ÖsterreichTerrorpläne für Taylor-Swift-Konzert: Ruhmsucht als Motiv
SDA
12.5.2026 - 17:27
ARCHIV – Das Landesgericht Wiener Neustadt. Hier findet der Prozess um die mutmasslichen Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien statt. Foto: Matthias Röder/dpa
Keystone
Im Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Konzerte von US-Star Taylor Swift in Wien hat sich der Hauptverdächtige zu seinen Motiven geäussert.
Keystone-SDA
12.05.2026, 17:27
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«Ich wollte mich so stark wie möglich bewaffnen, damit ich gross rauskomme», sagte der 21-Jährige laut Nachrichtenagentur APA vor dem Landesgericht Wiener Neustadt zu seinen Anschlagsplänen.
Er habe vor der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) wie ein Held dastehen und berühmt werden wollen. «Die grösste Idee wäre, mit einem Lkw, bewaffnet, mit Bomben und Messern.»
Schon Wochen vor der dreitägigen Konzert-Serie, die Anfang August 2024 im Ernst-Happel-Stadion über die Bühne hätte gehen sollen, hatte Beran A. nach eigenen Worten Kontakt mit einer Security-Firma aufgenommen, um sich als Sicherheitsmitarbeiter einzuschleusen und die Örtlichkeit in Augenschein nehmen zu können. Davon habe er aber wieder Abstand genommen.
Hohe Haftstrafe möglich
Laut Staatsanwaltschaft hatte der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln bei seiner Festnahme eine Schrapnell-Bombe fast fertiggestellt. Ziel waren nach bisherigen Ermittlungen die Swift-Fans vor dem Konzertgelände. Der Terrorakt sollte am 9. August 2024 erfolgen, dem Datum des zweiten von drei Swift-Konzerten im Happel-Stadion von Wien.
Nach damaliger Darstellung der Regierung war die Bedrohungslage «sehr ernst». Sicherheitshalber wurden alle drei Konzerte in Wien mit erwarteten 200.000 Besuchern vom Veranstalter abgesagt.
Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft. Am 28. Mai könnte ein Urteil fallen.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
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