PolitikSüdkoreas Ex-Ministerpräsident zu 23 Jahren Haft verurteilt
SDA
21.1.2026 - 08:43
ARCHIV - Der damalige Übergangspräsident Han Duck-soo spricht während einer Pressekonferenz im Regierungskomplex. Nun ist der 76-Jährige zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Foto: Hong Hae-in/Yonhap/dpa
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Südkoreas ehemaliger Ministerpräsident Han Duck Soo ist wegen seiner Schlüsselrolle in einem Staatsstreich im Dezember 2024 zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das zentrale Bezirksgericht in Seoul befand, dass Han den damaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol beim Verhängen des Kriegsrechts unterstützte.
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21.01.2026, 08:43
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Das erstinstanzliche Urteil fiel mit 23 Jahren deutlich höher aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderten 15 Jahre Haft. Han werde die Entscheidung «demütig akzeptieren», sagte der 76-Jährige laut dem südkoreanischen Fernsehsender TV Chosun.
Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für Ex-Präsident Yoon
Am 3. Dezember 2024 hatte der Ex-Präsident Yoon Suk Yeol im Zuge eines Haushaltsstreits mit der Opposition überraschend das Kriegsrecht ausgerufen. Der konservative Politiker begründete die radikale Massnahme mit dem Schutz der freiheitlichen Ordnung Südkoreas. Zudem warf er der linken Opposition vor, von Kommunisten mit Verbindungen zu China und Nordkorea unterwandert zu sein. Für seine Anschuldigungen legte Yoon keine Beweise vor.
Die Staatsanwaltschaft fordert wegen des Verdachts des Aufruhrs die Todesstrafe für Yoon. Ein Urteilsspruch dazu ist für den 19. Februar angesetzt. Auch wenn in Südkorea weiterhin die Todesstrafe verhängt wird, wurde diese seit fast 30 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Seit dem Sommer wird Südkorea von Präsident Lee Jae Myung regiert, einem links-zentristischen Politiker und langjährigen politischen Rivalen Yoons.
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USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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