So war es möglich Gauner bauen Fake-Mautstelle und kassieren über 600'000 Franken ein

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15.4.2026 - 19:23

Die gefälschte Mautstelle
Die gefälschte Mautstelle
Dal web

Mit einer täuschend echten Mautstation haben Betrüger in Indien über Monate Autofahrer abkassiert. Der Betrug brachte den Gaunern über 600'000 Franken ein. Erst sinkende Einnahmen der echten Anlage brachten den Schwindel ans Licht.

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Indien betrieben Kriminelle über 18 Monate eine gefälschte Mautstelle und kassierten rund 645’000 Franken von ahnungslosen Autofahrern.
  • Die Täuschung funktionierte durch eine günstigere Gebühr und das Versprechen, das Geld für Tempelbauten zu verwenden.
  • Der Betrug flog auf, nachdem die echte Mautstation sinkende Einnahmen bemerkte, was zu mehreren Festnahmen führte.

Ein Betrug riesigen Ausmasses wurde im indischen Bundesstaat Gujarat aufgedeckt: Eine Gruppe von Kriminellen errichtete eine gefälschte Mautstelle und verlangte von allen Durchreisenden Gebühren.

Wie auf der Website «Rai News» berichtet wird, nutzten die Gauner das verlassene Gelände einer ehemaligen Fabrik, der White House Ceramic Company. Dort richteten sie einen Standort mit Schranken und Strassenschildern ein. Für die Autofahrer auf der Nationalstrasse zwischen Bamanbore und Kutch wirkte alles völlig normal.

Nur wenige Kilometer entfernt befand sich die echte Mautstelle. Der Verkehr wurde jedoch gezielt auf eine von den Kriminellen kontrollierte Ausweichstrasse umgeleitet. So lief der Betrug rund 18 Monate lang unbemerkt weiter.

Wie die Täuschung funktionierte

Der Erfolg der Operation beruhte auf zwei Hauptfaktoren.

Der erste war wirtschaftlicher Natur: Die verlangte Maut betrug etwa die Hälfte des offiziellen Tarifs.

Zweitens setzten die Betreiber auf ein ethisches Argument: Sie versicherten, dass die Einnahmen in den Bau von Tempeln in nahegelegenen Dörfern fliessen würden.

Dieses Versprechen überzeugte viele Fahrer, ohne Nachfragen zu bezahlen. So entstand ein stetiger Geldfluss in die Taschen der Betrüger. Insgesamt brachte der Betrug rund 75 Millionen Rupien ein – das entspricht in eineinhalb Jahren etwa 645'000 Franken.

So wurde der Betrug aufgedeckt

Gleichzeitig registrierte die echte Mautstation einen allmählichen Rückgang der Durchfahrten. Das machte die Behörden stutzig.

Die Ermittlungen führten schliesslich zu mehreren Festnahmen. Unter anderem wurden die Betreiber der Umleitung sowie die Eigentümer der betroffenen Grundstücke verhaftet.

In den sozialen Medien reagierten viele Nutzer mit Ungläubigkeit und Ironie. Einige bezeichneten die Betrüger wegen der Dreistigkeit ihres Plans als «kriminelle Genies».


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