Mindestens 70 ToteSyrische Regierung liefert sich Gefechte mit Assad-Anhängern
dpa
7.3.2025 - 12:07
Regierungstruppen am 7. März im Einsatz in der Provinz Latakia.
KEYSTONE
Bei Zusammenstössen zwischen Assad-Anhängern und Regierungstruppen sind über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung schickt Verstärkung, die Lage in mehreren Städten bleibt unübersichtlich.
DPA
07.03.2025, 12:07
07.03.2025, 12:25
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
In Syrien sind Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Anhängern des gestürzten Diktators Baschar al-Assad ausgebrochen.
Mehr als 70 Menschen sollen ums Leben gekommen sein.
Die Assad-Treuen halten drei Städte – darunter Assads Geburtsort.
Der Versuch, eine Person festzunehmen, hat die Kämpfe ausgelöst.
Bei Zusammenstössen zwischen syrischen Sicherheitskräften und bewaffneten Anhängern des ehemaligen Präsidenten Baschar Al-Assad sind nach Angaben von Kriegsbeobachtern mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.
Die Regierung habe ein Gebiet entlang der Mittelmeerküste nicht mehr unter Kontrolle, teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit.
HTŞ ile SURİYE’de istikrar olmayacağını ve iç savaş patlayacağını öngörmüştük. Bu gelişmeler Türkiye için Suriye orjinli daha fazla sığınmacı demektir.
Alevi İsyanı patladı;
Latakia’nın kıyı bölgesinde şiddetli bir Alevi isyanı patlak verdi ve Suriye’yi yeniden kaosa… pic.twitter.com/x7W8cdCYYH
Die Regierungstruppen schickten laut Berichten staatlicher Medien in der Nacht zum Freitag umfangreiche Verstärkungen in die Städte Latakia und Tartus sowie in nahegelegene Ortschaften. Die Region wird dominiert von der Minderheit der Alawiten, der auch Assad angehört.
Drei Städte unter Kontrolle von Assad-Treuen
Am Morgen waren zahlreiche Soldaten in Latakia im Einsatz, Zivilisten waren auf den Strassen nicht zu sehen. Ein in der Stadt und anderen Küstengebieten verhängtes Ausgehverbot war weiterhin in Kraft. Aus Kreisen der Sicherheitskräfte verlautete, es sei in einem Viertel zu Zusammenstössen gekommen, aber der grösste Teil der Stadt sei ruhig und unter Kontrolle der Regierung.
Thousands of reinforcements arrived in Tartous and attempt to restore control over city centres in Jableh and Latakia. Jolani regime preparing for a large operation to regain the mountains and countryside they withdrew from during clashes throughout the night https://t.co/aSYxdVvJqdpic.twitter.com/AGEbHMft2O
Die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, seit Beginn der Kämpfe am gestrigen Nachmittag seien 35 Mitglieder der Regierungstruppen, 32 Assad-treue Kämpfer und vier Zivilisten getötet worden.
Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdurrahman, sagte, Vororte der Küstenstädte Banijas und Dschabla stünden immer noch unter der Kontrolle von Assad-Anhängern. Auch Assads Heimatstadt Kardaha und viele alawitische Dörfer in der Nähe habe die Regierung nicht unter ihrer Kontrolle.
Versuchte Festnahme löste Kämpfe aus
Abdurrahman sagte, die Zusammenstösse hätten begonnen, als ein Angehöriger der Sicherheitskräfte versucht habe, eine gesuchte Person in der Nähe von Dschableh festzunehmen. Er sei dabei in einen Hinterhalt von Assad-Anhängern geraten.
Thousands came out in Idlib, Syria, last night to protest in support of the Syrian army as it battles armed remnants of the former Assad regime in Latakia.
Assad loyalists have been attempting to spark a revolt against the new Syrian leadership inciting minorities to take up… pic.twitter.com/MBeY04Safm
Die Auseinandersetzungen waren die schwersten, seit Assad Anfang Dezember von aufständischen Gruppen unter Führung der islamistischen Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) entmachtet wurde. Seit dem Sturz Assads kam es mehrfach zu Angriffen auf Angehörige seiner alawitischen Minderheit, obwohl die neuen Herrscher mitteilten, sie lehnten solche Vergeltungstaten ab.
Ein Einwohner von Kardaha sagte der Nachrichtenagentur AP, die Lage sei sehr schlecht. Die Regierungstruppen hätten in Wohngebieten der Stadt schwere Maschinengewehre eingesetzt. Ein anderer Bewohner sagte, dass die Menschen seit gestern wegen der Schüsse ihre Häuser nicht mehr verlassen hätten.
G7-Gipfel: Zusätzlicher Druck und Sanktionen gegen Russland
Évian, 17.06.2026: Mehr Druck auf Russland – die USA und die anderen G7-Staaten wollen mehr Druck auf Russland ausüben und so ein Ende des Ukraine-Kriegs herbeiführen.
In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heisst es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Ausserdem sollen mehr Waffen und Luftverteidigungssysteme geliefert werden.
Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen.
Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.
18.06.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
G7-Gipfel: Zusätzlicher Druck und Sanktionen gegen Russland
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»