DänemarkTrumps Sondergesandter will in Grönland «zuhören und lernen»
SDA
18.5.2026 - 15:53
ARCHIV – Der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, spricht zu Reportern im Louisiana State Penitentiary. Foto: Gerald Herbert/AP/dpa (Archivbild)
Keystone
Der US-Sondergesandte Jeff Landry ist zu einem Besuch auf Grönland eingetroffen.
Keystone-SDA
18.05.2026, 15:53
SDA
Monate nach einer kurzzeitigen Zuspitzung im Streit über Besitzansprüche der USA auf die Arktisinsel will er dänischen Medien zufolge unter anderem Regierungschef Jens-Frederik Nielsen treffen und an einer Wirtschaftskonferenz teilnehmen. Eingeladen worden sei der US-Vertreter demnach nicht.
Seinen ersten Eindruck von der Insel schilderte er dem Fernsehsender DR nach Ankunft in der bewölkten Hauptstadt Nuuk: «Ich liebe es – es ist grossartig.» Angesichts der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, sich die Arktisinsel zur Not auch gewaltsam einzuverleiben, sorgen Besuche wie dieser unter Einheimischen für Unruhe.
Landry schlug jedoch bei DR beschwichtigende Töne an: «Ich bin nur hier, um Beziehungen aufzubauen, zuzuhören, zu lernen und zu sehen, ob es Möglichkeiten gibt, die Beziehungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark auszubauen.»
Sondergesandter mit Botschaft von Trump im Gepäck
Auch eine Botschaft von Trump hatte Landry im Gepäck. «Er hat zu mir gesagt: «Reise dorthin und finde so viele Freunde, wie du nur kannst"», sagte der US-Amerikaner. Nach Einschätzung des dänischen Grönland-Experten Ulrik Pram Gad nimmt das jedoch nicht die Anspannung aus dem Konflikt. «Das Problem ist, dass es sich wie Druck anfühlt, selbst wenn sie nette und freundliche Dinge sagen, weil Trumps Agenda damit nicht vom Tisch ist», sagte er DR. Das Image des freundlichen Nachbarn USA habe der Präsident selbst zerstört.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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