Thailand will vom Lockdown direkt zur Party übergehen

lmy

19.10.2021

Tourists walk the beach of Maya Bay, Phi Phi Leh island in Krabi province, Thailand, Thursday, May 31, 2018. The popular tourist destination of Maya Bay in the Andaman Sea will close to tourists for four months from Friday to give its coral reefs and sea life a chance to recover from an onslaught that began nearly two decades ago. (AP Photo/Sakchai Lalit)
Touristen am Strand von Maya Bay auf der Insel Phi Phi Leh in Thailand.
KEYSTONE

Bali und Thailand öffnen ihre Grenzen für Touristen wieder. Gerade in Thailand ist die Lage immer noch angespannt und die Bevölkerung eher dagegen, doch die Regierung will nicht auf noch eine Saison verzichten.

lmy

19.10.2021

Thailand öffnet seine Grenzen für Touristen: Ab 1. November dürfen vollständig Geimpfte aus fünf Staaten quarantänefrei einreisen – die Liste könnte noch erweitert werden, unter anderem auf die Schweiz. Feriengäste brauchen dann einen negativen PCR-Test für die Reise.

Auch die indonesische Insel Bali empfängt ab sofort geimpfte Touristen aus zehn Ländern, momentan allerdings nicht aus der Schweiz. Zur Einreise braucht man einen Impfpass, einen negativen PCR-Test und eine Hotelreservierung. Dort müssen die Gäste zuerst fünf Tage in Quarantäne.



In beiden Ländern gehen die Fallzahlen derzeit zurück, auch wenn die Lage vor allem in Thailand immer noch angespannt ist. Im Frühling und Sommer hatten beide Länder eine schwere Virus-Welle erlebt.

Doch der Tourismussektor ist für beide Länder sehr wichtig. In Thailand macht er etwa 20 Prozent des Bruttosozialprodukts aus, viele Menschen haben derzeit kein Einkommen.

60 Prozent in Thailand gegen Öffnung

«Viele Länder möchten, dass ihre Bürger Thailand besuchen», sagte Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha. «Es wird ein kleiner Anfang sein, damit die Menschen wieder einen Lebensunterhalt verdienen.» Gleichzeitig kündigten die Behörden weitere Lockerungen der derzeit noch in vielen Landesteilen geltenden Massnahmen an.

Doch bei einer Umfrage gaben gemäss dem «Tages-Anzeiger» 60 Prozent an, dass sie gegen eine rasche Öffnung sind. Sie haben Angst, dass mit den Touristen das Virus wieder kommt. Die Touristen würden «Problemausländer» genannt.

Doch noch eine Saison ohne Geld von Touristen würde der Staat nicht überstehen, meint der «Tages-Anzeiger». Das dominierende Militär habe auch in Hotelanlagen und Golfplätze investiert. Darum wolle es einen «Freedom Day» erzwingen.

Die Hauptstadt Bangkok ist seit fünf Monaten im Lockdown, nun soll sie plötzlich wieder zur Party übergehen. In den nächsten Wochen wolle das Land zeigen, dass es wieder offen ist, schreibt der «Blick». Auch an Sylvester soll es ein grosses Fest geben.