RusslandTrump kritisiert Bidens Freigabe von US-Raketen für Ukraine
SDA
16.12.2024 - 19:41
ARCHIV - US-Präsident Joe Biden (r) trifft sich mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
Keystone
Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung des amtierenden Präsidenten Joe Biden als «sehr dumm» verurteilt, der Ukraine Angriffe mit weitreichenden westlichen Waffen auf russischem Staatsgebiet zu erlauben. «Ich denke, das hätte man nicht zulassen dürfen (...) und schon gar nicht wenige Wochen vor meinem Amtsantritt», sagte der Republikaner vor Journalisten in Florida. Die Entscheidung Bidens sei ein «grosser Fehler».
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16.12.2024, 19:41
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Trump schloss nicht aus, den Beschluss nach seinem Amtsantritt Ende Januar rückgängig zu machen. Der Demokrat Biden hatte Kiew im November zur Abwehr des russischen Angriffskriegs genehmigt, mit ATACMS-Raketen Ziele in Russland anzugreifen.
Trump weicht Fragen aus
Trump drängte erneut darauf, dass Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine schnell beendet werden müsse. Er nannte aber keine Details, wie er sich das genau vorstellt. Auf die Frage, ob er bereits mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen habe, antwortete er nicht. Auch auf die Frage, ob die Ukraine Territorium an Russland abtreten sollte, gab er keine klare Antwort. «Nun, ich werde es Ihnen nach meinem ersten Treffen mitteilen», sagte er. Es blieb unklar, was er damit genau meinte.
Der 78-Jährige fügte wohl mit Blick auf von Russland angegriffenes Gebiet in der Ukraine hinzu: «Wenn man sich anschaut, was dort passiert ist, ich meine, es gibt Städte, da steht kein einziges Gebäude mehr.» Die Menschen könnten nicht in diese Städte zurückkehren. «Dort gibt es nichts mehr. Es sind nur Trümmer, genau wie wenn ich ein Gebäude in Manhattan abgerissen habe.»
Wer kommt zur Amtseinführung
Trump sagte weiter, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht zu seiner Amtseinführung am 20. Januar eingeladen habe. «Wenn er kommen möchte, würde ich ihn gerne dabei haben», sagte Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit dem Wahlsieg Anfang November in seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida. «Eingeladen habe ich ihn nicht», betonte er.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hatte zuvor mitgeteilt, dass Trump Chinas Staatschef Xi Jinping zu seiner Vereidigung als US-Präsident eingeladen habe. Auf die Frage, welche ausländischen Staats- und Regierungschef er noch eingeladen habe, sagte Trump: «Die rufen mich an und ich treffe einige von ihnen.»
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