PolitikStrasse von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt
SDA
15.5.2026 - 13:17
Der indische Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar (r) schüttelt dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi die Hand, als dieser zu einem zweitägigen Treffen der Brics-Staaten in Neu-Delhi eintrifft. Foto: Manish Swarup/AP/dpa
Keystone
Die Strasse von Hormus ist aus Sicht der iranischen Regierung nur für ihre Feinde gesperrt.
Keystone-SDA
15.05.2026, 13:17
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«Die Strasse von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen», sagte Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.
Irans Chefdiplomat stellte überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht. Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. «Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist», sagte er.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Strasse von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut dem Iran zudem inzwischen vermint.
Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren.
Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstossen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden.
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«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
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