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Krieg in der Ukraine Wichtigste Ereignisse vom 12.-27. November
Valérie Glutz
28.11.2025
Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Ereignisse zwischen dem 12. bis 27. November 2025 gibts hier zur Nachlese.
Das Wichtigste im Überblick
- Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
- Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
- Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.
- Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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LivetickerNeue Beiträge
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Liveticker beendet
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Die aktuellen Ereignisse ab dem 28. November 2025 gibt es hier im Ukraine-Ticker:
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22.10 Uhr
Selenskyj: Resistenz an der Front Basis für Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Soldaten für ihre Standhaftigkeit bei der Verteidigung gedankt und zum weiteren Durchhalten aufgerufen. Dies sei die Grundlage dafür, dass die Ukraine bei den Verhandlungen für ihre Interessen einstehen könne, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er verwies auf die anhaltenden Kämpfe in Kupjansk, Pokrowsk und Huljajpole.
Russland verbreite in der Welt, dass die Ukraine sich nicht verteidigen könne. «Die täglichen Ergebnisse im Kampf sind Argumente dafür, dass es sich lohnt, an der Seite der Ukraine zu stehen und ihr zu helfen und dass es Druck für den Frieden nicht auf die Ukraine, sondern auf Russland bedarf», sagte er. Russland sei der einzige Grund, warum sich der Krieg so lange hinziehe.
Selenskyj bedankt sich bei den Soldaten für ihren Einsatz für die Ukraine. -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpaDie US-Regierung unter Donald Trump hat in der vergangenen Woche einen Friedensplan lanciert, der von der Ukraine harte Zugeständnisse verlangte und von den Kritikern bereits als russische Wunschliste betitelt wurde. Bei Nachverhandlungen sollen einige Punkte entschärft worden sein. Allerdings ist unklar, ob Russland einer solchen Fassung zustimmen wird. Moskau ist in den letzten Monaten von seinen Kriegszielen nicht abgerückt und besteht nach wie vor auf grossen Gebietsabtretungen des Nachbarn zu seinen Gunsten, einem Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft und einem nur begrenzt verteidigungsfähigen Militär.
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18.47 Uhr
Ex-Minister Umjerow bei Korruptionsskandal als Zeuge vorgeladen
Nach einem Korruptionsskandal auf Regierungsebene ist in der Ukraine Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow von Korruptionsfahndern vorgeladen worden. Der derzeitige Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gelte als Zeuge, meldete das Onlineportal «Ukrajinska Prawda» unter Berufung auf den Pressedienst der Behörde. Es gehe um die Beeinflussung seiner Tätigkeit als Staatsangestellter. «Das Gespräch war konstruktiv. Rustem Umjerow hat auf alle Fragen der Ermittlung im Rahmen der Gesetzgebung geantwortet», hiess es weiter.
Vor etwas mehr als zwei Wochen hatten ukrainische Korruptionsermittler Erkenntnisse über Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe im Energiesektor öffentlich gemacht. Energieministerin Switlana Hryntschuk und ihr inzwischen als Justizminister tätige Vorgänger Herman Haluschtschenko wurden daraufhin entlassen.
Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow ist einer der Hauptunterhändler von Kiew und wurde jetzt als Zeuge in einem Schmiergeldskandal vernommen. dpa (Archivbild)Der Hauptverdächtige und Vertraute von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Tymur Minditsch, floh aus dem Land. In der Verdachtsmitteilung des Nationalen Antikorruptionsbüros gegen Minditsch hiess es, dieser habe unter anderem seine «freundschaftlichen Beziehungen zum Präsidenten der Ukraine» ausgenutzt, um sich zu bereichern. Die Ermittler hatten in dem Zusammenhang auch Korruption im Verteidigungssektor und Kontakte zwischen Minditsch und Umjerow beim Kauf von Schutzwesten für die Armee erwähnt.
Umjerow selbst hat wiederum jede Verwicklung in die Schmiergeldaffäre vehement bestritten. Den Posten des Verteidigungsministers bekleidete er von September 2023 bis Juli 2025. Der 43-Jährige ist auch einer von Kiews Hauptunterhändlern bei den Gesprächen mit Kriegsgegner Russland und den USA.
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18.18 Uhr
Kallas will Putins Position schwächen
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas will die Erfolgsaussichten der laufenden US-Initiative für ein Ende des Ukraine-Krieges durch zusätzlichen Druck auf Russland erhöhen. Um das bestmögliche Ergebnis für die Ukraine und für Europa zu sichern, müsse man in dieser Richtung das Tempo erhöhen, sagte sie nach einer Videoschalte mit den Aussenministern der EU-Staaten und deren ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha. Dies bedeute: «Mehr Sanktionen, um Russland die Mittel zur Fortsetzung des Krieges zu entziehen, und mehr militärische sowie finanzielle Unterstützung für die Ukraine».
Kallas betonte, derzeit gebe es noch keinerlei Hinweise darauf, dass Russland zu einem Waffenstillstand bereit wäre. Man komme aber dem Ziel näher, Russland in eine Situation zu bringen, in der es tatsächlich verhandeln müsse.
«Russlands Sommeroffensive ist gescheitert. Die US- und EU-Sanktionen zeigen enorme Wirkung. (...) Russland verliert Geld und Soldaten», sagte sie. Wenn Russland die Ukraine militärisch erobern könnte, hätte es dies längst getan. Putin könne seine Ziele auf dem Schlachtfeld nicht erreichen – deshalb werde er nun versuchen, sie am Verhandlungstisch zu erreichen.
Mit Blick auf die Arbeiten an dem US-Plan mahnte Kallas, der Ukraine die grösstmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. «Es gibt weltweit nur wenige Kriege, in denen die Lage so eindeutig ist», sagte sie. Es gebe einen Aggressor und ein Opfer. Der Fokus sollte darauf liegen, was Russland – der Aggressor – tun muss, nicht darauf, was die Ukraine – das Opfer – opfern müsse.
«Russlands Sommeroffensive ist gescheitert»: EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas will den Druck auf Putin erhöhen. Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa -
13.29 Uhr
Kreml: Telefon-Leaks sollen Friedensbemühungen torpedieren
Der Kreml sieht die Veröffentlichung abgehörter angeblicher Telefonate zwischen Unterhändlern aus Russland und den USA zum Ukraine-Krieg als Versuch, die Friedensbemühungen zu untergraben.
«Es ist eindeutig, dass es viele Leute in verschiedenen Ländern, die USA eingeschlossen, gibt, die die Tendenz einer Entwicklung zum Frieden stoppen wollen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge in Kirgistan. Zugleich mass er dem Leak keine grosse Bedeutung bei.
Kremlsprecher Dmitri Peskow. Ulf Mauder/dpaPeskow begleitet aktuell Präsident Wladimir Putin auf seinem Staatsbesuch in Kirgistan.
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6.17 Uhr
Trump rückt von Frist für Friedensabkommen ab
US-Präsident Donald Trump ist von einer zuvor angedeuteten Frist für ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland abgerückt. «Die Frist für mich ist, wenn es vorbei ist», sagte Trump gegenüber Reportern an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Zuvor hatte er den Thanksgiving-Feiertag am morgigen Donnerstag als Zieldatum für eine Einigung genannt. Die US-Delegation machte Fortschritte in den Gesprächen mit Russland und der Ukraine. Die Regierung in Moskau habe einigen Zugeständnissen zugestimmt, sagte Trump.
Er wies den Vorwurf zurück, die Ukraine werde zu inakzeptablen territorialen Zugeständnissen gedrängt. «Letztendlich ist das Gebiet, das in den nächsten Monaten ohnehin von Russland erobert werden könnte», sagte Trump dazu. Er sprach von einer Entwicklung, die sich «nur in eine Richtung» bewege – und meinte damit: zugunsten Russlands. Zugleich versicherte er, Russland werde im Gegenzug ebenfalls Zugeständnisse machen, nämlich «mit dem Kämpfen aufhören und kein weiteres Land mehr erobern».
US-Präsident Donald Trump mit Reporter*innen an Bord der Air Force One auf dem Flug nach Florida. (25. November 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Alex BrandonTrump sagte weiter, sein Sondergesandter Steve Witkoff werde bald nach Moskau reisen, um sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Auch sein Schwiegersohn Jared Kushner sei an den Bemühungen beteiligt.
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4.35 Uhr
Zu russlandfreundlich? Trump stellt sich hinter Witkoff
US-Präsident Donald Trump hat seinen Sondergesandten Steve Witkoff gegen den Vorwurf in Schutz genommen, dieser agiere im Ringen um eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu russlandfreundlich. «Das ist eine ganz normale Sache», sagte der Republikaner während eines Flugs nach Florida, nachdem ihn eine Journalistin zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt hatte. Diese war nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte.
Darin spricht Witkoff mit Juri Uschakow, dem aussenpolitischen Berater von Kremlchef Wladimir Putin, und gibt ihm offenbar Tipps für den direkten Austausch zwischen den beiden Präsidenten. Er regt unter anderem an, Putin könne Trumps Rolle als «Mann des Friedens» betonen. Zudem bringt der US-Sondergesandte die Idee eines «20-Punkte-Plans» ins Spiel, der – ähnlich wie ein US-Papier zur Beendigung des Gaza-Kriegs – als Grundlage für Gespräche über ein Abkommen zwischen Russland und der Ukraine dienen könne.
Kremlchef Wladimir Putin (l.) mit Trumps Sondergesandten Steve Witkoff (r.) bei einem Treffen in Moskau am 6. August 2025. Bild: Keystone/Gavriil Grigorov, Sputnik, Kremlin Pool Photo via APDie Veröffentlichung sorgte auch in Trumps eigener Partei für heftige Kritik. Der republikanische Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick sprach auf der Plattform X von «einem Riesenproblem» und forderte ein Ende «geheimer Nebenkanäle».Parteikollege Don Bacon wurde noch deutlicher: Es sei «offensichtlich, dass Witkoff voll und ganz auf der Seite der Russen steht», schrieb er. «Man kann ihm nicht zutrauen, diese Verhandlungen zu führen. Würde ein von Russland bezahlter Agent weniger tun als er? Er sollte entlassen werden.»
This is a major problem. And one of the many reasons why these ridiculous side shows and secret meetings need to stop. Allow Secretary of State Marco Rubio to do his job in a fair and objective manner. https://t.co/GFNlBKLKsD
— Rep. Brian Fitzpatrick 🇺🇸 (@RepBrianFitz) November 25, 2025Auf dem Flug nach Florida wies Trump derlei Bedenken zurück. Er habe die Aufnahme des Gesprächs zwar nicht gehört, für ihn klinge das Ganze aber nach «ganz normalen Verhandlungen». Man müsse der Ukraine eben russische Positionen vermitteln und umgekehrt auch Moskau die Forderungen aus Kiew. Er gehe davon aus, dass Witkoff in Gesprächen mit der ukrainischen Seite ähnlich auftrete. Auf die Frage, ob er keine Sorge habe, dass sein Sondergesandter zu russlandfreundlich sei, antwortete Trump, der Krieg könne noch Jahre dauern – und Russland habe «viel mehr Einwohner und Soldaten» als die Ukraine. Wenn das angegriffene Land daher einen Deal aushandeln könne, sei das seiner Ansicht nach «eine gute Sache».
For those who oppose the Russian invasion and want to see Ukraine prevail as a sovereign & democratic country, it is clear that Witkoff fully favors the Russians. He cannot be trusted to lead these negotiations. Would a Russian paid agent do less than he? He should be fired. https://t.co/dxMsda0YV5
— Rep. Don Bacon 🇺🇸✈️🏍️⭐️🎖️ (@RepDonBacon) November 25, 2025 -
Mittwoch, 26. November 2025, 0.01 Uhr
US-Friedensplan: Rutte warnt vor zu hohen Erwartungen
Nato-Generalsekretär Mark Rutte warnt in der Debatte über den US-Friedensplan für ein Kriegsende in der Ukraine vor zu hohen Erwartungen. «Er enthält einige starke, aber auch einige schwierige Elemente, die noch mehr Arbeit und Verhandlungen erfordern», sagte Rutte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und der spanischen Zeitung «El Pais». «Auf dem Weg zum Frieden sind wir noch längst nicht am Ziel.» Der Friedensplan bilde die Grundlage für die Gespräche zwischen der Ukraine und den USA. Am Dienstag hatte die Ukraine den wichtigsten Punkten des US-Friedensplans nach eigenen und US-Angaben zugestimmt.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte. (Archivbild) Bild: Keystone/dpa/Oliver Berg -
21.21 Uhr
Trump: Zeitgleiche US-Treffen mit Russland und Ukraine
US-Präsident Donald Trump hat zwei zeitgleiche Treffen von US-Vertretern mit Russland und der Ukraine angekündigt, um über letzte strittige Punkte zum Friedensplan zu verhandeln. Es gebe nur noch wenige solcher Punkte, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. In der Hoffnung, dass das Ganze finalisiert wird, habe er die zwei Treffen angewiesen. Einen konkreten Zeitpunkt für die Gespräche nannte Trump nicht.
Der US-Präsident schrieb, den Sondergesandten der US-Regierung, Steve Witkoff, habe er damit beauftragt, sich mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau zu treffen. Zur selben Zeit werde der Unterhändler und Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, Daniel Driscoll, mit den Ukrainern zusammenkommen. Mit wem konkret sich dieser treffen soll, ging aus dem Post Trumps nicht hervor.
Er selbst werde über Fortschritte auf dem Laufen gehalten - ebenso wie US-Vizepräsident JD Vance, Aussenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Trumps Stabschefin Susie Wiles, schrieb Trump weiter. Er freue sich darauf, hoffentlich bald mit Selenskyj und Putin zusammenzukommen - «aber NUR, wenn der Deal zur Beendigung dieses Krieges FINAL ist oder sich auf der Zielgeraden befindet». Ob sich Trump mit ihnen jeweils in Zweier- oder in einer Dreierkonstellation treffen will, ging aus seinen Angaben nicht hervor.
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17.58 Uhr
Rund 20 statt 28 Punkte für Frieden in Ukraine
Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs geht es Medienberichten aktuell um einen rund 20 Punkte umfassenden Friedensplan. Wie dieser konkret aussieht, ging aus den Berichten von unter anderem den Zeitungen «New York Times» und «Washington Post» sowie dem Nachrichtenportal «Politico» nicht hervor.
Nach Angaben der «New York Times» wurden allerdings einige der aus europäischer und ukrainischer Sicht umstrittensten Elemente wie eine Obergrenze für die Truppenstärke der Ukraine sowie die territoriale Frage nach dem künftigen Grenzverlauf zwischen Russland und der Ukraine zunächst ausgeklammert. Diese Aspekte sollten Gegenstand späterer Verhandlungen sein, hiess es. Gleiches gilt demnach für das Verbot einer Stationierung von Truppen aus Nato-Ländern in der Ukraine, das im Rahmen eines durch Medienberichte bekanntgewordenen vorherigen vorläufigen US-Friedensplans mit 28-Punkten vorgeschlagen wurde.
Selenskyj reist zu Trump: Ukraine und USA erzielen Einigkeit über Friedensplan https://t.co/mDg2cnGZqH
— ntv Nachrichten (@ntvde) November 25, 2025 -
16.14 Uhr
Rakete trifft Flugzeugwerft – seltene A-60 zerstört
Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Flugzeugwerft in Taganrog attackiert, Schäden anegrichtet und ein seltenes Flugzeug zerstört, mit dem die Nutzung von Lasern erprobt wird.
Der Angriff auf die Anlage im Oblast Rostow trifft die russische Luftwaffe, weil dort deren Frühwarnflugzeuge und Bomber gewartet werden. Das Spezialflugzeug A-60, von dem es nur zwei Exemplare gibt, steht schon seit Längerem in Taganrog und ist in Flammen aufgegangen, zeigen Bilder auf Social Media.
