Salman lobte die Auflösung des STC-Rats als mutige Entscheidung und kündigte Vorbereitungen für die geplante Konferenz in Saudi-Arabien an. Wann sie stattfinden soll, war zunächst nicht bekannt.
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