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Krieg in der Ukraine: Die aktuellen Entwicklungen im Ticker
StartseiteChevron rechtsNewsChevron rechtsInternationalChevron rechtsKrieg in der Ukraine: Die aktuellen Entwicklungen im Ticker

Ticker
Krieg in der Ukraine

Viele Tote in Russland nach ukrainischem Drohnenangriff +++ Selenskyj erwartet bis zu 50'000 nordkoreanische Soldaten

00:42

Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

23.06.2026, 06:11•10.08.2026, 10:06

Das Wichtigste im Überblick

  • Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
  • Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
  • Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

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16:57

Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Grossstadt Saporischschja sind mindestens 13 Menschen verletzt worden.

Militärgouverneur Iwan Fedorow informierte auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden. Für die Grossstadt gilt aufgrund ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt.

10:03

Russland: Viele Tote nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut Behörden mindestens zwölf Menschen getötet worden.

Es seien auch 39 Menschen verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan.

Kasan, mit rund 1,2 Millionen Einwohnern die achtgrösste Stadt Russlands, liegt rund 800 km östlich von Moskau und ist ein wichtiges Zentrum des russischen Islams, ein bedeutender Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort und ein Verkehrsknotenpunkt.

Kasan, mit rund 1,2 Millionen Einwohnern die achtgrösste Stadt Russlands, liegt rund 800 km östlich von Moskau und ist ein wichtiges Zentrum des russischen Islams, ein bedeutender Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort und ein Verkehrsknotenpunkt.

sda

Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit ukrainischen Drohnen auf Industrieanlagen und zivile Objekte sowie von Toten berichtet. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der grössten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Kiew greift in seinem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder Anlagen der russischen Ölindustrie an. Ziel ist es, der Kriegsmaschinerie Moskaus so die wichtigen Einnahmen etwa aus dem Export der Energie zu nehmen.

Bei den ukrainischen Gegenangriffen kamen zuletzt auch vermehrt Zivilisten ums Leben.

Sonntag, 9. August 2026

20:18

Selenskyj: Massiver Stromausfall in Odessa

16:55

Selenskyj rechnet mit Einsatz von 50’000 Nordkorea-Soldaten auf Seiten Russlands

13:32

Tote und Verletzte bei Angriff auf russische Stadt Belgorod

Durch einen ukrainischen Drohnenangriff auf die grenznahe russische Grossstadt Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens 3 Menschen getötet und 25 verletzt worden. Mehrere Wohnblocks, ein Verwaltungsgebäude sowie Geschäfte seien beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit. Bilder in sozialen Netzwerken liessen auf mehrere Brände in der Stadt schliessen, die etwa 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt.

13:20

Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der Türkei

Die Ukraine kauft in der Türkei ein grösseres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47’000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition, wie das ukrainische Militärportal «Militarnyj» berichtet.

Samstag, 8. August 2026

21:58

Putin will laut Selenskyj Hunderttausende heimlich mobilisieren

Kremlchef Wladimir Putin ist nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit zu einer weiteren Steigerung seines Angriffskriegs gegen das Nachbarland. Mit einer möglichen neuen Massen-Mobilmachung sollte eventuell auch Europa unter Druck gesetzt werden, sagte Selenskyj in einem Interview mit ukrainischen Sendern.

17:06

Ukrainische Drohne dringt im Nato-Staat Bulgarien ein

Im Luftraum des Nato- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine ukrainische Drohne eingedrungen und explodiert. Die erste Analyse der Reste des Flugobjekts, das rund 100 Meter von der rumänischen Grenze entfernt explodierte, zeigte Angaben des bulgarischen Verteidigungsministeriums zufolge, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Lockdrohne Maja handelte.

14:17

Moskau spricht von Treffer auf ukrainische Rüstungsfabrik Fire Point

Das russische Militär spricht nach dem nächtlichen Luftangriff auf Kiew von einem Schlag gegen den ukrainischen Rüstungshersteller Fire Point. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es sei eine Produktionsstätte getroffen worden, die Teile und Sprengköpfe für den ukrainischen Marschflugkörper FP-5 Flamingo herstelle. Ausserdem sei ein Treibstofflager vernichtet worden, das die ukrainische Armee beliefere.

Eine ukrainische FP-5 Flamingo im Einsatz. (Archivbild)

Eine ukrainische FP-5 Flamingo im Einsatz. (Archivbild)

brightcove

11:19

Ukrainische Drohnenangriffe treffen zwei Raffinerien

Das russische Militär meldet aus der Nacht einen grossangelegten Drohnenangriff der Ukraine. Bis zum Morgen seien knapp 400 Drohnen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Bis in die Vormittagsstunden seien weitere mehr als 80 feindliche Fluggeräte geortet und unschädlich gemacht worden. Solche Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar, die genannte Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schliessen.

12…24
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Der jüngste russische Grossangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt. «Am Morgen waren mehr als 300’000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden.

Selenskyj kündigte Vergeltung an. Die Ukraine habe «angemessene Antworten» für jeden russischen Angriff parat. Der Krieg werde «für alle Russen zu Hause» immer spürbarer werden. Die Ukraine werde weiterhin die russische Erdölindustrie und andere Infrastruktur angreifen. «Der einzige Grund, warum dies immer noch andauert, ist die mangelnde Bereitschaft Russlands, diesen Krieg zu beenden.»

