Was hinter dem Bruch mit Greene steckt Trump verstösst seine lauteste Unterstützerin

SDA

17.11.2025 - 07:27

Marjorie Taylor Greene und Donald Trump wollen aktuell nichts mehr miteinander zu tun haben. 
Marjorie Taylor Greene und Donald Trump wollen aktuell nichts mehr miteinander zu tun haben. 
KEYSTONE

US-Präsident Donald Trump und Marjorie Taylor Greene haben öffentlich gebrochen. blue News sagt dir, was du jetzt wissen musst. 

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Keystone-SDA, Agence France-Presse, Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • US-Präsident Donald Trump hat Marjorie Taylor Greene die Unterstützung entzogen.
  • «Ich kann nicht jeden Tag die Anrufe einer pöbelnden Wahnsinnigen entgegennehmen», schrieb Trump.
  • Was ist am Wochenende passiert? blue News erklärt dir, was du jetzt wissen musst.

US-Präsident Donald Trump hat der ultrarechten Republikanerin Marjorie Taylor Greene die Unterstützung entzogen, nachdem seine langjährige Anhängerin seinen Umgang mit der Affäre um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert hatte. In einem Post auf der Plattform Truth Social sagte sich Trump demonstrativ von der «durchgeknallten» Kongressabgeordneten los, die «trotz meiner rekordartigen Erfolge für unser Land» immer nur mit Beschwerden von sich hören lasse.

«Ich kann nicht jeden Tag die Anrufe einer pöbelnden Wahnsinnigen entgegennehmen», schrieb Trump. Auch andere Konservative hätten inzwischen «die Nase voll von ihr und ihren Eskapaden». Sollte sich ein geeigneter Kandidat finden, der Greene bei den Vorwahlen im Bundesstaat Georgia schlagen könne, werde er denjenigen mit aller Kraft unterstützen.

Was ist am Wochenende passiert? blue News erklärt dir, was du jetzt wissen musst.

Was ist passiert?

Bild aus glücklicheren Zeiten: «Die Partei gehört ihm», sagte Greene einst über Trump. (Archivbild)
Bild aus glücklicheren Zeiten: «Die Partei gehört ihm», sagte Greene einst über Trump. (Archivbild)
Brynn Anderson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat der ultrarechten Republikanerin Marjorie Taylor Greene die Unterstützung entzogen, nachdem seine langjährige Anhängerin seinen Umgang mit der Affäre um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert hatte. In einem Post auf der Plattform Truth Social sagte sich Trump demonstrativ von der «durchgeknallten» Kongressabgeordneten los, die «trotz meiner rekordartigen Erfolge für unser Land» immer nur mit Beschwerden von sich hören lasse.

Warum kommt es zum Bruch?

Greene, einst eine der treuesten Unterstützerinnen Trumps, fordert seit Wochen die vollständige Veröffentlichung aller Akten im Fall Jeffrey Epstein. Obwohl Trump im Wahlkampf die Offenlegung dieser Dokumente versprochen hatte, hat er bislang nur unvollständige Unterlagen freigegeben. Offensichtlich empfindet er Greenes Druck in dieser Frage als illoyal und politisch belastend.

Greene gehört zu den umstrittensten Figuren am rechten Rand ihrer Partei und polarisiert wie kaum jemand sonst im US-Kongress. Die selbsternannte «christliche Nationalistin» hat eine grosse Fangemeinde in sozialen Medien, obwohl – oder gerade weil – sie krude Verschwörungstheorien verbreitet und immer wieder mit Hetze gegen Minderheiten auf sich aufmerksam macht. So behauptete sie, die Regierung manipuliere das Wetter und Erdbeben seien eine Mahnung an die Menschen, Abbitte zu leisten für ihre Sünden.

Was bedeutet das für den Fall Epstein?

Der Epstein-Fall bleibt hoch brisant. Sämtliche Ermittlungsakten könnten tiefe Einblicke in ein Netzwerk geben, das über Jahre junge Frauen und Mädchen missbrauchte – Epstein war bestens vernetzt in Politik und High Society.

Greene forciert die Veröffentlichung nicht nur aus politischen Gründen: Laut eigenen Angaben sprechen Opfer von Epstein positiv von Trump. Doch sie stellt öffentlich die Frage, warum er sich so gegen vollständige Transparenz wehrt.

Trump hat in der Nacht auf Montag jedoch eine überraschende Kehrtwende vollzogen. Er empfahl den Abgeordneten des Repräsentantenhauses, für eine Freigabe zu stimmen.

Wird Marjorie Taylor Greene bedroht?

Greene berichtet von einer gefährlichen Eskalation seit Trumps öffentlichen Angriffen. Auf X (ehemals Twitter) schrieb sie, sie werde seit Tagen mit «hoax pizza deliveries» an ihre Privatadressen belästigt.

Ausserdem habe es eine Rohrbombendrohung gegen das Büro ihrer Baufirma gegeben – sie sieht einen Zusammenhang mit Trumps «dog whistle» und warnt, solche Worte könnten «Fanatiker gegen sie radikalisieren».

Wie geht es im Fall Epstein nun weiter?

In den kommenden Tagen will das Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag abstimmen, der Justizministerium und Regierung zur vollständigen Veröffentlichung der Epstein-Akten verpflichten würde.

Das Problem: Trump könnte ein Veto einlegen. Greene fordert daher bereits jetzt «ein Veto-proof majority». Einige prominente Republikaner wie Thomas Massie haben offen gesagt, Trump wolle offenbar «mächtige Freunde schützen».