Widerstand gegen RegierungTausende demonstrieren in Tschechien für Medienfreiheit
SDA
17.5.2026 - 21:58
Teilnehmer eines Marsches, der vom Verein Million Moments for Democracy organisiert wurde, demonstrieren für die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien. Foto: ·álek Václav/CTK/dpa
Keystone
Tausende Menschen sind in mehreren Städten Tschechiens auf die Strasse gegangen, um für die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens zu demonstrieren. Sie protestierten gegen Pläne der rechtspopulistischen Regierung des Ministerpräsidenten und Milliardärs Andrej Babis.
Keystone-SDA
17.05.2026, 21:58
18.05.2026, 09:00
SDA
Die Dreiparteien-Koalition will die Radio- und Fernsehgebühren abschaffen und stattdessen das Tschechische Fernsehen CT und den Tschechischen Rundfunk (Cesky rozhlas CRo) in Zukunft von direkten Staatsfinanzierungen abhängig machen. Kritiker befürchten, dass damit die Unabhängigkeit der Sendeanstalten gefährdet und die Tür zu politischer Einflussnahme geöffnet werden.
Weniger Geld für öffentlich-rechtliche Sender
Zu den Demonstrationen in zwölf der grössten Städte des Landes hatte die Bewegung «Eine Million Augenblicke für Demokratie» aufgerufen, die vor knapp zwei Wochen eine ähnliche Protestkundgebung in der Hauptstadt Prag organisiert hatte. Die Kritik der Organisatoren und der Demonstrationsteilnehmer richtete sich gegen einen Gesetzentwurf von Kulturminister Oto Klempir von der Motoristenpartei. Unter anderem ist darin vorgesehen, dass CT und CRo schon ab 2027 direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden sollen. Zudem soll es deutlich weniger Geld als bisher geben.
Von der Nachrichtenagentur CTK veröffentlichte Bilder zeigten unter anderem Demonstrierende, die sich vor dem Rundfunkgebäude in Brünn (Brno) versammelten und dabei tschechische Fahnen schwangen. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: «Freiheit für die Medien!» und an die TV- und Radiojournalisten gerichtet: «Wir sind mit euch!». Rundfunkmitarbeiter entrollten aus einem Studiofenster ein Transparent mit der Antwort: «Wir danken euch!»
Seit Dezember regiert in Tschechien eine Koalition aus der rechtspopulistischen Partei ANO von Babis, der ultra-rechten Freiheit und direkte Demokratie (SPD) sowie der Autofahrerpartei Motoristen.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan