Nach McCarthy-Sturz Trump-Getreuer Jordan will neuer Chef im Repräsentantenhaus werden

SDA

4.10.2023 - 19:50

Jim Jordan, republikanischer Abgeordneter, verlässt das Büro des Sprechers des Repräsentantenhauses auf dem Capitol Hill.
Jim Jordan, republikanischer Abgeordneter, verlässt das Büro des Sprechers des Repräsentantenhauses auf dem Capitol Hill.
Bild: Keystone

Nach der historischen Absetzung des Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, hat sich übereinstimmenden Medienberichten ein erster Republikaner öffentlich für die Nachfolge angeboten.

Keystone-SDA

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Nach der Revolte gegen Kevin McCarthy ist bei den Republikanern im Kongress ein Machtkampf ausgebrochen.
  • Ein erster Republikaner hat sich nun für die Nachfolge McCarthys ins Spiel gebracht.
  • Der Trump-Getreue und Abgeordnete Jim Jordan aus den Bundesstaat Ohio will für das Amt des Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses kandidieren.

Der Trump-Getreue und Abgeordnete Jim Jordan aus den Bundesstaat Ohio habe auf die Frage von Journalisten am US-Kongress, ob er für das Amt kandidieren wollte, am Mittwoch mit «ja» beantwortet, berichteten untere anderem die Sender ABC News und Fox News. Jordan leitet auch den Justizausschuss, der sich mit Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Joe Biden beschäftigt.

Frühestens Mitte kommender Woche könnte es eine Wahl geben. Wer nachrücken könnte, ist offen. McCarthy jedenfalls will nicht noch mal antreten, das machte er nach seiner Absetzung klar. Auch der republikanische Hardliner Matt Gaetz, der den Antrag auf Absetzung gegen McCarthy eingebracht hatte, versicherte, dass er keine Ambitionen habe, selbst zu kandidieren. In der extrem zersplitterten Fraktion ist unklar, wer genug Parteikollegen hinter sich vereinen könnte. Mehrere Namen gehen um: darunter die bisherige republikanische Nummer zwei in der Kammer, Steve Scalise.

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses kommt in der staatlichen Rangfolge an dritter Stelle nach dem Präsidenten und dessen Vize. Der Republikaner Patrick McHenry übernimmt zwar als Interims-Vorsitzender formale Aufgaben, füllt die Rolle aber nicht politisch aus.