DeutschlandUkraine-Beratungen am Sonntag in Berlin
SDA
13.12.2025 - 11:21
ARCHIV - Die Flaggen der USA (l-r), der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland wehen über dem Dach eines Gebäudes der Fordwerke. Foto: Henning Kaiser/dpa
Keystone
An diesem Sonntag wollen aussenpolitische Berater unter anderem der USA, der Ukraine und Deutschlands in Berlin ihre Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine fortsetzen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in der deutschen Hauptstadt. Die USA hatten angekündigt, dass der Sondergesandte Steve Witkoff nach Berlin reisen werde. Über Ort und Zeitpunkt der Beratungen am Sonntag wurde zunächst Geheimhaltung vereinbart.
Keystone-SDA
13.12.2025, 11:21
SDA
Am Montag wird in Berlin auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet. Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte am Freitag mitgeteilt, dass Kanzler Friedrich Merz (CDU) den zunächst zu deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen empfangen werde.
Danach schliesst sich auf Einladung von Merz ein Treffen europäischer Regierungschefs mit Selenskyj im Kanzleramt an, an dem auch Vertreter von EU und Nato teilnehmen. Ob Vertreter der USA an den Beratungen am Montagabend im Kanzleramt teilnehmen werden, war am Samstag noch offen.
Ort und Zeit der Beratungen am Sonntag geheim
Wer genau von ukrainische Seite an den Beratungen am Sonntag in Berlin teilnimmt, war zunächst unklar. Zuletzt hatten Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in Florida mehrere Tage lang mit den Ukrainern gesprochen. Von Kiewer Seite führten damals Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow die Verhandlungen. Vorher hatten Witkoff und Kushner in Moskau stundenlang mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen.
Zeitpunkt für Treffen von Witkoff mit Selenskyj unklar
Ein hochrangiger US-Beamter hatte der dpa in Washington gesagt, Witkoff werde sich in Berlin mit Selenskyj und europäischen Vertretern treffen. Der Vertreter der US-Regierung machte weder nähere Angaben zum genauen Zeitpunkt von Witkoffs Gesprächen noch zu Formaten und Teilnehmern.
Die US-Regierung hatte auf Betreiben von Präsident Donald Trump im November einen Friedensplan vorgelegt, über den seitdem in verschiedenen Runden verhandelt wurde. Trump macht Druck auf die Ukraine, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Er sieht das von westlicher Unterstützung abhängige Land militärisch im Nachteil gegenüber dem Angreifer Russland.
Trump hatte eine Zusage vonseiten der USA für ein Treffen in Europa zuletzt offen gelassen und sie daran geknüpft, dass es aus seiner Sicht gute Chancen für Fortschritte geben müsse. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den von Putin befohlenen Angriffskrieg.
Putin hält unterdessen weitgehend an seinen Maximalforderungen etwa nach Gebietsabtretungen der Ukrainer fest und zeigt ohne ein Entgegenkommen Selenskyjs keine Bereitschaft zu konkreten Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften sie.
15.01.2026
Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.