GeorgienStichwahl in Konfliktregion Abchasien nötig
SDA
16.2.2025 - 09:34
Ein Mann gibt seine Stimme in einem Wahllokal während der vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in der von Russland abhängigen georgischen Region Abchasien ab. Foto: Uncredited/AP/dpa
Keystone
Die politische Führung der von Georgien im Kaukasus abtrünnigen Konfliktregion Abchasien muss in einer Stichwahl bestimmt werden. «Keiner der Präsidentschaftskandidaten hat die für die Wahl nötige Anzahl der Stimmen erreicht, daher wird die Abstimmung wiederholt», teilte Wahlleiter Dmitri Marschan der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. An der Stichwahl, die voraussichtlich am 1. März stattfindet, nehmen die beiden Erstplatzierten Badra Gunba und Adgur Ardsinba teil.
Keystone-SDA
16.02.2025, 09:34
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Nach Angaben des russischen Dienstes der BBC erhielt Gunba rund 46 Prozent, Ardsinba 37 Prozent. Die übrigen drei Kandidaten kamen zusammen auf weniger als 10 Prozent. Die Wahlbeteiligung habe bei 69 Prozent gelegen.
Neuwahl wegen Protesten nötig
Die Präsidentenwahl wurde vorgezogen, nachdem es im November zu massiven Protesten gegen den Amtsinhaber Aslan Bschania gekommen war. Hintergrund war die geplante Unterzeichnung eines Investitionsvertrags mit Russland. Obwohl Abchasien politisch, militärisch und wirtschaftlich stark abhängig ist von Moskau, demonstrierten in der Hauptstadt Suchumi viele Menschen gegen den Vertrag. Sie fürchten einen Ausverkauf der nationalen Interessen.
Der ehemalige Wirtschaftsminister Ardsinba gilt als Sprachrohr dieser Bewegung. Für den Gegenkandidaten Gunba, der nach dem Rücktritt Bschanias kommissarisch die Amtsgeschäfte des Präsidenten leitete, machte hingegen der Kreml Wahlkampf in Abchasien.
Abchasien erklärte sich 1992 nach einem blutigen Bürgerkrieg für unabhängig. 2008, nach einem Krieg zwischen Georgien und Russland um die ebenfalls von Tiflis abtrünnige Region Südossetien, erkannte Moskau die Souveränität Abchasiens an. International ist die Schwarzmeerregion allerdings isoliert.
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«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
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