dpatopbilder – Präsident Donald Trump geht über den Südrasen des Weissen Hauses nachdem er aus Peking zurückgekehrt ist. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
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US-Präsident Donald Trump droht mit einer Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran.
Keystone-SDA
18.05.2026, 05:33
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«Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben», schrieb er auf der Plattform Truth Social. «DIE ZEIT DRÄNGT!» Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein. Ein iranischer Militärsprecher warnte laut Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue «Torheit» der USA werde «noch vernichtendere und schwerere Schläge» zur Folge haben.
Trump: Wir wollen ein Abkommen schliessen
Das US-Nachrichtenportal «Axios» zitierte Trump nach einem Telefoninterview mit der Aussage, dass der Iran «viel härter» als zuvor getroffen werde, sollte die Führung des Landes in den Bemühungen um ein Kriegsende keinen besseren Vorschlag vorlegen. «Wir wollen ein Abkommen schliessen. Sie sind noch nicht da, wo wir sie haben wollen. Sie müssen dorthin gelangen, sonst werden sie hart getroffen, und das wollen sie nicht», betonte der US-Präsident demnach.
Der von Tasnim zitierte iranische Militärsprecher drohte seinerseits, Washington werde mit «neuen offensiven und überraschenden Szenarien» konfrontiert, sollte es seine Drohungen in die Tat umsetzen. «Axios» zitierte US-Beamte, wonach erwartet wird, dass Trump am Dienstag mit seinem nationalen Sicherheitsteam im «Situation Room», dem streng gesicherten Lagezentrum der US-Regierungszentrale zusammenkommen wird. Dort sollten Optionen für militärische Massnahmen erörtert werden. Optionen lägen wieder auf dem Tisch.
Iran-Experte: Gräben weiterhin tief
Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf der Plattform X: «Die Gräben zwischen beiden Seiten sind weiterhin tief und in vielerlei Hinsicht kaum zu überbrücken.» Der einzig realistische Weg zu einem diplomatischen Durchbruch bestehe darin, dass sich Washington «direkter» mit der «Substanz des iranischen Vorschlags auseinandersetzt». Irans Prioritäten blieben unverändert. Dazu gehöre unter anderem die Beendigung der wirtschaftlichen Blockade, Verhandlungen über ein Ende des umfassenderen Konflikts und erst im Anschluss die Behandlung der Atomfrage, schrieb Citrinowicz weiter.
Der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen sorgt in Washington zunehmend für Frust. Die «New York Times» hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Krieges vor. Hintergrund sei, dass die Ziele – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht worden seien.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erörterte laut «Times of Israel» am Sonntagabend mit Trump die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Krieges mit Teheran. Netanjahu hatte zuvor gesagt: «Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran.» Die Zeitung «Jediot Achronot» schrieb, Israel warte auf eine Entscheidung Trumps. Die Verbündeten hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die Staaten am Persischen Golf, die es als US-Verbündete betrachtet. Seit Anfang April gilt eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe.
Saudi-Arabien und Emirate melden Drohnenangriffe
Spannungen in der Region hatten die Waffenruhe jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Sie hänge nur noch am seidenen Faden, sagte Trump vor einer Woche. Saudi-Arabien meldete unterdessen erneut Drohnenangriffe. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hiess es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X.
Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator ausserhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hiess es.
G7-Finanzminister befassen sich mit Folgen des Konflikts
Vor dem Beginn des Treffens der Finanzminister der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten in Paris heute warnte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und einer Sperrung der Strasse von Hormus. Er sprach von einer «ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft». Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv.
Bei dem G7-Treffen stehen die Auswirkungen des Konflikts im Mittelpunkt. Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut dem Iran zudem inzwischen vermint.
Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Sie sei nur für Irans Feinde gesperrt. Faktisch müssen sich Reedereien mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt Irans Führung hohe Gebühren.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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