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Pam Bondi brüllt Demokraten an und räumt Fehler ein
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Hitzige Epstein-Anhörung

Pam Bondi brüllt Demokraten an und räumt Fehler ein

00:31

Namen von Opfern tauchen teils unzensiert in den Epstein-Akten auf

Nun räumt US-Justizministerin Pam Bondi Fehler ein. «Versehentlich» hat ihre Behörde die Namen demnach veröffentlicht, diese seien nach entsprechenden Hinweisen «umgehend» geschwärzt worden, gibt sie bei einer Anhörung zu.

Die Epstein-Akten setzen Pam Bondi weiter unter Druck: Die US-Justizministerin muss sich parteiübergreifender Kritik an Verzögerungen, Schwärzungen und politischem Stil stellen – mit Folgen auch für Trump.

Andreas Fischer

Andreas Fischer

11.02.2026, 16:20•12.02.2026, 04:48

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Bei der Anhörung im Repräsentantenhaus muss sich US-Justizministerin Pam Bondi heute auf scharfe Kritik von Republikanern und Demokraten zugleich einstellen.
  • Abgeordnete beider Parteien werfen dem Justizministerium vor, die Veröffentlichung der Epstein-Akten verschleppt und stärker geschwärzt zu haben als gesetzlich erlaubt.
  • Die Affäre belastet nicht nur Bondis Amtsführung, sondern wird zunehmend auch zum politischen Risiko für Donald Trump und die Republikaner. Mehr dazu im Vorbericht unter dem Ticker.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Auch nach den jüngsten Veröffentlichungen kommt keine Ruhe in die US-Hauptstadt: Die Epstein-Akten haben in Washington weiterhin enorme politische Sprengkraft. Nun stand US-Justizministerin Pam Bondi bei einer Anhörung vor einem Ausschuss im US-Repräsentantenhaus unter erheblichem Druck: Das Thema ist unter anderen ihr Umgang mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten.

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Ticker mit Agenturmaterial.


Der Umgang mit den Ermittlungsunterlagen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist politisch heikel. Vor allem die Republikaner stehen unter Druck. Viele von ihnen hatten im Wahlkampf Transparenz versprochen – was von Donald Trump und seiner Regierung dann aber nicht eingehalten wurde. Für die Demokraten ist Bondi daher ein Symbol für eine Justizministerin, die politisch im Sinne von Trump agiert.

Schaden für Bondi ist Schaden für Trump

Die Aktenaffäre begleitet Bondi seit ihrem Amtsantritt als Justizministerin unter Donald Trump. Dass das Ministerium im vergangenen Sommer zunächst entschieden hatte, keine weiteren Dokumente zu veröffentlichen, löste heftige Reaktionen aus. Insbesondere Teile von Trumps Anhängerschaft forderten vollständige Transparenz.

Teaser image

Abgeordnete erheben Vorwürfe

Wen schützt das US-Justizministerium in der Causa Epstein?

Die Affäre ist damit nicht nur ein juristisches, sondern auch ein parteiintern sensibles Thema für die Republikaner.

Warum ist diese Anhörung so brisant?

Während Bondis scharfer Ton ihr bislang Rückhalt im Trump-Lager verschaffte, könnte die aktuelle Anhörung zeigen, ob dieser Schutz noch trägt – oder ob die Affäre zu einem Problem für sie wird.

Anders als bei früheren Auftritten vor Ausschüssen des US-Kongresses kann Pam Bondi diesmal nicht auf geschlossene republikanische Rückendeckung zählen. Erwartet wird vielmehr eine parteiübergreifende Kritik.

Welche Vorwürfe machen Republikaner und Demokraten?

Republikaner werfen Pam Bondi vor, die Freigabe von Dokumenten verzögert oder blockiert zu haben. Selbst konservative Abgeordnete stellen ihre Glaubwürdigkeit infrage. Die Epstein-Affäre droht, zu einem bestimmenden Problem ihrer Amtszeit zu werden.

Demokraten werfen der Justizministerin neben der Aktenaffäre auch politisch motivierte Ermittlungen sowie ihr Auftreten gegenüber Kongressmitgliedern vor.

Streit um Umfang und Schwärzungen

Auch die Freigabe von über drei Millionen Seiten als angeblich «letzte Tranche» besänftigt die Kritiker nicht. Die neuen Aktenberge lenkten zwar die Aufmerksamkeit auf wohlhabende und einflussreiche Persönlichkeiten, die auch nach der Verurteilung von Jeffrey Epstein wegen der Anbahnung von Prostitution mit einer Minderjährigen Kontakt zu ihm hielten.

Teaser image

5 Punkte zu Epstein

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Politisch brisanter sind aber weniger die veröffentlichten Akten, als vielmehr die Frage, was darin alles geschwärzt wurde. Abgeordnete beider Parteien kritisieren, dass die geschwärzten Passagen offenbar über das hinausgehen, was das im November fast einstimmig verabschiedete Transparenzgesetz erlaubt.

Die wichtigsten Kritikpunkte an Pam Bondi im Überblick

  • Parteiübergreifende Kritik: Sowohl Republikaner als auch Demokraten zeigen sich unzufrieden mit Bondis Umgang mit den Epstein-Akten.
  • Verzögerung: Selbst republikanische Abgeordnete werfen ihr vor, die gesetzlich angeordnete Veröffentlichung der Dokumente verschleppt oder behindert zu haben.
  • Politischer Stil: Bondis konfrontativer Auftritt bei früheren Anhörungen – inklusive Ausweichmanövern und Angriffen auf Kritiker – stösst zunehmend auf Widerstand.

Das Gesetz sieht nur eng begrenzte Ausnahmen vor – etwa zum Schutz von Opfern oder laufenden Ermittlungen. Kritiker im Kongress vermuten jedoch, dass weitergehend geschwärzt wurde, als rechtlich zulässig wäre.

Zusätzlich verweigert das Ministerium die Veröffentlichung weiterer umfangreicher Dokumente mit Verweis auf «legal privileges» – also juristische Schutzrechte wie Anwaltsgeheimnis oder interne Beratungsprivilegien. Das nährt den Verdacht, dass sensible Namen oder Verbindungen geschützt werden könnten.

00:35

Trump beschimpft CNN-Reporterin nach Epstein-Frage

US-Präsident Donald Trump ist im Weissen Haus mit einer Journalistin von CNN aneinandergeraten. Auslöser war eine Frage zur Aufarbeitung des Jeffrey-Epstein-Skandals. Trump reagierte mit persönlichen Angriffen.

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