US-Präsident Donald Trump spricht über die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente im South Court Auditorium im Eisenhower Executive Office Building auf dem Campus des Weissen Hauses, in Washington. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
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US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran abgesagt.
Keystone-SDA
19.05.2026, 01:59
SDA
Er habe das Militär der Vereinigten Staaten angewiesen, die Attacke nicht durchzuführen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Gleichzeitig soll das Militär demnach «jederzeit» bereit sein, einen umfassenden grossangelegten Angriff zu beginnen, falls keine akzeptable Vereinbarung mit dem Iran erzielt werde.
Trump schrieb weiter, er sei von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gebeten worden, den geplanten Militärschlag vorerst auszusetzen, da es derzeit ernsthafte Verhandlungen gebe. Er habe aus Respekt vor dieser Bitte entsprechend gehandelt.
«Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und einige andere haben mich gefragt, ob wir die Entscheidung um drei Tage, also um einen kurzen Zeitraum, verschieben könnten», sagte Trump später in Washington. Er sprach von einer insgesamt sehr positiven Entwicklung.
Trump drohte dem Iran mit drastischen Worten
Trump hatte zuvor nochmals den Druck auf Iran erhöht und mit einer Wiederaufnahme des Kriegs gedroht. «Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben», hatte er ebenfalls auf Truth Social geschrieben.
Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg mit Angriffen gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die Staaten am Persischen Golf, die es als US-Verbündete betrachtet. Seit Anfang April gilt eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
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