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USA unter Donald Trump Trump-Anwälte: Ein Gericht kann Ballsaal-Bau nicht stoppen
Valérie Glutz
5.6.2026
Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2025 wieder Präsident der Vereinigten Staaten. Alle Entwicklungen in seiner zweiten Präsidentschaft findest du hier im Ticker.
Das Wichtigste im Überblick
- Donald Trump regiert seit dem 20. Januar 2025 in den USA.
- Das Land ist aktuell tief gespalten.
- Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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Liveticker beendet
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23.32 Uhr
Trump-Anwälte: Ein Gericht kann Ballsaal-Bau nicht stoppen
Anwälte der Regierung von US-Präsident Donald Trump halten einen Stopp des Baus des umstrittenen Ballsaals im Weissen Haus durch ein Gericht für unzulässig. Nur der US-Kongress könne das 400 Millionen Dollar teure Projekt stoppen, sagte Anwalt Yaakov Roth am Freitag zur US-Berufungsrichterin Patricia Millett.
Bei der Anhörung ging es um eine Anordnung von US-Bezirksrichter Richard Leon vom April, wonach die Trump-Regierung alle nicht-unterirdischen Arbeiten an dem 8400 Quadratmeter grossen Ballsaal stoppen müsse. Leon genehmigte, dass unterirdische Arbeiten an einem Bunker und anderen «Einrichtungen der nationalen Sicherheit» an der Baustelle fortgesetzt werden. Im Zentrum des Gerichtstermins am Freitag stand die Frage, wer die Befugnis habe, Baumassnahmen der Regierung zu stoppen, wenn diese bereits eingeleitet worden sind.
So schön soll der geplante Ballsaal des Weissen Hauses werden. Bild: The White HouseDie Anhörung ging ohne eine Entscheidung des dreiköpfigen Berufungsrichter-Gremiums zu Ende.
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21.21 Uhr
Trump fordert weiteren Personalabbau in Büro des Geheimdienstchefs
US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren Abbau von Stellen im Büro des nationalen Geheimdienstdirektors gefordert. Die Bürogrösse sei schon «viel zu lange viel zu hoch», sagte Trump am Freitag auf dem Flug in den US-Bundesstaat Wisconsin. «Wenn er kürzen würde, wäre mir das recht», sagte er über den neuen geschäftsführenden Geheimdienstdirektor Bill Pulte.
In einem Interview des «Wall Street Journals» hatte Trump gesagt, er habe Pulte gebeten, den Personalabbau einzuleiten. «Ich glaube, dass es dort viele Personen gibt, die dort nicht sein sollten», sagte Trump laut dem «Journal» unter Verweis auf Geheimdienstmitarbeitende, die unter den US-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden gedient hatten.
Geheimdienstchef Bill Pulte soll weiteren Personalabbau umsetzen. (Archivbild) Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire -
19.37 Uhr
US-Richter streicht Trump-Massnahme gegen Einwanderung
Ein US-Bundesrichter hat eine Massnahme der Trump-Regierung gegen Einwanderinnen und Einwanderer aus Dutzenden Ländern aufgehoben. Die Massnahme, die nach dem Schusswaffenangriff auf zwei Nationalgardisten vom November eingeführt wurde, habe dazu geführt, dass sich unzählige Menschen im Land für unbestimmte Zeit in der Schwebe befänden, urteilte Richter John McConnell Jr. am Freitag. Er äusserte scharfe Kritik an der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Die US-Behörde Citizenship and Immigration Services (USCIS) halte sich nicht ans Gesetz.
🚨JUST IN🚨
— Breanna Morello (@BreannaMorello) June 5, 2026
Obama-appointee Judge John J. McConnell Jr is ordering the Trump administration to RESUME taking asylum applications.
The ruling strikes down the pause on cases from 39 countries.
McConnell ordered the restart of processing, emphasizing that the policies unfairly… pic.twitter.com/dutaPazWIf -
15.18 Uhr
Schläft Trump im Oval Office ein? Video sorgt für Wirbel
Während einer Pressekonferenz mit mehreren Regierungsmitgliedern scheint Donald Trump zeitweise die Augen zu schliessen und wegzunicken. Demokraten und liberale Kommentatoren nutzen die Bilder für scharfe Angriffe
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5.42 Uhr
«Perversion»: Kubas Präsident verurteilt US-Sanktionen
Die USA haben Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, dessen Familienmitglieder und verschiedene Behörden verhängt. Damit erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf die sozialistische Regierung Kubas weiter. Díaz-Canel verurteilte die Sanktionen und sprach von einem Zeichen der «Aggressivität und Perversion» der US-Regierung. Kuba werde sich dem «imperialistischen Feldzug widersetzen», schrieb er in der Nacht zum Freitag auf der Plattform X. Die Sanktionen hätten das Ziel, dem kubanischen Volk zu schaden.
El presidente de EE.UU hace nuevas declaraciones amenazadoras contra #Cuba; y el Departamento del Tesoro incorporó nuevos nombres de dirigentes, organizaciones y empresas cubanas a una lista ilegítima de sanciones.
— Miguel Díaz-Canel Bermúdez (@DiazCanelB) June 4, 2026
Están dirigidas a reforzar las medidas de #bloqueo y el…Trump hatte zuletzt wiederholt eine mögliche «Übernahme» des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht. Mehrfach deutete er an, nach dem Krieg gegen den Iran werde Kuba an der Reihe sein. Mit zahlreichen neuen Sanktionen und einer Blockade von Öllieferungen will er einen wirtschaftlichen und politischen Wandel auf der Insel erzwingen.
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Freitag, 5. Juni 2026, 1.04 Uhr
USA verhängen Sanktionen gegen Kubas Präsidenten
Die USA verhängen Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, dessen Familienmitglieder und verschiedene Behörden. Damit erhöht die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Druck auf die sozialistische Regierung Kubas weiter. Trump hatte zuletzt immer wieder eine mögliche «Übernahme» des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht. Mit einer Reihe neuer Sanktionen und einer Ölblockade will er einen wirtschaftlichen und politischen Wandel erzwingen.
Laut US-Finanzministerium wurde der 66-jährige Díaz-Canel auf eine Sanktionsliste gesetzt, wodurch etwa Vermögenswerte eingefroren werden können und von US-Seite keine Geschäftsbeziehungen mehr bestehen dürfen. Auch seine Ehefrau Lis Cuesta Peraza sowie sein Stiefsohn Manuel Anido Cuesta wurden mit Sanktionen belegt. Von den Massnahmen betroffen sind ebenfalls ein Sohn, Alejandro Castro, und ein Enkel des 95-jährigen Ex-Präsidenten Raúl Castro, Raúl Alejandro Castro. Der Ex-Präsident ist eine mächtige Figur hinter den Kulissen in dem sozialistischen Karibikstaat.
Zusätzlich wurden das Verteidigungsministerium, die Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR) sowie andere Organisationen sanktioniert. Laut Regierungskritikern fungieren die CDR, die nahezu in jedem Wohnviertel existieren, als ein Instrument zur Überwachung Andersdenkender.
For decades, Cuba has been the world capital for radical left-wing terrorism. The regime in Havana has recruited, trained and backed violent Marxist and third-worldist movements across our hemisphere and beyond. Today, we are targeting the network that enables and funds Cuba's…
— Secretary Marco Rubio (@SecRubio) June 4, 2026Seit Jahrzehnten sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt. Unter Trump nahmen die Spannungen zuletzt nochmals zu.
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18.29 Uhr
Trumps Ex-Sicherheitsberater Bolton will sich schuldig bekennen
Der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, will sich der unsachgemässen Aufbewahrung geheimer Dokumente schuldig bekennen. Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Justizministerium könne ihm dies unter Umständen eine Gefängnisstrafe ersparen, schilderte eine in die Vorgänge eingeweihte Person der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Das Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab.
John Bolton (r.), Sicherheitsberater in Donald Trumps (l.) ersten Amtszeit, will sich schuldig bekennen. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Evan Vucci -
12.40 Uhr
Schon wieder: Trump giftet Reporterin an
Der geplante Milliardenfonds für «Justizopfer» von Joe Biden wurde vorerst richterlich gestoppt – obwohl er «eine wunderschöne Sache» war, ärgert sich Donald Trump gestern im Weissen Haus.
«Als ich davon gehört habe, dachte ich, das ist die grossartigste Sache», fährt der 79-Jährige fort und sagt mit Blick auf die Journalisten: «Leute wie Sie haben unsere Leute so schlimm misshandelt: die fake news von CNN, die ‹New York Times› und andere.»
CNN-Frontfrau Kaitlan Collins will darauf etwas entgegnen. «Warten Sie eine Minute, seien Sie still», unterbricht Trump sie. «Sie sollten sich schämen. Sie waren mal eine Konservative.» Er wendet sich an die anderen Journalisten. «Sie war mal eine Konservative aus Alabama: Können Sie das glauben?», fragt er in die Runde.
«Ich bin immer noch aus Alabama», kontert Collins, doch der Präsident hört nicht zu. «Gerade CNN berichtet falsch, aber jetzt haben sie neue Besitzer. Vielleicht werden sie das korrigieren, aber ich zweifle daran: Es ist schwer, Müll zu korrigieren.»
TRUMP: Be quiet. You should be ashamed of yourself. You used to be a conservative from Alabama. KAITLAN COLLINS: I'm still from Alabama.
— Aaron Rupar (@atrupar.com) 4. Juni 2026 um 00:40
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12 Uhr
Hier vergleicht Trump den Reflecting Pool mit Hochäusern
Der Reflecting Pool am Lincoln Memorial ist länger, als einige Gebäude hoch sind, wie Donald Trump gestern im Weissen Haus bemerkt.
Speaking from the Oval Office, President Trump praised the Lincoln Memorial Reflecting Pool renovations. Trump highlighted the aesthetic upgrade to the iconic pool, noting, "we picked a color called the American Flag blue" to replace the traditional gray concrete.
— Reuters (@reuters.com) 4. Juni 2026 um 06:33
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Donnerstag, 4. Juni 2026, 2.22 Uhr
Blau «wie die US-Flagge»: Trump feiert seinen Reflecting Pool
US-Präsident Donald Trump kommt mit seinem Vorhaben voran, das Erscheinungsbild der Hauptstadt Washington an immer mehr Plätzen nach seinen Vorstellungen zu verändern. Mittlerweile sind auch die Sanierungsarbeiten am Lincoln Memorial Reflecting Pool, einem bekannten Wasserbecken unweit des Weissen Hauses, faktisch abgeschlossen, wie Trump im Oval Office bekanntgab. Jetzt fehle nur noch die Reinigung der angrenzenden Gehwege – und das Wasser im Pool.
Das ordinäre Blau, das jetzt für den Reflecting Pool verwendet wird, nennt Donald Trump «American Flag Blue». Das Wasserbecken Pool in Washington ist eigentlich ein öffentliches Wahrzeichen, dessen ästhetische Bestimmung darin liegt, das Licht, den Himmel und die Konturen der umgebenden Architekturen im Wasser zu spiegeln. (3. Juni 2026) Bild: Keystone/AP Photo/Cliff OwenDie Reinigung des riesigen Beckens erregte auch deshalb Aufmerksamkeit, weil der Präsident den Boden mit blauer Farbe anstreichen liess – nämlich blau «wie die US-Flagge», wie Trump vor Journalisten in seinem Büro präzisierte. Der Präsident betonte, wie notwendig die Sanierung gewesen sei. «Elf oder zwölf Lastwagenladungen voller Müll» seien aus dem Wasserbecken geholt worden. Laut Trump wird eine weitere Sanierung nach Abschluss der Arbeiten für «50 bis 100 Jahre» nicht mehr nötig sein.
Bei dem Pressetermin im Oval Office vermied er es, die Kosten des Projekts genau zu beziffern. Trump sprach bloss von einem «kleinen Bruchteil der Kosten», die vorangegangene Regierungen für ihre Versuche ausgegeben hätten, das Wasserbecken zu sanieren. US-Medien wie die «New York Times» berichteten kurz vor der Fertigstellung, die Kosten seien auf das Siebenfache gestiegen. Ursprünglich sollten sich die Kosten für die Reparatur laut Trump auf 1,8 Millionen Dollar belaufen; nun ist laut Medien die Rede von mehr als 13,1 Millionen Dollar.
Eine Klage gegen das US-Innenministerium, die von einer gemeinnützigen Organisation eingereicht wurde, konnte das Projekt nicht stoppen. Die Kläger werfen Trump vor, das Projekt keiner bundesstaatlichen Prüfung unterzogen und die zuständigen Stellen umgangen zu haben.
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Donnerstag, 4. Juni 2026, 0.30 Uhr
Visa und Mastercard stoppen Zahlungen auf Kuba
Wegen der neuen Sanktionen der US-Regierung gegen ausländische Geschäftspartner Kubas werden Kartenzahlungen mit Visa und Mastercard auf der sozialistischen Karibikinsel ausgesetzt. Die Insel setzt auf Bargeld sowie auf Karten aus Russland und China.
Wie die kubanische Zentralbank mitteilte, stellt die ausländische Bank, die die Transaktionen beider Kreditkarten auf Kuba abwickelt, ihre Beziehungen mit dem staatlichen Finanzdienstleister Fincimex ein. Welche Bank das ist, wurde nicht bekanntgegeben.
Fincimex ist Teil des kubanischen militärischen Wirtschaftskonzerns Gaesa. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai neue Sanktionen gegen Gaesa verhängt. Dadurch sollen auch ausländische Banken und Unternehmen ab Freitag sanktioniert werden, die weiterhin mit der mächtigen Firmengruppe des Militärs zusammenarbeiten. Vier Hotelketten aus Spanien, Kanada und Indonesien haben bereits angekündigt, sich aus dem Betrieb von Hotels zurückzuziehen, die sie gemeinsam mit dem Konzern verwalteten.
Die kubanische Zentralbank führte die Entscheidung der ausländischen Bank, ihre Geschäfte auf Kuba einzustellen, auf Washingtons «Erstickungsstrategie» gegen das kubanische Volk zurück. Die Bank habe mitgeteilt, dass es ihr ab dem 6. Juni unmöglich sei, die Vereinbarungen mit Fincimex weiter zu erfüllen, weil es rechtswidrig wäre, erklärte das Banco Central de Cuba. Devisenzahlungen würden nun nur noch bar, mit nationalen Prepaid-Karten sowie mit Kreditkarten von Mir aus Russland und von UnionPay aus China möglich sein.
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9.40 Uhr
Justizministerium hält an Steuerdeal fest
Donald Trumps Milliardenfonds für «Justizopfer» der Regierung von Joe Biden ist passé – siehe Eintrag 1.12 Uhr. Aber gilt das auch für den Deal mit der Behörde IRS in Sachen Steuerprüfungen?
«Damit hat sich nichts geändert», sagt der amtierende Justizminister Todd Blanche gestern vor dem House Committee on Appropriations. Es bleibt also dabei, fasst die «New York Times» zusammen: «Das Justizministerium hält an [der] aussergewöhnlichen Massnahme fest, die Präsident Trump, seiner Familie und seinen Unternehmen potenziell lukrativen Schutz vor Ermittlungen der Steuerbehörde bietet.»
Damit sind Untersuchungen verboten, die etwa Trumps Behauptung betreffen, er habe beim Bau des Trump Towers in Chicago 100 Millionen Dollar verloren, schreibt die US-Zeitung. Es sei fraglich, ob diese Vorgehens rechtens sei, heisst es weiter.
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7.12 Uhr
USA nehmen auch Schweiz mit neuen Strafzöllen ins Visier
Die USA erhöhen den Druck auf die Schweiz im laufenden Zollstreit. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat neue Strafzölle gegen rund 60 Handelspartner vorgeschlagen, darunter auch die Schweiz. Washington wirft den betroffenen Ländern vor, nicht genügend gegen die Einfuhr von Produkten vorzugehen, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Gemäss einem am Dienstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Bericht des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gehört die Schweiz zu 54 Volkswirtschaften, die aus Sicht der USA kein ausdrückliches Importverbot für solche Waren kennen. Für diese Länder schlägt Washington zusätzliche Zölle von 12,5 Prozent vor.
Die EU würde mit 10 Prozent belastet, da sie zwar ein entsprechendes Verbot eingeführt habe, dessen Durchsetzung aber als ungenügend gelte. Produkte wie Halbleiter, Kaffee, Rindfleisch oder Früchte wären von den neuen Abgaben ausgenommen.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer. KeystoneDie Vorschläge sind noch nicht definitiv. Bis Anfang Juli läuft eine Konsultation, anschliessend sind öffentliche Anhörungen vorgesehen. Die Trump-Regierung sucht damit zugleich eine neue rechtliche Grundlage für ihre Zollpolitik.
Für die Schweiz kommen der neue Bericht zu einem heiklen Zeitpunkt. Bern und Washington verhandeln derzeit über eine Beilegung des Zollstreits.
Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda sagte erst vergangene Woche, die Schweiz befinde sich bei den Gesprächen mit den USA «auf den letzten Metern». Sie zeigte sich zuversichtlich, dass bis zum Ablauf der von Trump gesetzten Frist am 9. Juli eine Einigung erzielt werden könne. Im Raum stehen neben dem allgemeinen Zollsatz von 10 Prozent länderspezifische Zusatzzölle, für die Schweiz war bisher von 21 Prozent die Rede.
Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda. sdaDie Schweiz weist die Vorwürfe aus Washington zur Zwangsarbeit entschieden zurück. Budliger Artieda hatte bereits im April erklärt, Zwangsarbeit sei in der Schweiz verfassungs-, zivil- und strafrechtlich verboten. Die Schweiz nehme international eine Vorreiterrolle ein und habe als erstes Land ein Verbot von Zwangsarbeit in das öffentliche Beschaffungsrecht aufgenommen. Zudem würden die Sorgfaltspflichten für Unternehmen weiter verschärft.
Nach Ansicht der USA fehlt der Schweiz jedoch ein ausdrückliches Importverbot für Produkte aus Zwangsarbeit. Dadurch könnten Wettbewerbsverzerrungen entstehen, argumentiert Washington. Das Seco hält dagegen, es gebe keine Hinweise darauf, dass Schweizer Handelspraktiken US-Unternehmen benachteiligten oder Lieferketten mit Bezug zur Schweiz von Zwangsarbeit profitierten. Zusätzliche Zölle seien daher weder gerechtfertigt noch geeignet, das Problem zu bekämpfen.
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6.45 Uhr
Supreme Court erlaubt Neuzuschnitt der Wahlkreise in Alabama
Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Verbot eines umstrittenen Neuzuschnitts von Wahlkreisen im Bundesstaat Alabama vorläufig aufgehoben und den Republikanern damit einen Erfolg beschert. In vorheriger Instanz war der Partei von Präsident Donald Trump untersagt worden, einen Wahlkreisplan aus dem Jahr 2023 wieder einzuführen, der nach Überzeugung eines Bundesgerichts schwarze Wählerinnen und Wähler diskriminiert hätte.
Diese Entscheidung kippte der Supreme Court nun. Das Urteil könnte Trumps Republikanern helfen, bei den Zwischenwahlen im November ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu verteidigen.
Bei den sogenannten Midterms wird am 3. November ein Teil des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Deshalb ringen Republikaner und Demokraten seit Monaten erbittert um Neuzuschnitte der Wahlkreise in mehreren Bundesstaaten, um jeweils ihre Erfolgschancen zu verbessern.
Der Supreme Court hatte den Schutz von Minderheiten im Wahlrecht im April bereits abgeschwächt. In Alabama war das Bundesgericht dann Ende Mai per einstweiliger Verfügung gegen die geplante Wahlkreisreform eingeschritten, weil dadurch die Stimmen schwarzer Wählerinnen und Wähler – die tendenziell eher den Demokraten wohlgesonnen sind – auf mehrere Bezirke aufgeteilt worden wären und an Wirkung verloren hätten.
Der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA in Washington. sdaDiesen Effekt machen sich in den USA seit Jahrzehnten beide Parteien zunutze, um Stimmen strategisch in andere Wahlkreise zu verfrachten, wo das Rennen enger ist. Unter Trumps Führung hat sich der Streit darüber zuletzt aber nochmals deutlich verschärft und wird mit härteren Bandagen ausgetragen.
Alabama ist längst kein Einzelfall: In vielen Bundesstaaten befassen sich Gerichte aktuell mit dem Neuzuschnitt von Wahlkreisen. In Texas, Florida, Oklahoma, Tennessee, North Carolina und Ohio wurden die Grenzen entweder bereits neu gezogen oder es gibt Pläne dafür. Die Demokraten zogen in Kalifornien und Virginia nach, stehen insgesamt aber schlechter da.
Die Zwischenwahlen im November sind ein wichtiger Meilenstein für Trumps zweite Präsidentschaft. Verliert seine Partei auch nur in einer der beiden Parlamentskammern ihre Mehrheit, wird der Republikaner grössere Gesetzesinitiativen nicht mehr ohne weiteres durchsetzen können.
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Mittwoch, 03. Juni 2026 - 1.12 Uhr
Nach massiver Kritik: Justizminister verkündet Aus für Trumps Opferfonds
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verwirft nach massiver Kritik die Einrichtung eines umstrittenen Entschädigungsfonds für angebliche Justizopfer. Der amtierende Justizminister Todd Blanche sagte im US-Kongress: «Wir werden den Fonds nicht weiterverfolgen.»
Der amtierende Justizminister Todd Blanche am Dienstag bei seiner Befragung im US-Kongress. Bild: Keystone/AP Photo/Allison RobbertTrump war wegen des Entschädigungsfonds zuletzt selbst innerhalb seiner eigenen Partei scharf kritisiert worden. Offensichtlich beugte sich die US-Regierung nun diesem Druck. Kritiker sprachen von «Schmiergeld» für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden Abstimmungen über andere Haushaltsmittel verzögert, um damit Druck auf Trump aufzubauen. Rund 1,8 Milliarden Dollar sollten laut früheren Angaben des US-Justizministeriums in den neuen Fonds fliessen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollten.
Befürchtet wurde von Kritikern, dass Staatsgeld für die Belohnung von Trump-Anhängern genutzt werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte für viele der Angeklagten nach seinem Amtsantritt 2025 Begnadigungen ausgesprochen. Am 6. Januar 2021 war es in der US-Hauptstadt Washington zu einem gewaltsamen Sturm auf das Kongressgebäude gekommen, wo der Wahlsieg des Demokraten und Trump-Gegners Biden offiziell bestätigt werden sollte.
Der Fonds war das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs gewesen: Der Staatschef hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der Steuerbehörde (IRS) vorgeworfen worden, sich während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmässig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma Trump Organization verschafft und diese an «linksgerichtete Medien» weitergegeben zu haben. Die Behörde untersteht dem US-Finanzministerium, das genauso wie das Justizressort von Trumps Regierungsteam kontrolliert wird.
Die Parteien legten den Rechtsstreit mit einem Vergleich bei. Demnach verzichtet die Steuerbehörde auch auf das nachträgliche Prüfen von Steuererklärungen der Trumps – ebenfalls ein ungewöhnlicher Schritt.
Ein Bundesgericht in Virginia hatte die Einrichtung des umstrittenen Fonds vor kurzem vorübergehend gestoppt. Damit wollte das Gericht sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls kein Geld unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden kann.
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20 Uhr
US-Schauspieler Richard Gere bezeichnet Trump als «Irren»
Der Hollywoodstar Richard Gere hat US-Präsident Donald Trump als «Irren» bezeichnet. «Wir leben im dunkelsten Moment, den ich auf diesem Planeten je erlebt habe», sagte der 76-Jährige am Dienstag bei einer Preisverleihung in Oslo. «Am ersten Tag hat dieser Typ fast alles demontiert, was an der US-Regierung und am US-Volk gut war», fügte Gere vor hunderten Zuhörern an.
«Wer hätte jemals gedacht, dass ein Irrer wie dieser Präsident der Vereinigten Staaten werden würde?», sagte Gere. Die Wahl Trumps sei nur möglich gewesen, «weil wir eingeschlafen sind. Es war uns egal. Wir haben nicht gewählt», kritisierte er.
Unter Verweis auf einen kürzlichen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau rief Gere zur Wachsamkeit auf: «Wir müssen die Anzeichen erkennen, diese Diktatur der Monster, wie schnell sie entsteht. Wir müssen wachsam sein.»
Filmstar Richard Gere, der mit seinen Rollen in «Pretty Woman» und «American Gigolo» weltberühmt wurde, äusserte sich bei der Verleihung des Vaclav-Havel-Preises für kreativen Dissens. Archivbild: Fermin Rodriguez/AP/dpa -
16.11 Uhr
Trump macht Unterstützer zu vorläufigem Geheimdienstkoordinator
US-Präsident Donald Trump will den Leiter der Behörde für Wohnungsbaufinanzierung, Bill Pulte, zum amtierenden Geheimdienstkoordinator machen. Das teilte er heute auf seiner Plattform Truth Social mit. Pulte würde damit kommissarischer Nachfolger von Tulsi Gabbard, die wegen einer Krebserkrankung ihres Ehemanns ihren Rücktritt eingereicht und angekündigt hatte, das Amt am 30. Juni zu übergeben.
Pulte ist Leiter der Bundesbehörde für Wohnungsbaufinanzierung und Vorsitzender der Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac. Trump erklärte, Pulte verfüge über «umfassende Erfahrung im Umgang mit den sensibelsten Angelegenheiten Amerikas».
Der neue Geheimdienstkoordinator werde seine anderen Ämter weiterhin ausüben, während er Gabbard vertritt.
𝗗𝗼𝗻𝗮𝗹𝗱 𝗝. 𝗧𝗿𝘂𝗺𝗽 𝗧𝗿𝘂𝘁𝗵 𝗦𝗼𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗣𝗼𝘀𝘁 - 𝟬𝟵:𝟬𝟲 𝗔𝗠 𝗘𝗦𝗧 𝟬𝟲.𝟬𝟮.𝟮𝟲 pic.twitter.com/ekDUCP43tk
— Commentary Donald J. Trump Posts From Truth Social (@TrumpDailyPosts) June 2, 2026 -
15.30 Uhr
«Freedom 250»: Jetzt sagt auch noch «Milli Vanilli»-Fab Trump ab
Fabrice «Fab» Morvan vom einstigen Pop-Duo Milli Vanilli hat seinen geplanten Auftritt bei der umstrittenen Konzertreihe zum 250. Jubiläum der USA abgesagt. «Das ist nicht das, wofür ich zugesagt habe», sagte der 60-Jährige dem Sender CNN.
Noch vor wenigen Tagen hatte Morvan erklärt, er wolle bei den Konzerten auftreten und Menschen mit Musik zusammenbringen. Nachdem jedoch immer mehr Künstler ihre Teilnahme zurückgezogen hatten, kamen auch bei ihm Zweifel auf.
Fab Morvan on why he’s not performing at the Freedom 250 Concert: I know how politics works. It's a game of chess where everyone is using others as pawns. I don't want to be part of that. This is why I'm stepping out. pic.twitter.com/lsxKgSdwOI
— Acyn (@Acyn) June 2, 2026«Im Laufe der Woche wurde daraus ein Zirkus», sagte er. «Ich bin nicht in der Politik. Deshalb hören Sie es hier zuerst: Ich werde nicht an den Feierlichkeiten am 26. Juni teilnehmen.»
Die Konzertreihe wird von einer nach eigenen Angaben gemeinnützigen Organisation veranstaltet, die sich den Jubiläumsfeierlichkeiten in der US-Hauptstadt widmet – diese selbst gehen jedoch auf einen Aufruf von Donald Trump zurück. Mehrere Künstler sagten ihre Teilnahme wieder ab, darunter The Commodores und Poison-Frontmann Bret Michaels.
Viele begründeten ihren Rückzug damit, dass die Veranstaltung politischer sei als ursprünglich dargestellt. Morvan verwies bei seiner Absage auch auf seine eigene Geschichte.
Der Sänger war Ende der 1980er Jahre mit dem von Frank Farian produzierten Pop-Duo Milli Vanilli («Girl You Know It's True») weltberühmt geworden, bevor der sogenannte Lip-Sync-Skandal um ihn und seinen Partner Robert «Rob» Pilatus aufflog.
Eigentlich waren andere Sänger die wahren Stimmen von Milli Vanilli. «Ich bin gefallen, wieder aufgestanden, habe mich neu erfunden und weitergemacht», sagte Morvan bei CNN.
Gerade deshalb wolle er sich nicht in den aktuellen Streit hineinziehen lassen. «Ich weiss, wie es ist, wenn ein Narrativ immer wieder verändert wird, bis man es selbst kaum noch wiedererkennt», sagte er. «Das ist mir passiert.»
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16 Uhr
Trump präsentiert neuen Konzert-Star: sich selbst
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte US-Präsident Donald Trump selbst. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er die auftretenden Künstler als «überbezahlte Sänger, die niemand hören will». Zugleich brachte er ins Spiel, die Konzertreihe durch die «Nummer-eins-Attraktion der Welt» – er selbst – zu ersetzen.
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) May 30, 2026
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13 Uhr
Ladenbesitzer nach tödlichen Schüssen freigesprochen
Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat South Carolina hat einen Ladenbesitzer vom Vorwurf des Mordes an einem schwarzen 14-Jährigen freigesprochen.
Der 61-Jährige hatte den Jugendlichen im Jahr 2023 von seinem Laden aus verfolgt und ihm in den Rücken geschossen. Nach Darstellung der Anklage handelte er aus Wut, weil er fälschlicherweise annahm, der 14-Jährige habe vier Flaschen Wasser gestohlen.
A South Carolina jury found a store owner not guilty of murder in the 2023 shooting of a Black 14-year-old.
— CNN (@cnn.com) 2. Juni 2026 um 05:31
[image or embed]Die Verteidigung erklärte dagegen, der Jugendliche habe eine Pistole auf den Sohn des Angeklagten gerichtet. Der 61-Jährige habe deshalb geschossen, um seinen Sohn zu schützen. Die Tötung des Jugendlichen hatte grosse Betroffenheit ausgelöst. Vor dem Geschäft hatte es nach der Tat Mahnwachen und Proteste gegeben.
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10 Uhr
Pentagon sperrt Presseraum für Journalisten
Das US-Verteidigungsministerium hat sein Pressebüro für Journalisten gesperrt. Die Pressestelle werde jetzt auch von Redenschreibern genutzt, die geheimes Material nutzen, sagte Pressesprecher Joel Valdez.
«Diese Redenschreiber haben routinemässig mit Verschlusssachen zu tun», erklärte er. «Daher wird es Journalisten nicht mehr gestattet sein, die Büroräume zu betreten. Daran gibt es nichts zu rütteln.» Die «Washington Post» hatte zuerst über den Schritt berichtet, den Valdez jetzt als unstrittig bezeichnete.
Das Verteidigungsministerium versucht seit Monaten, Journalisten strengere Auflagen für ihre Arbeit im Pentagon zu machen. Reporter grosser Nachrichtenorganisationen, unter ihnen die Nachrichtenagentur AP, weigern sich, die Akkreditierungsvorgaben zu akzeptieren, haben das Gebäude verlassen und berichten von ausserhalb.
Das Pentagon-Pressekorps besteht inzwischen überwiegend aus konservativen Medien, die den neuen Regeln zugestimmt haben. Die «New York Times» verklagte das Ministerium zwar erfolgreich auf Wiederzulassung ihrer Reporter.
Doch daraufhin erliess das Pentagon die Regel, dass alle Reporter das Gelände verlassen müssen, sofern sie sich bei ihren Recherchen dort nicht von Personal begleiten lassen. Auch dagegen hat die «New York Times» geklagt. Der Rechtsstreit ist noch nicht entschieden.
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4.30 Uhr
Trump rudert bei umstrittenem Opferfonds zurück
US-Präsident Donald Trump rudert Medienberichten zufolge beim umstrittenen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer der US-Justiz zurück. Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige Beamte, dass die Regierung plane, vorerst Abstand von dem Fonds zu nehmen. «Politico» berichtete ähnlich.
Donald Trumps Entschädigungsfonds ist das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs: Der US-Präsident hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung gefordert. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Samuel CorumDas Weisse Haus verwies auf Anfrage auf ein Statement des Justizministeriums auf der Plattform X. Darin verurteilte zwar das Ministerium die Entscheidung eines Gerichts, das die Pläne vorübergehend gestoppt hatte, aufs Schärfste. Jedoch hiess es zugleich, dass man sich an die Entscheidung halten werde. Ob sich das Ministerium von dem Fonds komplett distanzieren wird und das letztlich dann das Aus der Pläne bedeuten würde, blieb damit offen.
The Department of Justice disagrees strongly with the decision on the Anti-Weaponization Fund put forth by the United States District Court Judge in the Eastern District of Virginia, wherein the Court stated that, under no circumstances, may the Department of Justice proceed with…
— U.S. Department of Justice (@TheJusticeDept) June 1, 2026Ein Bundesgericht in Virginia will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls kein Geld unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden kann. Es setzte eine Gerichtsanhörung für den 12. Juni an.
Der Entschädigungsfonds ist für Trump zu einem unbequemen Thema geworden. Selbst aus den eigenen Reihen der Republikaner zog er massiv Kritik auf sich. Kritiker reden von «Schmiergeld» für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen über andere Haushaltsgelder verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen. Rund 1,8 Milliarden Dollar sollen laut früheren Angaben des US-Justizministeriums in den neuen Fonds fliessen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.
Befürchtet wird von Kritikern, dass Staatsgeld für die Belohnung von Trump-Anhängern ausgegeben werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen.
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Dienstag, 2. Juni 2026, 2.25 Uhr
Florida verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI
Der US-Bundesstaat Florida hat juristisches Neuland betreten mit einer Klage gegen die KI-Firma OpenAI. Er wirft ihr vor, ChatGPT-Nutzern Sicherheit zu versprechen, obwohl die Software gefährlich sei. Der Chatbot sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, heisst es in der von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier eingereichten Klageschrift. Darin wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben soll. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch, kritisierte Uthmeier.
OpenAI and Sam Altman hide the conversations ChatGPT has with children from parents.
— Attorney General James Uthmeier (@AGJamesUthmeier) June 1, 2026
And despite extensive research into the harm ChatGPT causes to young minds—the child, not the parent, has control over whether or not any protections are in place. pic.twitter.com/RDXPPytk3ZOpenAI verwies in einer Reaktion auf Massnahmen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Massnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.
ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz auslöste und kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.
Florida hatte bereits im April Ermittlungen zur Rolle von ChatGPT beim Schusswaffen-Angriff an der Florida State University im April 2025 aufgenommen. Der Schütze habe vor der Tat Ratschläge von dem KI-Chatbot eingeholt, sagte Uthmeier damals. Demnach bekam er nicht nur Empfehlungen, welche Waffe er verwenden solle und welche Munition zu welchen Waffen passe, sondern auch zu der Frage, wo und zu welcher Zeit dort die meisten Menschen anzutreffen sein würden. OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei, bei der zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden.
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23.27 Uhr
Beiträge nicht bezahlt: UNO-Organisation stoppt Ernennung von US-Beamten zum Vize-Chef
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Berufung des US-Beamten Sheng Li zum stellvertretenden Direktor der UN-Organisation rückgängig gemacht. Wegen «anhaltender Verzögerungen bei der Begleichung der Zahlungsrückstände» sei seine Ernennung widerrufen worden, teilte ILO-Chef Gilbert Houngbo mit.
Li ist ein ranghoher Beamter im US-Arbeitsministerium. Seine Ernennung war im April bekannt gegeben worden. Zum 1. Juni hatten die USA Rückstände bei der in Genf ansässigen ILO in Höhe von 173 Millionen Schweizer Franken für die vergangenen beiden Jahre und fast 84 Millionen Franken für das laufende Jahr angehäuft.
Die ILO hat die Berufung eines US-Beamten zum Vize-Direktor wegen Zahlungsrückständen der USA gestoppt. (Symbolbild) Bild: Keystone«Die ILO befindet sich in dieser Angelegenheit weiterhin in einem konstruktiven Dialog mit der US-Regierung», erklärte Houngbo. Washington könne die Rückstände begleichen und dadurch «seine Position als grösster Beitragszahler zurückerlangen».
Die ILO hat seit vergangenen September keinen stellvertretenden Leiter mehr. Damals hatte die US-Bürgerin Celeste Drake die Organisation verlassen. Der Posten des stellvertretenden Direktors geht traditionell an die USA. Wegen ausbleibender Finanzmittel plant die ILO den Abbau von 120 Stellen bis 2029. Entsprechende Reformpläne müssen aber noch verabschiedet werden.
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22.39 Uhr
US-Gericht: Entlassung von Transmenschen aus Militär ist illegal
US-Präsident Donald Trump hat bei seinen Bemühungen zum Ausschluss von Transmenschen aus dem Militär eine Teilniederlage kassiert. Die US-Regierung dürfe jene Kläger, die vor Gericht gezogen waren, nicht aus dem aktiven Militärdienst entfernen, hiess es in einer Begründung eines Berufungsgerichtes in Washington. Das Verbot bleibt allerdings zunächst in Kraft, um der Regierung die Möglichkeit zu geben, Rechtsmittel einzulegen.
Die Mehrheit der Richter des Berufungsgerichtes folgte damit teils einer Entscheidung einer unteren Instanz: Diese war überzeugt, dass der Ausschluss von Transmenschen gegen das Verfassungsgebot – dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen – verstosse. Die Richtlinie, die nach Verteidigungsminister Pete Hegseth benannt ist, beruhe «zumindest teilweise auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, der politisch unpopulären Gruppe der Transgender-Personen zu schaden», hiess es in der jetzigen Begründung.
Trump will den «Transgender-Irrsinn» stoppen, wird aber wiederholt von Gerichten gestoppt. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Jacquelyn MartinDas US-Verteidigungsministerium hatte 2025 auf Trumps Geheiss angeordnet, dass Transmenschen weitgehend vom Militärdienst ausgeschlossen werden sollen – auch aktive Soldaten. Trump setzte sich bereits in seiner ersten Amtszeit für den Ausschluss von Transmenschen aus dem Militär ein und hat im Wahlkampf angekündigt, den «Transgender-Irrsinn» stoppen zu wollen. Der Republikaner hat nach seinem Amtsantritt diskriminierende Massnahmen gegen Transmenschen erlassen.
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21.08 Uhr
USA schränken Visavergabe in Botschaften in Afrika drastisch ein
Die Trump-Regierung will die Zahl der US-Botschaften und Konsulate in Afrika, die Visa an ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger vergeben dürfen, deutlich reduzieren. Von fast 50 entsprechenden Stellen sollen in den kommenden Wochen nur noch 20 die entsprechende Erlaubnis bekommen, wie aus US-Regierungskreisen verlautete und in einem internen Dokument zu erfahren war, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. Wann genau die Änderungen in Kraft treten sollen, war zunächst unklar. Laut Gewährspersonen wurde aber mit einem Termin im Juni gerechnet.
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12.43 Uhr
Peking schiesst gegen die «New York Times»
Nach der Ausweisung einer Journalistin der US-Zeitung «New York Times» aus China hat das chinesische Aussenministerium weitere Kritik geübt. Das Blatt habe den «taiwanischen Behörden» eine Plattform zur Verbreitung «separatistischer Falschbehauptungen» geboten und Taiwan als Staat bezeichnet, sagte Sprecher Lin Jian in Peking.
Dies sei ein Verstoss gegen das «Ein-China-Prinzip» und Vereinbarungen zwischen den USA und China, fuhr er fort. Zuvor hatte die «New York Times» den Fall in einem Artikel öffentlich gemacht.
Darin sagte Chefredakteur Joseph Kahn, die Ausweisung werde es dem weltweiten Publikum in einer entscheidenden Phase noch schwerer machen, genaue, unabhängige und fundierte Berichterstattung über die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt zu erhalten.
Dem Bericht zufolge hatten chinesische Beamte die Ausweisung der Korrespondentin damit begründet, dass die Zeitung zuvor im Dezember während eines Events in New York ein Video von Taiwans Präsident Lai Ching-te gezeigt hatte. China wies die Journalistin, die nach Angaben des Blatts keine Rolle bei der Veranstaltung gespielt hatte, im Februar aus.
China beansprucht das unabhängig regierte Taiwan für sich und will es an sich binden. Lais regierende Demokratische Fortschrittspartei bezeichnet Peking immer wieder als Separatisten, weil die Partei für eine Unabhängigkeit der Inselrepublik steht, die die Regierung jedoch bislang nicht beabsichtigte anzustreben.
Taiwan condemns China after New York Times reporter expelled after presidential interview reut.rs/49Z2pEY
— Reuters (@reuters.com) 31. Mai 2026 um 14:25
[image or embed]Die «New York Times» sollte ihre «Fehler» korrigieren, forderte Chinas Aussenministerium weiter. Lin warf der Journalistin ausserdem vor, Interviews unter Vorspiegelung falscher Tatsachen geführt und damit gegen Gesetze verstossen zu haben.
Parallel kritisierte er, dass die USA als Gegenmassnahme gegen einen Reporter der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua vorgegangen seien. Laut «New York Times» hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump ihm das Visum entzogen.
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12.43 Uhr
Kritik an Pressefreiheit in China
Auslandskorrespondenten in China beklagen seit Jahren erschwerte Arbeitsbedingungen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen führt China in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 178 von 180. Schlechter stehen demnach nur Nordkorea und Eritrea da.
Im April hatte der Club der Auslandskorrespondenten in China eine Zunahme «gezielter Angriffe» auf die Pressefreiheit in China seit Februar kritisiert, ohne den Fall der «New York Times» konkret zu nennen.
Man verurteile den Einsatz von Einschüchterung und Drohungen sowie Zugangs- und Akkreditierungsbeschränkungen als Waffen zur Ausübung von Kontrolle über Informationen oder zur Erzwingung von Selbstzensur, hatte die Vereinigung mitgeteilt.
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12.20 Uhr
Protest gegen Ebola-Zentrum für US-Bürger in Kenia
Hunderte junge Menschen haben in der zentral gelegenen kenianischen Stadt Nanyuki am Montag gegen ein geplantes Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger protestiert. Die Einrichtung soll auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia entstehen und US-Bürger aufnehmen, die dem Virus ausgesetzt waren.
Das Oberste Gericht des ostafrikanischen Landes hatte den Bau der Einrichtung und die Aufnahme ausländischer Patienten am 30. Mai bis zur Prüfung einer Klage der kenianischen Anwaltskammer und eines Verfassungsrechtsinstituts gegen das Vorhaben vorerst untersagt.
Die beiden Organisationen begründeten ihre Klage mit Kenias fragilem Gesundheitssystem. Dies stehe einer Aufnahme von Patienten zur Quarantäne entgegen. Ein US-Regierungsvertreter hatte am 28. Mai erklärt, Washington wolle Bürger des Landes, die mit Ebola in Kontakt gekommen sein könnten, in Kenia versorgen lassen.
CNN source: Americans arrived in Laikipia Airbase yesterday as plans for US Ebola isolation facility go ahead despite court order.
— Larry Madowo (@LarryMadowo) May 31, 2026
Current US & Kenya governments - both Trump & Ruto administrations - have a history of ignoring court rulings they don't like pic.twitter.com/ye6VafLhINEin neues Quarantäne- und Behandlungszentrum solle verhindern, dass betroffene US-Bürger aus der Demokratischen Republik Kongo über Stunden medizinisch in die USA ausgeflogen werden müssten. Der kenianische Gesundheitsminister Aden Duale sagte gestern, das Quarantänezentrum sei für «jeden» gedacht, nicht nur für US-Bürger.
In der Demokratischen Republik Kongo wurden mit Stand von gestern Abend bislang 282 Ebola-Fälle bestätigt. Das Ausbruchsgeschehen konzentriert sich dort stark auf die Region Ituri, auf die 264 der bestätigten Fälle entfallen. Das zentralafrikanische Land hat zudem mehr als 1000 Verdachtsfälle registriert, die auf den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebola-Virus zurückgehen könnten.
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11.13 Uhr
«Rump» – bei der 640-Dollar-Uhr fehlt was
Tim Petit aus Providence, Rhode Island, ist Maga-Fan – und will seiner Ehefrau eine Freude machen. Der Amerikaner kauft für 640,93 Dollar eine Trump-Uhr. «Sie war wunderschön und ich wusste, es ist etwas, was sie wirklich mag», sagt er dem US-Sender WJACTV.
Das Teil ist auch noch exklusiv – nur 2350 Stück werden angeblich produziert. «Das hat mich angezogen», so Petit. Ein Werbespot im Radio «mit der Stimme des Präsidenten» habe ihn von dem Produkt endgültig überzeugt.
Der Mann entscheidet sich für das rosa Modell, das unter dem Namen «Inauguration First Lady» verkauft wird. Seine Frau Melanie freut sich zwar über den Stil der Uhr, doch es gibt einen Schönheitsfehler: Im Schriftzug «Trump» fehlt das T. «Rump» heisst im Englischen auch noch «Hinterteil».
«Ich bin sehr enttäuscht», sagt ihr Gatte, der etwas Besonderes schenken wollte. Der Hersteller sagt, die Uhren seien weder vom Präsidenten entworfen noch hergestellt worden oder würden von ihm oder seiner Organisation vertrieben. «Eine Entschuldigung wäre nett – dafür, dass sie meine Frau zum Weinen gebracht haben», meint Petit.
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10.50 Uhr
Wegen Trumps Golf-Projekt: Vietnam lässt Tote umbetten
Wie die «Financial Times» berichtet, lassen die Behörden in Hưng Yên in der gleichnamigen vietnamesischen Provinz Tote umbetten, die einem Golf-Projekt im Wege stehen, das von Donald Trump forciert wird. Geplant seien ein Fünf-Sterne-Hotel, Villen und ein Golfplatz.
Farmers in northern Vietnam are dismantling a decades-old cemetery to make way for a $1.5bn golf course and luxury residential development by the Trump Organization and its local partners, a project seen as crucial for ties between Hanoi and Washington. ft.trib.al/YCZl74S
— Financial Times (@financialtimes.com) 29. Mai 2026 um 04:58
[image or embed]Das Baugelände umfasst gut 10 Quadratkilometer. Die kommunistische Regierung des Landes bietet den über 4000 betroffenen Haushalten, die weichen müssen, eine Umsiedlung und Kompensationen an, doch es regt sich Widerstand, schreibt die US-Zeitung.
«Als sie uns [zunächst] von dem Golfprojekt erzählten, waren die Menschen begeistert und unterstützten das Projekt für die Entwicklung des Landes», sagt Bananenbauer Nguyen Duc Theo. Aber er und andere sagen, dass ihnen «unter dem Markt» liegende Preise von etwa 3 Dollar pro Quadratmeter angeboten wurden.
In Vietnam, farmers are being evicted from their land to make way for a golf club linked to Trump, Reuters reports.
— NEXTA (@nexta_tv) August 11, 2025
Locals are being offered compensation of $3,200 and rice. The project will affect thousands of farmers in Hung Yen province, home to fruit farms that are a primary… pic.twitter.com/94lisJscjZAuch die Störung der Totenruhe sorgt für Ärger: Hoang Anh Xa hat fünf Verwandte auf dem Friedhof begraben, der abgerissen werden soll: «Das Grab meiner Urgrosseltern ist seit 1967 dort, also noch vor der Gründung dieses Landes. Warum sollte ich sie also umbetten?»
«Es ist eine spirituelle Sache», fügt Tran Minh Hai, ein örtlicher Bauer, hinzu. «Die Leute wollen die Gräber nicht stören.» Das Bauprojekt sollte eigentlich schon dieses Jahr abgeschlossen werden, verzögert sich aber immer wieder, so die «Financial Times».
April, Trump announces 46% tariff on Vietnam
— распад и неуважение (@VictorKvert2008) December 7, 2025
2. In May, Eric Trump attends groundbreaking for new $1.5 billion Trump golf resort in Vietnam
3. In July, Vietnam becomes only the second country to reach a tariff deal, cutting its rate to 20% https://t.co/pedNMeS3Sp -
10.47 Uhr
Nur fitte Soldaten dürfen zu Trumps UFC-Spektakel
Für den geplanten UFC-Kampf im Weissen Haus gelten strenge Regeln. Soldaten dürfen nur teilnehmen, wenn sie bestimmte Fitnesskriterien erfüllen – und ihre Reise nach Washington selbst bezahlen.
Mehr dazu haben wir dir hier zusammengefasst:
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4.36 Uhr
Mexikos Präsidentin wirft USA Einmischung vor
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den USA vorgeworfen, sich in innere Angelegenheiten ihres Landes einzumischen. «Und Mexiko, das sei klar und deutlich gesagt: Wir akzeptieren keine Einmischungen. Wir sind ein freies, unabhängiges und souveränes Land», sagte Sheinbaum bei einer Kundgebung anlässlich des zweiten Jahrestags ihres Wahlsiegs vor Anhänger*innen in der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bei ihrer Rede am Sonntag in Mexiko-Stadt. Bild: Keystone/EPA/Isaac EsquivelDie Präsidentin erklärte, eine Behörde des US-Justizministeriums habe die Festnahme von zehn Mexikanern zur Auslieferung verlangt. Unter ihnen sind ihren Angaben nach ein Gouverneur, ein Bürgermeister und ein amtierender Senator. Namen oder weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Unabhängig prüfen liessen sich die Angaben der Präsidentin zunächst nicht.
Wenn aus dem Ausland bestimmt werde, wer schuldig sei und wer nicht, oder Druck auf mexikanische Institutionen ausgeübt werde, gehe es nicht mehr um Zusammenarbeit, sondern um Einmischung, sagte Sheinbaum. «Mexiko ist die Piñata von niemandem», fügte sie hinzu. Eine Piñata kann eine Figur sein, auf die zumeist Kinder mit Stöcken einschlagen, bis Süssigkeiten rausfallen. Die Präsidentin rief ihre Anhänger dazu auf, in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen abzuhalten. Dort solle über die Verteidigung der nationalen Souveränität informiert werden.
Die Äusserungen fallen in eine Zeit, in der das Thema ausländische Einflussnahme auf Wahlen in Mexiko verstärkt diskutiert wird. Erst vor kurzem billigte das Parlament eine von der Regierungspartei Morena unterstützte Verfassungsreform, die bei nachgewiesener Einmischung aus dem Ausland eine Annullierung von Wahlen ermöglichen soll. In Mexiko werden in einem Jahr die beiden Kammern des Kongresses neu gewählt.
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Montag, 1. Juni 2026, 4 Uhr
USA schliessen Schlupfloch bei Chip-Exporten nach China
Die US-Regierung will ein Schlupfloch bei den Export-Beschränkungen für hochentwickelte Chips nach China stopfen. Mit Handelsschranken wollen die USA verhindern, dass China bei Künstlicher Intelligenz aufschliesst. Die Auflagen gelten nicht nur für direkte Ausfuhren nach China, sondern auch für Firmen im Ausland, die ihr Hauptquartier oder ihre Muttergesellschaft in China hätten, teilte die zuständige US-Behörde für Industriesicherheit mit.
Im Rennen um die Entwicklung Künstlicher Intelligenz sind die Chips der US-Firma Nvidia unersetzlich. US-Präsident Donald Trump belegte China deshalb mit Handelsbeschränkungen für Nvidias beste Produkte. Die neue Massnahme deutet nun auf einen weiterhin harten Kurs gegenüber Peking hin, obwohl Trump sich zuletzt um ein harmonisches Verhältnis mit Chinas Staatschef Xi Jinping bemühte.
Nvidia hatte zuletzt versucht, wieder im chinesischen Markt Fuss zu fassen. Der Konzern machte dort einst Milliardengeschäfte, bis die Streitigkeiten zwischen Washington und Peking das Geschäft quasi zum Erliegen brachten. Für Nvidia, dem wertvollsten Unternehmen der Welt, geht es bei den Beziehungen zu China um viel Geld: Firmenchef Jensen Huang bezifferte das Marktvolumen in China auf insgesamt 50 Milliarden Dollar.
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15.51 Uhr
Weisses Haus inszeniert ICE-Festnahmen als Kampf gegen Aliens
Mit einer eigens dafür kreierten Webseite feiert die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ihre radikale Abschiebepolitik. «Sie wandeln unter uns», ist auf «aliens.gov» als Unterseite des offiziellen Internetauftritts des Weissen Hauses zu lesen.
«Sie haben in denselben Läden eingekauft, dieselben Schulklassen besucht wie unsere Kinder und lebten scheinbar normale menschliche Existenzen. Mit einer Ausnahme - sie gehören nicht hierher», ist darauf in grünem durchlaufenden Text vor Sternenhintergrund zu lesen. Aufbereitet wie eine Mischung verschiedener Science-Fiction-Abenteuer und Alien-Thriller wird die angebliche Geschichte der illegalen Einwanderung erzählt, wie die US-Regierung sie darstellt: Als ein lange gehütetes Geheimnis, bei dem Millionen «im Schutz der Dunkelheit» gekommen seien und sich in der Gesellschaft eingerichtet hätten.
Screenshot Website Weisses Haus Diese «Aliens» seien keine «kleinen grünen Männchen», sondern Millionen von Illegalen, die ins Land eingefallen seien, heisst es weiter. Die Betreffenden werden auch im Weiteren konsequent als «Aliens» bezeichnet, wobei der englische Begriff neben Ausserirdischer auch Ausländer oder Fremder bedeuten kann.
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13.19 Uhr
Wegen Absagen der Musiker: Trump will bei US-Jubiläumsfeier im Mittelpunkt stehen
Nachdem mehrere Musiker ihren geplanten Auftritt auf dem US-Jubiläumsfest abgesagt haben, sieht Präsident Donald Trump sich selbst und seine Maga-Bewegung im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.
Präsident Trump werde die historischen Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA «am Mittwoch, den 24. Juni» in einer Zeremonie persönlich eröffnen, teilte eine Sprecherin von Trumps Veranstaltungsinitiative Freedom250 verschiedenen US-Medien am Wochenende mit. Zuvor hatte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social zeitlich etwas verwirrend verkündet, er lasse prüfen, ob eine Kundgebung «am Mittwoch, Washington D.C., zur selben Zeit, am selben Ort» machbar sei.
Trump will bei US-Jubiläumsfeier im Mittelpunkt stehen. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Jacquelyn MartinEr verstehe es, wenn die Musiker angesichts ihres geplanten Auftritts nervöse Zuckungen bekämen, schrieb Trump darin. Er denke darüber nach, anstelle jener «hoch bezahlten, drittklassigen «Künstler»» lieber «die Nummer eins Attraktion auf der ganzen Welt» mit einer grossen Rede auf die Bühne zu bringen: sich selbst. Nur grosse Patrioten seien zu dieser «wilden und wunderschönen Feier Amerikas» eingeladen.
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Sonntag, 31. Mai 2026, 6.35 Uhr
US-Militär tötet wieder mutmassliche Drogenschmuggler auf See
Zum wiederholten Male hat das US-Militär nach eigenen Angaben ein Drogenschmuggler-Boot im östlichen Pazifik angegriffen und dabei drei Männer getötet. Das Boot sei nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen, erklärte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom auf der Plattform X. US-Streitkräfte seien bei dem Angriff am Samstag nicht zu Schaden gekommen. Die Angaben des US-Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben. Erst am Freitag hatte es einen ähnlichen Angriff gegeben, ebenfalls mit drei Toten.
Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Die Vereinigten Staaten haben ein grosses Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.
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20.22 Uhr
US-Regierung rudert bei Plänen für erschwerten Zugang zur Green Card zurück
Nach einer Welle öffentlicher Empörung hat die US-Regierung ihre Pläne für einen erschwerten Zugang zu der als Green Card bekannten unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung abgeschwächt. Das US-Heimatschutzministerin teilte der «New York Times» am Freitag (Ortszeit) mit, dass die neue Regelung, wonach die Green Card nur noch aus dem Ausland beantragt werden kann, letztlich nicht für alle Antragsteller gelten werde. Stattdessen solle die Regel «auf Einzelfallbasis» angewendet werden.
«Sie diente lediglich als Erinnerung für die Beamten, von ihrem Ermessensspielraum Gebrauch zu machen», erklärte das Ministerium demnach. Die Beamten könnten entscheiden, ob sie von Antragstellern verlangen, die USA zu verlassen, um ihren Antrag zu stellen.
In der vergangenen Woche hatte die zuständige Einwanderungsbehörde USCIS erklärt, dass Bewerber die Green Card fortan in den meisten Fällen aus dem Ausland beantragen müssen und sich nicht bereits in den USA aufhalten dürfen. Ausnahmen sollte des demnach nur bei «aussergewöhnlichen Umständen» geben.
Die neue Regelung solle verhindern, dass Menschen nach einer verweigerten Green Card illegal in den USA bleiben und dann von den Einwanderungsbehörden für eine Abschiebung aufgespürt werden müssen. Im Bild: Mitglieder des ICE in Minnesota. (Archiv) IMAGO/ZUMA Press WireLaut einem Bericht der «Washington Post» vergeben die USA jährlich mehr als eine Million Green Cards. Mehr als die Hälfte der Bewerber hielt sich demnach bisher bei Antragstellung bereits in den USA auf.
USCIS-Sprecher Zach Kahler hatte vergangene Woche erklärt, Nicht-Einwanderer wie Studenten, Zeitarbeiter oder Touristen kämen für eine kurze Zeit und für einen bestimmten Zweck in die USA - und sollten das Land dann wieder verlassen. «Ihr Besuch sollte nicht als erster Schritt im Green-Card-Prozess dienen.»
Mehrere Menschenrechtsorganisationen sowie Anwaltskanzleien hatten die geplante Massnahme scharf kritisiert. Der demokratische Abgeordnete Chuy Garcia bezeichnete sie als «absurd und grausam». Sie «wird Tausende legale Einwanderer, darunter Ehepartner von US-Bürgern, dazu zwingen, ihr Zuhause, ihre Familie und ihre Arbeit für Wochen oder sogar Monate zu verlassen, um ihre Green Card außerhalb der Vereinigten Staaten zu erhalten», sagte er.
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14.52 Uhr
US-Beschuss von weiterem mutmasslichen Drogenboot − drei Tote
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein mutmasslich von Drogenbanden genutztes Boot abgeschossen. Das Schiff sei Geheimdienstinformationen zufolge für Drogengeschäfte eingesetzt und auf einer bekannten Drogenschmuggelroute im östlichen Pazifik unterwegs gewesen, teilte das zuständige Südkommando (Southcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Bei dem Angriff am Freitag wurden demnach drei Männer getötet, die das Militär als «Narco-Terroristen» bezeichnete. US-Streitkräfte seien nicht zu Schaden gekommen.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump lässt seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmasslicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Washington den Umstand an, dass Drogenkartelle von der US-Regierung zu Terrororganisationen erklärt wurden. Erst vor wenigen Tagen hatte es einen Angriff auf ein ähnliches mutmassliches Drogenschmugglerboot in der Region gegeben.
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10.54 Uhr
Trumps Arzt bescheinigt ihm «exzellente Gesundheit»
US-Präsident Donald Trump erfreut sich laut der jährlichen Leibarztuntersuchung weiterhin einer «exzellenten Gesundheit». Trump zeige starke Funktionen von Lunge und Herz, im neurologischen Bereich und beim körperlichen Allgemeinzustand, heisst es in der Zusammenfassung des Medizinchecks, den das Weisse Haus am Freitagabend (Ortszeit) auf der Plattform X veröffentlichte.
Insgesamt strotzt das Dokument von Top-Ergebnissen und Werten im Normbereich. Trumps Herz-Kreislauf-System entspreche dem eines rund 14 Jahre jüngeren Menschen, bescheinigte sein Leibarzt Sean Barbabella dem Präsidenten, der am 14. Juni 80 Jahre alt wird. Trump selbst hatte nach der Untersuchung im Militärkrankenhaus von Washington vor einigen Tagen bereits von einem «perfekten» Verlauf geschwärmt.