🔥Taganrog. Attack on the Beriev Aircraft Plant. The Beriev plant in Taganrog, known as the G. M. Beriev Aircraft Company, specializes in the development and production of amphibious aircraft and special-purpose aircraft.
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 24. November 2025 um 23:44
[image or embed]Kiew hat bei dem Angriff mindetens eine Rakete vom Typ Neptune eingesetzt. Möglicherweise kamen auch Drohnen zum Einsatz. Tagabnrog ist nur rund 40 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
New satellite images by DniproOsint confirms the destruction of two aircraft during the strike on Taganrog: the rare A‑60 laser lab and an Il‑76 transport plane. The Beriev plant's final assembly hall also sustained serious damage. An S‑400 position was hit as well, though the full impact is unclear
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 25. November 2025 um 13:59
[image or embed] -
14.40 Uhr
Lawrow schiesst gegen Europa: «Ihr hattet eure Chancen, Leute»
Deutschland, Frankreich und andere europäische Staaten haben aus Moskauer Sicht ihre Gelegenheit verspielt, an einer Lösung für den Ukrainekonflikt mitzuwirken.
«Ihr hattet eure Chancen, Leute», sagte Aussenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. «Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan», führte er mit Bezug auf das Minsker Abkommen aus.
Russlands Aussenminister: Sergej Lawrow. Alexander Nemenov/POOL AFP/dpaDie Minsker Friedensverhandlungen waren ein diplomatischer Prozess zur Befriedung des Konflikts im Osten der Ukraine, der im Jahr 2014 begann. Die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs geschlossenen Abkommen von 2014 und 2015 sahen unter anderem eine Autonomie für den Donbass vor.
Jetzt könne von einer Vermittlung Deutschlands und Frankreichs keine Rede mehr sein, sagte Lawrow. Unter den Vermittlern schätze Moskau die Positionen von Belarus, die Türkei und Ungarn. Ausserdem die USA, die «im Unterschied zu London, Brüssel, Paris, Berlin» die Initiative ergreife, um Lösungswege zu finden.
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13.34 Uhr
Kreml: Einbeziehung der Europäer irgendwann nötig
Moskau hält nach Kremlangaben eine Beteiligung der Europäer an Gesprächen über die Sicherheitsarchitektur in Europa für nötig. Ein Sicherheitssystem in Europa für die Zeit nach Ende des Konflikts in der Ukraine zu besprechen, sei «ohne Beteiligung der Europäer praktisch unmöglich», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Auf «irgendeiner Etappe» sei das nötig.
Zu den Verhandlungen über einen US-Friedensplan wiederholte Peskow bisherige Positionen Russlands. Moskau sei daran interessiert, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen. Der ursprüngliche US-Friedensplan könne eine Grundlage für Verhandlungen sein. Man habe aber verstanden, dass der Moskau bekannte Text inzwischen geändert worden sei.
Laut Kremlsprecher Peskow sei eine Einbeziehung der Europäer notwendig. (Archivbild) Ulf Mauder/dpa -
12.45 Uhr
US-Vertreter zu Gesprächen mit Russland in Abu Dhabi
Hochrangige Mitglieder der US-Regierung befinden sich Medienberichten zufolge derzeit in Abu Dhabi, um mit einer russischen Delegation über eine mögliche Friedenslösung in der Ukraine zu sprechen. Daniel Driscoll, der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, führe seit Montag (Ortszeit) Gespräche mit Vertretern der russischen Regierung, berichten CNN, CBS und das «Wall Street Journal» übereinstimmend.
Aktuell laufen intensive Gespräche zwischen der Ukraine, europäischen Verbündeten und den USA über eine Grundlage für eine mögliche Friedenslösung. Das Treffen in Abu Dhabi folgt auf Gespräche am Wochenende in Genf, an denen Driscoll und weitere Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump beteiligt waren.
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11.32 Uhr
USA und Ukraine laut Kiew einig über Friedensplan
Washington und Kiew sind sich nach ukrainischen Angaben über die wichtigsten Fragen des US-Friedensplans einig geworden. «Unsere Delegationen haben eine Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf ausgehandelten Abkommens erzielt», schrieb der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, bei Facebook. Seinen Angaben nach soll der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj schon in den nächsten Tagen nach Washington zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump reisen.
Demnach soll die Visite noch im November stattfinden. Ziel sei es, die letzten Etappen des Abkommens zu erörtern und eine Vereinbarung mit Trump zu erzielen. Die USA hatten in der vergangenen Woche einen 28-Punkte-Plan vorgelegt, um den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg in der Ukraine zu beenden. Europäer und Ukrainer haben den von vielen als «russische Wunschliste» kritisierten Plan in Genf mit US-Vertretern nachverhandelt.
Moskau seinerseits hat den Plan, der harte Zugeständnisse von der Ukraine fordert, als mögliche Grundlage für Verhandlungen bezeichnet, aber vor grösseren Aufweichungen zugunsten Kiews gewarnt.
Laut dem Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, haben die USA und die Ukraine eine gemeinsame Linie für den Friedensprozess gefunden. (Archivbild) Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa -
6.04 Uhr
Ein Toter und Verletzte in Kiew
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist eine Person getötet. Sieben weitere Personen seien verletzt worden, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Mindestens zwei Wohngebäude seien in Brand geraten, und die Luftverteidigung sei im Einsatz gewesen. Tkatschenko zufolge starb eine Person, als ein Hochhaus in einem Stadtteil am Ostufer des Flusses Dnipro getroffen wurde.
Auch im zentralen Stadtteil Petschersk ist den Rettungsdiensten zufolge ein Hochhaus getroffen. Bei den Angriffen wurden nach Angaben der Militärverwaltung sowohl Drohnen als auch Raketen eingesetzt. Bürgermeister Witali Klitschko berichtet zudem von Störungen der Strom- und Wasserversorgung.
Feuerwehrleute löschen einen Brand nach einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohngebäude in Kiew am frühen Dienstagmorgen. Bild: Keystone/AP Photo/Efrem Lukatsky -
5.30 Uhr
Dachverband der Ukrainer lehnt «Friedensplan» ab
Die Allianz Ukrainischer Organisationen in Deutschland lehnt den 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges ab. «Der veröffentlichte 28-Punkte-Plan stellt keinen Weg zu einem gerechten und nachhaltigen Frieden in der Ukraine dar», sagte das Vorstandsmitglied Nataliya Pryhornytska dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Er ignoriert grundlegende Prinzipien des Völkerrechts, entspricht in zentralen Teilen den Forderungen des Kremls und gefährdet die Sicherheit Europas. Die vorgeschlagenen Massnahmen belohnen den russischen Krieg, statt ihn zu stoppen, und festigen ein System, in dem Gewalt und Erpressung politische Entscheidungen bestimmen.»
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Dienstag, 25. November 2025, 4 Uhr
Luftangriffe auf Kiew – Einschläge in Wohnhäusern gemeldet
Trotz laufender Gespräche über Frieden in der Ukraine hat das russische Militär die Hauptstadt Kiew erneut mit nächtlichen Luftangriffen überzogen. Die Millionenmetropole sei mit Hyperschallraketen und Drohnen attackiert worden, berichteten örtliche Medien wie das Nachrichtenportal «The Kyiv Independent». Aus verschiedenen Stadtbezirken seien Explosionen und Stromausfälle gemeldet worden, es gebe mindestens sechs Verletzte. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurden Wohngebäude getroffen und gingen in Flammen auf. Ein 22-stöckiges Hochhaus sei evakuiert worden.
⚡️ Explosions heard in Kyiv as Russia launches ballistic missiles, drones toward Ukraine.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) November 24, 2025
Kyiv Independent journalists reported explosions in Ukraine's capital as Russia launched Shahed drones & Kinzhal missiles toward Kyiv & other cities on Nov. 25.https://t.co/QPr5JjlyuVDas ukrainische Energieministerium sprach dem «Kyiv Independent» zufolge von einem «massiven kombinierten Angriff» auf die Energieinfrastruktur. Die ukrainische Luftwaffe habe eine landesweite Warnung vor Raketenangriffen ausgegeben, nachdem russische Kampfflugzeuge von Stützpunkten innerhalb Russlands aufgestiegen waren.
Ein beschädigtes Wohngebäude nach einem russischen Angriff auf Kiew am frühen Dienstagmorgen. Bild: Keystone/AP Photo/Dan BashakovDie Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine grossangelegte russische Invasion. Gerade nachts attackieren die Angreifer ukrainische Städte immer wieder mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen.
Aktuell laufen intensive Gespräche zwischen der Ukraine, europäischen Verbündeten und den USA über eine Grundlage für eine mögliche Friedenslösung. Es ist nach wie vor unklar, wie ein dauerhaft tragfähiger Kompromiss zwischen der Ukraine und dem Angreifer Russland aussehen könnte.
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21.35 Uhr
Tochter von Ex-Präsident Zuma soll Männer nach Russland gelockt haben
Die Tochter des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Zuma wird beschuldigt, Männer für den Kampf im Krieg zwischen Russland und der Ukraine angeworben zu haben. Duduzile Zuma-Sambudla soll gemeinsam mit zwei Komplizen 17 Männer unter dem Vorwand, sie sollten in Russland eine Sicherheitsausbildung erhalten, in eine Falle gelockt haben. Eine Polizeisprecherin sagte, das gehe aus einer eidesstattlichen Versicherung von Zuma-Sambudlas Schwester Nkosazana Bonganini Zuma-Mncube hervor. Die 17 Männer sollen derzeit in Russland festsitzen.
In der eidesstattlichen Versicherung hiess es, die Männer seien einer russischen Söldnergruppe übergeben und zum Kriegseinsatz gezwungen worden. Acht der 17 Männer sollen zur Familie der Schwestern gehören. Polizeisprecherin Athlenda Mathe sagte, die Ermittlungen dauerten an. Der südafrikanische Aussenminister Ronald Lamola sagte Reportern am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg, man stehe in Kontakt mit Russland und der Ukraine, um eine Rückführung der Männer zu ermöglichen.
Duduzile Zuma-Sambudla am 11. November vor Gericht in Durban, wo sie in einem anderen Fall angeklagt ist. EPA/STRINGER/KEYSTONEDie südafrikanische Regierung erklärte zuvor, bei den Behörden seien Notrufe von den Männern im Alter von 20 bis 39 Jahren eingegangen, die angaben, in der ostukrainischen Donbass-Region festzusitzen. Die Männer hätten geglaubt, sie hätten lukrative Arbeitsverträge abgeschlossen, seien aber tatsächlich Teil von Söldnertruppen geworden. Russland wird beschuldigt, Männer aus dem Ausland mit Arbeitsverträgen für den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Ausserdem wird dem Land vorgeworfen, Frauen aus Südafrika und anderen afrikanischen Ländern mit Hilfe von Social-Media-Kampagnen, in denen ihnen Jobs in Bereichen wie Gastronomie und Hotellerie versprochen wurden, zur Arbeit in russischen Drohnenfabriken gelockt zu haben.
Zuma-Sambudla ist Abgeordnete der MK-Partei, die ihr Vater 2023 gründete, nachdem er aus dem regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) ausgeschlossen worden war, den er von 2007 bis 2017 führte. Sie steht derzeit wegen anderer Anklagepunkte im Zusammenhang mit den tödlichen Unruhen in Südafrika 2021 vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, diese durch Beiträge in den sozialen Medien angeheizt zu haben.
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20.38 Uhr
Insider: USA drängten Ukraine in Genf zu Annahme ihres Plans
Die USA haben bei den Ukraine-Gesprächen in Genf nach Angaben aus Verhandlungskreisen Druck auf die Unterhändler Kiews ausgeübt, den von Washington vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zu akzeptieren. Zwar habe das Drängen der USA im Laufe der Verhandlungen abgenommen, aber der «grundsätzliche Druck» sei bestehen geblieben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einem mit den Genfer Gesprächen vertrauten hochrangigen Beamten.
Delegationen der USA, der Ukraine und mehrerer europäischer Staaten, hatten am Sonntag in Genf Verhandlungen über einen von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs geführt. Die ursprüngliche Fassung des Plans verlangte von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung grosser, teils noch nicht einmal von Russland eroberter Gebiete in der Ostukraine an Moskau, eine Begrenzung der Truppenstärke und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt. Der Ursprungsplan kam damit Moskau in zentralen Forderungen weit entgegen.
Die Beratungen in Genf zogen sich über mehrere Stunden hin. Martial Trezzini/KEYSTONE/dpaDie Ukraine und ihre Verbündeten drangen in Genf daher auf eine Überarbeitung des US-Plans. Nach den Gesprächen in der Schweiz sprachen Kiew und seine europäischen Partner von Fortschritten, sie sehen aber noch viel Arbeit vor sich. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von «wichtigen Schritten, aber für einen echten Frieden braucht es mehr, viel mehr».
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19.17 Uhr
Trump: «Vielleicht passiert etwas Gutes»
US-Präsident Donald Trump hat den bisherigen Verlauf der Verhandlungen über den von ihm vorgeschlagenen Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine begrüsst. «Ist es wirklich möglich, dass bei den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine grosse Fortschritte erzielt werden??? Glaubt es nicht, bis ihr es seht, aber vielleicht passiert gerade etwas Gutes», schrieb er auf der Plattform Truth Social.
Noch am Vortag hatte Trump der Ukraine während der laufenden Gespräche in Genf in einem langen Post mangelnde Dankbarkeit für die US-Militärhilfe vorgeworfen. Kritik an Russland äusserte er hingegen nicht. «Mit starker und angemessener US- und ukrainischer FÜHRUNG wäre Russlands Invasion in die Ukraine NIE PASSIERT», schrieb Trump in für ihn typischen Grossbuchstaben. «Die ‹FÜHRUNG ›DER UKRAINE HAT NULL DANKBARKEIT FÜR UNSERE ANSTRENGUNGEN GEZEIGT, UND EUROPA KAUFT WEITERHIN ÖL VON RUSSLAND.»
Zeigt sich zuversichtlich: US-Präsident Donald Trump. Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)In einer Reaktion betonte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, er sei für die von den USA geführten Sicherheitsbemühungen dankbar. «Die Krux der gesamten diplomatischen Situation besteht doch darin, dass Russland, und nur Russland, diesen Krieg begonnen hat.»
Bei den Verhandlungen ging es um einen von den USA eingebrachten 28-Punkte-Plan aus der vergangenen Woche. Dieser hatte die Ukraine und ihre europäischen Partner in Unruhe versetzt, da er der Ukraine weitaus grössere Zugeständnisse abverlangt als Russland. Unter anderem soll die Ukraine Gebiete an Russland abtreten, die sie derzeit erfolgreich verteidigt, ihre Armee verkleinern und auf einen Nato-Beitritt verzichten. Im Gegenzug soll sich Moskau verpflichten, künftig von weiteren Angriffen auf das Nachbarland abzusehen.
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18.32 Uhr
Kreml bereit zu Gesprächen über US-Plan – Kritik an der EU
Russland hält die von führenden Europäern laut Medien gemachten Vorschläge für Änderungen an dem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump für «nicht konstruktiv». «Uns passt das nicht», sagte der aussenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, der russischen Agentur Interfax zufolge. Uschakow bezog sich auf die von Medien veröffentlichten Punkte, an denen Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und die EU-Führung gearbeitet haben. Es ging nicht um den bisher nicht bekannten Plan, den die USA und die Ukraine in Genf vorbereitet haben.
Russland befasse sich mit dem, was auf offiziellem Weg übermittelt worden sei, betonte Uschakow. Er bezog sich auf den 28-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Über diesen Entwurf sei Russland zu Gesprächen mit der US-Seite bereit und warte auf ein Signal aus Washington. Uschakow sagte, dass die von Trump vorgelegten Punkte im Detail betrachtet werden müssen. Viele, aber nicht alle Punkte seien für Russland annehmbar. Bisher habe mit Russland darüber niemand gesprochen. Bei der Entstehung dieses US-Plans scheinen indes viele Moskauer Forderungen eingeflossen zu sein. Er ist international kritisiert worden, weil er der Ukraine mehr Zugeständnisse abverlangt als Russland.
