Stau am Everest und Feuer überall – die spektakulärsten Bilder von 2019 

Tobias Bühlmann

28.12.2019 - 18:00

Notre-Dame, das kalifornische Hinterland oder der Urwald Brasiliens: Von 2019 bleiben viele Flammen im Gedächtnis. Ausserdem: ein weinendes Staatsoberhaupt und eine Rekordflut – die besten Bilder des Jahres.

Was Nancy Pelosi da macht, ist ein Kunststück: Sie applaudiert dem US-Präsidenten, trotzdem drück die Geste nicht eben Wertschätzung für diesen Donald Trump aus. Beobachter nannten das, was die mächtigste US-Demokratin da tut, entsprechend einen «Fuck-You-Beifall». Bilder wie diese sind es, die vom zu Ende gehenden 2019 im Gedächtnis bleiben.

Einige der Aufnahmen hinterlassen bedrückende Gefühle – wie jene der Männer, die ein Holzgestell mit weissen Blumen schmücken. Sie sollen an die 157 Menschen erinnern, die beim Absturz einer Boering 737 Max 8 der Ethiopian Airlines ums Leben kamen. Verantwortlich für diesen und einen weiteren Absturz war ein fehlerhaftes Bordsystem von Boeing, das die Insassen eigentlich schützen sollte.

Video beendet eine Regierung

In Japan ging unterdessen eine Ära zu Ende: Kaiser Akihito dankte ab – und verabschiedete sich dazu von den Göttern, die auf die Geschicke Japans achten sollen. Den verwaisten Thron bestieg wenig später sein Sohn Naruhito.

Zu Ende gingen auch die Regentschaften der britischen Premierministerin Theresa May und des österreichischen Kanzlers Sebstian Kurz, allerdings nicht in gleich geregelter Manier. May scheiterte am Brexit und gab schliesslich am 24. Mai unter bitteren Tränen ihren Abschied vom Posten der Regierungschefin bekannt.

Sebastian Kurz dagegen musste nur drei Tage später zurücktreten, weil die FPÖ, Koaltionspartnerin seiner ÖVP, über eine «besoffene Sache» von Parteichef Heinz-Chrisitan Strache gestolpert war: Strache versprach in einem verdeckt aufgenommenen Video einer angeblichen russischen Oligarchin das Blaue vom Himmel, wenn sie ihm dafür Wahlkampfhilfe leiste – und Österreich wartet seit dieser «Ibiza-Affäre» auf eine tragfähige Regierung.

Feuer überall

Nicht nur die Politik ist auf Abwegen, auch das Klima gerät zunehmend ausser Rand und Band. Eine Folge davon sind Feuerkatastrophen rund um den Globus: Im August brennen in Brasilien Tausende Feuer in der «Lunge der Erde», dem Amazonas-Regenwald.

Im Oktober ruft Kalifornien den Notstand aus, weil im Bundesstaat an der US-Westküste die zahlreichen Brandherde nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind. Ähnliches trägt sich derzeit in Australien zu: Rund um Sydney brennt der Busch, die Luft in der grössten Stadt Australiens lässt sich teils kaum noch atmen – und auch hier scheitern die Feuerwehren an der Eindämmung der Flammen.

Doch nicht alles, was nach Feuer aussieht, bringt Zerstörung: Am 10. April stellen Astronomen ein sensationelles Bild vor. Was aussieht wie ein Ring aus Feuer, ist das erste Bild eines Schwarzen Lochs – das eben doch nicht so schwarz ist, wie man glauben könnte.

Die Schweiz 2019 in Bildern
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