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18. August 2004: Donald Trump macht in New York Werbung für «Trump – The Game». Ob er die Regeln besser beherrscht als die von UNO?
KEYSTONE
Donald Trump postet ein KI-Bild mit UNO-Karten, das eine Ansage an den Iran sein soll: Der US-Präsident bestimmt demnach, was gespielt wird. Leider hat sich der 79-Jährige dabei verzockt.
«You don't have the cards» – sinngemäss: «Du hast keine Trümpfe»: Seit dem inzwischen legendären Besuch von Wolodymyr Selenskyj im Weissen Haus am 28. Februar 2025 wissen wir, dass Donald Trump ein Faible fürs Kartenspielen hat.
Damals hat der US-Präsident – flankiert von Vize JD Vance – mit seiner Metapher seinem ukrainischen Amtskollegen schonungslos bedeutet, dass er nichts zu melden hat. Welches Kartenspiel genau gemeint war, wurde allerdings nie geklärt.
Angesichts der grossen Politik, die in Washington gemacht wird, darf man von Poker ausgehen – es passt zu den hohen Einsätzen, um die in jenem Fall Selenskyj gespielt hat. Zunächst hat der 48-Jährige dabei verloren: Kurz nach seiner US-Visite hat das Pentagon die Weitergabe von Geheimdienst-Informationen an Kiew kurzfristig eingestellt.
Nun bemüht Trump erneut das Bild des Spielers: «Ich habe alle Trümpfe», steht unter dem Bild, das sowohl der Präsident als auch der X-Account des Weissen Hauses am 4. Mai öffentlich machen. Auf dem KI-generierten Foto streckt der 79-Jährige sechs Karten von «Uno All Wild» in die Höhe.

Das Weisse Haus repostet auf X das KI-Bild von Donald Trump.
X/@WhiteHouse
Bei Trump heisst das Spiel allerdings nur «Wild». Komisch, dass dieser Name auf der Innenseite der Karten steht – und nicht aussen. Zudem hat Trump auf dem Bild äusserst schlechte Karten: keine Kartentausch-Karte, keine Aussetze-Karte, keine +2 und keine +4. Mit dem Blatt gewinnt er nur, wenn seine Mitspieler auch so mies aufgestellt sind.
Noch viel wichtiger ist: Das Ziel bei UNO ist es, alle Karten loszuwerden. «Ich habe alle Karten» ist also wirklich nichts, womit er angeben sollte. Es ist, als würde man sich über eine rote Karte beim Fussball freuen.
Das ist natürlich auch verspielten Social-Media-Nutzern aufgegangen, die – wie immer auf X – dezent auf diesen Widerspruch aufmerksam machen. «Wenn du alle Karten hast und UNO spielst, verlierst du, du verdammter Trottel», schreibt dieser User.
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«Das Ziel von UNO ist es, keine Karten zu haben, du verdammter Idiot», schliesst sich diese Userin an.
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Eine, nein, zwei Fragen: «UNO-Karten? Ernsthaft, Amerika. [Ihr habt] einige der besten Universitäten der Welt und das [ist], was Ihr gewählt habt?»
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Diese Userin hat das Bild für Trump «repariert»: Nun heisst es «Ich bin geistig verwirrt».
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Und wie würde es aussehen, wenn Trump wirklich alle UNO-Karten auf der Hand hätte?
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Wie schon geschrieben: Trump könnte bessere Karten haben, wie dieses Bild mit einem Iraner zeigt.
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Wären wir beim Poker, hätte Teheran eine Strasse (von Hormus):
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Diese Lästermäuler meinen, der Präsident möchte bloss von den Epstein-Akten ablenken:
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Andere bringen China ins Spiel: Die stellen die Karten nämlich her.
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Und dieser X-User vermutet gar augenzwinkernd, dass ein «Feind im Inneren» das KI-Bild gepostet hat, um Trump dumm aussehen zu lassen: «Helft eurem Vater aus der Patsche», fordert er Don Jr. und Eric auf.
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