blue News Logo
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue News Logo
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue NewsSchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
KarriereArbeiten bei blueJobs
blue+blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue CinemaKinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom PrivatkundenMobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
DirekteinstiegE-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
blue News
SchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
Karriere
Arbeiten bei blueJobs
blue+
blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue Cinema
KinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom Privatkunden
MobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
Direkteinstieg
E-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
WerbungRechtlichesDatenschutzImpressumPublizistische Leitlinienblue News AppFAQ
DEFRITEN
DEFRITEN
StartseiteChevron rechtsNewsChevron rechtsInternationalChevron rechtsDeutscher Zoo tötet trotz grosser Kritik zwölf gesunde Paviane

Fehler gefunden?

Jetzt melden

Meistgelesen

1Was gegen eine baldige Mobilmachung in Russland spricht – und was dafür
2Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen – er habe da «was gehört»
3Trump soll heimlich im Catering-Container zu Militär-Jet geschleust worden sein
4Das solltest du vor der Sonnenfinsternis wissen
5Das sagt Marlen Reusser zur bitteren Enttäuschung an der Tour de France

Es wurde zu eng im Gehege

Deutscher Zoo tötet trotz grosser Kritik zwölf gesunde Paviane

  • Der Tiergarten hat nun seine Pläne in die Tat umgesetzt - obwohl Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen diese scharf kritisiert hatten. (Archivbild)
  • Aktivisten waren am Dienstag in den geschlossenen Tiergarten eingedrungen.
  • Der Tiergarten blieb am Dienstag geschlossen.

1/3

Der Tiergarten hat nun seine Pläne in die Tat umgesetzt - obwohl Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen diese scharf kritisiert hatten. (Archivbild)

Bild: dpa

Die Proteste waren gross. Dennoch sah der Nürnberger Zoo keine andere Möglichkeit: Aus Platzmangel wurden zwölf Paviane getötet. Nun drohen Strafanzeigen.

Redaktion blue News
DPA

Redaktion blue News, DPA

29.07.2025, 16:15•29.07.2025, 16:37

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Tiergarten Nürnberg hat am Dienstag zwölf Paviane getötet.
  • Am Morgen wurde bekannt, dass der Zoo geschlossen bleibt.
  • Das Pavian-Gehege ist seit langer Zeit überbelegt.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Aus Platzmangel hat der Nürnberger Tiergarten zwölf Paviane getötet. Das teilte der Tiergarten am Dienstagnachmittag mit. Aus Sicht von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen verstösst die Tötung der Affen gegen das Tierschutzgesetz. Pro Wildlife, der Deutsche Tierschutzbund und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht kündigten an, dass sie nun Strafanzeige stellen werden.

Dass er überzählige Paviane töten wolle, hatte der Tiergarten bereits im Februar 2024 bekanntgegeben. Von Tierrechts- und Tierschutzorganisationen kam scharfe Kritik. Zuletzt waren die Proteste immer lauter geworden.

Aktivisten und Aktivistinnen waren am Dienstag nach Angaben der Polizei über ein Tor in den Tiergarten eingedrungen. Einige klebten sich dort am Boden fest. Die Polizei nahm diese vorläufig fest. Der Tiergarten hatte am Morgen überraschend angekündigt, an dem Tag «aus betrieblichen Gründen» geschlossen zu bleiben. Die Organisation Animal Rebellion rief daraufhin zu einer Protestaktion gegen die Tötung der Paviane vor dem Eingang auf.

Abgabe und Verhütung waren nicht möglich

Das Pavian-Gehege ist seit langer Zeit überbelegt. In dem Gehege lebten dem Tiergarten zufolge zuletzt mehr als 40 Tiere, ausgelegt ist es aber nur für 25 erwachsene Affen plus Jungtiere. Dadurch kam es demnach verstärkt zu Konflikten, bei denen sich die Tiere verletzten. 

Der Tiergarten sah schliesslich nach eigenen Angaben keine andere Möglichkeit, als einige der Tiere zu töten. Überzählige Tiere an andere Einrichtungen abzugeben, sei nicht möglich gewesen, erklärte Direktor Dag Encke. Ein implantiertes Verhütungsmittel bei den Weibchen habe nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Eine Auswilderung oder ein weiterer Ausbau des Geheges waren ebenfalls nicht infrage gekommen.

Wird ein Exempel statuiert?

Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen halten die Probleme dagegen für hausgemacht. «Was wir befürchtet hatten, ist eingetreten: Gesunde Tiere mussten sterben, weil ein Zoo über Jahrzehnte verantwortungslos gezüchtet und keine nachhaltigen Lösungen entwickelt hat», teilte Pro Wildlife mit. «Diese Tötung war vermeidbar und ist aus unserer Sicht rechtswidrig.» 

Der Tierschutzbund sprach von einem Tabubruch. «Die Verantwortung für Tiere, die man als Zoo hält und züchtet, endet nicht dort, wo es räumlich, finanziell oder organisatorisch unbequem wird», teilte dieser mit. 

Die Organisationen befürchten ausserdem, dass die Tötung der Paviane erst der Anfang sein könnte. «Mit den Pavianen wird ein gefährliches Exempel statuiert – es wird nicht bei dieser einen Tierart bleiben, wenn diese Praxis des Tötens ungewollter Zootiere erst etabliert ist», sagte etwa Laura Zodrow von Pro Wildlife. Sie fordert deshalb, dass die Politik die rechtlichen Rahmenbedingungen für Zoos und deren Zuchtprogramme verschärft.

Gängige Praxis?

Dass Tiere in Zoos getötet werden, ist laut Tierschutzbund «gängige Praxis». In vielen Zoos werden extra Futtertiere gezüchtet, die als Mahlzeit für Löwen, Tiger und andere Fleischfresser vorgesehen sind. Aber auch überzählige Zootiere werden getötet und verfüttert.

Trotzdem sorgen solche Fälle immer wieder für Schlagzeilen, etwa 2014 die Tötung von Giraffe Marius im Kopenhagener Zoo oder die eines Zebras 2023 in Leipzig.

Auch der Nürnberger Tiergarten verfüttert regelmässig extra gezüchtete Futtertiere, aus Platzgründen aber auch vom Aussterben bedrohte Somali-Wildesel und Prinz-Alfred-Hirsche – und informiert die Öffentlichkeit darüber auf Schautafeln. Dass es nun so einen Aufschrei bei den Paviane gibt, erklärt Direktor Dag Encke damit, dass es sich um Affen handelt, nahe Verwandten des Menschen.

Mehr zum Thema

Spitzenjob

Wer wird neuer Uno-Generalsekretär? So funktioniert die Wahl

1
Zwang zum Kriegsdienst
Zwang zum Kriegsdienst

Was gegen eine baldige Mobilmachung in Russland spricht – und was dafür

Analyse
1
Illegale Geschäfte von US-Firma
Illegale Geschäfte von US-Firma

«Hat Trumps Invasion von Grönland schon begonnen?»

6
Vor Alaska
Vor Alaska

Zuckerbergs Luxusjacht reagierte offenbar nicht auf Hilferuf

Deutscher Zoo tötet trotz grosser Kritik zwölf gesunde Paviane