AfghanistanTaliban schliessen Frauenradio in Kabul
SDA
5.2.2025 - 14:55
ARCHIV - Frauen in Afghanistan. Foto: Oliver Weiken/dpa
Keystone
Die in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban haben einem Radiosender für Frauen in der Hauptstadt Kabul den Betrieb untersagt.
Keystone-SDA
05.02.2025, 14:55
SDA
Wie der in Paris ansässige Schwesternsender von Radio Begum der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurden zwei männliche Mitarbeiter des Radios festgenommen. Ausserdem hätten die Taliban die Radiostation durchsucht.
Die Organisation Reporter Ohne Grenzen forderte die Islamisten dazu auf, dem Sender wieder den Betrieb zu genehmigen und verwies auf mehrere Fälle in dem Land, indem es zu Festnahmen von Journalisten und dauerhaften Schliessungen von Medienunternehmen kam. Der afghanische Journalistenverband Afghanistan Journalists Center (AFJC) verwies auf die Bedeutung des Senders für Frauenrechte in Afghanistan und kritisierte das Vorgehen der Taliban.
Radio Begum wurde im Jahr 2021 am Internationalen Frauentag am 8. März gegründet, fünf Monate vor der erneuten Machtübernahme durch die Taliban. Der Sender strahlt auch Bildungsprogramme von der sechsten bis zur zwölften Klasse aus. Unter den Machthabern in Kabul ist Frauen der Besuch der höheren Schule untersagt, viele ehemalige Schülerinnen weichen daher auf Online-Unterricht oder Bildungsprogramme im Radio aus.
Mehrere Frauenradios in Afghanistan
Die Taliban werfen dem Sender vor, Inhalte an einen im Ausland ansässigen Fernsehsender geliefert und damit gegen Rundfunkregeln verstossen zu haben, wie aus einer Mitteilung des Kulturministeriums hervorgeht. Das Frauenradio müsse sich nun einer Lizenz-Prüfung unterziehen, bevor über seine Zukunft entschieden werde.
Aktuell werden noch mehrere Radiosender von und für Frauen in Afghanistan betrieben. Im Jahr 2023 sorgte die vorübergehende Einstellung eines Frauenradios in der Provinz Badachschan im Nordosten des Landes für Schlagzeilen, nachdem dieser laut Taliban Lieder während des Fastenmonats Ramadan ausgestrahlt hatte.
G7-Gipfel: Zusätzlicher Druck und Sanktionen gegen Russland
Évian, 17.06.2026: Mehr Druck auf Russland – die USA und die anderen G7-Staaten wollen mehr Druck auf Russland ausüben und so ein Ende des Ukraine-Kriegs herbeiführen.
In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heisst es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Ausserdem sollen mehr Waffen und Luftverteidigungssysteme geliefert werden.
Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen.
Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.
18.06.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
G7-Gipfel: Zusätzlicher Druck und Sanktionen gegen Russland
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»