Der aussenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, kritisiert die Initiative der Europäer zum US-Friedensplan als «nicht konstruktiv». Maxim Shemetov/Reuters Pool via AP/dpa (Archivbild)Putin hatte Trumps Plan am Freitag als eine Grundlage für Gespräche bezeichnet und als Entwurf, der seine bisherigen Unterredungen mit Trump widerspiegele. Der Kremlchef hatte dabei auch gleich Zweifel geäussert, dass die EU und die Ukraine den Plan so tragen würden. Seither gibt es intensive Gespräche der Ukrainer mit den europäischen Staaten und mit den US-Vertretern zu einzelnen Punkten. Putin machte deutlich, dass Russland seine Kriegsziele auch auf dem Schlachtfeld erreichen könne.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das Genfer Verhandlungsergebnis zum US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine als solide Grundlage für weitere Fortschritte bezeichnet. Ein effizientes und koordiniertes europäisches Engagement sowie eine starke europäische Präsenz in Genf hätten es ermöglicht, gute Fortschritte zu erzielen, sagte sie nach Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs am Rande eines EU-Afrika-Gipfels in Angola.
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16.37 Uhr
USA und Ukraine einigen sich auf neuen Friedensplan
Die USA und die Ukraine haben laut «Financial Times» einen neuen, abgespeckten Friedensplan ausgearbeitet. Einige zentrale Streitfragen wurden bewusst ausgespart – nun sollen Präsident Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj entscheiden, wie es weitergeht.
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11.15 Uhr
Nun meldet sich der Kreml zum Treffen in Genf
Wie mehrere Medien berichten, hat nun auch der Kreml auf das Treffen in Genf reagiert. Diese Woche sei kein Treffen russischer und US-amerikanischer Delegationen geplant.
Laut Kremlsprecher Dimitri Petkow hätte Moska auch kein Update zum Friedensplan erhalten. «Bislang haben wir noch nichts Offizielles erhalten, wir haben die Diskussionen jedoch mitverfolgt», sagte er. Wie Reuters schreibt, wolle er sich nicht zu den Änderungen äussern.
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10.42 Uhr
Ukraine zieht rote Linien für Friedensplan
Nach den jüngsten Friedensgesprächen in Genf haben sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj und Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk zum Stand der Verhandlungen geäussert.
In einer Videobotschaft zur Eröffnung des Krim-Forums in Schweden betonte Selenskyj, das Grundprinzip müsse gewahrt bleiben, das Europa seit Jahrzehnten Frieden sichere: Grenzen dürften nicht mit Gewalt verändert werden. Man arbeite weiterhin eng mit Partnern wie den USA zusammen, um Kompromisse zu finden, «die uns stärken und nicht schwächen», so Selenskyj.
Der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk. sdaStefantschuk nannte in seiner Rede drei «rote Linien», die bei den Friedensgesprächen nicht überschritten werden dürften: keine Anerkennung der russischen Besatzung ukrainischer Gebiete, keine Einschränkung der Verteidigungskräfte und kein ausländisches Veto bei künftigen Bündnisentscheidungen. Die Ukraine müsse in alle Entscheidungen einbezogen werden, betonte er, und ihre angestrebte Mitgliedschaft in EU und Nato bleibe Teil der Sicherheitsgarantien.
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5.55 Uhr
Reist Selenskyj nach Washington?
US- und ukrainische Beamte erörtern eine mögliche Reise des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyjs nach Washington. Dieser könnte bereits in den nächsten Tagen stattfinden, wie «CBS News» berichtet. Die Reise hänge aber vom Ausgang der laufenden Verhandlungen zum Friedensplan ab.
BREAKING: Officials are discussing bringing Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy to the U.S., CBS News sources say. https://t.co/EuGBTzD02x
— CBS News (@CBSNews) November 23, 2025 -
5.50 Uhr
Neuer Entwurf soll Souveränität der Ukraine «vollständig» bewahren
Ein neuer Entwurf des von den USA vorgeschlagenen 28-Punkte-Friedensplans zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wird nach Angaben der US-Regierung «vollständig» die Souveränität der Ukraine bewahren. Dies gab das Weisse Haus am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt, nachdem Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten in mehreren Gesprächsrunden in der Schweiz über den in den vergangenen Tagen von Washington vorgelegten Plan beraten hatten. Die Gespräche seien ein «bedeutender Schritt voran» gewesen.
Nach dem Treffen in Genf bewerteten der ukrainische Verhandlungsführer Andrij Jermak (l.) und US-Aussenminister Marco Rubio die Gespräche als produktiv. Bild: Keystone/Martial TrezziniDemnach hätten sich US-Aussenminister Marco Rubio, Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Heeresminister Daniel Driscoll mit der ukrainischen Delegation abgestimmt, um den neuesten Entwurf des Friedensplans zu besprechen. Das Treffen sei «produktiv» gewesen. Laut einer Stellungnahme des Weissen Hauses seien die Gespräche «im Geiste der Partnerschaft und gemeinsamer Ziele» geführt worden.
Es hiess weiter, die ukrainische Delegation habe ihre wichtigsten Anliegen – darunter umfassende Sicherheitsgarantien, die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Landes, den Schutz der Infrastruktur und die politische Souveränität – während des Treffens einbringen können. Diese strittigen Punkte sollten in das sich abzeichnende Rahmenabkommen für einen Frieden in der Ukraine einfliessen. Ob sie allerdings auch die Zustimmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin finden, ist bisher völlig offen. Mehr dazu hier.
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0.43 Uhr
Rubio macht Hoffnung auf überarbeiteten Friedensplan
Nach Beratungen mit Vertretern der Ukraine und europäischen Verbündeten hat sich US-Aussenminister Marco Rubio zuversichtlich für eine überarbeitete Version des US-Friedensplans gezeigt. «Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden», sagte er vor anwesenden Journalisten. Rubio sprach von «enormen Fortschritten» und fügte an, dass die noch offenen Punkte «nicht unüberwindbar» seien. Es brauche nur mehr Zeit. In den vergangenen drei Wochen hätten die beteiligten Parteien mit einer Vorlage gearbeitet, an der seither ständig weitergearbeitet worden sei.
Rubio versicherte den Europäern laut Transkript, dass Themen, die Europa und die Nato direkt betreffen, separat behandelt werden sollten. Dazu wolle man die Verbündeten anhören.
Rubio hatte bereits wenige Stunden zuvor Änderungen am Friedensplan zur Beendigung des Ukraine-Krieges angekündigt. Man habe ein «sehr gutes Arbeitsergebnis erzielt, das auf den Beiträgen aller beteiligten Parteien» basiere, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Verhandlungsführer Andrij Jermak. Dieser sprach von einem «sehr produktiven» ersten Treffen, bei dem gute Fortschritte erzielt worden seien. Man bewege sich auf einen gerechten und dauerhaften Frieden zu.
Endgültige Entscheidungen werden Jermaks Angaben zufolge «unsere Präsidenten» treffen. Er bedankte sich bei den Vereinigten Staaten und US-Präsident Donald Trump – der Kiew zuvor erneut mangelnde Dankbarkeit vorgeworfen hatte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte in seiner abendlichen Videobotschaft, dass die Diplomatie aktiv geworden sei. Die Ukraine hoffe, dass dies zu den richtigen Schritten führen werde.
Everyone is offering support, giving advice, providing information — and I am grateful to each and every person who is giving this help to us, to Ukraine. It is important to ensure that the steps to end the war are effective, and that everything is doable. Ukraine has never… pic.twitter.com/9PVteak2aA
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 23, 2025 -
0.18 Uhr
Friedensplan: Rubio weicht Frist für Zusage von Ukraine auf
US-Aussenminister Marco Rubio hat die Frist für die Ukraine zur Zustimmung zum US-Friedensplan aufgeweicht. Zwar wünsche er sich einen Abschluss bis Donnerstag – doch «ob Donnerstag, Freitag, Mittwoch oder Montag kommende Woche» sei angesichts des Sterbens in der Ukraine nachrangig. «Wir wollen, dass es bald passiert», sagte er nach Beratungen mit Vertretern der Ukraine und europäischen Verbündeten. «Unser Ziel ist es, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, aber wir benötigen ein wenig mehr Zeit.»
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Montag, 24. November 2025, 0.10 Uhr
Russische Drohnenangriffe: Tote und Verletzte in Charkiw
Während andernorts über mögliche Wege zu einem Frieden gesprochen wurde, herrschte in mehreren Regionen der Ukraine in der Nacht wieder Luftalarm. Bei massiven Drohnenangriffen auf die ostukrainische Stadt Charkiw wurden nach örtlichen Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. 15 weitere Personen seien verletzt worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram. In der Stadt habe es 15 Attacken an sechs Orten gegeben.
Während in Genf verhandelt wurde, griff Moskau weiter an: Rettungskräfte im Einsatz vor einem schwer beschädigten Wohngebäude in Charkiw Sonntagnacht. (23. November 2025). Bild: Keystone/AP Photo/Andrii Marienko -
21.50 Uhr
Verhandlungen werden morgen fortgesetzt
Morgen werden die Delegierten in Genf weiter an einem Friedensplan arbeiten. Der Verhandlungsprozess läuft bereits seit drei Wochen, hat sich aber in den letzten 96 Stunden deutlich beschleunigt.
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21.23 Uhr
Europäer wollen US-Ukraine-Plan in Kernpunkten abschwächen
Europäische Änderungsvorschläge zum US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sehen eine deutliche Abschwächung zahlreicher Kernpunkte zugunsten der Ukraine vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die Regierung in Kiew demnach beispielsweise keine Gebiete an Russland abgeben müssen, die sie bislang noch selbst kontrolliert. Zudem ist auch keine de facto Anerkennung der von Russland eingenommen Gebiete vorgesehen.
Ebenso sehen die Vorschläge vor, die Grösse der ukrainischen Streitkräfte nur auf 800'000 statt auf 600'000 Soldaten zu begrenzen und eingefrorenes russische Staatsvermögen nur dann freizugeben, wenn Russland Ausgleichszahlungen für die Kriegsschäden leistet.
Zudem soll ein Nato-Beitritt der Ukraine nicht mehr explizit ausgeschlossen sein und auch keine allgemeine Amnestie für Kriegsverbrechen gewährt werden. Die im US-Plan genannte Frist für Wahlen in der Ukraine innerhalb von 100 Tagen wird ebenfalls nicht genannt. Stattdessen sollen sie nur so «schnell wie möglich» organisiert werden. Russland soll allerdings weiterhin wie im US-Plan eine Wiederbelebung der G8-Gruppe der grossen Industrienationen in Aussicht gestellt worden. Aus ihr war das Land 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verbannt worden.
Inwieweit die Änderungsvorschläge bei den laufenden Verhandlungen zwischen den US und der Ukraine Gehör finden, blieb zunächst unklar.
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20.31 Uhr
Rubio: Trump «ziemlich zufrieden» mit den Fortschritten
Befragt zu den Äusserungen von Präsident Donald Trump, wonach die Ukraine den USA gegenüber undankbar sei, erklärte Rubio an der Pressekonferenz, er habe seitdem mit Trump gesprochen und der Präsident sei nun «sehr zufrieden» mit den Fortschritten, die die US-Delegation bisher in den Friedensgesprächen erzielt habe.
🇺🇸 Wir haben mit Präsident Trump gesprochen, ich denke, er ist zufrieden - Rubio
— Korina Graf (@GrafKorina) November 23, 2025
Der US-Außenminister hob auch die Fortschritte bei den Verhandlungen mit der ukrainischen Delegation in Genf hervor.
💬 „Es gibt ein paar Fragen, an denen wir arbeiten müssen. Aber heute war der… pic.twitter.com/sLwrKrVaazWeiter sagte er, er werde die Details der laufenden Verhandlungen nicht besprechen, aber: «Wir alle sind uns einig, dass ein Teil der Voraussetzung für ein endgültiges Ende dieses Krieges darin besteht, dass sich die Ukraine sicher fühlt.»
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19.18 Uhr
Neuer Entwurf enthält Forderungen Kiews
Bei den Ukraine-Beratungen in Genf entsteht ein neuer US-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs, der nun auch «wichtige Prioritäten» Kiews enthält. «Die aktuelle Fassung des Dokuments, die sich zwar noch in der Endphase des Genehmigungsprozesses befindet, spiegelt bereits die meisten der wichtigsten Prioritäten der Ukraine wider», erklärte der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am Sonntag.
Der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, bei seiner Ankunft zur Münchner Sicherheitskonferenz MSC. (Archiv) IMAGO/Björn TrotzkiUmerow äusserte sich im Onlinedienst Facebook nach mehreren Gesprächsrunden in Genf, wo Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten über den von Washington vorgelegten Plan berieten. Neben US-Aussenminister Marco Rubio und dem Sondergesandtem Steve Witkoff sassen der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak und die aussenpolitischen Berater der sogenannten E3-Staaten - Deutschland, Frankreich und Grossbritannien - mit am Tisch.
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18.47 Uhr
Merz-Vorschlag war mit Europa und Ukraine abgestimmt
Bei dem Vorstoss für eine Teil-Umsetzung eines US-Friedensplans handelt es sich nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen nicht um einen persönlichen Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, sondern um eine angestimmte Position von Europäern und der Ukraine. Der Kanzler habe «sich im Rahmen der Vorbereitung der europäischen und ukrainischen Verhandlungsposition intensiv eingebracht», hiess es am Rande des G20-Gipfes im südafrikanischen Johannesburg.
Diese Position sei nun abgestimmt und in Genf Gegenstand der Verhandlungen. «Es handelt sich nicht um einen separaten, unabgestimmten Vorschlag. Und vor allem ist es kein Vorschlag, den der Bundeskanzler dem amerikanischen Präsidenten unterbreitet hat.»
Zuvor hatte Merz in einer Pressekonferenz zu den laufenden Verhandlungen über einen US-Friedensplan gesagt: «Ich habe noch einmal einen weiteren Vorschlag gemacht, der sozusagen unterhalb der kompletten Lösung bleibt.»
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18.33 Uhr
Rubio kündigt Änderungen von US-Friedensplan an
US-Aussenminister Marco Rubio hat nach Verhandlungen mit der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern Änderungen des Friedensplans zur Beendigung des Ukraine-Krieges angekündigt. Man habe ein «sehr gutes Arbeitsergebnis erzielt, das auf den Beiträgen aller beteiligten Parteien» basiere, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Verhandlungsführer Andrij Jermak. Nun sollen die Differenzen zu Russland verringert und eine Lösung ausgearbeitet werden, mit der sowohl die Ukraine als auch die USA zufrieden wären.
Der ukrainische Leiter der Präsidialverwaltung, Andrij Jermak (links), und US-Aussenminister Marco Rubio (rechts) bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz in Genf. KEYSTONE/Martial TrezziniRubio zeigte sich zuversichtlich, dass am Ende US-Präsident Donald Trump sein Einverständnis für den neuen Plan geben werde.
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17.48 Uhr
Bilder vom Delegierten-Meeting zwischen der Ukraine und den USA
Die Europäer und Kiew pochen auf Änderungen am Trump-Plan. Am Ende müsse etwas vereinbart werden, was Kreml-Chef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch bringe, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz im ZDF.
