PolitikTote in Russland, Stromabschaltungen in der Ukraine
SDA
14.1.2026 - 10:03
ARCHIV - Ukrainische Soldaten des Verteidigungsnachrichtendienstes bereiten den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor. Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Tote und Schäden bei der Energieversorgung gegeben. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
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Bei gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Tote und Schäden bei der Energieversorgung gegeben.
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14.01.2026, 10:03
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In der südrussischen Stadt Rostow seien vier Menschen bei einem ukrainischen Angriff verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, bei Telegram. Es sei zu Feuern in mehreren Wohnungen mehrstöckiger Häuser gekommen, in einer davon wurde demnach ein toter Mann gefunden. Sljussar sprach ausserdem von zwei Feuern im Industriegebiet der Stadt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
In der Region Belgorod wurde nach Angaben von Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow eine Frau im Dorf Sosuli bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Demnach wurde ein Auto getroffen, der Fahrer sei verletzt worden. Am späten Abend sei ein Mann bei der Explosion einer Drohne in der Stadt Schebekino ums Leben gekommen.
Russland zielt erneut auf Energieinfrastruktur
Russland nahm bei frostigen Temperaturen erneut die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. Moskaus Streitkräfte attackierten in der Grossstadt Krywyj Rih im Südosten der Ukraine Militärverwaltungschef Olexander Wilkul zufolge am Abend und in der Nacht die zivile Infrastruktur.
Demnach gab es Notabschaltungen der Stromversorgung für 45.000 Kunden, in mehr als 700 Häusern auch der Fernwärme. Am Morgen habe sich die Lage wieder stabilisiert, schrieb er bei Telegram.
Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden steht dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen russischer Angriffe in der Ukraine.
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
Versöhnliche Töne bei der Münchner Sicherheitskonferenz: US-Aussenminister Marco Rubio bekommt für seine Rede viel Applaus – doch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen.
16.02.2026
Wankende Weltordnung: Lehren aus der Münchner Sicherheitskonferenz
München, 15.02.26: Freundlich im Ton, hart in der Sache: Nach drei Tagen mit Reden und Debatten auf der Münchner Sicherheitskonferenz fällt die Bilanz düster aus, aber immerhin nicht katastrophal.
Die wichtigsten Lehren aus einer Konferenz inmitten des grössten Umbruchs der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
US-Aussenminister Marco Rubio lässt in seiner Rede versöhnliche Töne gegenüber Europa anklingen – doch wer genau hinhört, findet viele Gründe für Zweifel. Kooperation kann es demnach nur geben, wenn die Europäer dem politischen Kurs von Trump folgen.
Europa gibt sich hingegen pragmatisch, laut Bundeskanzler Friedrich Merz müsse man nun mit mehr Eigenständigkeit reagieren. Deutschland und Frankreich sprechen etwa über einen möglichen europäischen Atomschirm.
Ein Staatschef bekommt in München diesmal weitaus weniger Aufmerksamkeit als sonst: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj muss anerkennen, dass der Krieg in seinem Land angesichts der Krise in den transatlantischen Beziehungen nicht im Mittelpunkt steht.
16.02.2026
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
13.02.2026
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
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