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US-Präsident Donald Trump wechselt auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Mildenhall im Osten Englands in die neue, von Katar geschenkte Air Force One, als er am Mittwoch vom Nato-Gipfel in Ankara auf dem Rückweg nach Washington ist.
Keystone/AP Photo/Alex Brandon
Kurz vor dem Ende des Nato-Gipfels will Trump nicht seine heissgeliebte neue Air Force One besteigen. Die fliegt aber trotzdem nach Grossbritannien. Was steckt dahinter?
US-Präsident Donald Trump reist nach dem Nato-Gipfel in der Türkei nicht in seiner neuen, von Katar geschenkten Air Force One weiter – und hat damit Spekulationen über die Sicherheit der Maschine angeheizt.
Der Republikaner hatte zunächst auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, von der Türkei aus «der alten Zeiten wegen» mit einer älteren Maschine zu seiner nächsten Station, dem US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Grossbritannien, zu reisen.
Die neue Präsidentenmaschine solle aber trotzdem dorthin fliegen – Angehörige der Luftwaffe sollten das Flugzeug besichtigen können. «Ein kurzer Flug, der sich absolut lohnt, damit unsere grossartigen Militärhelden unseren schönen Neuzugang in der Luftwaffenflotte bewundern können.»
Reporter, die mit Trump reisten, teilten ihm mit, dass sie während des Fluges von der Türkei ins Vereinigte Königreich an Bord der älteren Air Force One gebeten worden seien, die Fensterblenden geschlossen zu halten.
Trump erwiderte, dies sei wahrscheinlich wegen der «Schmierlappen hier drüben» geschehen – eine offensichtliche Anspielung auf den Iran, der an die Türkei grenzt. Er sagte, er selbst sei in seinem Abteil nicht aufgefordert worden, die Fensterblenden zu schliessen.
Trump sprach mit Reportern an Bord der von Katar geschenkten Air Force One, nachdem diese das Vereinigte Königreich in Richtung USA verlassen hatte.
Auf einer Pressekonferenz in Ankara wurde Trump vor seiner Abreise gefragt, warum er nicht mit der neuen Air Force One fliegen werde. Der Journalist verwies dabei auf Spekulationen über Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Zudem habe der Präsident selbst mehrfach davon gesprochen, dass mögliche Attentate erfolgreich sein könnten. Trump antwortete auf die Frage: «Ich bin die Nummer 1 auf der Todesliste des Iran.»
Der US-Sender CNN zitierte unterdessen eine mit der Angelegenheit vertraute Person, nach der Fragen über die «Fähigkeiten» des neuen Flugzeugs im internationalen Einsatz aufgekommen waren. Gemeint dürften dabei vor allem Verteidigungsmöglichkeiten im Falle eines Angriffs sein.
Die Maschine vom Typ Boeing 747 soll Berichten zufolge einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar haben. Trump hatte sie im Mai 2025 trotz scharfer Kritik als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen. Demokraten sprachen von «blanker Korruption». Trump verteidigte den Schritt dagegen als kostengünstige Lösung für die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Präsidentenflotte und schwärmte bereits mehrfach von dem Jumbojet.
Auf der Website des Flugdienstleisters Flightradar24 war am Abend zu sehen, wie sich die neue katarische Maschine bereits im Landeanflug auf den US-Militärflugplatz Mildenhall befand.