dpatopbilder – US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern, bevor er mit Marine One vom South Lawn des Weissen Hauses abfliegt. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
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US-Präsident Donald Trump hat seine drastische Drohung gegen den Iran, «eine ganze Zivilisation» auszulöschen, verteidigt. In einem Interview des US-Senders Fox News sagte Trump: «Ich bin einverstanden mit dieser Aussage.» Sie habe die Führung in Teheran schliesslich an den Verhandlungstisch gebracht.
Keystone-SDA
12.04.2026, 18:32
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Iran habe «keine Karten mehr», behauptete der US-Präsident weiter, Marine und Luftwaffe des Landes seien «komplett zerstört». Teheran werde auch nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen letztlich zurückkommen und «alles geben müssen, was wir wollen». Und das sei, so Trump, nicht 90 oder 95 Prozent – «Ich habe ihnen gesagt, ich will alles.»
Trumps Äusserungen stehen im Zusammenhang mit der jüngsten Eskalation im Streit um Irans Atomprogramm und seiner Ankündigung, die Strasse von Hormus von der US-Marine vollständig blockieren zu lassen. Trump hatte dem Iran ein Ultimatum gesetzt, den freien Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen. Die Verhandlungen endeten am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung.
Trumps Worte: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen»
Anfang April hatte Trump auf der Plattform Truth Social geschrieben: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren.» Die Drohung hatte international scharfe Kritik ausgelöst. Mehrere Demokraten im US-Kongress forderten Untersuchungen mit Blick auf eine mögliche Amtsenthebung. Auch der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hatte die Aussage als möglichen schweren Verstoss gegen das Völkerrecht verurteilt. Papst Leo XIV. bezeichnete Drohungen gegen die Zivilbevölkerung als «nicht akzeptabel».
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
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Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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