Geldpolitik SNB-Chef spricht sich gegen Bitcoin als Währungsreserve aus

sda

1.3.2025 - 01:57

Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums von der Schweizerischen Nationalbank, fürchtet die Konkurrenz durch Kryptowährungen nicht. (Archivbild)
Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums von der Schweizerischen Nationalbank, fürchtet die Konkurrenz durch Kryptowährungen nicht. (Archivbild)
Keystone

Der Chef der Schweizerischen Nationalbank, Martin Schlegel, hat sich gegen den von einer Initiative verlangten Kauf von Bitcoin ausgesprochen. Für die Nationalbank weisen Kryptowährungen als Anlageklasse mehrere Probleme auf, wie er zu Tamedia sagte.

Keystone-SDA, sda

Erstens seien Kryptowährungen äussert volatil, sagte Schlegel in dem am Samstag in Tamedia-Zeitungen veröffentlichten Interview. Dies sei für den langfristigen Werterhalt von Anlagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) nicht förderlich.

«Zweitens müssen unsere Reserven sehr liquide sein, um im Bedarfsfall rasch für geldpolitische Zwecke einsetzbar zu sein», sagte Schlegel. Drittens würden Kryptowährungen Schwachstellen bei der Sicherheit aufweisen.

Eine vergangenen Dezember lancierte Initiative will die SNB zu Bitcoin-Investments verpflichten. Sie verlangt einen Passus in der Verfassung, wonach die SNB aus ihren Erträgen Währungsreserven bildet, ein Teil davon soll in Gold und in Bitcoin gehalten werden.