Verhandelt wurde in mehreren Gesprächskonstellationen - so auch zwischen Delegierten der USA und der Ukraine:
Die Vereinigten Staaten und die Ukraine treffen sich in Genf, um über den Friedensplan des amerikanischen Präsidenten zur Beendigung des Krieges mit Russland zu beraten. KEYSTONE/Martial Trezzini
Der ukrainische Leiter der Präsidialverwaltung, Andrij Jermak, in der Mitte der ukrainischen Delegation. KEYSTONE/Martial Trezzini
Der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff (2.v. links) und US-Aussenminister Marco Rubio (rechts) zu Beginn der Gespräche mit der ukrainischen Delegation in der US-Mission in Genf. KEYSTONE/Martial Trezzini -
17.07 Uhr
«Nicht akzeptabel»: Merz lehnt Finanzteil in US-Plan ab
Bundeskanzler Friedrich Merz hält zentrale finanzielle Aspekte des US-Plans für ein Ende des Ukraine-Kriegs für «nicht akzeptabel». Die Amerikaner könnten über das in der EU festgesetzte russische Zentralbankgeld nicht verfügen, sagte der CDU-Politiker in einem ARD-Interview nach dem Ende des G20-Gipfels in Johannesburg. Auch die Forderung, noch einmal 100 Milliarden Dollar (87 Mrd. Euro) aus Europa draufzulegen, sei nichts, was aus deutscher Sicht zustimmungsfähig sei.
Merz verwies zudem darauf, dass die EU derzeit plane, das in der Europäischen Union festgesetzte russische Vermögen für ein Darlehen an die Ukraine zu nutzen, um dieser weitere Waffenkäufe zu ermöglichen. Nach internen Brüsseler Dokumenten wurde in der EU wegen des Ukraine-Kriegs theoretisch nutzbares russisches Staatsvermögen im Wert von etwa 210 Milliarden Euro festgesetzt. In anderen Staaten ausserhalb der EU waren es demnach nur rund 42 Milliarden Euro.
In dem umstrittenen US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist vorgesehen, dass 100 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen russischen Vermögenswerten in US-geführte Bemühungen zum Wiederaufbau der Ukraine investiert werden. Die USA sollen dabei 50 Prozent der Gewinne aus diesem Vorhaben erhalten.
Europa soll zudem weitere 100 Milliarden US-Dollar beisteuern, um das für den Wiederaufbau der Ukraine verfügbare Investitionsvolumen zu erhöhen. Der verbleibende Teil der eingefrorenen russischen Gelder soll in ein separates US-russisches Investitionsinstrument eingebracht werden. Dieses soll gemeinsame Projekte fördern, um «die Beziehungen zu stärken und gemeinsame Interessen zu vergrössern».
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16.41 Uhr
Kiew: Neuer Entwurf von US-Plan enthält viele «Prioritäten» der Ukraine
Ein neuer Entwurf des US-Plans zur Beendigung des Ukraine-Kriegs enthält nach Angaben eines ukrainischen Unterhändlers viele «wichtige Prioritäten» seines Landes. «Die aktuelle Fassung des Dokuments, die sich zwar noch in der Endphase des Genehmigungsprozesses befindet, spiegelt bereits die meisten der wichtigsten Prioritäten der Ukraine wider», erklärte der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow. Er äusserte sich nach mehreren Gesprächsrunden in Genf, wo am Sonntag Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten über den von Washington vorgelegten Plan berieten.
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15.41 Uhr
Merz und Macron: keine Rückkehr zu G8-Gipfeln mit Putin
Bundeskanzler Friedrich Merz hält die im US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs vorgesehene Rückkehr zur G8 mit Russland derzeit für ausgeschlossen. «Ich kann im Augenblick nicht erkennen, dass es unter den sechs Mitgliedern der G7 von heute, die nicht Amerika sind, eine Bereitschaft gibt, Russland in diesem Kreis wieder aufzunehmen», sagte der CDU-Politiker in einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel in Johannesburg.
Er verwies darauf, dass eine Rückkehr zum G8-Format nur im Konsens vereinbart werden kann. Ähnlich hatte sich am Vortag Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim G20-Gipfel geäussert.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wies beim G20-Gipfel in Johannesburg darauf hin, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme Russlands in das G8-Format nicht gegeben seien. KEYSTONE/Thibault CamusRusslands Präsident Wladimir Putin war 2014 nach der Annexion der ukrainischen Krim aus der damaligen G8 geworfen worden. Seine Rückkehr gilt seitdem für die Europäer als undenkbar - erst recht nach der Invasion in die Ukraine 2022.
US-Präsident Donald Trump sieht das allerdings anders. So bezeichnete er den Ausschluss Russlands aus der Staatengruppe beim vergangenen G7-Gipfel als «grossen Fehler». Die derzeitige G7-Runde besteht aus den USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan. Zudem ist die EU mit dabei.
In der G20-Runde der grossen Industrie- und Schwellenländer ist Russland offiziell noch dabei. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil.
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15.39 Uhr
Trump wirft Ukraine «Null Dankbarkeit» vor
US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine erneut mangelnde Dankbarkeit vorgeworfen. «Die ukrainische ‹Führung› hat null Dankbarkeit für unsere Bemühungen gezeigt», schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Trump und sein Vizepräsident JD Vance hatten den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensky bereits im Februar vor laufenden Kameras im Oval Office des Weissen Hauses abgekanzelt. Auch damals warfen sie ihm mangelnden Respekt und Dankbarkeit für die US-Militärhilfen vor.
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15.29 Uhr
Merz: «An diese Verabredung hat Russland sich nicht gehalten»
Mit Blick auf kurze Fristen für eine Friedenslösung für die Ukraine äusserte Bundeskanzler Friedrich Merz sich beim G20-Gipfel in Johannesburg skeptisch. «Vielleicht können wir weiterkommen, aber ich bin unverändert skeptisch, dass das in der Kürze der Zeit kommt.»
Merz bekräftigte die Forderung nach belastbaren Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat am Freitag an von Russland gebrochene Zusagen erinnert, die das Land im Rahmen des Budapester Memorandums gegeben habe.
Die Ukraine sei damals drittgrösste Atommacht gewesen. «Die sind alle abgebaut worden und alle zurückgegeben worden und alle verschrottet worden. Und dagegen hat die Ukraine die Zusicherung Russlands bekommen auf territoriale Integrität. Und an diese Verabredung hat Russland sich nicht gehalten», sagte Merz. So wie damals könne «man Russland auch im Jahr 2025 nicht noch einmal vertrauen», sagte er.
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14.27 Uhr
Schweiz als Gastgeberin von Ukraine und den USA gewünscht
Die Schweiz ist am Sonntag in Genf Gastgeberin für die Gespräche über den US-Friedensplan für die Ukraine. Beide Seiten - sowohl die USA als auch die Ukraine - hätten gewünscht, dass die Schweiz dieses Treffen organisiere, teilte eine Sprecherin des Aussendepartements am Sonntag auf Anfrage von Keystone-SDA mit.
Dies vor allem aufgrund der Rolle des internationalen Genfs und der Neutralität der Schweiz, hiess es vonseiten des Aussendepartements (EDA) weiter. Der Bund stehe mit allen Parteien in Kontakt, nehme aber nicht an den inhaltlichen Diskussionen zwischen den Delegationen teil.
Im Anschluss an die Bürgenstock-Konferenz im Juni des vergangenen Jahres sei das EDA - gemäss seiner Tradition der guten Dienste - mit allen Akteuren, einschliesslich Russland, in Kontakt geblieben.
Die Schweiz werde ihre «Rolle als Vermittlerin und Gastland weiterhin wahrnehmen», sofern die Parteien dies wünschten, so das EDA weiter.
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14.12 Uhr
Trump: «Deadline könnte verschoben werden»
US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine bereits vor Beginn der Gespräche eine Frist bis Donnerstag gesetzt, um dem 28-Punkte-Plan der USA zuzustimmen. Er betonte jedoch, dass es sich nicht um ein «endgültiges Angebot» handle und die Frist verlängert werden könne, falls die Verhandlungen positiv verlaufen.
Er bezeichnete den 27. November als Frist – den amerikanischen Thanksgiving-Feiertag – als «angemessen». Es gibt zudem weit verbreitete Berichte über die Drohung der USA, Kiew die Unterstützung durch Geheimdienste und Waffen zu entziehen, sollte die Ukraine nicht bis zum Ablauf der Frist reagieren.
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13.29 Uhr
Von der Leyen: «Keine Samen für einen zukünftigen Konflikt säen»
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagt, dass jeder «glaubwürdige» Friedensplan «das Töten beenden» und gleichzeitig «keine Samen für einen zukünftigen Konflikt säen» darf.
In addition to the elements necessary for a just and lasting peace and Ukraine’s sovereignty:
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) November 23, 2025
any agreement must include the return of Ukrainian children abducted by Russia.
We will not rest until every single one of them is reunited with their families, in their homes. pic.twitter.com/LQaGK85LLrIn einer Erklärung hebt sie drei Schlüsselelemente hervor, die die Kommission einbezogen sehen möchte: Die Grenzen der Ukraine dürfen nicht mit Gewalt verändert werde, es darf keine Beschränkungen für die Streitkräfte der Ukraine geben, die das Land «anfällig für zukünftige Angriffe» machen würden und die «zentrale Rolle» der Europäischen Union bei der Sicherung des Friedens in der Ukraine «muss sich vollständig widerspiegeln», wobei die Ukraine «letztendlich unserer Union beitreten» soll.
Sie plädiert ausserdem für «die Rückkehr jedes einzelnen von Russland entführten ukrainischen Kindes» und erklärt, dass «Zehntausende Jungen und Mädchen» in dem Land gefangen bleiben.
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12.38 Uhr
Die ukrainische Delegation hat Gespräche mit europäischen Sicherheitsberatern in Genf geführt
In Genf haben nach ukrainischen Angaben die Gespräche über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des russischen Angriffskrieges begonnen. Das teilte der ukrainische Verhandlungsführer Andrij Jermak bei Telegram mit; er leitet die von Präsident Wolodymyr Selenskyj ernannte neunköpfige Delegation.
Das erste Treffen mit den nationalen Sicherheitsberatern der Staats- und Regierungschefs des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands habe stattgefunden, sagte Jermak. Als nächstes sei ein Treffen mit der US-Delegation geplant.
«Wir sind sehr konstruktiv eingestellt», sagte er. Es seien heute eine Reihe von Treffen in verschiedenen Formaten geplant. «Wir arbeiten weiterhin gemeinsam daran, einen nachhaltigen und gerechten Frieden für die Ukraine zu erreichen.» Der 28-Punkte-Plan von Trump verlangt vor allem der Ukraine grosse Zugeständnisse ab. Selenskyj hatte erklärt, Alternativvorschläge machen zu wollen.
Die Gespräche finden im Intercontinental Hotel in Genf statt.
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12.22 Uhr
Diese Personen werden in Genf dabei sein:
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11.11 Uhr
Selenskyj fordert Partner zur Stärkung der Flugabwehr auf
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verbündeten seines Landes vor Beginn der Genfer Gespräche über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump zur Stärkung der Flugabwehr aufgerufen.
Last night, search and rescue operations in Ternopil at the site where a missile struck a residential building were completed. Rescuers worked nonstop for four days. As a result of this Russian crime, 33 people were killed, including 6 children. My condolences to the families and… pic.twitter.com/Hovz4oq3px
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 23, 2025Zwar gebe es heute in der Schweiz Verhandlungen von Vertretern der USA, Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens. «Aber parallel zum diplomatischen Weg müssen wir alles tun, um unseren Schutz vor solchen hinterhältigen russischen Angriffen zu verstärken», sagte er. «Es ist sehr wichtig, die Umsetzung aller unserer Vereinbarungen mit Partnern über Flugabwehrsysteme und Raketen zu beschleunigen.»
Allein in der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1050 Drohnen, rund 1000 Gleitbomben sowie mehr als 60 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine einsetzt, teilte Selenskyj mit.
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10.27 Uhr
US-Aussenminister Marco Rubio in Genf gelandet
Laut der BBC ist US-Aussenminister Marco Rubio am Sonntagmorgen in Genf gelandet. USA, Ukraine und europäische Verbündete treffen sich heute, um über den US-Friedensplan zu sprechen.
US-Präsident Donald Trump stösst die Verbündeten in Europa mit seinem Friedensplan für die Ukraine vor den Kopf, stellt den russischen Präsidenten Wladimir Putin aber offensichtlich zufrieden. In Genf wollten Vertreter der Ukraine, der USA und Deutschlands sowie weitere Unterstützer aus Europa über Änderungen des Plans im Sinne Kiews beraten.
US-Aussenminister Marco Rubio sah sich gezwungen, klarzustellen, dass der 28-Punkte-Plan tatsächlich von den USA verfasst wurde und keine Wunschliste des Kremls ist. Deutschland und andere Partner der angegriffenen Ukraine lehnen den Plan in der derzeitigen Fassung ab.
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07.13 Uhr
Rubio: Friedensplan wurde von den USA ausgearbeitet
Der Friedensplan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ist laut US-Aussenminister Marco Rubio von den Vereinigten Staaten ausgearbeitet worden. Damit widersprach er US-Senatoren, die kurz zuvor unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Minister erklärt hatten, dass es sich bei dem umstrittenen Plan nicht um einen amerikanischen Vorschlag handle, sondern eher um eine russische Wunschliste.
US-Aussenminister Rubio ist einer der Autoren des Friedensplans. (Archivbild) J. Scott Applewhite/AP/dpaRubio erklärte auf der Plattform X, der Plan diene «als solider Rahmen für die laufenden Verhandlungen». Er sei von den USA erstellt worden und basiere auf «Anregungen der russischen Seite, aber auch auf früheren und aktuellen Beiträgen der Ukraine».
Kurz zuvor hatte der republikanische Senator Mike Rounds nach einem Telefonat mit Rubio gesagt, der Plan sei an die US-Regierung herangetragen worden. «Es handelt sich nicht um unsere Empfehlung, es ist nicht unser Friedensplan», sagte er unter Berufung auf Rubio. Senator Angus King fügte hinzu, der 28-Punkte-Plan sei «im Wesentlichen die Wunschliste der Russen». Sie äusserten sich am Rande einer Veranstaltung im kanadischen Halifax.
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Sonntag, 23. November, 07.28 Uhr
US-Delegation soll bereits in Genf sein
Am Sonntag treffen sich in Genf Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und der EU mit Delegationen aus den USA und der Ukraine. Thema der Gespräche ist der US-Friedensplan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Aus den USA wird Aussenminister Marco Rubio erwartet, der derzeit auch sicherheitspolitischer Berater von Präsident Donald Trump ist. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst aber nicht.
Eine Delegation aus den USA dürfte bereits am Samstag in Genf eingetroffen sein, wie US-Quellen berichten. Laut der Fox-News-Journalistin Jennifer Griffin sollen am Sonntag US-Aussenminister Marco Rubio, Sicherheitsberater Steve Witkoff und der Sonderbeauftragte in die Schweiz reisen. Auch die ukrainische Delegation wird voraussichtlich bis dahin eintreffen.
Sicherheitsberater Steve Witkoff. (Archivbild) Alex Brandon/AP/dpaUnterstützer der Ukraine lehnen den US-Plan in der aktuellen Form ab. Er stelle zwar eine Grundlage dar, jedoch müsse weiter an dem Plan gearbeitet werden, heisst es in einer nach einem Krisentreffen am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg veröffentlichten Erklärung.
Ein Dokument mit Änderungsvorschlägen zum Friedensplan haben die europäischen Länder laut deutschen Quellen bereits an die USA übermittelt. Über die genauen Details dieser Vorschläge ist bislang jedoch nichts Weiteres bekannt.
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21.58 Uhr
Russische Rakete: Zahl der Toten in Ternopil steigt auf 33
In der westukrainischen Grossstadt Ternopil ist die Zahl der Toten nach einem russischen Raketenangriff am Mittwoch auf 33 gestiegen. Es seien die Leichen einer Mutter und ihrer zwei kleinen Kinder aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden. Inzwischen wurden die Rettungsarbeiten in den Trümmern beendet.
