PolitikSüdkorea protestiert gegen Kriegsparole an russischer Botschaft
SDA
23.2.2026 - 08:52
Die russische Botschaft hat an ihrer Außenfassade ein Banner angebracht, auf dem der Schriftzug «Der Sieg wird unser sein» prangt. Foto: Fabian Kretschmer/dpa
Keystone
Die russische Botschaft in Seoul hat im Vorfeld des vierten Jahrestags des Ukraine-Krieges an ihrer Fassade ein Banner mit der umstrittenen Parole «Der Sieg wird unser sein» aufgehängt – und damit den Unmut der südkoreanischen Regierung auf sich gezogen. Das südkoreanische Aussenministerium machte Bedenken gegenüber der Botschaft geltend und forderte sie dazu auf, den riesigen Schriftzug zu entfernen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag berichtete. Am Montagnachmittag (Ortszeit) hing das Banner aber nach wie vor gut sichtbar an der Aussenwand der Landesvertretung.
Keystone-SDA
23.02.2026, 08:52
SDA
Die Losung «Der Sieg wird unser sein» ist im öffentlichen Leben in Russland allgegenwärtig – besonders auch zum traditionell gross gefeierten und arbeitsfreien Tag des Vaterlandverteidigers am 23. Februar. An diesem Dienstag jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal.
Der für Russland höchst bedeutsame Slogan wurde am 22. Juni 1941 von Moskau ausgerufen – zu Beginn des Grossen Vaterländischen Krieges, als Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkriegs die Sowjetunion überfiel. Die Parole wird auch heute als russischer Schlachtruf im Krieg gegen die Ukraine genutzt.
Kritik an Russlands Militärzusammenarbeit mit Nordkorea
Wie viele andere Staaten betrachtet auch Südkorea den Angriffskrieg Russlands gegen das Nachbarland als völkerrechtswidrig und trägt in Teilen internationale Sanktionen gegen Moskau mit. Insbesondere die militärische Kooperation zwischen Russland und Nordkorea hat in Südkorea grosse Besorgnis über die eigene nationale Sicherheit ausgelöst.
Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS hat Nordkorea nicht nur im grossen Stil Artillerie und Munition an Russland geliefert, sondern auch rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Armee gegen die ukrainischen Verteidiger entsandt. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea im Gegenzug wirtschaftliche Unterstützung sowie Militärausrüstung aus Russland erhält.
Südkorea und Nordkorea befinden sich formell nach wie vor im Kriegszustand, nachdem der Koreakrieg (1950-53) lediglich mit einem Waffenstillstand endete. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen