«Haben alle aus der Nase geblutet» Trump plaudert Einsatz neuer Geheimwaffe bei Maduro-Einsatz aus

Philipp Dahm

29.1.2026

USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

Washington, 07.01.2026: Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs sichern sich die USA den Zugriff auf die Ölproduktion des südamerikanischen Landes. Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilt. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging daraus nicht hervor. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt. Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro verstärkt die Ölvorkommen in den Blick. So sagt Energieminister Chris Wright, die USA nähmen deren Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand. Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle.

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Als die US-Streitkräfte am 3. Januar Venezuelas Präsidenten Maduro geholt haben, ist kein US-Soldat ums Leben gekommen. Möglicherweise war der Angriff so erfolgreich, weil eine neue Geheimwaffe zum Einsatz kam – behauptet zumindest US-Präsident Donald Trump.

Philipp Dahm

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Donald Trump sagt, beim Maduro-Einsatz in Venezuela sei eine neue Waffe eingesetzt worden: der «Verwirrer».
  • Die Waffe habe Radargeräte heruntergefahren und bei Menschen innere Blutungen hervorgerufen, sagt ein Venezolaner.
  • Das passt zu einem Bericht, laut dem die USA vor einem Jahr in einer Geheim-Operation ein Gerät gekauft haben, das für das Havana-Syndrom verantwortlich sein könnte.
  • Das Gerät soll gepulste Radiowellen abgeben.

Als die US-Streitkräfte am 3. Januar in Caracas Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro geschnappt haben, ist offenbar eine neuartige und geheime Waffe zum Einsatz gekommen.

Das behauptet einer, der es wissen muss: Donald Trump hat dieses Geheimnis dem Boulevardblatt «New York Post» verraten, das seinem Freund Rupert Murdoch gehört. Das Gerät heisst auf Englisch «The Discombobulator».

«Der Verwirrer», erklärt der 79-Jährige. «Ich darf nicht darüber reden. Ich würde es liebend gerne tun.» Ein bisschen plaudert der 79-Jährige dann aber doch aus: Die Waffe sorgt offenbar dafür, «dass Ausrüstung nicht funktioniert», so der Präsident.

Donald Trump am 27. Januar auf der Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland.
Donald Trump am 27. Januar auf der Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland.
KEYSTONE

Weiter berichtet er vom Angriff in Venezeuleas Hauptstadt: «Sie haben ihre Raketen nie abgeschossen. Sie hatten russische und chinesische Raketen, aber sie haben nie eine abgeschossen. Wir kamen rein, sie drückten Knöpfe und nichts funktionierte. Sie hatten alles für uns vorbereitet.» 

«Wir haben alle aus der Nase geblutet»

Bestätigen lässt sich das die «New York Post» angeblich von einem der Soldaten Maduros. «Plötzlich gingen alle unsere Radarsysteme ohne Grund aus», sagt diese Quelle. «Dann sahen wir Drohnen, viele Drohnen über unsere Position fliegen. Wir wussten nicht, wie wir reagieren sollten.»

Dann seien die Helikopter eingeschwebt: «Irgendwann haben sie etwas abgeschossen, ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll. Es war wie eine sehr intensive Schallwelle. Plötzlich hatte ich das Gefühl, als würde mein Kopf von innen explodieren», erläutert den Venezolaner.

Die Waffe scheint äusserst effektiv zu sein: «Wir haben alle aus der Nase geblutet. Einige haben Blut erbrochen. Wir fielen zu Boden, unfähig, uns zu bewegen. Wir konnten nicht einmal mehr aufstehen nach dieser Schallwaffe – oder was auch immer es war.»

Gerät undercover für achtstellige Summe gekauft

Das tönt wie aus einem Agentenfilm, passt aber zu einer Gechichte, die CNN Mitte Januar öffentlich macht: Demnach testen die USA schon seit einem Jahr ein Gerät, das angeblich im Zusammenhang mit dem Havanna-Syndrom steht. Zur Erinnerung: US-Diplomaten in Kuba und später auch anderswo haben über unerklärliches Kopfweh und Schwindel geklagt.

Eine Unterabteilung im Heimatschutzministerium habe dieses Gerät in den letzten Tagen der Administration von Ex-Präsident Joe Biden in einer Geheim-Operation gekauft, meldet CNN. Der Preis sei eine achtstellige Summe gewesen. Unklar ist, wie die USA von der Technik erfahren haben.

Das Gerät enthält angeblich russische Komponenten, passt in einen Rucksack und erzeugt gepulste Radiowellen. Allerdings schreibt CNN auch, die US-Behörden hätten noch nicht jene Effekte auslösen können, über die die Opfer des Havanna-Syndroms klagen. 


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