Trump beschimpft CNN-Reporterin nach Epstein-Frage
US-Präsident Donald Trump ist im Weissen Haus mit einer Journalistin von CNN aneinandergeraten. Auslöser war eine Frage zur Aufarbeitung des Jeffrey-Epstein-Skandals. Trump reagierte mit persönlichen Angriffen.
04.02.2026
US-Präsident Donald Trump ist im Weissen Haus mit einer Journalistin von CNN aneinandergeraten. Auslöser war eine Frage zur Aufarbeitung des Jeffrey-Epstein-Skandals. Trump reagierte mit persönlichen Angriffen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Donald Trump attackierte eine CNN-Reporterin nach einer Frage zu den Opfern des Epstein-Skandals verbal.
- Der Präsident bezeichnete die Journalistin als «schlechteste Reporterin» und warf CNN Unehrlichkeit vor.
- Der Sender stellte sich öffentlich hinter seine Korrespondentin und sprach von professioneller Berichterstattung.
US-Präsident Donald Trump ist am Dienstag im Weissen Haus heftig mit der CNN-Journalistin Kaitlan Collins aneinandergeraten. Anlass war eine Frage der Reporterin zur juristischen Aufarbeitung des Jeffrey Epstein-Skandals und zur Perspektive der Opfer.
Collins hatte Trump gefragt, was er jenen Überlebenden sagen würde, die bis heute das Gefühl hätten, keine Gerechtigkeit erfahren zu haben. Der Präsident unterbrach sie daraufhin mehrfach und griff sie persönlich an. Er bezeichnete Collins als «die schlechteste Reporterin» und erklärte, der Nachrichtensender CNN habe «keine Einschaltquoten wegen Leuten wie Ihnen».
Trump fügte hinzu, er habe Collins «noch nie lächeln sehen» und warf ihr vor, «nicht die Wahrheit zu sagen». Als die Journalistin entgegnete, sie stelle eine Frage zu den Opfern von Epstein, unterbrach Trump sie erneut und sprach von einer «sehr unehrlichen Organisation».
CNN stellt sich hinter Reporterin
CNN reagierte noch am selben Abend mit einer Stellungnahme. Ein Sprecher erklärte, Collins sei eine «aussergewöhnliche Journalistin», die täglich aus dem Weissen Haus berichte und von Zuschauern weltweit als verlässliche Quelle geschätzt werde.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie konfrontativer Auftritte Trumps gegenüber Journalistinnen ein. Bereits im November hatte er bei einem anderen Termin eine Reporterin verbal angegangen. Das Weisse Haus verteidigte diese Wortwechsel damals mit dem Argument, der Präsident stelle sich regelmässig «uneingeschränkten Fragen» der Medien.
Auch Trumps Sprecherin Karoline Leavitt greift Reporter immer wieder persönlich an. Im Januar bezeichnete sie einen Journalisten als «linken Aktivisten». CBS News drohte sie zudem nach einem Trump-Interview mit einer Milliarden-Klage.