Das meldete der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk unter Berufung auf Polizeiangaben. Insgesamt werden demnach in zwei zerstörten Wohnhäusern noch sechs Menschen vermisst. Über 90 waren verletzt worden.
Parallel dazu erhoben ukrainische Medien den Vorwurf, der Abgeordnete Olexander Fedijenko habe bereits im Sommer in einem Video von einer Ausstellung für militärische Kommunikationstechnik die benachbarte Radiofabrik «Orion» als Hersteller erwähnt. Damit sei sie zum Ziel des Raketenangriffs geworden. Fedijenko, der Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit ist, wies die Vorwürfe zurück. «Ich habe nichts Geheimes oder Verstecktes veröffentlicht. Ich hatte dafür eine Erlaubnis», sagte der Vertreter der Präsidentenpartei «Diener des Volkes» im Fernsehen. Zudem seien in öffentlichen Ausschreibungen Produkte der Fabrik und der Herstellername erwähnt worden.
It was absolute hell. Rescue operations in Ternopil have ended — six people were never found under the rubble
— NEXTA (@nexta_tv) November 22, 2025
All of them — including one child — are listed as missing.
A total of 33 people were killed in the barbaric Russian attack. Ninety-four were injured, including 18… pic.twitter.com/6BTFlW6Px3 -
19.19 Uhr
Trump über Friedensplan: Nicht das letzte Angebot
Der US-Friedensplan für ein Ende des Ukraine-Krieges ist US-Präsident Donald Trump zufolge wohl doch nicht das letzte Angebot. Der Republikaner verneinte eine entsprechende Frage einer Journalistin in Washington, bevor er hinzufügte: «Wir versuchen, die Sache auf die eine oder andere Weise zu beenden.»
Erst am Freitag hatte der Republikaner noch den Druck auf die Ukraine erhöht und das Land aufgefordert, dem Vorhaben bis kommenden Donnerstag im Wesentlichen zuzustimmen.
[Q]: Is this your final offer to Ukraine?
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) November 22, 2025
President Trump:
No, not by far.
No, we'd like to get to peace. It should have happened a long time ago.
The Ukraine war with Russia should have never happened. https://t.co/s02uuhEngn pic.twitter.com/iGM6Ogf1qf -
18.39 Uhr
Belarus: Lukaschenko begnadigt 31 Ukrainer
In Belarus hat Machthaber Alexander Lukaschenko unter US-Vermittlung 31 inhaftierte Ukrainer begnadigt. Sie würden gerade der ukrainischen Seite übergeben, sagte Lukaschenkos Sprecherin Natalja Eismont in einem von der Staatsagentur Belta veröffentlichten Video. Die Entscheidung gehe zurück auf Vereinbarungen, die Lukaschenko mit US-Präsident Donald Trump getroffen habe. Die beiden hatten im August erstmals miteinander telefoniert.
In der Ukraine bestätige der offizielle Koordinierungsstab für die Belange von Kriegsgefangenen die Freilassung der Inhaftierten im Alter zwischen 18 und 58 Jahren, die zwischen zwei und elf Jahren Haft in Belarus verurteilt worden waren. Unter den Freigelassenen seien Schwerkranke, hiess es. Der Stab dankte den USA und Präsident Trump für die Hilfe bei der Rückkehr von Soldaten und Zivilisten in die Ukraine.
Lukaschenko habe die wegen Verbrechen in Belarus inhaftierten Ukrainer aus humanitären Gründen und als Zeichen des guten Willens freigelassen, um so die «Bedingungen für eine Lösung des militärischen Konflikts» zu schaffen, sagte Eismont mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Zuvor seien am Donnerstag auch zwei katholische Geistliche auf Bitten des Papstes freigelassen worden.
⚡️ Lukashenko pardons 31 Ukrainian citizens held in Belarus.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) November 22, 2025
The decision was reportedly made following an agreement reached by Lukashenko with U.S. President Donald Trump, at Ukraine's request.https://t.co/hQzwCQe2KZ -
14.51 Uhr
Treffen zwischen Ukraine, Europäern und USA am Sonntag
Vertreter führender europäischer Staaten wollen am Sonntag mit den USA und der Ukraine über den US-Friedensplan sprechen. Das Treffen werde in Genf stattfinden, wurde der Deutschen Presse-Agentur aus deutschen Regierungskreisen bestätigt.
Das Schweizer Aussendepartement steht nach eigenen Angaben mit allen Parteien in Kontakt. Man sei bereit, Gespräche und Treffen in der Schweiz zu ermöglichen, teilte das Eidgenössische Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Die Schweiz unterstütze jede Initiative, die auf einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine abziele.
«In den kommenden Tagen» sollten die Beratungen stattfinden, schrieb der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am Samstag auf Facebook.
⚡🇨🇭 PEACE TALKS IN SWITZERLAND: UKRAINIANS, EUROPEANS AND AMERICANS TO PARTICIPATE
— NEXTA (@nexta_tv) November 22, 2025
The main topic is a future peace agreement.
Zelensky has approved the composition of the delegation and its mandate: Ukraine will defend the interests of the state and its people at the meeting.… pic.twitter.com/ybiiUGOlzP -
14.43 Uhr
Europäer lehnen Teile des US-Plans für Ukraine-Krieg ab
Deutschland und andere führende Unterstützer der Ukraine lehnen den US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in der derzeitigen Form ab. Zwar stelle der aktuelle Entwurf eine Grundlage dar, jedoch müsse weiter an dem Plan gearbeitet werden, heisst es in einer nach einem Krisentreffen am Rande des G20-Gipfels veröffentlichten Erklärung.
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12.47 Uhr
US- und ukrainische Delegationen wollen sich in der Schweiz treffen zur Friedensplanung
Die Ukraine und die USA wollen in der Schweiz über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten. «In den kommenden Tagen» sollten die Beratungen stattfinden, erklärte der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, am Samstag auf Facebook.
Das Schweizer Departement für auswärtige Angelegenheiten konnte dies auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zunächst nicht bestätigen.
Laut Umerow sollen dabei hochrangige Vertreter beider Staaten über «mögliche Punkte eines künftigen Friedensabkommens» beraten.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die USA einen 28-Punkte-Plan zur Beilegung des Krieges in der Ukraine erarbeitet haben. Er verlangt von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung grosser Gebiete in der Ostukraine an Russland, eine Begrenzung der Truppenstärke und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt sowie auf Langstreckenwaffen.
US-Präsident Donald Trump setzte der Ukraine eine Frist bis Donnerstag kommender Woche, dem Plan zuzustimmen. Die Verbündeten der Ukraine warnten, dass keine Entscheidung über die Ukraine ohne die Beteiligung Kiews getroffen werden dürfe.
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Samstag, 22. November, 07.20 Uhr
Vance wirft Kritikern des US-Friedensplans fehlenden Realitätssinn vor
Vizepräsident JD Vance hat den Friedensplan der US-Regierung zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine verteidigt und Kritikern fehlenden Realitätssinn vorgeworfen. Wer die Friedenslösung kritisiere, an der derzeit gearbeitet werde, habe sie entweder missverstanden oder verleugne die wahre Lage, schrieb Vance in einem Beitrag auf der Online-Plattform X.
«Es gibt diese Fantasie, wenn wir bloss für mehr Geld, mehr Waffen oder mehr Sanktionen sorgten, wäre der Sieg greifbar», schrieb der Republikaner. Er schob hinterher: «Frieden wird nicht von gescheiterten Diplomaten oder Politikern erreicht, die in einer Fantasiewelt leben. Er kann von klugen Leuten erreicht werden, die in der realen Welt leben.»
Vizepräsident JD Vance. Brynn Anderson/AP/dpaEin Friedensplan für den ukrainisch-russischen Krieg müsse zwingend drei Kriterien erfüllen, schrieb Vance. Erstens müsse er «das Töten beenden und die Souveränität der Ukraine bewahren». Zweitens «für Russland und die Ukraine annehmbar sein». Und drittens «die Chance maximieren, dass der Krieg nicht erneut beginnt». Mehrere dieser Punkte sehen Kritiker im Friedensvorschlag der US-Regierung nicht erfüllt.
Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten gaben zuletzt zu verstehen, dass sie nicht gewillt sind, den 28 Punkte umfassenden Entwurf eines Abkommens der Regierung von Präsident Donald Trump widerspruchslos hinzunehmen. Der Plan verlangt der Ukraine grosse und dem Angreifer Russland vergleichsweise geringe Zugeständnisse ab.
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20.07 Uhr
Der deutsche Bundeskanzler Merz spricht mit Trump über US-Friedensplan
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, um mit ihm über den US-Friedensplan für die Ukraine zu reden. Das Gespräch sei «vertrauensvoll und verbindlich» gewesen und es seien «nächste Schritte» der Abstimmung auf Ebene der Berater verabredet worden, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius anschliessend.
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19.55 Uhr
Putin: Moskau bereit zu Gesprächen über Trumps Friedensplan
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Vorlage des US-Friedensplans für die Lösung des Ukraine-Konflikts offen für Verhandlungen gezeigt. Der von US-Präsident Donald Trump vorgelegte Plan mit 28 Punkten könne die Grundlage sein für eine friedliche Lösung, sagte Putin bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates.
Kremlchef Putin ist bereit zu Gesprächen über Trumps Friedensplan. (Archivbild) Bild: Maxim Shipenkov/Pool EPA via AP/dpaEr bestätigte erstmals, dass ihm der Text vorliege. Es handele sich um eine modernisierte Fassung, eine neue Redaktion dessen, was in der Vergangenheit – etwa auch bei seinem Treffen mit Trump in Anchorage (Alaska) im August - diskutiert worden sei. Die Punkte müssten nun inhaltlich konkret besprochen werden, betonte Putin.
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17.32 Uhr
Trump: Frist kann verlängert werden
US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bis kommenden Donnerstag Zeit gegeben, um auf den von Washington vorgelegten Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu reagieren. Für die Fertigstellung der Bedingungen eines möglichen Abkommens könne die Frist verlängert werden, sagte Trump im Fox News Radio. «Ich hatte viele Fristen, aber wenn Dinge gut funktionieren, tendierst du dazu, die Fristen zu verlängern», sagte der Republikaner. «Aber der Donnerstag gilt», betonte er. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Personen von dem Ultimatum berichtet.
Der 28-Punkte-Plan der Trump-Regierung enthält viele Forderungen, die der russische Präsident Wladimir Putin seit langem stellt, darunter, dass die Ukraine Gebiete an Russland abtritt. Die Ukraine bekäme gemäss dem Plan kaum Sicherheitsgarantien. Russland hatte im Februar 2022 den Krieg gegen die Ukraine begonnen.
US-Präsident Donald Trump setzt seinen ukrainischen Amtskollegen unter Druck. AP Photo/Manuel Balce Ceneta/Keystone -
17.07 Uhr
Selenskyj: «Einer der schwierigsten Momente in unserer Geschichte»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zum Vorschlag der USA für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen sein Land geäussert. «Das ist einer der schwierigsten Momente in unserer Geschichte», sagte Selenskyj in einer Videobotschaft an die ukrainische Nation. «Derzeit ist der Druck auf der Ukraine einer der härtesten. Die Ukraine könnte jetzt vor einer sehr schwierigen Wahl stehen, entweder ihre Würde zu verlieren oder das Risiko einzugehen, einen wichtigen Partner zu verlieren», sagte er. Das nationale Interesse seines Landes müsse bei Verhandlungen über den Vorschlag berücksichtigt werden.
«Wir geben keine lauten Stellungnahmen ab, wir werden ruhig mit Amerika und allen Partnern zusammenarbeiten», sagte Selenskyj. «Es wird eine konstruktive Suche nach Lösungen mit unserem Hauptpartner geben.»
Der Plan der Regierung von US-Präsident Donald Trump enthält viele Forderungen, die der russische Präsident Wladimir Putin seit langem stellt, darunter, dass die Ukraine Gebiete an Russland abtritt. Die Ukraine bekommt gemäss dem Plan kaum Sicherheitsgarantien. Russland hatte im Februar 2022 den Krieg gegen die Ukraine begonnen.
Selenskyj telefonierte am Freitag mit den Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer sicherten Selenskyj ihre andauernde Unterstützung zu, wie das Büro von Merz mitteilte. Die europäischen Politiker waren von dem US-Vorschlag für das Ende des Kriegs dem Anschein nach überrascht.
«Derzeit ist der Druck auf der Ukraine einer der härtesten», sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Kirsty Wigglesworth/Pool AP/dpa -
14.52 Uhr
USA setzt Ukraine Ultimatum bis Donnerstag – und droht mit Ende der Waffenlieferungen
Die US-Regierung setzt der Ukraine laut einer Meldung der Agentur Reuters ein Ultimatum bis Donnerstag nächster Woche, um ihrem Friedensplan zuzustimmen. Die Administration Trump setzt Kiew laut zwei informierten Personen stärker unter Druck als je zuvor in früheren Gesprächsrunden.
Washington habe gedroht, Geheimdienstinformationen und Waffenlieferungen einzuschränken, falls die Ukraine einem von den USA vermittelten Friedensrahmen nicht zustimmt.
Ein hochrangiges US-Militärteam traf am Donnerstag Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew, um einen «Weg zum Frieden» zu besprechen. Die US-Botschaft und die militärische Kommunikationsabteilung bezeichneten das Treffen als Erfolg und sprachen von einem «aggressiven Zeitplan» für die Unterzeichnung.
Das 28-Punkte-Papier soll zentrale russische Forderungen aufnehmen – darunter weitere Gebietsabtretungen, eine Verkleinerung der ukrainischen Armee und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt.
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14.11 Uhr
Europa reagiert auf Trumps Friedensplan
Deutschland, Frankreich und Grossbritannien dringen nach Bekanntwerden eines neuen US-Vorschlags für einen Friedensplan auf eine enge Einbindung in die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Nach einem Telefonat des deutschen Kanzlers Friedrich Merz, des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des britischen Premierministers Keir Starmer mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte der Sprecher der deutschen Regierung, Stefan Kornelius, dass alle vier die Bemühungen der USA um ein Ende des Ukraine-Kriegs begrüsst hätten.
Sie seien sich aber auch einig gewesen, «dass jede Vereinbarung, die die europäischen Staaten, die Europäische Union oder die Nato betrifft, einer Zustimmung der europäischen Partner bzw. eines Konsenses der Alliierten bedarf», hiess es in einer schriftlichen Erklärung.
Merz, Macron und Starmer wollten weiterhin das Ziel verfolgen, «vitale europäische und ukrainische Interessen» langfristig zu wahren. Dazu gehöre unter anderem, dass die sogenannte Kontaktlinie zwischen den Truppen beider Seiten Ausgangspunkt einer Verständigung sein müsse. Zudem müssten die ukrainischen Streitkräfte imstande bleiben, die Souveränität der Ukraine wirkungsvoll zu verteidigen.
Zelensky held a joint call with Macron, UK PM Starmer, and German Chancellor Merz to discuss the U.S.-drafted peace plan. He thanked them for their strong support and said Ukraine is working closely with partners to ensure the final document secures a just and dignified peace.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 21. November 2025 um 14:10
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14 Uhr
Kreml: US-Friedensplan wurde mit Russland nicht besprochen
Der von den USA vorgelegte Friedensplan wurde nach Darstellung des Kremls nicht mit Moskau erörtert, obwohl er in vielen Punkten russischen Forderungen ähnelt.
Russland sehe einige Neuerungen in dem Papier, habe es offiziell aber noch nicht bekommen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. «Und eine sachliche Erörterung dieser Punkte gab es nicht», sagte er auf die Frage, ob Russland an der Ausarbeitung der Positionen mitgewirkt habe.
