Fast zwei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan hat das Militär nach Regierungsangaben die Hauptstadt Khartum zurückerobert. «Khartum ist befreit», sagte Staatschef Abdel Fattah al-Burhan umringt von jubelnden Soldaten. «Es ist vorbei», sagte er in dem erst kürzlich zurückeroberten Präsidentenpalast.
Keystone-SDA
26.03.2025, 19:59
SDA
Al-Burhans Angaben zur Wiedererlangung der Kontrolle über die gesamte Hauptstadt konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. Ein Berater der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) hatte aber zuvor eingeräumt, dass die RSF den Palast, den Flughafen und andere Teile der Stadt verloren hätten. Die Armee hatte die Hauptstadt zuletzt Stück für Stück eingenommen. Hunderte RSF-Kämpfer flohen aus der Stadt, andere wurden getötet.
Die Miliz hält weiter bedeutende Gebiete im Westen des Landes. Am Montag wurden Dutzende Zivilisten bei einem Luftangriff auf RSF-Gebiet in Nord-Darfur getötet. Satellitenbilder bestätigten Vorwürfe sudanesischer Gruppen, wonach die Armee einen Markt bombardiert habe, berichtete die «New York Times».
Rebellen kontrollierten zwei Jahre lang grosse Teile Khartums
Die RSF unter der Führung des ehemaligen Vizepräsidenten Mohamed Hamdan Daglo hatten im April 2023 gegen al-Burhan rebelliert. Die Miliz brachte grosse Gebiete, einschliesslich des Zentrums der Hauptstadt, unter ihre Kontrolle. Den Kämpfern werden Plünderungen, Vergewaltigungen und Tötungen vorgeworfen. Al-Burhans Regierung zog sich in die Küstenstadt Port Sudan am Roten Meer zurück.
Frieden nicht in Sicht
Ein baldiges Ende des Bürgerkriegs in dem Land im Nordosten Afrikas ist dennoch nicht in Sicht. Die RSF bemühen sich in den von ihr beherrschten Gebieten um den Aufbau einer Gegenregierung. Die Miliz erhält nach Überzeugung von Experten und Diplomaten Unterstützung von den Vereinigten Arabischen Emiraten über das Gebiet des Nachbarlands Tschad. Beide Länder bestreiten dies.
Der Machtkampf in dem Land mit zuvor rund 46 Millionen Einwohnern hat den Vereinten Nationen zufolge die weltweit grösste humanitäre Katastrophe ausgelöst. Nach UN-Angaben sind 12,9 Millionen Menschen vertrieben worden. Offizielle Opferzahlen gibt es nicht. Schätzungen gehen von 60.000 bis 150.000 Todesopfern sowohl durch direkte Gewalt als auch durch Hunger und Krankheiten infolge des Konflikts aus.
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