«Klingt gut für mich»Nach Venezuela will Trump jetzt auch Kolumbiens Präsidenten stürzen
Sven Ziegler
5.1.2026
Videos zeigen US-Angriff auf Venezuela
Die USA haben militärische Ziele in Venezuela angegriffen. Aufnahmen aus dem südamerikanischen Land zeigen Explosionen und Rauch.
03.01.2026
Nach der US-Intervention in Venezuela legt Präsident Donald Trump nach. In öffentlichen Aussagen bringt er eine militärische «Operation» gegen Kolumbien ins Spiel, erhebt erneut Anspruch auf Grönland und setzt auch Mexiko unter Druck.
US-Präsident Donald Trump fühlt sich nach dem schnellen Vorgehen der USA in Venezuela offenbar zu weiteren Drohungen ermutigt. Am Sonntag sprach Trump an Bord der Air Force One über mögliche nächste Schritte – und nannte dabei mehrere Länder in Lateinamerika sowie Grönland.
Im Zentrum seiner Aussagen stand Kolumbien. Trump griff den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro scharf an und beschuldigte ihn, Drogenschmuggel in Richtung USA zu tolerieren. Kolumbien werde «von einem kranken Mann geführt», sagte Trump laut dem US-Sender CNN. Auf die Nachfrage, ob dies ein militärisches Eingreifen der USA bedeuten könnte, antwortete der Präsident: «Klingt gut für mich.»
Grönland erneut im Visier
Es war nicht die einzige Drohkulisse an diesem Tag. Trump bekräftigte auch seinen Anspruch auf Grönland. In einem Interview mit dem Magazin The Atlantic erklärte er, die Insel sei für die nationale Sicherheit der USA «absolut notwendig».
Auch Mexiko geriet ins Visier des US-Präsidenten. Trump forderte das Nachbarland auf, den Drogenschmuggel stärker zu unterbinden. «Mexiko muss sich zusammenreissen», sagte er. Er habe der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum wiederholt Unterstützung durch US-Truppen angeboten. Diese habe jedoch gezögert und sei «ein bisschen ängstlich», so Trump.
Anders äusserte sich Trump über Kuba. Dort sehe er derzeit keinen Grund für ein militärisches Vorgehen. Das Regime auf der Karibikinsel werde seiner Einschätzung nach von selbst zusammenbrechen. «Ich denke, es wird einfach fallen. Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas tun müssen», sagte Trump.
Die Aussagen markieren eine weitere rhetorische Eskalation der US-Aussenpolitik unter Trump. Ob den Drohungen konkrete Schritte folgen, bleibt offen.