Peskow betonte, sein Land sei offen für weitere Verhandlungen. Er werde die US-Initiativen aber in der Öffentlichkeit nicht kommentieren, um den Erfolg dieser Gespräche nicht zu gefährden, sagte Peskow. Die Fortsetzung militärischer Gewalt begründete er damit, so den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj «zu überzeugen, dass es besser ist, zu verhandeln, und zwar jetzt - besser jetzt als später.» Der Handlungsspielraum der Ukraine werde nur noch kleiner werden, warnte Peskow.
Moscow has not yet received any information about Vladimir Zelensky’s agreement to negotiate based on the peace plan proposed by Donald Trump, Dmitry Peskov told journalist Alexander Yunashev:https://t.co/TIjrmcJufd pic.twitter.com/J8kKhUYdLZ
— TASS (@tassagency_en) November 21, 2025 -
12.55 Uhr
Russischer Raketenangriff tötet 31 Menschen
In der westukrainischen Grossstadt Ternopil ist die Zahl der Toten nach einem russischen Raketenangriff am Mittwoch auf 31 gestiegen. Es seien die Leichen einer Mutter und ihrer zwei kleinen Kinder aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden.
Das meldete der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk unter Berufung auf Polizeiangaben. Insgesamt werden demnach in zwei zerstörten Wohnhäusern noch 16 Menschen vermisst. Über 90 waren verletzt worden.
Parallel dazu erhoben ukrainische Medien den Vorwurf, der Abgeordnete Olexander Fedijenko habe bereits im Sommer in einem Video von einer Ausstellung für militärische Kommunikationstechnik die benachbarte Radiofabrik «Orion» als Hersteller erwähnt. Damit sei sie zum Ziel des Raketenangriffs geworden. Fedijenko, der Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit ist, wies die Vorwürfe zurück. «Ich habe nichts Geheimes oder Verstecktes veröffentlicht. Ich hatte dafür eine Erlaubnis», sagte der Vertreter der Präsidentenpartei «Diener des Volkes» im Fernsehen. Zudem seien in öffentlichen Ausschreibungen Produkte der Fabrik und der Herstellername erwähnt worden.
All night long, our rescuers worked in Ternopil, and search-and-rescue operations are still ongoing. 22 people are still missing – the effort to find them continues. More than 230 first responders from nine regions of Ukraine have been deployed. In some areas, work can only be… pic.twitter.com/3wrrdwIiNd
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 20, 2025 -
11.20 Uhr
Merz plant Krisen-Telefonate wegen Trumps Plänen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Freitag überraschend mehrere Termine gestrichen. Nach Informationen aus dem Kanzleramt musste Merz «interne Gespräche und geplante Telefonate zur Lage in der Ukraine» priorisieren.
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) übernahm kurzfristig einen Termin stellvertretend. Über Inhalte der Gespräche werde später «nur in Abstimmung mit den Gesprächspartnern» berichtet.
Nach Informationen der «Bild» plant Merz unter anderem Telefonate mit US-Präsident Donald Trump sowie Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj.
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11.19 Uhr
Moskau soll hunderte ukrainische Teenager für Sabotageakte angeworben haben
Russische Agenten sollen 240 Teeanger sowie noch jüngere Kinder für Bombenanschläge und andere Sabotageakte angeworben haben. Die Zahl stammt vom ukrainischen Geheimdienst SBU. Die BBC berichtet vom Prozess gegen einen jungen Mann, der als 17-Jähriger auf ein solches Angebot eingestiegen ist. 2000 Dollar seien ihm geboten worden, wenn er eine Bombe an einem Lieferwagen der ukrainischen Rekrutierungsbehörde anbringen würde. Es war seine letzte einer Serie von zunehmend gefährlichen Attacken.
Über das Mobiltelefon des Teenagers wollten die Agenten die Bombe daraufhin zünden. Doch der ukrainische Geheimdienst ging rechtzeitig dazwischen. Dem heute 18-Jährigen drohen jetzt bis zu 12 Jahre Gefängnis wegen Terrorismus'.
Die Kontakte zu den russischen Agenten kommen gemäss Bericht der BBC meist über Telegram und Tiktok, manchmal auch auf Online-Game-Plattformen zustande. Der Angeklagte erzählt vor Gericht, er habe in einem Nachrichten-Chat nach Möglichkeiten zur Telearbeit gefragt. 30 Minuten später habe sich eine Person gemeldet, die den versuchten Bombenanschlag einfädelte.
Die BBC hat anonym in verschiedenen dieser Kanäle Kontakt zu Rekrutierern aufgenommen. Die Aufträge und Bezahlung bestätigen die Aussagen des Geheimdiensts. Auch europäische Regierungen melden, sie hätten Beweise für russische Rekrutierungsversuche auf ihrem Staatsgebiet.
Ukrainian teen saboteurs recruited on Telegram to attack their own country https://t.co/JG2GRE6HUj
— BBC News (World) (@BBCWorld) November 20, 2025 -
11.10 Uhr
Ukrainische Diplomatinnen schliessen Grenzänderungen aus
Vor dem Hintergrund eines von Washington in Kiew vorgelegten Friedensplans hat die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, Grenzverschiebungen kategorisch ausgeschlossen.
Der von mehreren Medien mit übereinstimmendem Text veröffentlichte Plan sieht einen Abzug ukrainischer Truppen auch aus den bisher von ihnen kontrollierten Teilen der Gebiete Luhansk und Donezk vor. Zudem soll Washington demnach faktisch die russische Oberhoheit über die bereits 2014 annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim und die Regionen Donezk und Luhansk anerkennen.
Auch in einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York unterstrich Kiew seine Position in Gebietsfragen. «Wir werden niemals - weder offiziell noch in irgendeiner anderen Weise - die zeitweise durch die Russische Föderation besetzten Gebiete der Ukraine als russisch anerkennen. Unser Land steht nicht zum Verkauf», unterstrich die Stellvertreterin des ständigen Vertreters der Ukraine bei den Vereinten Nationen, Chrystyna Hajowyschyn.
Ebenso schloss die Diplomatin jegliche Beschränkungen der Verteidigungsfähigkeiten wie eine in dem Plan vorgeschlagene Obergrenze für die Armeestärke aus und kritisierte die Idee eines Nato-Beitrittsverbots für die Ukraine.
.@StefanishynaO tells David Ignatius: “Whatever would threaten Ukraine’s independence and will enable Russia to even think of having another aggression, this is something not acceptable.” #postlive pic.twitter.com/GQNtjABu2T
— Washington Post Live (@PostLive) November 20, 2025 -
Freitag, 21. November 2025, 4.51 Uhr
Trumps Ukraine-Sondergesandter wohl vor Rückzug
Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, will seinen Posten gemäss AP-Informationen im Januar verlassen. Dies teilten zwei hochrangige Regierungsvertreter der AP mit. Einen Kommentar zu den Gründen, weshalb Kellogg abtreten wird, gaben die Regierungsbeamten nicht ab. Zuvor hatte Reuters erstmals über Kelloggs geplanten Ausstieg berichtet.
Gilt als Fürsprecher Kiews: Trumps Ukraine-Sondergesandter Keith Kellogg (r.) mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyy bei einem Treffen in Kiew am 20. Februar 2025. Bild: Keystone/AP Photo/Evgeniy MaloletkaUnterdessen arbeitet das Weisse Haus an einem Friedensplan, der ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine zum Ziel hat und weitgehend von Präsident Donald Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff sowie Kirill Dmitriew, einem Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, koordiniert wird. Der Plan sieht erhebliche Zugeständnisse Kiews vor, darunter die Abgabe von Territorium an Russland und der Verzicht auf bestimmte Waffensysteme.
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23.17 Uhr
Fünf Tote nach russischem Angriff auf Saporischschja
In der südostukrainischen Grossstadt Saporischschja sind mindestens fünf Menschen infolge eines russischen Angriffs gestorben. Drei weitere wurden verletzt, teilte der Gouverneur des Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Zur eingesetzten Waffe machte er keine Angaben, allerdings gab es vorher Warnungen vor einem Gleitbombenangriff. Die Industriestadt liegt nur etwas mehr als 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
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21.10 Uhr
Putin bei Armeebesuch: Halten an unseren Kriegszielen fest
Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim angeblichen Besuch einer Kommandozentrale das Festhalten an den Moskauer Kriegszielen in der Ukraine bekräftigt. «Wir haben unsere gemeinsamen Aufgaben, unsere Ziele. Das Wichtigste ist, unbedingt die Ziele der speziellen Militäroperation zu erreichen», sagte Putin nach Kreml-Angaben bei einer Besprechung. Daran nahmen auch Generalstabschef Waleri Gerassimow und die Kommandeure der russischen Armeegruppen West und Süd in der Ukraine teil.
Hier inspiziert Putin Waffen. (Symbolbild) Bild: KeystoneEin vom Kreml veröffentlichtes Video zeigte Putin in Tarnuniform mit den Offizieren in einem Beratungsraum, der keine Rückschlüsse auf den Ort zuliess. Während die USA der Ukraine einen weiteren Plan für ein Ende des Kriegs übermittelt haben, deutete Putin keinerlei Einlenken an. Er liess sich von den Generälen über das Vorrücken der russischen Truppen unterrichten.
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21.21 Uhr
Selenskyj erhält US-Friedensplan
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben seines Büros offiziell einen in den USA ausgearbeiteten Plan für eine Friedenslösung im Krieg mit Russland erhalten. Er traf sich in Kiew mit einer US-Delegation, wie das Weisse Haus bestätigte. Im Ergebnis des heutigen Treffens habe man vereinbart, an den Punkten des Plans so zu arbeiten, dass dies zu einem würdigen Ende des Krieges führt, teilte das Präsidentenbüro bei Telegram mit. Der russische Präsident Wladimir Putin bekräftigte beim angeblichen Besuch einer Kommandozentrale das Festhalten an den Moskauer Kriegszielen. Das Wichtigste sei, «unbedingt die Ziele der speziellen Militäroperation zu erreichen», sagte Putin nach Kreml-Angaben.
The American side presented points of a plan to end the war—their vision. I outlined our key principles. We agreed that our teams will work on the points to ensure it’s all genuine.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 20, 2025
We're geared up for clear and honest work—Ukraine, the U.S., our European and global partners. pic.twitter.com/DscaCBg4vW -
17.39 Uhr
USA sendet Ukraine «Plan-Entwurf» zu Ende des Krieges
Die Ukraine hat von der US-Regierung nach eigenen Angaben einen Entwurf für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland erhalten und ist bereit, darüber zu beraten.
Die ukrainische Regierung sei bereit, konstruktiv mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, um ein «würdiges Ende des Krieges zu sichern», erklärte das Büro von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstagabend. Selenskyj wolle «in den kommenden Tagen» mit US-Präsident Donald Trump über den Vorschlag sprechen.
Donald Trump (l.) und Wolodymyr Selenskyj werden sich in den kommenden Tagen über ein Ende des Krieges beraten. (Archivbild) Bild: IMAGO/UPI Photo -
16.21 Uhr
Russland belegt «Auslandsagenten» mit höherer Steuer
Das russische Parlament, die Staatsduma, hat eine Steuererhöhung für sogenannte Auslandsagenten beschlossen. Künftig müssen sie den Spitzensteuersatz von 30 statt der üblichen 13 bis 22 Prozent bezahlen.
«Diejenigen, die unser Land verraten haben, sollen keine Steuervergünstigungen bekommen», begründete Dumachef Wjatscheslaw Wolodin die Neuerung bei Telegram.
Mit dem Begriff «Auslandsagent» werden in Russland seit 2012 Oppositionelle und Andersdenkende gebrandmarkt. Das Justizministerium muss für eine entsprechende Einstufung dabei inzwischen nicht mehr den Nachweis bringen, dass die betroffene Person Geld aus dem Ausland erhalten hat. Auf der schwarzen Liste der «Auslandsagenten» stehen in Russland bereits mehr als 1.000 Organisationen und Privatpersonen - oft mit dem keines Beweises bedürftigen Vorwurfs, «unter ausländischem Einfluss» zu stehen.
Die Folgen für die «Auslandsagenten» sind gravierend - sozial, politisch und finanziell. Sie dürfen weder als Kandidat noch als Beobachter an Wahlen teilnehmen und in staatlichen Einrichtungen gilt ein Berufsverbot für sie. Mieteinnahmen oder Depotzinsen bei einem Sparkonto sind ihnen ebenso verwehrt wie Tantiemen oder sonstige Einkünfte aus intellektueller Tätigkeit. Bei öffentlichen Aussagen - etwa in einem Blog - müssen sie sich selbst jedes Mal als «Auslandsagent» stigmatisieren, ansonsten drohen hohe Strafen.
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09.34 Uhr
Laser auf Piloten vor britischer Küste gerichtet – London warnt Moskau
Nach der Sichtung des russischen Spionageschiffs «Jantar» vor der britischen Küste hat London Moskau scharf gewarnt. Grossbritannien werde jede Verletzung seines Hoheitsgebiets entschlossen beantworten, erklärte Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch. Zuvor war bekannt geworden, dass von der «Jantar» aus Laserstrahlen auf Piloten britischer Aufklärungsflugzeuge gerichtet worden sein sollen, die das Schiff beobachteten.
«Wir sehen euch. Wir wissen, was ihr tut», sagte Healey auf einer Pressekonferenz in London. Grossbritannien sei bereit, auf eine Bewegung der «Jantar» nach Süden zu reagieren. Das Schiff sei Teil einer Floote, die darauf ausgelegt sei, die Unterwasserinfrastruktur von Grossbritanien und dessen Verbündeter zu gefährden, erklärte der Minister. Er verwies auf Angriffe auf Pipelines und Kabel in der Ostsee Anfang des Jahres.
John Healey, Verteidigungsminister aus Grossbritannien. Foto: Jörg Carstensen/dpa sdaBereits in der Vergangenheit habe das Schiff britische Verteidigungseinrichtigungen getestet, so Healey. Bereits im vergangenen Jahr hatte London das Schiff gewarnt, woraufhin die «Jantar» britische Gewässer verliess und ins Mittelmeer weiterfuhr. Im Januar begleitete die Fregatte «Somerset» das russische Schiff, als es den Ärmelkanal durchquerte.
Die russische Botschaft warf der britischen Regierung in einer Mitteilung «Russophobie» vor und beschuldigte sie, «militaristische Hysterie» zu schüren. Moskau habe kein Interesse daran, die Sicherheit Grossbritanniens zu untergraben.
Britische Behörden erklärten, dass das Spionageschiff «Jantar» zur russischen Marine gehört und sowohl für Überwachungsaufgaben in Friedenszeiten als auch für Sabotageakte im Kriegsfall konzipiert ist. Aus diesem Grund verfolgen Grossbritannien und seine Verbündeten das Schiff aufmerksam, um Einsätze in der Nähe britischer Hoheitsgewässer frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
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Donnerstag, 20. November 2025, 5.39 Uhr
Kreml reagiert auf Polens Konsulatsschliessung
Russland will als Reaktion auf die Schliessung seines Generalkonsulats in Danzig die diplomatische und konsularische Präsenz Polens im Land reduzieren. Mit dieser Ankündigung zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Tass die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa. Der Kreml bedauert die Entscheidung Warschaus. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagt, dies habe «nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun».
Der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski hatte den Entzug der Genehmigung für den Betrieb des letzten russischen Konsulats in Polen mit einer Explosion auf einer Eisenbahnstrecke begründet.
Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski am Mittwoch im Parlament in Warschau. Bild: Keystone/EPA/Albert Zawada -
23.48 Uhr
Polen schliesst russisches Konsulat in Danzig
Das polnische Aussenministerium hat die Schliessung des russischen Konsulats in Danzig angekündigt. Aussenminister Radek Sikorski sagte laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP, er habe Moskau wiederholt gewarnt, dass seine diplomatische und konsularische Präsenz weiter reduziert werde, sollte es seine feindseligen Handlungen gegen Polen nicht einstellen. Die polnischen Behörden machen Russland für einen Anschlag auf eine Eisenbahnstrecke verantwortlich.
