JapanSüdkorea: Nordkorea feuert Langstreckenrakete ab
SDA
18.2.2023 - 13:10
Eine Nachrichtensendung, die Archivaufnahmen eines Raketenstarts zeigen, wird auf einem Monitor im Bahnhof im südkoreanischen Seoul ausgestrahlt. Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa
Keystone
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs bei einem neuen Test eine Rakete mit einer Reichweite von tausenden Kilometern abgefeuert. Der Flugkörper sei am Samstag in der Nähe der Hauptstadt Pjöngjang abgeschossen worden und etwa 900 Kilometer Richtung Japanisches Meers (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit. Dort fiel die Rakete offensichtlich ins Wasser.
Keystone-SDA
18.02.2023, 13:10
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Dem Generalstab zufolge handelte es sich um eine ballistische Langstreckenrakete, die auch atomare Sprengköpfe tragen könnte. Solche Tests sind dem kommunistisch regierten, international weitgehend isolierten Nordkorea durch UN-Beschlüsse verboten. Südkoreas Generalstab warf dem Nachbarland eine «schwerwiegende Provokation» vor.
UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen jeglicher Reichweite. Solche Raketen können je nach Bauart mit einem oder mehreren Atomsprengköpfen ausgerüstet werden. Die Reichweite von Langstrecken- beziehungsweise Interkontinentalraketen überschreiten 5500 Kilometer. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen.
Japans Ministerpräsident Fumio Kishida sagte nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo, dass die Rakete vermutlich innerhalb der exklusiven Wirtschaftszone des Landes ins Meer gefallen sei. Das Gebiet umfasst eine 200-Meilen-Zone vor der Küste.
Nordkorea startete die Rakete nur einen Tag nach Warnungen an die Adresse der USA und Südkoreas. Das Aussenministerium in Pjöngjang hatte mit «beispiellosen» Militäraktionen gedroht, sollten beide Länder gemeinsame Militärmanöver abhalten. Die Streitkräfte der USA und Südkoreas planen für kommenden Monat gemeinsame Übungen.
Der neue Waffentest war der erste Test einer ballistischen Rakete seit Anfang Januar. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hat seit vergangenem Jahr wieder an Brisanz gewonnen. Nordkorea erhöhte Umfang und Tempo seiner Raketentests. Südkorea und die USA nahmen ihre Manöver wieder voll auf.
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Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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