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Jetzt meldenUS-Präsident Donald Trump empfängt europäische Gäste am runden Tisch, um über die Zukunft der Ukraine zu sprechen. Dabei hatte er viel Lob für die anwesenden Staatschefs übrig.
Als «historisches Treffen» bezeichnet US-Präsident Donald Trump das Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den europäischen Staats- und Regierungschefs am Montagabend.
Um nach dem Eklat im Februar nicht allein auf Trumps Launen angewiesen zu sein, reist Selenskyj mit einem starken politischen Gefolge an. Dazu gehört EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Selenskyj bereits am Sonntag in Brüssel empfing. Gemeinsam mit Frankreich und Grossbritannien hat sie eine gemeinsame Linie für die Gespräche in Washington abgestimmt.
Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist Teil der Delegation. Merz hatte bei einem Treffen mit Trump im Juni einen guten Eindruck hinterlassen – Beobachter sehen ihn daher als möglichen «Trump-Flüsterer» im Oval Office.

Der runde Tisch im Weissen Haus.
KEYSTONE
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte im Vorfeld eindringlich vor Zugeständnissen an Russland. «Ich denke, Putin will die Kapitulation der Ukraine», sagte Macron in seiner Sommerresidenz. Zugeständnisse an Moskau lehnt er entschieden ab.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni gab sich optimistischer. Zwar sei eine Einigung kompliziert, aber nicht unmöglich. Gleichzeitig verwies sie auf Berichte, wonach die USA der Ukraine eine Nato-ähnliche Sicherheitsgarantie angeboten hätten – auch ohne formelle Mitgliedschaft.
Eine Schlüsselrolle könnte auch der britische Premierminister Keir Starmer spielen. Seit seinem Treffen mit Trump im Februar haben sich die Beziehungen zwischen London und Washington deutlich intensiviert. Starmer könnte im Gespräch als Brückenbauer auftreten.
Eher unerwartet nimmt auch Finnlands Präsident Alexander Stubb an der Mission teil. Er gilt als geschickter Diplomat, der sich das Vertrauen Trumps durch persönliche Kontakte und Golfspiele erarbeitet hat. Damit könnte er Spannungen in den Gesprächen entschärfen. Am runden Tisch sagte er: «Unsere Grenze mit Russland ist über 1000 Kilometer lang, wir haben eine lange Geschichte mit Russland. Wir können helfen.»
Als unverzichtbar gilt Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Während Trump einen Beitritt der Ukraine bislang ausschliesst, zeigte sich Rutte zuletzt offen für eine «faktische Anerkennung» russisch besetzter Gebiete – ein Punkt, der in Washington für Zündstoff sorgen dürfte.
Trump hat die ihn besuchenden Staats- und Regierungschefs denn auch überschwänglich gelobt. Den britischen Premierminister Starmer bezeichnete Trump als Freund. Über Macron sagte er, diesen habe er «vom ersten Tag» gemocht. Bundeskanzler Merz sei «sehr stark».
Ungewöhnliche Worte hatte er für den deutschen Bundeskanzler Merz übrig. Er wolle auch «so eine Bräune», sagte Trump. Dieser sehe besser aus denn je.
Trump und die europäischen Gäste posierten zusammen für ein Gruppenfoto. Macron und Selenskyj standen dafür neben Trump:

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, der britische Premierminister Keir Starmer, der finnische Präsident Alexander Stubb, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, US-Präsident Donald Trump, der französische Präsident Emmanuel Macron, Italiens Premierministerin Giorgia Meloni, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und NATO Generalsekretär Mark Rutte (v.l.n.r.).
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