Verhaftung von «Reichsbürger» Deutscher soll Kopfgeld auf Politiker ausgesetzt haben – Festnahme

dpa

11.11.2025 - 10:26

Verdächtiger soll im Darknet zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben. (Illustration)
Verdächtiger soll im Darknet zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben. (Illustration)
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Die Bundesanwaltschaft hat in Dortmund einen Mann festnehmen lassen, der im Darknet unter anderem zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben soll. Er habe zudem Krypto-Spenden eingefordert, die als Kopfgeld ausgelobt werden sollten, teilte die Karlsruher Behörde mit.

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Nach der Veröffentlichung von Todeslisten mit Namen von Politikern haben Spezialkräfte in Dortmund einen Deutsch-Polen festgenommen. Der Mann habe im Darknet anonym zu Anschlägen auf Menschen des öffentlichen Lebens und Amtsträger aufgerufen, erklärte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Dienstag. Der Beschuldigte namens Martin S. sei am Montagabend durch Beamte des Bundeskriminalamts und Spezialkräfte gefasst worden.

Den Angaben zufolge soll S. auf seiner Plattform auch Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen veröffentlicht und Spenden in Kryptowährungen eingefordert haben, die als «Kopfgeld» zur Tötung ausgesetzt werden sollten. Dazu seien «von ihm selbst ausgesprochene Todesurteile» und Informationen mit «sensiblen persönlichen Daten potenzieller Opfer» eingestellt worden, erklärten die Ermittler der Bundesanwaltschaft.

Gegen den Verdächtigen wird demnach wegen Terrorismusfinanzierung, der Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie des gefährdenden Verbreitens personenbezogener Daten ermittelt. S. sollte noch am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.