dpatopbilder - Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul wird im Regierungsgebäude von Medienvertretern umringt. Foto: Arnun Chonmahatrakool/AP/dpa
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Im Grenzkonflikt mit Kambodscha gibt es Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zufolge auch weiterhin keine Waffenruhe.
Keystone-SDA
13.12.2025, 03:01
SDA
Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump erklärte der Regierungschef vor Journalisten in Bangkok, Kambodscha müsse zuerst das Feuer einstellen. Die Partei, die das Waffenruheabkommen verletzt habe, sei diejenige, die ihr Verhalten korrigieren müsse – «nicht die Partei, die angegriffen wurde», sagte er örtlichen Medien zufolge weiter. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die jüngste Eskalation begonnen zu haben.
Trump will in dem Konflikt vermitteln. Er sprach am Freitag mit beiden Parteien. Wenig später schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, Kambodschas Ministerpräsident Hun Manet und Thailands Regierungschef hätten sich darauf gereinigt, alle Kampfhandlungen «ab heute Abend einzustellen». Unklar blieb aber, auf welche Zeitzone er sich bezog, denn in der Region war es zum Zeitpunkt des Posts bereits Nacht. Auch Kambodscha bestätigte zunächst keine Einstellung der Kampfhandlungen.
Hintergrund der jüngsten Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha, die eine etwa 800 Kilometer lange gemeinsamen Grenze haben, ist ein jahrzehntelanger Streit um Gebietsansprüche. Die Gefechte haben bereits über 500.000 Bewohner der Region in die Flucht getrieben und mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, darunter mehrere Zivilisten.
Bereits im Juli hatten beide Länder nach schweren Kämpfen eine Waffenruhe vereinbart. Ende Oktober unterzeichneten sie in Anwesenheit Trumps in Malaysia eine gemeinsame Erklärung, die Schritte zu einem dauerhaften Frieden vorsah. Doch im November wurde die vereinbarte Feuerpause nach einem neuerlichen Vorfall an der Grenze erst einmal ausgesetzt. Seit dem vergangenen Sonntag kommt es erneut zu Angriffen.
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
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