Auffällige Beschwerden, die immer wieder Spekulationen über den Gesundheitszustand des Präsidenten auslösen, erklärte das Dokument: Demnach entstünden die an seinen Händen festgestellten Blutergüsse durch häufiges Händeschütteln in Kombination mit Aspirin, dessen Einnahme Trump niedrig dosiert als Blutverdünner empfohlen wird. Leichte Schwellungen der unteren Beine wiederum hätten sich im Vergleich zum vergangenen Jahr gebessert.
Die Blutergüsse auf Trumps Händen sorgten für Spekulationen. Laut seinem Artz stammen sie von häufigem Händeschütteln. sdaErwähnung fand auch die Vernarbung am rechten Ohr infolge der Schussverletzung, die Trump bei dem Attentatsversuch im Sommer 2024 davongetragen hatte.
Die Untersuchung enthält zudem den ärztlichen Rat an Trump, sich noch mehr zu bewegen und weiter abzunehmen.
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6.42 Uhr
Top-Militärvertreter der USA und Kuba treffen sich bei Guantánamo
Wenige Tage nach Medienberichten über eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und Kuba haben ranghohe Generäle beider Staaten ein ungewöhnliches direktes Treffen abgehalten. Wie beide Seiten mitteilten, trafen der Chef des zuständigen US-Regionalkommandos (Southcom), General Francis Donovan, und der Chef des Generalstabs der kubanischen Revolutionären Streitkräfte, Roberto Legrá Sotolongo, im Aussenbereich des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf der sozialistischen Karibikinsel zusammen.
Bei dem kurzen Austausch mit Legrá und anderen Vertretern der kubanischen Streitkräfte seien «Fragen der operativen Sicherheit» erörtert worden, teilte das US-Militär auf der Plattform X mit – ohne weiteren Einzelheiten zu nennen.
#SOUTHCOM Commander Gen. Francis L. Donovan met with Army Corps General, Gen. Roberto Legrá Sotolongo, First Deputy Minister of the Chief of the General Staff, and other senior leaders from the Cuban military today at the perimeter of Naval Station Guantanamo Bay, Cuba, for a… pic.twitter.com/V4Fau3HxSo
— U.S. Southern Command (@Southcom) May 29, 2026In Havanna hiess es in einer kurzen Mitteilung des Verteidigungsministeriums, das «positive Treffen» habe im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden. Dabei habe man über für beide Seiten relevante Themen gesprochen. Es sei vereinbart worden, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Nähere Einzelheiten zum Inhalt des Austauschs gab auch Kuba nicht bekannt.
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6.39 Uhr
Weiteres Gericht prüft Trumps umstrittenen Steuer-Vergleich
Ein weiteres US-Gericht nimmt die umstrittene aussergerichtliche Einigung zwischen Präsident Donald Trump und der Steuerbehörde unter die Lupe. Trump muss bis zum 12. Juni zu schweren Vorwürfen Stellung beziehen, darunter jener einer angeblich illegalen Absprache. Das ordnete eine Bundesrichterin in Miami an. Sie reagierte damit auf einen Antrag von 35 ehemaligen Richtern, die die Rechtmässigkeit des Vergleichs in Zweifel zogen.
Hintergrund des Vergleichs ist, dass ein Mitarbeiter der US-Steuerbehörde Steuerdaten Trumps an «linksgerichtete Medien» verbreitet haben soll. Trump und seine beiden ältesten Söhne verklagten das Finanzministerium und die ihm untergeordnete Steuerbehörde (IRS) auf 10 Milliarden Dollar Schadenersatz.
Die Steuerbehörde IRS in Washington D.C. Bild: KeystoneMitte Mai wurden dann Details zu einer aussergerichtlichen Einigung bekannt: Zum einen verzichtet die Steuerbehörde auf das nachträgliche Prüfen von den Steuererklärungen der Trumps. Zum anderen soll ein knapp 1,8 Milliarden Dollar schwerer Fonds aufgesetzt werden, um angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staats zu entschädigen. Kritiker sehen darin eine Form der Korruption, die Trump-Getreuen zugutekommen soll.
Der Fall liegt nun bei der Richterin, die Trumps ursprüngliche Klage gegen die Steuerbehörde bearbeitete. Wegen der aussergerichtlichen Einigung wurde der Fall eigentlich geschlossen. Die Richter fordern in ihrem Antrag jedoch, den Fall wieder zu öffnen und zu klären, ob es sich bei dem geschlossenen Vergleich um Betrug handelt.
Nur wenige Stunden zuvor hatte eine Richterin in Virginia angeordnet, dass bis auf Weiteres keine Gelder aus dem Entschädigungsfonds abfliessen dürfen. Sie will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls keine Gelder unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden.
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Samstag, 30. Mai 2026, 6.25 Uhr
Trump: «Kein Interesse» mehr an Kennedy-Center-Renovierung
Nach einer Niederlage vor Gericht will US-Präsident Donald nicht länger an seinen Renovierungsplänen für das Kennedy Center in Washington festhalten. Solange er nicht nach Belieben schalten und walten könne, habe er «kein Interesse», das Unterfangen fortzuführen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Er habe angeordnet, die Verantwortung für die Kultureinrichtung an den Kongress zu übertragen.
Ein Richter in der US-Hauptstadt Washington hatte kurz zuvor angeordnet, dass Trumps Name wieder von der Fassade der berühmten Kulturinstitution verschwinden muss. Zudem darf das Zentrum zumindest vorläufig doch nicht wie von Trump geplant im Sommer für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht.
«Es gab noch nie einen Präsidenten der Vereinigten Staaten, der von den Gerichten so ungerecht behandelt wurde wie ich», meinte Trump dazu.
Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen «anti-amerikanische Propaganda» in der Kulturwelt angekündigt. Er entliess mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten.
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22.12 Uhr
Richter: Trumps Name verbotenerweise am Kennedy Center angebracht
Ein US-Richter hat die Anbringung des Namens von US-Präsident Donald Trump am Kennedy Center in Washington als illegal eingestuft. Der Aufsichtsrat des Kennedy Centers habe seine Befugnisse überschritten, indem er den Namen an dem Gebäude anbringen liess, urteilte Richter Christopher Cooper am Freitag. Der US-Kongress habe die Kultureinrichtung nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy benannt und nur der Kongress habe das Recht, den Namen zu ändern.
Cooper lehnte auch die von der US-Regierung geplante Schliessung der Einrichtung für Renovierungsarbeiten ab. Das Votum des Aufsichtsrats vom 16. März, das Kennedy Center zu schliessen, habe rechtliche Pflichten missachtet, urteilte Cooper.
Die PR-Vizepräsidentin des Kennedy Centers, Roma Daravi, teilte in einer Reaktion auf das Urteil mit, man sei «zuversichtlich, dass das Gericht im Berufungsverfahren den Willen des Rats bestätigen wird, die historischen Beiträge von Präsident Trump zum Kulturzentrum unserer Nation zu würdigen».
Der Richter hatte Ende April Anhörungen zu verschiedenen Klagen gegen die geplante Renovierung abgehalten. Cooper urteilte am Freitag zu Gunsten einer Klage der demokratischen Abgeordneten Joyce Beatty.
Umstrittene Umbenennung: Am renommierten Kennedy Center wurde Trumps Name angebracht. Archivbild: Jacquelyn Martin/AP/dpa -
19.33 Uhr
Trump teilt gegen Ex-First Lady Jill Biden aus
Die herabwürdigenden Beleidigungen von US-Präsident Donald Trump und seine Sprüche über seinen Vorgänger Joe Biden sind zum Alltag geworden – doch jetzt gerät auch dessen Ehefrau Jill Biden in Trumps Fokus.
Hintergrund ist ein Interview des Senders CBS News, in dem die 74-Jährige über das legendäre TV-Duell der Präsidentschaftskandidaten Trump und Biden sprach, in dem der Demokrat einen fahrigen Eindruck gemacht hatte. «Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall, und das hat mir eine Heidenangst eingejagt», sagte sie dem Sender. Sie wisse nicht, was an dem Tag los gewesen sei, sagte Biden über ihren damals 81-jährigen Mann. «Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen».
Trump reagierte nun in einem Post auf seiner Plattform Truth Social auf ihre Schlaganfall-Aussage und betonte, dass Jill Biden nicht auf die Bühne geeilt sei, um ihrem angeschlagenen Ehemann zu helfen, «wie es jede gute Ehefrau getan hätte».
Donald Trump teilt auf seiner Plattform Truth Social gegen Jill Biden (rechts), die Ehefrau von Ex-US-Präsident Joe Biden, aus. Archivbild: Susan Walsh/AP/dpa -
14.44 Uhr
Trump hat 15 Länder angegriffen oder ihnen einen Angriff angedroht
Jedes 13. Land sei in der ersten oder zweiten Amtszeit Trumps vom Oberbefehlshaber mit einem militärischen Angriff bedroht oder tatsächlich angegriffen worden, schreibt CNN.
Allein sieben Staaten sind von der US-Armee attackiert worden, seit Trump zum zweiten Mal ins Weisse Haus eingezogen ist: Iran, Irak, Nigeria, Somalia, Syrien, Venezuela und Jemen. Manche Angriffe galten einzelnen als Bedrohung für die USA bewerteten Gruppen, andere der Regierung des betroffenen Lands.
Acht weiteren Ländern hat Trump militärische Angriffe, beziehungsweise die Annexion offen angedroht oder auf Nachfrage ausdrücklich nicht ausgeschlossen: Kanada, Kolumbien, Kuba, Grönland (Dänemark), Mexiko, Panama und vor wenigen Tagen Oman.
In seiner ersten Amtszeit hat Trump in einer Rede vor der UNO-Generalversammlung Nordkorea die totale Zerstörung angedroht – natürlich nur, wenn die USA keine anderen Wahl hätten, um sich oder ihre Verbündeten zu verteidigen.
CNN hat zudem errechnet, dass jeder elfte Mensch in einem Land lebt das von den USA unter Trump angegriffen oder bedroht wurde.
Trump inszeniert sich gern als Friedensstifter. Die US-Armee hat unter ihm sieben Staaten militärisch angegriffen und acht eine bewaffnete Intervention angedroht (Archivbild). Mark Schiefelbein/AP/dpa -
Freitag, 29. Mai 2026, 5.12 Uhr
USA stufen brasilianische Drogenbanden als Terrorgruppen ein
Die US-Regierung hat zwei brasilianische Drogenbanden als Terrororganisationen eingestuft. Comando Vermelho (CV) und Primeiro Comando da Capital (PCC) seien zwei der brutalsten kriminellen Organisationen des Landes und ihr Einfluss reiche bis in die USA, teilte das Aussenministerium mit. «Zusammen befehligen sie Tausende von Mitgliedern und haben brutale Angriffe auf brasilianische Polizeibeamte, Amtsträger und Zivilisten organisiert.»
Primeiro Comando da Capital gilt als mächtigste kriminelle Organisation Brasiliens und als zentraler Akteur im Kokainschmuggel aus den Andenstaaten. Auch das Comando Vermelho ist eines der grössten Verbrechersyndikate des Landes und im Drogenhandel aktiv. Bei Polizeieinsätzen gegen die Banden kommt es immer wieder zu etlichen Todesopfern.
Primeiro Comando da Capital and Comando Vermelho are two of the most violent criminal organizations in Brazil. Their reach extends throughout our region and into our country.
— Secretary Marco Rubio (@SecRubio) May 28, 2026
Today, I designated these organizations as Foreign Terrorist Organizations and Specially Designated…Die Regierung in Brasilien hatte die Einstufung als Terrororganisation dennoch verhindern wollen, weil die Gruppen nach brasilianischem Recht keine politischen oder ideologischen Ziele verfolgen. Die Regierung um Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva befürchtet, dass eine Terror-Einstufung den USA eine rechtliche Grundlage für härtere Massnahmen bis hin zu möglichen Einsätzen auf brasilianischem Territorium geben könnte.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump weitet mit dem Schritt ihre Strategie aus, lateinamerikanische Kartelle und Banden wie Terrorgruppen zu behandeln. Zuletzt wurden bereits mehrere Drogenbanden als ausländische Terrororganisationen eingestuft, darunter unter anderem Tren de Aragua aus Venezuela, das Golf-Kartell aus Mexiko und Los Lobos und Los Choneros aus Ecuador.
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19.52 Uhr
Demokratin Whitmer schliesst US-Präsidentschaftskandidatur aus
Die Gouverneurin des US-Bundesstaats Michigan hat Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur bei der Wahl 2028 beendet. Sie werde nicht Teil des voraussichtlich grossen Bewerberfelds der Demokratischen Partei sein, sagte Gretchen Whitmer in einem Interview des Senders Fox 2 Detroit am Donnerstag. «Ich denke, es wird eine starke Gruppe von Menschen geben, die für das Präsidentenamt kandidieren. Ich werde 2028 nicht dazugehören», sagte Whitmer.
Gretchen Whitmer war vor der letzten Präsidentschaftswahl zwischenzeitlich als mögliche Kandidatin im Gespräch. Bild: Keystone/AP/Jacquelyn Martin -
15.18 Uhr
EU-Exporte in die USA sinken um mehr als 30 Prozent
EU-Länder haben im ersten Quartal 30,4 Prozent weniger Waren in die USA exportiert als im Vorjahreszeitraum. Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent an allen Exporten das wichtigste Exportziel der EU -– dem Zoll-Streit zum Trotz, wie aus Zahlen des Statistikamtes Eurostat hervorgeht.
Den Angaben zufolge exportierte die EU im Zeitraum zwischen Januar und März dieses Jahres Waren im Wert von 119,4 Milliarden Euro in die USA. Mit einem Anteil von 13,8 Prozent und exportierten Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro war Grossbritannien nach den USA der zweitwichtigste Exportpartner der EU. Darauf folgten die Schweiz, China und die Türkei.
Zwischen den USA und der Europäischen Union schwelt seit mehr als einem Jahr ein Zoll-Streit. US-Präsident Donald Trump drohte der EU mit Strafzöllen. Um einen Handelskrieg abzuwenden, liess sich die EU im vergangenen Sommer auf ein umstrittenes Zoll-Abkommen ein.
Erst vergangene Woche machten EU-Vertreter den Weg für dessen vollständige Umsetzung frei.
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15.08 Uhr
Regeln für die Wahl: Trump siegt vor Gericht
Ein US-Bundesrichter hat es abgelehnt, ein Wahl-Dekret von Präsident Donald Trump vorläufig zu stoppen. Damit ist der Weg für mögliche Änderungen bei Briefwahlen und Wählerlisten zunächst frei.
Der von Trump ernannte Bundesrichter Carl Nichols in Washington wies den Antrag von Demokraten und Bürgerrechtsgruppen zurück. Die Kläger argumentierten, Trump überschreite seine Befugnisse, da Wahlregeln in den USA von den Bundesstaaten und dem Kongress festgelegt würden.
Nichols erklärte jedoch, das Dekret sei bislang noch nicht umgesetzt worden. Deshalb sei es zu früh für eine einstweilige Verfügung. Trump hatte das Dekret im März erlassen, nachdem ein von ihm unterstütztes Gesetz zur Reform des Wahlrechts im Kongress gescheitert war.
Vorgesehen ist unter anderem eine bundesweite Liste wahlberechtigter Personen. Briefwahlunterlagen sollen nach dem Dekret nur noch an Menschen auf dieser Liste verschickt werden.
Trump behauptet seit seiner Wahlniederlage 2020 ohne Belege, Briefwahlen seien anfällig für Betrug. Mehrere Nachzählungen und Untersuchungen, darunter auch von Republikanern geleitete, fanden jedoch keine Hinweise auf weit verbreiteten Wahlbetrug.
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14 Uhr
Pam Bondi hat Krebs
Die frühere Justizministerin Pam Bondi ist an Schilddrüsenkrebs erkrankt, berichtet «CBS News». Sie habe die Diagnose kurz nach ihrer Entlassung am 2. April erhalten: Die 60-Jährige sei nun in Behandlung, heisst es weiter. Bondi soll am morgigen Freitag vor dem House Oversight Committee über den Epstein-Fall aussagen.
FBI agents were reportedly told to flag mentions of Trump in the Epstein files — even though Congress passed a law making it illegal to shield Trump, or anyone else. Pam Bondi will answer questions from Congress on May 29. Here’s what you should know. americanoversight.org/pam-bondi-ep...
— American Oversight (@weareoversight.bsky.social) 26. Mai 2026 um 15:28
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13 Uhr
Zeichnung für Epstein: Trump legt Klage neu auf
Der juristische Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem «Wall Street Journal» geht in die nächste Runde. Nach einer ersten Schlappe für Trump vor Gericht im April reichte der Republikaner gestern eine überarbeitete Klage gegen die Herausgeber der Zeitung ein, wie das «WSJ» berichtet.
Im Kern geht es dabei um die Veröffentlichung eines Gratulationsschreibens an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Trump behauptet, dadurch verleumdet worden zu sein. Vor wenigen Wochen war die Klage von einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Florida vorläufig abgewiesen worden.
Richter Darrin P. Gayles urteilte, Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung des Schreibens an Epstein in «böswilliger Absicht» gehandelt habe. Bestimmte Kriterien seien zudem «bei weitem» nicht erfüllt worden.
Think the 'shooting' had anything to do with the Trump Epstein drawing not surfacing again? You know this one
— Hypothetical Truth (@hypotruth.bsky.social) 26. April 2026 um 11:08
[image or embed]In der nun überarbeiteten Klage heisst es den Angaben nach, das «Wall Street Journal» habe in mehreren Punkten in böswilliger Manier gehandelt. Zudem wird darauf verwiesen, dass der US-Präsident eine Beteiligung an dem Brief mehrfach dementierte. In der Klage fordert Trump wie auch zuvor einen Schadenersatz in Milliardenhöhe.
Die US-Zeitung hatte 2025 von einem angeblichen Glückwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, das den Namen Trumps trägt. Die Zeitung stellt so eine weitere Verbindung zwischen Trump und dem US-Finanzier her.
In dem Brief mit anzüglichem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers gezeichnet worden sein – die Zeitung berief sich auf Einblick in Dokumente. Trump bestreitet, Urheber gewesen zu sein. Das WSJ zählt zum Portfolio des Medienmoguls Rupert Murdoch.
Immer wieder geht Trump rechtlich gegen ihm unliebsame Medien vor. Die britische Rundfunkanstalt BBC verklagte er zuletzt auf insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Auch gegen die «New York Times» reichte Trump bereits mehrfach Klagen ein.
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Donnerstag, 28. Mai 2026, 4 Uhr
Jill Biden zu TV-Duell: Ich dachte, Joe hätte einen Schlaganfall
Die frühere First Lady der USA, Jill Biden, hat sich 2024 während des TV-Duells zwischen Joe Biden und dem damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump um die Gesundheit ihres Mannes gesorgt. «Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall, und das hat mir eine Heidenangst eingejagt», sagte sie in einem vorab veröffentlichten Ausschnitt der Sendung «Sunday Morning» von CBS News.
Sie wisse nicht, was an dem Tag los gewesen sei, sagte Biden über ihren damals 81-jährigen Mann. «Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen», sagte die frühere First Lady.
Die frühere First Lady der USA, Jill Biden (r.), beim TV-Duell am 27. Juni 2024 in Atlanta. Bild: Keystone/AP Photo/Gerald HerbertDer Demokrat Joe Biden war wegen seines misslungenen Auftritts bei einem TV-Duell mit Trump im Sommer 2024 heftig in die Kritik geraten. Auch Parteifreunde fingen plötzlich an, mehr oder weniger offen infrage zu stellen, ob Biden physisch und mental noch fit genug sei für eine weitere Amtszeit. Knapp einen Monat nach dem TV-Duell verkündete er schliesslich seinen Rückzug. Daraufhin ging Vizepräsidentin Kamala Harris für die Demokraten in das Rennen gegen Trump – und verlor bei der Wahl im November.