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Orban verliert Regenbogen-Schlacht

Zehntausende in Budapest zu verbotener Pride-Parade

Tausende Menschen haben sich in Budapest einer polizeilich verbotenen Pride-Parade angeschlossen.

Tausende Menschen haben sich in Budapest einer polizeilich verbotenen Pride-Parade angeschlossen.

Bild: IMAGO/TT

Tausende Menschen haben sich in Budapest einer erstmals polizeilich verbotenen Pride-Parade angeschlossen. Der Deak-Platz im Zentrum sei bereits mit Menschen gefüllt, berichtete das Nachrichtenportal «telex.hu», viele schwenkten Regenbogenfahnen.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

28.06.2025, 15:58•28.06.2025, 18:49

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Trotz eines Verbots haben zehntausende Menschen an der Pride-Parade in der ungarischen Hauptstadt Budapest teilgenommen.
  • Die jährliche Parade der LGBTQ-Gemeinschaft begann am Samstagnachmittag in festlicher Stimmung.
  • Die diesjährige Pride steht im Zeichen einer Machtprobe zwischen dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban sowie der liberal regierten Hauptstadt Budapest.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die Demonstration für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Trans- und queeren Menschen (LGBTQ) zieht den Plänen zufolge über eine Donaubrücke auf die Budaer Seite der ungarischen Hauptstadt.

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Die diesjährige Pride steht im Zeichen einer Machtprobe zwischen dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban sowie der liberal regierten Hauptstadt Budapest. Die von Orbans Leuten kontrollierte Polizei untersagte die Veranstaltung, weil sie nach ihrer Auffassung gegen das jüngst novellierte Versammlungsgesetz verstösst. Dieses ermöglicht nun das Verbot von Kundgebungen, wenn sie sich gegen den «Kinderschutzes» richten.

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Der liberale Budapester Oberbürgermeister Gergely Karacsony hatte jedoch die diesjährige Pride zu einer Veranstaltung der Stadt Budapest erklärt. Eine solche unterliegt nicht dem Versammlungsgesetz. Auf dessen Grundlage könne sie auch nicht verboten werden, ist der Standpunkt der Budapester Stadtverwaltung und der Pride-Organisatoren.

Hohe Geldstrafe drohen

Es wird davon ausgegangen, dass die Polizei möglichst viele Teilnehmer der aus ihrer Sicht illegalen Kundgebung anzeigen wird. Dabei könnte auch Gesichtserkennungs-Software zum Einsatz gelangen. Den Angezeigten drohen hohe Geldstrafen.

Trotz eines Verbots der Orban-Regierung versammeln sich tausende Menschen zur Budapester Pride.

Trotz eines Verbots der Orban-Regierung versammeln sich tausende Menschen zur Budapester Pride.

Bild: dpa

Zu dem Umzug werden dennoch zehntausende Teilnehmer erwartet. Angekündigt haben sich auch rund 70 Europaabgeordnete, zahlreiche Diplomaten sowie die EU-Kommissarin für Gleichberechtigung, Hadja Lahbib.

00:48

Ungarn verliert Anspruch auf EU-Hilfen in Milliardenhöhe

Zur Freigabe des Geldes hätte das Land bis Ende 2024 Reformauflagen umsetzen müssen – dazu gehören unter anderem Änderungen von Gesetzen zur Vermeidung von Interessenkonflikten und Korruptionsbekämpfung. Das ist aber nicht passiert.

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