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Die Mutter wurde nach den Vorfällen verhaftet.
KEYSTONE
Der Fund eines Babyarms hat in Tschechien einen der verstörendsten Kriminalfälle der vergangenen Jahre ausgelöst. Eine 35-jährige Frau steht unter Mordverdacht. Ermittler gehen Hinweisen nach, wonach sie ihr Neugeborenes getötet und die Überreste an Hunde verfüttert haben könnte.
Ein grausamer Fund erschüttert derzeit Tschechien. In der westböhmischen Stadt Kynšperk nad Ohří, rund 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, entdeckte eine Frau auf einem Grundstück die Hand und den Arm eines toten Neugeborenen.
Der Fund löste einen Grossaufgebotseinsatz der Polizei aus. Ermittler suchten tagelang die Umgebung ab, durchkämmten Gärten und durchsuchten Müllcontainer in der gesamten Strasse. Weitere Körperteile wurden jedoch zunächst nicht gefunden.
Die Ermittlungen führten schliesslich zu einer 35-jährigen Frau, die gemeinsam mit ihrem Partner im Haus seiner Eltern lebt.
Am Freitag wurde sie festgenommen. Die tschechische Polizei bestätigte, dass gegen die Frau wegen des Verdachts auf besonders schweren Mord ermittelt wird.
Nachbarn berichteten örtlichen Medien zufolge, die Frau sei bis vor Kurzem sichtbar schwanger gewesen. Kurz darauf sei ihr Babybauch plötzlich verschwunden, ohne dass jemand ein Neugeborenes gesehen habe.
Besonders erschütternd sind Berichte der Zeitung «Deník». Demnach prüfen die Ermittler den Verdacht, dass die Frau die Überreste des Kindes an Hunde verfüttert haben könnte.
Eine offizielle Bestätigung dieser Theorie liegt bislang nicht vor. Sie könnte jedoch erklären, weshalb trotz intensiver Suchaktionen kaum weitere Spuren des Neugeborenen gefunden wurden.
Die Ermittler äussern sich derzeit nicht zu möglichen Motiven. Auch die genauen Umstände rund um Schwangerschaft, Geburt und Tod des Kindes sind weiterhin Gegenstand der Untersuchungen.