Saudi-ArabienSyriens Übergangspräsident bei erster Auslandsreise in Riad
SDA
2.2.2025 - 11:02
ARCHIV - Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa im Präsidentenpalast in Damaskus. Foto: Mosa'ab Elshamy/AP/dpa/Archivbild
Keystone
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ist zu seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch als Staatschef nach Saudi-Arabien gereist. Die syrische Nachrichtenagentur Sana veröffentlichte ein Foto, das ihn zusammen mit Aussenminister Assad al-Schaibani offenbar an Bord eines Privatflugzeugs zeigt. Geplant sei ein Treffen in Riad mit dem Kronprinzen und faktischen Herrscher Saudi-Arabiens, Mohammed bin Salman.
Keystone-SDA
02.02.2025, 11:02
SDA
Aus syrischen Regierungskreisen hiess es, der Besuch solle «grosse Symbolwirkung» haben. Wenige Tage später sei auch ein Besuch al-Scharaas in der Türkei geplant. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.
Wie Katar und die Türkei treibt Saudi-Arabien einen schnellen Ausbau der diplomatischen Beziehungen zu den neuen Machthabern in Syrien voran. Im syrischen Bürgerkrieg hatten die drei Länder zunächst die Aufständischen unterstützt, die die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad stürzen wollten. Riad finanzierte und bewaffnete verschiedene oppositionelle Gruppen. Die diplomatischen Beziehungen mit der Assad-Regierung legte Saudi-Arabien lange auf Eis, normalisierte sie 2023 aber und trieb auch die Wiederaufnahme Syriens in die Arabische Liga voran.
Im vergangenen Dezember stürzte eine Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) dann überraschend die Assad-Regierung. Al-Scharaa wurde zum Übergangspräsidenten ernannt.
Im reichen Golfstaat Saudi-Arabien dürfte sich al-Scharaa unter anderem um Unterstützung bemühen für den Wiederaufbau in Syrien, das nach bald 14 Jahren Bürgerkrieg in weiten Teilen zerstört ist. Riad könnte auch eine Rolle spielen beim Versuch, Konflikte innerhalb Syriens zu lösen etwa zwischen der neuen Führung in Damaskus und den Kurdenmilizen im Nordosten.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen