AfghanistanTaliban ordnen Schliessung von Schönheitssalons an
SDA
4.7.2023 - 09:48
Ein Kommandant der Taliban an einem Kontrollpunkt auf einer Straße in Kabul. Foto: Rodrigo Abd/AP/dpa
Keystone
Die Taliban haben die landesweite Schliessung von Schönheitssalons für Frauen angeordnet. Das berichtete der afghanische Nachrichtensender Tolo News am Montag.
Keystone-SDA
04.07.2023, 09:48
04.07.2023, 11:22
SDA
Eine Begründung für die Schliessung liefern die militanten Islamisten nicht, die Lizenzen würden laut dem von Tolo News und anderen afghanischen Medien veröffentlichten Dekret im kommenden Monat jedoch ablaufen.
Für viele Frauen sind Schönheitssalons eine der wenigen verbliebenen Verdienstmöglichkeiten, viele sind aufgrund der herrschenden Wirtschaftskrise in Afghanistan zudem Haupternährerinnen ihrer Familien. «Unsere Männer haben keine Arbeit», so eine Kosmetikerin zu Tolo News. «Ich weiss nicht, was wir tun sollen, wenn sie diesen Ort schliessen.»
Bei ihrer Machtübernahme im August 2021, die auf den überstürzten Rückzug der internationalen Truppen folgte, versprachen die Taliban die Wahrung von Frauenrechten. Mittlerweile sind Frauen jedoch aus einem Grossteil der Berufe verdrängt, auch Universitäten und höhere Schulen dürfen sie nicht mehr besuchen.
Nicht alle Ankündigungen der Taliban werden in der Praxis gleichermassen streng umgesetzt. So laufen vor allem in Kabul viele Frauen entgegen der Anordnung mit unbedecktem Gesicht durch die Strassen. Auch blieben nach der offiziellen Schliessung von höheren Mädchenschulen eine Reihe von Privatschulen für ältere Schülerinnen offen.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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