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Das passierte in der Nacht

Trump widerspricht Rubio – und sich selbst: Doch kein Hormus-Einsatz, stattdessen wieder Diplomatie

01:42

Trump setzt Militäreskorten in der Straße von Hormus vorerst aus

Trump stoppt vorerst die Eskorte von Tankern in der Straße von Hormus und spricht von Fortschritten bei Gesprächen mit dem Iran. Gleichzeitig hält Washington den Druck auf Teheran hoch.

Trump spricht von grossen Fortschritten für ein Abkommen mit dem Iran. Und setzt den US-Einsatz in der Strasse von Hormus überraschend nach nur einem Tag wieder aus. Pakistan habe um eine Pause gebeten. Das sind die Entwicklungen der vergangenen Stunden.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

06.05.2026, 05:13•06.05.2026, 07:45

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2

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die USA bieten Handelsschiffen vorläufig keinen Schutz mehr an.
  • US-Präsident Donald Trump begründet das damit, dass es mit Iran Fortschritte gebe.
  • Pakistan habe um eine Pause gebeten.
  • Laut Trump bleibt die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aber in vollem Umfang in Kraft.
  • Der Iran kündigt derweil ein neues Genehmigungsverfahren für die Meerenge an.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die US-iranischen Gespräche kommen laut US-Präsident Donald Trump voran. Er stoppt deshalb das «Project Freedom» in der Strasse von Hormus. Der Iran kündigt Regeln für die Durchfahrt an.

blue News fasst zusammen, was in der Nacht auf Mittwoch (6.5.) passiert ist.

Trump setzt Militäreskorten für Schiffe aus

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran auf Deeskalation, um einen diplomatischen Durchbruch zu erzielen. Überraschend kündigte er auf seiner Plattform Truth Social an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» auszusetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe «grosse Fortschritte» für ein «umfassendes und abschliessendes» Abkommen gegeben.

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Nach gegenseitigen Angriffen in der Strasse von Hormus seit Montag waren Befürchtungen gewachsen, die seit rund einem Monat geltende und von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe könnte scheitern. Mit «Projekt Freiheit» wollen die USA die blockierte Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Die Meerenge ist für die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung.

Ein Propagandaplakat in Teheran zum Streit um die Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)

Ein Propagandaplakat in Teheran zum Streit um die Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)

Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh

Trump widerspricht Rubio – und sich selbst

Dass Trump den Einsatz nun aussetzt, kommt sehr überraschend: Noch kurz vor Trumps Ankündigung am Dienstagabend (Ortszeit) hatten sowohl Verteidigungsminister Pete Hegseth als auch Aussenminister Marco Rubio für die neue US-Initiative geworben. Rubio sagte, dass man sich «jetzt» dem neuen Projekt widmen werde, nachdem die US-Offensive «Gewaltiger Zorn» beendet worden sei. Diesen Namen («Epic Fury») hatte die US-Regierung ihrem Krieg gegen den Iran gegeben, den sie gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatte.

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Trump: US-Blockade bleibt bestehen

Trump schrieb in seinem Post weiter, die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe aber in vollem Umfang in Kraft. Die Aussetzung von «Projekt Freiheit» erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den «enormen militärischen Erfolgen» der USA.

Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran. Die Unterhändler beider Seiten hatten sich am 11. April zu ersten Gesprächen in der Hauptstadt Islamabad getroffen. Diese blieben allerdings ohne Durchbruch. Eine weitere anvisierte Verhandlungsrunde platzte. Ein zentraler Streitpunkt ist der Umgang mit Irans Atomprogramm inklusive der Vorräte an hochangereichertem Uran.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi traf unterdessen in Peking seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Iran kündigt neues Genehmigungsverfahren für Meerenge an

Die iranische Führung hatte sich bis zuletzt unbeeindruckt vom US-Druck gezeigt – sie glaubt, den längeren Atem zu haben, zumal steigende Benzinpreise in den USA Trump und seine Republikaner in einem Wahljahr unter Druck setzen. Als Reaktion auf das «Projekt Freiheit» schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X: «Wir wissen genau, dass die Fortsetzung des Status quo für Amerika untragbar ist, während wir gerade erst angefangen haben.»

Teheran besteht auf seiner Forderung, den Verkehr in der Strasse von Hormus zu kontrollieren. Das soll mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens gelingen. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren wollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority), berichtete der staatliche Sender Press TV.

Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstösse reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Strasse von Hormus bereits in Betrieb. Die iranischen Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatten am Dienstag Schiffe davor gewarnt, die Meerenge über nicht genehmigte Routen zu passieren, sonst werde eine «entschlossene Reaktion» darauf folgen.

USA und verbündete Golfstaaten entwerfen UN-Resolution

Zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus entwarfen die USA am Dienstag gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution. Darin fordern die Parteien den Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen in der Meerenge abzusehen, wie US-Aussenminister Rubio mitteilte.

Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben, heisst es demnach in der Resolution. An dem Entwurf seien Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar beteiligt gewesen.

00:40

Trump: USA wollen blockierten Schiffen helfen – Iran warnt

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