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Die Raststätte in Algarrobo gehört zu den Schlechtesten in Europa.
Screenshot Google Maps
Wo lohnt sich die Pause auf der Fahrt in die Ferien? Der Touring Club Schweiz hat 129 Raststätten in Frankreich, Spanien und Portugal getestet. Das Resultat fällt klar aus.
Wer in den kommenden Wochen mit dem Auto Richtung Süden reist, dürfte früher oder später auf einer Raststätte Halt machen. Genau dort hat der Touring Club Schweiz (TCS) genauer hingeschaut.
Für seinen aktuellen Test besuchten zwei Experten im Frühling 2026 insgesamt 129 Raststätten entlang wichtiger Autobahnachsen in Frankreich, Spanien und Portugal. Fast 10'000 Kilometer legten sie dabei zurück. Bewertet wurden unter anderem Parkplätze, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Angebote für Wohnmobile, Freizeitbereiche und die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Ländern.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 69,5 Prozent schneidet Frankreich am besten ab. Von den 52 getesteten Raststätten wurden neun als «ausgezeichnet» und weitere 36 als «sehr empfehlenswert» eingestuft.
Besonders positiv fiel laut TCS die Infrastruktur für Reisende auf. Viele Anlagen verfügen über moderne Sanitäranlagen, Trinkwasserstellen, Duschen sowie Einrichtungen für Wohnmobile. Hinzu kommen Spielplätze, Picknickzonen, Hundebereiche und Fitnessangebote.
Auch Besitzerinnen und Besitzer von Elektroautos profitieren. Schnellladestationen seien weit verbreitet und einfach nutzbar. Weniger überzeugend sei hingegen das gastronomische Angebot, das oft begrenzt ausfalle.
Portugal landet mit 56,9 Prozent im Mittelfeld. Zwar erreicht keine Raststätte die Bestnote, mehrere Anlagen schneiden aber gut ab.
Besonders gelobt werden die Gastronomie und die Einkaufsmöglichkeiten. Auch bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge erzielt Portugal solide Ergebnisse.
Abzüge gibt es dagegen bei den Angeboten für Wohnmobilreisende. Entsorgungsstationen für Grau- und Schwarzwasser sowie Trinkwasserversorgung seien vielerorts nur eingeschränkt vorhanden.
Deutlich schlechter fällt die Bilanz für Spanien aus. Das Land erreicht lediglich eine Durchschnittsbewertung von 41,8 Prozent und landet damit klar auf dem letzten Platz.
Besonders kritisch beurteilt der TCS die Situation bei den Schnellladestationen. Nur etwas mehr als jede zehnte getestete Raststätte verfügt überhaupt über Schnellladepunkte. Zudem seien zahlreiche Anlagen während des Tests defekt oder ausser Betrieb gewesen.
Auch die Transparenz der Preise und die Zahlungsmöglichkeiten wurden bemängelt. Insgesamt überschritten nur elf der 60 getesteten Raststätten die Marke von 50 Prozent.
Für Schweizerinnen und Schweizer, die im Sommer Richtung Mittelmeer unterwegs sind, fällt das Fazit jedenfalls eindeutig aus: Wer durch Frankreich fährt, findet derzeit die besten Voraussetzungen für eine entspannte Pause unterwegs.