«In diesem Zusammenhang habe ich beschlossen, dem Betrieb des letzten russischen Konsulats in Danzig die Zustimmung zu entziehen, auch wenn dies nicht unsere endgültige Antwort sein wird», sagte Sikorski. Russland werde innerhalb weniger Stunden formell benachrichtigt. Mit der Schliessung bleibt Russland für seine diplomatische Arbeit in Polen nur noch seine Botschaft in Warschau.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sagte am Dienstag, zwei ukrainische Staatsbürger stünden im Verdacht, den Anschlag im Auftrag Russlands verübt zu haben. Ziel des Anschlags vom vergangenen Wochenende war eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin in Ostpolen, die unter anderem für Hilfslieferungen an die Ukraine genutzt wird. Dabei entstanden Schäden an den Gleisen.
Polen beschuldigt russische Geheimdienste, für den Anschlag auf eine wichtige Bahnstrecke verantwortlich zu sein. (Archivbild) Bild: Keystone/KPRM/AP -
23.09 Uhr
Grossbritannien warnt Russland nach Sichtung von Spionageschiff
Nach der Sichtung des Spionageschiffs «Jantar» vor der britischen Küste hat die Regierung in London eine Warnung an Russland gerichtet. Grossbritannien sei bereit, auf jegliche Verletzungen seines Hoheitsgebiets zu reagieren, sagte Verteidigungsminister John Healey. Von der «Jantar» aus seien Laser auf Piloten von Überwachungsflugzeugen gerichtet worden, die das Schiff beobachteten.
«Wir sehen euch. Wir wissen, was ihr tut», sagte Healey auf einer Pressekonferenz in London. Grossbritannien sei bereit, auf eine Bewegung der «Jantar» nach Süden zu reagieren. Der Minister erklärte, das Schiff sei Teil einer Flotte, die darauf ausgelegt sei, die Unterwasserinfrastruktur Grossbritanniens und dessen Verbündeter zu gefährden. Er verwies auf Angriffe auf Pipelines und Kabel in der Ostsee Anfang des Jahres.
«Wir sehen euch. Wir wissen, was ihr tut»: Britischer Verteidigungsminister John Healey. (Archivbild) Bild: KeystoneDas russische Schiff habe bereits in der Vergangenheit britische Verteidigungseinrichtungen getestet, sagte Healey. Nach einer Warnung im vergangenen Jahr verliess es britische Gewässer und fuhr ins Mittelmeer. Im Januar folgte die britische Fregatte «Somerset» dem Schiff bei dessen Durchquerung des Ärmelkanals.
Die russische Botschaft warf der britischen Regierung in einer Mitteilung «Russophobie» vor und beschuldigte sie, «militaristische Hysterie» zu schüren. Moskau habe kein Interesse daran, die Sicherheit Grossbritanniens zu untergraben.
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22.29 Uhr
US-Militärdelegation führt Gespräche in Kiew
Eine US-Militärdelegation führt Gespräche in Kiew inmitten von Nachrichten über einen neuen amerikanisch-russischen Plan für ein Ende des über dreieinhalbjährigen Kriegs. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal berichtete von einem Treffen mit Daniel Driscoll, dem für das Heer zuständigen Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium. Die Ukraine sei für die USA ein verlässlicher Partner, sagte Schmyhal nach eigenen Angaben. Er stellte den Gästen neue Entwicklungen der ukrainischen Drohnentechnik vor, wie er auf Telegram schrieb.
Berichte über den Rahmenentwurf tauchten auf, als Russland einen schweren Angriff auf Ternopil in der Westukraine startete. Mindestens 21 Menschen sollen dabei getötet worden sein. (19. November 2025) Bild: Keystone/EPA/National Police of Ukraine HandoutNeben dem Zivilbeamten Driscoll gehören der Delegation nach US-Medienberichten drei Generäle und andere Offiziere an. Sie sollen auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen, der am Abend von einer mehrtägigen Auslandsreise in die Ukraine zurückkehrte.
Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal (im Bild) hat sich nach eigenen Angaben mit Daniel Driscoll getroffen, dem für das Heer zuständigen Staatssekretär im Pentagon. Bild: Reuters/AP/Clodagh KilcoyneDie US-Führung von Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge mit Moskau einen neuen Plan für ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Demnach verlangt der Rahmenentwurf grosse Zugeständnisse von dem angegriffenen Land, so die militärische Preisgabe weiterer Gebiete.
Der Besuch der Pentagon-Delegation wird als Taktik der USA gedeutet, das Gespräch mit Kiew auf militärische Fragen zu verlagern. Dort sieht es derzeit nicht gut aus für die ukrainische Armee, sie muss an vielen Stellen vor russischen Dauerangriffen zurückweichen.
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22.24 Uhr
Selenskyj: Nur Trump kann Krieg beenden
US-Präsident Donald Trump kommt nach Ansicht des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyi eine entscheidende Rolle im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs zu. «Nur Präsident Trump und die USA haben genügend Kraft, dass dieser Krieg zu einem Ende kommt», schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
«Seit Anfang dieses Jahres unterstützen wir in der Ukraine alle entschlossenen Schritte und die Führungsrolle von Präsident Trump, jeden starken und gerechten Vorschlag, um diesen Krieg zu beenden», erklärte Selenskyj nach Gesprächen in Ankara.
I am grateful to President Erdoğan for today’s visit and our conversation. We greatly value Türkiye’s involvement in the diplomatic work and all its efforts. We discussed in detail the real ways to bring the war to a reliable and dignified end. Since the beginning of this year,…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 19, 2025Er dankte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dass die Türkei weiter als Gastgeberin für Gespräche bereitstehe. «Wir sind bereit, in jedem sinnvollen Format zu arbeiten, das Ergebnisse bringt», erklärte Selenskyj. Doch das Wichtigste für ein Ende des Blutvergiessens und einen dauerhaften Frieden sein, dass die USA sich stark und effektiv engagierten.
Vor Selenskyjs Äusserungen machten Medienberichte die Runde, dass die USA mit Moskau hinter den Kulissen einen neuen Friedensplan ausgearbeitet hätten. Er sehe aber für die bedrängte Ukraine harte Zugeständnisse vor wie die militärische Preisgabe weiterer Gebiete.
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21.02 Uhr
Nord Stream: Italien erlaubt Auslieferung von Ukrainer
Italiens oberstes Gericht hat grünes Licht für die Auslieferung des mutmasslichen Drahtziehers der Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee gegeben. Der Kassationshof in Rom entschied, dass der Ukrainer an die deutschen Behörden übergeben werden darf. Dies teilte der Anwalt des Beschuldigten am Abend mit. Die Anschläge auf das frühere deutsch-russische Prestigeprojekt hatten vor drei Jahren weltweit Schlagzeilen gemacht.
Der 49 Jahre alte Serhij K. wird nun vermutlich bereits in den nächsten Tagen der deutschen Polizei überstellt und dann nach Deutschland geflogen. Vermutlich kommt er in Hamburg vor Gericht. Den Ermittlungen zufolge soll er die Anschläge auf die beiden Pipelines im September 2022 koordiniert haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor. Festgenommen wurde er im Sommer während eines Familienurlaubs an der Adria. K. bestreitet die Vorwürfe bis heute. Zwischenzeitlich war er wegen vermeintlich schlechter Behandlung im Hungerstreik. Der Kassationshof wird seine Entscheidung erst später schriftlich begründen. Der italienische Anwalt des Ukrainers, Nicola Canestrini, sagte zu der Auslieferung: «So gross die Enttäuschung auch ist: Ich vertraue auf einen Freispruch in Deutschland.»
Laut den Ermittlungen soll der Verdächtige die Anschläge auf die beiden Pipelines im September 2022 koordiniert haben. -/Danish Defence Command/dpa (Archivbild)Vor dem Beschluss des Kassationshofs hatte es über Wochen hinweg ein juristisches Hin und Her gegeben. Eine erste Erlaubnis zur Auslieferung hatte das oberste Gericht wegen Verfahrensfehlern auf italienischer Seite gestoppt. Dieses Mal bestätigte es die Entscheidung jedoch. Denkbar wäre, dass der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg landet. K.'s Anwalt Nicola Canestrini sagte der dpa jedoch, er werde diesen Weg «wahrscheinlich nicht» beschreiten.
Der Ukrainer war im August auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden, als er mit seiner Frau und seinen Kindern im Hinterland des bekannten Badeortes Rimini Urlaub machte. Offenbar rechnete er nicht damit, dass ihm der Aufenthalt in Italien zum Verhängnis werden könnte. Zuvor soll er mehrfach in andere europäische Länder gereist sein. Seit seiner Festnahme sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis.
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19.56 Uhr
USA und Russland handeln Plan für Kriegsende aus
Update: 20.57 Uhr: Die US-Führung von Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge im Geheimen mit Moskau einen neuen Plan für ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Von dem angegriffenen Land verlange der Rahmenentwurf grosse Zugeständnisse, berichtete die «Financial Times»: Die Ukraine solle die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und Einschränkungen bei ihrer Bewaffnung hinnehmen. Die Zeitung berief sich auf Personen, die an dem Gesprächsprozess beteiligt waren.
Das Nachrichtenportal «Axios» in Washington berichtete, der Plan sei Ende Oktober von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und dem Moskauer Vertreter Kirill Dmitrijew ausgehandelt worden. Den Angaben nach soll Witkoff den Plan dem Chef des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, zur Kenntnis gegeben haben.
Der Plan wurde laut einem Medienbericht vom US-Sondergesandten Steve Witkoff (l) ausgehandelt. Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa (Archivbild)In Moskau sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, es gebe zwischen Russland und den USA keine neuen Vorschläge für ein Kriegsende. Es gelte weiter, was von Kremlchef Wladimir Putin und Trump bei ihrem Gipfel im Alaska im August besprochen worden sei. Der neue Plan entspricht nach Einschätzung der «Financial Times» weitgehend den russischen Forderungen an Kiew.
Indessen sagten ukrainische Vertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Afp bestätigt, dass sie von den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des russischen Angriffskrieges erhalten haben. Der Plan sehe demnach eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete, darunter die Krim, und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor.
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19.29 Uhr
Ukrainische Luftwaffe äussert sich zu Angriff auf Ternopil
Die ukrainische Luftwaffe identifiziert das eingeschlagene Geschoss in Ternopil, wo 25 Menschen ums Leben kamen, als Marschflugkörper Ch-101. Er sei von einem strategischen Bomber über russischem Gebiet gestartet worden.
In solchen Marschflugkörpern würden immer Bauteile aus den USA, China, Taiwan, Deutschland, den Niederlanden und anderen Ländern gefunden, die eigentlich nicht an Russland hätten geliefert werden dürfen. «Tragödien wie in Ternopil könnten vermieden werden, wenn Russland keine Möglichkeit hätte, die verhängten Sanktionen gegen den Terrorstaat zu umgehen», schrieb das Luftwaffenkommando in Kiew.
Verbrannte Autos sind vor einem Wohnhaus zu sehen, das bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Ternopil schwer beschädigt wurde. Vlad Kravchuk/AP/dpa -
18.19 Uhr
Erdogan drängt Kiew und Moskau zu neuen Istanbul-Gesprächen
Vor dem Hintergrund schwerer russischer Angriffe auf die Ukraine hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Kiew und Moskau zu einer Fortsetzung von Verhandlungen in Istanbul aufgefordert. Die Gespräche seien vor dem Hintergrund «zermürbender Auswirkungen des Krieges für beide Seiten» wichtig, sagte Erdogan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in Ankara.
Selenskyj pflichtete Erdogan in der Frage von Verhandlungen bei. «Wir hoffen auf die Stärke der türkischen Diplomatie und dass sie in Moskau verstanden wird.» Ohne konkreter zu werden, erwähnte der Ukrainer, dass «viele Prozesse aktiv sind». Kiew bemühe sich auch den Gefangenenaustausch mit Russland wieder aufzunehmen. «Wir hoffen, bis Ende des Jahres die Austausche wieder aufzunehmen», sagte Selenskyj. Vergangenes Wochenende hatte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats Rustem Umjerow nach Gesprächen in der Türkei, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten über Vorbereitungen für den Austausch von 1200 ukrainischen Kriegsgefangenen geschrieben. Von russischer Seite gab es dafür bisher keine Bestätigung.
Selenskyj wollte eigenen Angaben zufolge in der Türkei Gespräche für eine Wiederbelebung der Verhandlungen mit Russland zur Beendigung des Krieges führen. Allerdings waren dort nach Kremlangaben keine russischen Vertreter. Die Türkei war bereits mehrfach Ausrichterin von Friedensverhandlungen. Erdogan verfügt über gute Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (r) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommen in Ankara zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Yavuz Ozden/DIA Photo/dpa -
14.18 Uhr
Korruptionsaffäre: Parlament in Kiew entlässt zwei Minister
Nach einem Korruptionsskandal im Energiesektor und damit einhergehenden Rücktrittsgesuchen hat das ukrainische Parlament Justizminister Herman Haluschtschenko und Energieministerin Switlana Hryntschuk entlassen. Für die Absetzung beider stimmte jeweils eine deutliche Zweidrittelmehrheit.
Zuvor hatte die oppositionelle Fraktion Europäische Solidarität um Ex-Präsident Petro Poroschenko mit der Forderung nach einem kompletten Regierungsrücktritt das Rednerpult blockiert.
Erst nachdem Vizeregierungschef Taras Katschka sich Fragen der Abgeordneten gestellt hatte, kamen die Abstimmungen zustande. Haluschtschenko und Hryntschuk kamen selbst nicht in die Oberste Rada, das Parlament. Zuvor hatten beide nach einer Aufforderung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj ihren Rücktritt eingereicht.
Vergangene Woche hatten veröffentlichte Gesprächsmitschnitte zu Schmiergeldgeschäften um den staatlichen Atomkonzern Energoatom eine politische Krise in dem von Russland angegriffenen Land ausgelöst. Mehr als 85 Millionen Euro an staatlichen Geldern sollen den Ermittlungen nach unterschlagen worden sein.
Mit Tymur Minditsch floh ein Vertrauter von Präsident Selenskyj aus dem Land. Unter Korruptionsverdacht steht auch der Selenskyj nahestehende Ex-Vizeregierungschef Olexij Tschernyschow. In die Bestechungsaffäre im Rüstungssektor sollen weitere Regierungsvertreter verwickelt sein. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen Russlands Invasion.
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11.51 Uhr
Heftige Kämpfe in Pokrowsk
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilt heute um 8 Uhr auf Facebook mit, dass es in den vorherigen 24 Stunden 160 Kampfeinsätze an der Front gab. 50 der russischen Angriffe hätten demnach Pokrowsk gegolten.
POKROVSK CITY BRAWL: Urban combat continues under heavy Russian artillery strikes. UKR units push south into Pershe Travina and M-30 HWY pic.twitter.com/ciReQPyKJw
— Chuck Pfarrer | Indications & Warnings | (@ChuckPfarrer) November 19, 2025Die russische Armee schickt nicht nur Wellen von Infanterie in die Stadt, um die Eroberung abzuschliessen, sondern nimmt Pokrowsk auch mit Gleitbomben und Artillerie unter Feuer. Die Gegenseite hat ihre besten Drohnen-Einheiten in das Gebiet entsandt und jagt die Angreifer, die angeblich weiter hohe Verluste erleiden.
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11.33 Uhr
Nach Sabotage-Akt: Polen schliesst Putins letztes Konsulat
Als Reaktion auf den Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnstrecke schliesst Polen das russische Generalkonsulat in Gdansk. Er habe die Genehmigung für die diplomatische Niederlassung zurückgezogen, sagte Aussenminister Radoslaw Sikorski in Warschau.