Der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj warnt vor dem Einsatz von bis zu 50’000 nordkoreanischen Soldaten im russischen Angriffskrieg gegen sein Land. «Zunächst war von Hunderten die Rede, dann von Tausenden, und inzwischen wurde beschlossen, 30’000 bis 50’000 Nordkoreaner auf russischem Boden einzusetzen», schreibt Selenskyj auf X. Selenskyj ruft zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit Südkorea auf: «Wir würden uns sehr über Unterstützung aus Südkorea in einem Bereich freuen, in dem wir einen Mangel haben.» Konkret bezieht sich der ukrainische Präsiden dabei auf Systeme zur Luftverteidigung. «Wir sind bereit, auch am ‹Drohnen-Deal› und in anderen Bereichen zu arbeiten», sagt er.

Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj bereits vor wenigen Tagen als Bedrohung vor allem für Asien ein. «Russland hilft Nordkorea dabei, den Krieg zu erlernen, verbessert dessen Waffen und verschafft dem Land Erfahrungen im realen Einsatz von Waffen», sagte Selenskyj. «All dies stellt eine Bedrohung für jeden in Asien dar, der sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befindet.»

Nordkorea hatte sich bereits im Vorjahr mit bis zu 15’000 Soldaten am Krieg Russlands gegen die Ukraine beteiligt. Die Soldaten unterstützten Moskau dabei, von der Ukraine in einer Überraschungsoffensive bei Kursk kontrollierte Gebiete zurückzuerobern. Dabei kamen nach offiziell unbestätigten Schätzungen mindestens 2000 Nordkoreaner ums Leben

Beste Freunde im Krieg: Kremlchef Wladimitr Poutin (l.) und der norkoreanische Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)

Beste Freunde im Krieg: Kremlchef Wladimitr Poutin (l.) und der norkoreanische Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)

sda

Angaben zu den militärischen Zielen des Angriffs gab es nicht. Belgorod ist allerdings der logistische Knotenpunkt zur Versorgung der russischen Truppen, die die ukrainische Grossstadt Charkiw beschiessen und im Industriegebiet Donbass angreifen. Deshalb wird Belgorod immer wieder angegriffen, was auch die Energieversorgung und andere zivile Objekte in Mitleidenschaft zieht.

Zugleich wurden durch russischen Raketenbeschuss auf die südukrainische Hafenstadt Odessa in der Nacht mindestens sechs Menschen verletzt, wie Stadtchef Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte. In Charkiw in der Ostukraine wurden zwei Menschen getötet und mindestens 21 verletzt.

Es stützt sich dabei auf die offizielle Mitteilung des US-Aussenministeriums an den Kongress zu dem geplanten Weiterverkauf. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar. Es gilt als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die Türkei wolle Waffen älterer Bauart verkaufen, hiess es. Die Ukraine wiederum könne ihre Feuerkraft bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges damit verstärken.

Die verkauften ATACMS-Raketen der Modifikation M39 haben eine Reichweite von 165 Kilometern. Die USA haben der Ukraine solche Kurzstreckenraketen bereits geliefert; die frühere Führung von Präsident Joe Biden hat aber lange gezögert, den Einsatz auch gegen Ziele auf russischem Gebiet zuzulassen. Mit solchen Raketen kann die ukrainische Armee Truppenansammlungen und Kommandostellen der Russen im Rückraum der Front angreifen.

Eine Einheit der 8. US Armee feuert eine Artillerie-Kurzstreckenrakete vom Typ ATACMS ab. (Archivbild: -/yonhap/dpa)

Eine Einheit der 8. US Armee feuert eine Artillerie-Kurzstreckenrakete vom Typ ATACMS ab. (Archivbild: -/yonhap/dpa)

sda

Nach einer versteckten Einberufung von hunderttausenden Russen zum Militärdienst könnten diese Streitkräfte nicht nur für den Krieg in der Ukraine, sondern auch zur psychologischen Beeinflussung europäischer Länder vorgesehen sein. «Wozu? Um zu zeigen, dass ich im Herbst eine halbe Million Menschen mobilisieren werde. Und diese halbe Million werde ich nicht unbedingt nur in der Ukraine einsetzen», erläuterte Selenskyj.

Selenskyj warnt vor russischer Mobilmachung.

Selenskyj warnt vor russischer Mobilmachung.

Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

Dieser Drohnen-Typ werde von den ukrainischen Streitkräften häufig verwendet, hiess es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums, die vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk BNT in Sofia verbreitet wurde. Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass der Vorfall vorsätzlich gewesen sei.

Bulgaria's Radev says drone exploded in Bulgaria's airspace https://t.co/OJmG5LWyRi https://t.co/OJmG5LWyRi

— Reuters (@Reuters) August 8, 2026

Berichten russischer und ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurde die Ölraffinerie von Sysran an der Wolga im Gebiet Samara getroffen. Die Gebietsverwaltung bestätigte nur einen Brand in einem nicht genannten Industriebetrieb. Die Raffinerie von Sysran, Luftlinie mehr als 900 Kilometer von der Ukraine entfernt, ist schon mehrmals angegriffen und beschädigt worden.

Einen zweiten Treffer gab es demnach auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar. Die Ukraine versucht mit den systematischen Angriffen auf die russische Ölindustrie den gegnerischen Treibstoffnachschub zu stören und den Kreml von seiner Haupteinnahmequelle abzuschneiden.

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