Erfolg für RepublikanerSupreme Court erlaubt Neuzuschnitt der Wahlkreise in Alabama
SDA
3.6.2026 - 06:49
ARCHIV – Der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA in Washington. Foto: Susan Walsh/AP/dpa
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Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Verbot eines umstrittenen Neuzuschnitts von Wahlkreisen im Bundesstaat Alabama vorläufig aufgehoben und den Republikanern damit einen Erfolg beschert. In vorheriger Instanz war der Partei von Präsident Donald Trump untersagt worden, einen Wahlkreisplan aus dem Jahr 2023 wieder einzuführen, der nach Überzeugung eines Bundesgerichts schwarze Wählerinnen und Wähler diskriminiert hätte.
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03.06.2026, 06:49
03.06.2026, 09:13
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Diese Entscheidung kippte der Supreme Court nun. Das Urteil könnte Trumps Republikanern helfen, bei den Zwischenwahlen im November ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu verteidigen.
Bei den sogenannten Midterms wird am 3. November ein Teil des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse in beiden Parlamentskammern könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Deshalb ringen Republikaner und Demokraten seit Monaten erbittert um den Neuzuschnitt der Wahlkreise in mehreren Bundesstaaten, um ihre jeweiligen Erfolgschancen zu verbessern.
Der Supreme Court hatte bereits im April mit seiner konservativen Stimmenmehrheit den Schutz von Minderheiten im Wahlrecht abgeschwächt. Der sogenannte Voting Rights Act war eine der zentralen Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre. Er schützte von Schwarzen und anderen Minderheiten geprägte Bezirke vor Neuzuschnitten, damit ihre Vertreter auch wirklich im Parlament landeten. Diesen Schutz haben ihre Wahlkreise nun im Wesentlichen verloren.
In Alabama schritt das Bundesgericht dann Ende Mai per einstweiliger Verfügung gegen die dort geplante Wahlkreisreform ein, weil dadurch die Stimmen schwarzer Wählerinnen und Wähler – die tendenziell eher den Demokraten wohlgesonnen sind – auf mehrere Bezirke aufgeteilt worden wären und an Wirkung verloren hätten.
Diesen Effekt machen sich in den USA beide Parteien seit Jahrzehnten zunutze, um Stimmen strategisch in andere Wahlkreise zu verfrachten, wo das Rennen enger ist. Nach Trumps Wiedereinzug ins Weisse Haus hat sich der Streit darüber zuletzt aber nochmals deutlich verschärft und wird mit härteren Bandagen ausgetragen.
Alabama ist längst kein Einzelfall
Alabama ist längst kein Einzelfall: In vielen Bundesstaaten befassen sich Gerichte aktuell mit dem Neuzuschnitt von Wahlkreisen. In Texas, Florida, Oklahoma, Tennessee, North Carolina und Ohio wurden die Grenzen entweder bereits neu gezogen oder es gibt Pläne dafür. Die Demokraten zogen in Kalifornien und Virginia nach, stehen insgesamt aber schlechter da.
Die Zwischenwahlen im November sind ein wichtiger Meilenstein für Trumps zweite Präsidentschaft. Verliert seine Partei auch nur in einer der beiden Parlamentskammern ihre Mehrheit, wird der Republikaner grössere Gesetzesinitiativen nicht mehr ohne weiteres durchsetzen können.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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