PolitikTrump macht Englisch zur offiziellen Amtssprache der USA
SDA
2.3.2025 - 07:22
dpatopbilder - US-Präsident Donald Trump. Foto: Ben Curtis/AP/dpa
Keystone
US-Präsident Donald Trump hat Englisch per Dekret zur offiziellen Amtssprache der Vereinigten Staaten erklärt. Die Verordnung stellt es Behörden künftig frei, ausschliesslich auf Englisch oder zusätzlich auch in anderen Sprachen zu kommunizieren. Damit hob Trump ein vor mehr als 20 Jahren erlassenes Dekret des damaligen demokratischen Präsidenten Bill Clinton auf. Dieses schrieb vor, amtliche Dienstleistungen und Dokumente auch in anderen Sprachen zugänglich zu machen, damit Menschen mit mangelhaften Englischkenntnissen nicht benachteiligt werden.
Keystone-SDA
02.03.2025, 07:22
SDA
Zwar ist Englisch die mit Abstand meistgesprochene Sprache in den USA und wird für die offizielle Kommunikation verwendet. Bislang gab es aber auf Bundesebene – anders als in manchen der 50 Bundesstaaten – keine offiziell festgelegte Amtssprache. Viele Behörden veröffentlichen ihre Dokumente zum Beispiel auch auf Spanisch – nach Englisch die am zweithäufigsten gesprochene Sprache in den USA. Insgesamt werden in den Vereinigten Staaten nach Regierungsangaben mehr als 350 Sprachen gesprochen.
«Nationale Werte stärken» oder Migranten schikanieren?
Im Begleittext der Regierung zu Trumps Dekret heisst es: «Die Festlegung auf Englisch als offizielle Amtssprache wird nicht nur die Kommunikation vereinheitlichen, sondern auch gemeinsame nationale Werte stärken und eine geschlossenere und effizientere Gesellschaft schaffen.» Englisch zu sprechen helfe Einwanderern dabei, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, an nationalen Traditionen teilzuhaben und «unserer Gesellschaft etwas zurückzugeben».
Es gibt aber auch Kritik an der Entscheidung. Die Regierung werde das Dekret dazu nutzen, Schulunterricht für Kinder ausländischer Herkunft in anderen Sprachen als Englisch zu verhindern, warnte die US-Organisation United We Dream, die sich für die Rechte von Einwanderern einsetzt. Trumps Erlass werde die Einwanderungsbehörden dazu ermutigen, «einzelne Menschen, die auf eine bestimmte Art und Weise sprechen, auszusondern und zu schikanieren».
Kurz nach seiner Amtsübernahme hatte Trump schon die spanische Variante der Webseite des Weissen Hauses aus dem Netz tilgen lassen. Auch an dieser Entscheidung und der von ihr ausgehenden Botschaft an Einwanderer entzündete sich Kritik.
Vatikan vs. Washington: Trump verteidigt Iran-Einsatz nach Papst-Kritik
Streit zwischen Papst und Trump: Seit Leo XIV. für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt appelliert hat, legt US-Präsident Donald Trump nach. Auf Truth Social schreibt er am Dienstag: «Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und dass es völlig inakzeptabel ist, dass der Iran eine Atombombe besitzt.»
15.04.2026
Klartext: Papst äussert sich zu Trump
14.04.2026
Dauerhafte Friedenslösung gesucht: US-Delegation um Vance in Pakistan
Vor mehr als fünf Wochen griffen die USA mit Israel den Iran an – dann wurde eine kurze Feuerpause verkündet. Eine US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance will jetzt in Pakistan über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln.
11.04.2026
Vatikan vs. Washington: Trump verteidigt Iran-Einsatz nach Papst-Kritik
Klartext: Papst äussert sich zu Trump
Dauerhafte Friedenslösung gesucht: US-Delegation um Vance in Pakistan