Politik Südkorea: Gericht weist Amtsenthebung von Regierungschef ab

SDA

24.3.2025 - 03:08

Han Duck Soo, amtierender Premierminister von Südkorea, nimmt an einer Sitzung der zentralen Katastrophen- und Sicherheitszentrale im Regierungsgebäude in Seoul teil, bei der es um Maßnahmen zur Bekämpfung der Waldbrände im Südosten des Landes geht. Das Treffen fand statt, nachdem das Verfassungsgericht sein Amtsenthebungsverfahren abgewiesen hatte und er in den anhaltenden Turbulenzen um die kurzzeitige Verhängung des Kriegsrechts durch den suspendierten Premierminister Yoon wieder als amtierender Premierminister eingesetzt wurde. Foto: -/Yonhap Pool/dpa
Han Duck Soo, amtierender Premierminister von Südkorea, nimmt an einer Sitzung der zentralen Katastrophen- und Sicherheitszentrale im Regierungsgebäude in Seoul teil, bei der es um Maßnahmen zur Bekämpfung der Waldbrände im Südosten des Landes geht. Das Treffen fand statt, nachdem das Verfassungsgericht sein Amtsenthebungsverfahren abgewiesen hatte und er in den anhaltenden Turbulenzen um die kurzzeitige Verhängung des Kriegsrechts durch den suspendierten Premierminister Yoon wieder als amtierender Premierminister eingesetzt wurde. Foto: -/Yonhap Pool/dpa
Keystone

Südkoreas Verfassungsgericht hat die Amtsenthebung des im Zuge der Staatskrise suspendierten Regierungschefs Han Duck Soo abgewiesen.

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Damit wird der 75-jährige Han wieder in sein Amt als Ministerpräsident zurückkehren und auch die Amtsgeschäfte des suspendierten Präsidenten Yoon Suk Yeol übernehmen.

Am 3. Dezember hatte Yoon im Zuge eines Haushaltsstreits mit der Opposition kurzfristig das Kriegsrecht ausgerufen und damit sein Land in eine tiefe Staatskrise gestürzt. Er warf der Opposition damals unter anderem vor, von kommunistischen Kräften unterwandert zu sein. Beweise dafür gibt es nicht.

Im Zuge der Staatskrise stimmten die Abgeordneten am 27. Dezember auch für eine Amtsenthebung Hans. Dem konservativen Politiker wurde unter anderem vorgeworfen, bei der Verhängung des Kriegsrechts durch Präsident Yoon als Komplize agiert zu haben. Han selbst stritt dies stets ab.

In Kürze wird das Verfassungsgericht auch über die Amtsenthebung des suspendierten Präsidenten Yoon entscheiden. Sollte Yoons Amtsenthebung vom Verfassungsgericht bestätigt werden, müssten innerhalb von 60 Tagen nach dem Urteilsspruch Neuwahlen stattfinden. Andernfalls würde Yoon wieder ins Präsidentenamt zurückkehren.

Es wird erwartet, dass die Richter des Verfassungsgerichts ihr Urteil möglicherweise noch in dieser Woche verkünden. Ein offizieller Termin für den Urteilsspruch steht jedoch bislang nicht fest.