GenetikStudie deckt genetische Verbindungen psychischer Erkrankungen auf
SDA
11.12.2025 - 10:44
Eine neue Studie deckt auf, wie psychische Erkrankungen genetisch miteinander verwandt sind. (Symbolbild)
Keystone
Viele psychische Erkrankungen sind laut einer neuen Studie genetisch miteinander verknüpft. So steigern Gene, die das Risiko für eine psychische Erkrankung erhöhen, oft auch die Wahrscheinlichkeit für andere psychische Störungen.
Keystone-SDA
11.12.2025, 10:44
SDA
Für die Studie haben Forscherinnen und Forscher von fast 500 Forschungsinstitutionen weltweit DNA-Daten von mehr als einer Million Menschen mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen zusammengetragen, untersucht und verglichen. Die Resultate wurden im Fachjournal «Nature» veröffentlicht.
Genetische Variationen, die das Risiko für Depression, Angst und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) erhöhen, überschneiden sich demnach stark. Auch ADHS und Autismus teilen sich genetische Risikofaktoren.
Ebenso sind demnach die genetischen Wurzeln von Substanzgebrauchsstörungen wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit sehr ähnlich sowie die genetischen Risikofaktoren für sogenannte kompulsivewie Anorexie und Zwangsstörungen. Auch Schizophrenie und bipolare Störung teilen sich viele gemeinsame genetische Grundlagen.
Bei jedem dieser fünf gefundenen genetischen Verwandtschaften gilt: Menschen, deren genetisches Profil einem bestimmten Topf entspricht, haben ein erhöhtes Risiko für jede der in diesem Topf enthaltenen Erkrankungen.
Diagnosekriterien überarbeiten?
Psychiaterinnen und Psychiater stützen sich seit langem auf Diagnosehandbücher, die psychische Erkrankungen aufgrund von Symptomen diagnostizieren.
Die in der Studie entdeckten genetischen Überschneidungen der Erkrankungen legen nahe, dass diese Diagnose-Kategorien aus biologischer Sicht nicht immer die besten Grenzen setzen.
Bereits vor dieser Studie war bekannt, dass gewisse psychische Erkrankungen oft im Doppelpack kommen. Frühere Untersuchungen haben beispielsweise gezeigt, dass die meisten Menschen, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde, auch eine Angststörungs-Diagnose haben.
Aus der Schweiz an der Studie beteiligt waren die ETH Zürich, die Universität und das Universitätsspital Zürich, die Universität Lausanne, sowie die Universität und das Universitätsspital Basel.
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