PolitikTürkei übergibt Leichen des Flugzeugabsturzes an Libyen
SDA
27.12.2025 - 12:11
ARCHIV - Der Generalstabschef der libyschen Regierung in Tripolis, Mohammed al-Haddad, ist bei einem Flugzeugabsturz in der Türkei ums Leben gekommen. Foto: Yousef Murad/AP/dpa
Keystone
Die Türkei hat nach einer Militärzeremonie die sterblichen Überreste des bei einem Flugzeugabsturz getöteten libyschen Generalstabschefs Mohammed al-Haddad und seiner Delegation in das nordafrikanische Land überführt. Hochrangige Regierungsvertreter, darunter Verteidigungsminister Yasar Güler, nahmen gemeinsam mit dem libyschen Botschafter und trauernden Angehörigen an der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Mürted in Ankara teil, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
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27.12.2025, 12:11
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Der Privatjet, der die Delegation nach den Verteidigungsgesprächen in Ankara zurück nach Tripolis bringen sollte, war am Dienstag abgestürzt. Alle fünf Delegationsmitglieder, darunter Al-Haddad, sowie drei Besatzungsmitglieder kamen dabei nach türkischen Angaben ums Leben. Die Türkei gilt als wichtigster Unterstützer der Regierung in Tripolis, deren Generalstabschef Al-Haddad war.
Auswertung der Blackbox in Deutschland
Vor dem Überführen der Särge nach Libyen hielten die Anwesenden eine Schweigeminute ab und beteten, wie Anadolu berichtete. Der türkische Justizminister Yılmaz Tunc hatte am Freitag mitgeteilt, dass die am Absturzort geborgenen Überreste im forensischen Institut Ankara durch einen Abgleich der DNA von Familienmitgliedern, die aus Libyen eingeflogen waren, identifiziert worden seien. Deutschland wurde als unparteiische dritte Partei gebeten, die Flugschreiber des Jets auszuwerten.
In Libyen tobte nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 viele Jahre ein Bürgerkrieg. Heute ist das nordafrikanische Land, in dem Milizen und ausländische Staaten weiter um Macht und Ressourcen ringen, faktisch gespalten. Al-Haddad zählte zu den Führungsfiguren beim Versuch, die militärischen Strukturen der verfeindeten Regierungen in West- und Ost-Libyen nach den schweren Kämpfen von 2019 und 2020 zu vereinen. Bei offiziellen Besuchen im Ausland, wie zuletzt in der Türkei, bemühte er sich auch um die Bildung einer regulären nationalen Armee in dem nordafrikanischen Land.
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
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Ob das gefalle oder nicht: US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt. «Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben», sagte der Republikaner am Freitag im Weissen Haus. Dafür würde er gerne einen Deal machen und kündigte an, dies notfalls auch «auf die harte Art und Weise» durchzusetzen, um Grönland zu verteidigen.
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