Polen werde als Antwort auf den Anschlag auch weitere Schritte «nicht diplomatischer Natur» unternehmen. Details nannte Sikorski nicht. Die Regierung beschuldigt russische Geheimdienste, hinter einem Sprengstoffanschlag auf die Bahnstrecke von Warschau nach Lublin zu stecken.
In der Nähe der Ortschaft Mika rund hundert Kilometer südöstlich von Warschau waren am 15. November bei einer Explosion Gleise zerstört worden. Weil ein Zugführer die Beschädigung bemerkte und meldete, wurde niemand verletzt. Die Ermittler haben zwei Tatverdächtige im Visier. Die beiden ukrainischen Staatsbürger sollen im Auftrag Moskaus gehandelt und sich nach der Tat nach Belarus abgesetzt haben.
Dieser Vorfall sei eine bedeutende Eskalation im russischen Vorgehen, sagte Sikorski. «Sabotage ist, wenn Besitz beschädigt wird. Wenn die Absicht ist, Menschen zu töten, ist das keine Sabotage mehr, sondern Staatsterrorismus.» Das russische Generalkonsulat war die letzte verbleibende Einrichtung dieser Art in Polen.
Bereits im Mai hatte Warschau nach Brandstiftungsvorwürfen gegen den russischen Geheimdienst das Generalkonsulat in Krakau schliessen lassen. Das Generalkonsulat in Poznan wurde aus dem gleichen Grund bereits 2024 geschlossen.
Sikorski betonte, Polen habe ähnlich wie andere EU-Länder, die von den Aktivitäten des russischen Geheimdienstes betroffen seien, nicht die Absicht, die russische Botschaft in Warschau zu schliessen und die diplomatischen Beziehungen zu Moskau abzubrechen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach in einer Reaktion von einem «völligen Verfall» der Beziehungen zu Polen. Die Schliessung des Generalkonsulats sei Ausdruck des Wunsches der polnischen Führung, jegliche Möglichkeit konsularischer oder diplomatischer Beziehungen zunichtezumachen. «Da kann man nur sein Bedauern ausdrücken.»
Polens Aussenminister sagte, man werde sich an die Regierung in Belarus mit einem Gesuch wenden, die Verdächtigen auszuliefern. «Dies sind die Prozeduren.» Grosse Hoffnungen, dass das von Alexander Lukaschenko autoritär regierte Land der Bitte nachkomme, habe man nicht. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands.
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10.27 Uhr
Tote und Verletzte nach russischem Angriff in Ternopil
Bei einem schweren russischen Luftangriff sind in der Stadt Ternopil im Westen der Ukraine nach Angaben des Innenministeriums mindestens zehn Menschen getötet worden.
Es gebe nach den Angriffen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 37 Verletzte, darunter ein Dutzend Kinder, wie Innenminister Ihor Klymenko bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden. Menschen seien auch noch unter Trümmern verschüttet.
Massive Russian missile and drone attack on #Ukraine last night - with 470 combat drones, 48 ballistic and cruise missiles. ◾️Residential buildings attacked in Ternopil. At least nine people killed and dozens more injured by Russia. 📹Ternopil
— Anton Gerashchenko (@antongerashchenko.bsky.social) 19. November 2025 um 09:20
[image or embed]Rettungskräfte holten zudem Menschen aus den zerstörten Wohnungen, teilte der Minister weiter mit. Auf Bildern des Ministeriums waren schwere Verwüstungen der Gebäude zu sehen. In der Nacht hatte es auch massive russische Angriffe im Gebiet Charkiw gegeben. Dabei gab es ebenfalls mehr als 30 Verletzte.
Die ukrainische Flugabwehr zählte 442 Angriffe mit russischen Drohnen und mehr als 40 Attacken mit Marschflugkörpern. Das Land wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
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10.06 Uhr
Ukraine greift Basis mit ATACMS an – Russen schlagen angeblich mit Iskander-Raketen zurück
Die Ukraine hat erstmals wieder mit US-Raketen vom Typ ATACMS im russischen Hinterland angegriffen – diesmal die Region Woronesch. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Angaben des ukrainischen Generalstabs zum Einsatz dieser weitreichenden Raketen.
Footage from Voronezh shows air defense systems engaging something which is claimed as missiles.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 18. November 2025 um 13:24
[image or embed]Insgesamt seien vier ATACMS zerstört worden. Dem Ministerium in Moskau zufolge wurden durch Trümmer abgeschossener Raketen das Dach eines gerontologischen Zentrums, ein Heim für Waisen und ein Privatgrundstück getroffen. Es gebe weder Tote noch Verletzte in der Zivilbevölkerung.
🇺🇦Ukrainian General Staff: The Armed Forces of Ukraine have successfully used ATACMS missiles to strike military targets on Russian territory. This demonstrates Ukraine’s firm commitment to defending its sovereignty. The use of long-range weapons, including ATACMS, will continue.
— OSINTRadar (@osintr.bsky.social) 18. November 2025 um 17:34
[image or embed]Kiew hatte die Angriffe gegen militärische Objekte im russischen Hinterland gestern bekanntgemacht, ohne Details zu nennen. In Woronesch liegt laut Medien ein Militärflugplatz, von dem Angriffe auf die Ukraine mit Kampfjets vom Typ Su-34 geflogen werden. Das Ministerium in Moskau behauptete dagegen, dass Kiew zivile Objekte mit den US-Raketen angegriffen habe.
Helikopter und Flugzeuge sind neben den Pisten des Luftwaffenstützpunktes Worronesch parkiert, der rund 180 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfern ist. Google EarthUS-Präsident Donald Trump hatte Medien zufolge nach einem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im September die Bereitschaft erklärt, die Beschränkungen für den Einsatz weitreichender US-Raketen aufzuheben.
Es handelt sich laut russischen Medien nun um den ersten Einsatz der ATACMS-Raketen seit Trumps Amtsantritt. Unter Trumps Vorgänger Joe Biden hatte es bereits solche Angriffe gegen Ziele in Russland gegeben.
Nach russischen Angaben wurden alle ATACMS-Raketen durch die Flugabwehr abgeschossen. Das Ministerium veröffentlichte zunächst nicht überprüfbare Fotos, die Überreste der vernichteten Raketen zeigen sollen.
Angebliches Trümmerteil einer ATACMS-Rakete, das auf einem pro-russischen X-Kanal verbreitet wird. X/@LoneWolfV_Zugleich behauptete das russische Verteidigungsministerium, es habe erfolgreich einen Gegenschlag mit Iskander-Raketen gegen die Startrampen für die US-Raketen im ukrainischen Gebiet Charkiw ausgeführt.
Russische Quellen behaupten, hier würde eine Kurzstreckenrakete vom Typ Iskander einen ukrainischen Raketenwerfer treffen, der ATACMS auf Woronesch abgefuert hat. Siehe auch unten stehender X-Post. Die Anlagen seien zerstört worden, hiess es. Ein dazu veröffentlichtes Video mutmasslich zum Abschuss der Rampen war zunächst nicht überprüfbar.
They shot at Voronezh with ATACMS, faggots, ramming theorem 2 in action pic.twitter.com/Ym9uStyJZ1
— Snake Sanders (@Snake__Sanders) November 19, 2025Eine Bestätigung von ukrainischer Seite für die Zerstörung der Anlagen lag nicht vor. Allerdings gab es im Gebiet Charkiw nach russischen Angriffen mehr als 30 Verletzte, schwere Zerstörungen an Gebäuden und ausgebrannte Autos.
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5.10 Uhr
Viele Verletzte bei Drohnenangriff auf Charkiw gemeldet
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Grossstadt Charkiw sind Berichten zufolge mehr als 30 Menschen verletzt worden – darunter mehrere Kinder. Die Attacke habe die Stadt in der Nacht getroffen, mehrere Gebäude beschädigt und Brände ausgelöst, teilten Bürgermeister Ihor Terechow und die regionale Militärverwaltung laut ukrainischen Medien mit. Ein Supermarkt sei zerstört, ein neunstöckiges Wohnhaus nach einem Treffer evakuiert worden. Aufnahmen aus Charkiw zeigten zahlreiche ausgebrannte Fahrzeugwracks.
Angriff auf Charkiw in der Nacht zu Mittwoch. Bild: Screenshot X RBC-UkraineVor allem nachts verbreiten Russlands Luftangriffe Angst und Schrecken im Nachbarland. Charkiw liegt nur etwa 35 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und wird besonders oft beschossen. Vor Kriegsbeginn im Februar 2022 zählte die zweitgrösste Stadt der Ukraine 1,4 Millionen Einwohner. Nach Beginn der Kämpfe suchten viele von ihnen das Weite. Inzwischen leben nach Behördenangaben wieder etwa 1,3 Millionen Menschen in Charkiw.
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3.38 Uhr
Wegen Russland: EU plant Notfallsystem für Militärtransporte
Angesichts der Bedrohungen durch Russland soll die EU ein Notfallsystem für eine schnelle grenzübergreifende Verlegung von Streitkräften und Militärausrüstung bekommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Europäische Kommission dazu heute in Brüssel einen konkreten Vorschlag vorlegen. Er sieht vor, militärischen Transportoperationen in einer Krise EU-weit prioritären Zugang zu Verkehrsnetzen, Infrastruktur und damit verbundenen Dienstleistungen zu garantieren. Darüber hinaus würden etwa Ausnahmen bei Lenk- und Ruhezeiten, nationalen Melderegeln oder Umwelt- und Lärmschutzvorschriften gewährt. Schienenfahrzeuge könnten auch ausserhalb ihres normalerweise genehmigten Einsatzbereichs eingesetzt werden.
Über den Kommissionsvorschlag werden nach der Vorstellung der Rat der Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament beraten. Wenn das neue System beschlossen werden sollte, könnte es im Krisenfall innerhalb von 48 Stunden aktiviert werden. In den Arbeitstexten der Kommission wird es als European Military Mobility Enhanced Response System (Emers) bezeichnet.
Es ergänzt zahlreiche weitere Vorschläge dafür, wie grenzüberschreitende Militärtransporte auch ausserhalb des Notfallmechanismus erleichtert werden sollen. Dabei geht es neben dem Abbau von bürokratischen Hürden auch um den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur. Derzeit sind etwa zahlreiche relevante Strassen- und Eisenbahnbrücken sowie viele Häfen und Flughäfen nicht für grosse und schwere Militärtransporte geeignet.
Hintergrund der Planungen sind Geheimdiensterkenntnisse, nach denen Russland spätestens 2030 militärisch in der Lage sein dürfte, einen weiteren Krieg zu beginnen. «Russland hat derzeit keine Kapazität, einen Angriff auf die EU zu starten. Es könnte sich aber in den kommenden Jahren darauf vorbereiten», erklärte die EU-Aussenbeauftragte Kallas im Oktober. Die Gefahr werde nicht verschwinden, selbst wenn der Krieg in der Ukraine ende.
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Mittwoch, 19. November 2025, 1.31 Uhr
Nach ukrainischem Drohnenangriff: Russische Besatzer rufen regionalen Notstand aus
Nach Strom- und Fernwärmeausfällen infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf zwei Wärmekraftwerke ist im russisch besetzten Teil des Gebietes Donezk der regionale Notstand erklärt worden. Ein entsprechendes Dekret veröffentlichte der von Moskau eingesetzte Chef der Donezker Besatzungsverwaltung, Denis Puschilin. Mit der Massnahme sollen die erforderlichen Reparaturen erleichtert werden.
In der Nacht zum Dienstag waren die Wärmekraftwerke bei Starobeschewe und Suhres von ukrainischen Drohnen attackiert worden. Gut 65 Prozent der Verbraucher im russisch besetzten Teil der Region Donezk sollen ohne Strom sein. Schulen und Kindergärten sind den Anordnungen der Behörden zufolge nur bei funktionierender Fernwärmeversorgung geöffnet. In der Ostukraine sinken die Temperaturen in der Nacht in den einstelligen Bereich.
Die Ukraine wehrt seit mehr als dreieinhalb Jahren eine russische Invasion ab. Dabei greift das russische Militär immer wieder ukrainische Energieanlagen an. In vielen Regionen steht Strom nur stundenweise zur Verfügung und es gibt Probleme bei der Versorgung mit Wasser und Fernwärme. Einschliesslich der bereits 2014 annektierten Halbinsel Krim stehen fast 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets unter russischer Kontrolle. Moskau erhebt dabei unter anderem Anspruch auf das ganze Gebiet Donezk.
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20.35 Uhr
Spanien sagt Ukraine neue Hilfen von über 800 Millionen zu
Spanien wird die Ukraine im russischen Angriffskrieg mit neuen Hilfen im Gesamtwert von 817 Millionen Euro unterstützen. Das sicherte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Madrid zu.
Von den gesamten Hilfen würden 615 Millionen Euro in ein «Militärunterstützungspaket» fliessen, das bereits im nächsten Monat für die Beschaffung neuer Ausrüstung für die ukrainische Armee zur Verfügung gestellt werden solle, erklärte Sánchez auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Regierungssitz Palacio de la Moncloa in Madrid.
Unter den 615 Millionen sind 100 Millionen Euro, mit denen Spanien sich an der sogenannten Purl-Initiative für amerikanische Waffen- und Munitionslieferungen an die Ukraine beteiligen will. Diese 615 Millionen sind Teil eines älteren bilateralen Sicherheitsabkommens, das jährliche militärische Hilfen Spaniens in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro vorsieht.
Es war der dritte Spanien-Besuch Selenskyjs seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Bild: Bernat Armangue/AP/dpa -
17.17 Uhr
Putin feiert Baustart von «Stalingrad»-Eisbrecher
Russland hat ungeachtet wirtschaftlicher Schwierigkeiten wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine mit dem Bau eines weiteren atomar betriebenen Eisbrechers für die Arktis begonnen.
«Wir müssen fortlaufend unsere Position in der Arktis verstärken», sagte Kremlchef Wladimir Putin. Er nahm per Videoschalte an der feierlichen Kiellegung in St. Petersburg für den neuen Atomeisbrecher «Stalingrad» teil. Er soll zu Ehren der berühmten Schlacht gegen die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg so heissen.
Russland verfügt über die mit acht Schiffen grösste Flotte an Atomeisbrechern weltweit und erhebt – in Konkurrenz zu den USA und anderen Staaten – Anspruch auf die Bodenschätze in der Arktis. Putin nannte es eine historische Aufgabe, Russlands Stellung im Norden auszuweiten. Zugleich sprach er von «Schwierigkeiten» – wohl auch mit Blick auf die westlichen Sanktionen, die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme des Landes.
Der Name Stalingrad stehe symbolhaft für die Stärke Russlands, auch schwierigste Zeiten durchzustehen, sagte Putin. Ausserdem im Bau sind die Atomeisbrecher «Leningrad» und «Tschukotka». Mit der Flotte solle vor allem der Meereskorridor von St. Petersburg bis Wladiwostok befahrbar gemacht werden, sagte Putin.
Die 173,3 Meter lange und 34 Meter breite «Stalingrad» soll wie andere Schiffe ihrer Klasse bis zu drei Meter dickes Eis durchbrechen können. Russland setzt die Eisbrecher ein, um die Nordostpassage befahrbar zu machen.
Wladimir Putin hielt eine Rede zum Baustart des Eisbrechers «Stalingrad». (Archivbild) Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa -
14.53 Uhr
Zwei Ukrainer im Visier: So lief die Sabotage in Polen ab
Nach dem Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnstrecke in Polen haben Ermittler zwei Verdächtige ausgemacht. Beide seien ukrainische Staatsbürger, die seit längerem mit dem russischen Geheimdienst zusammengearbeitet hätten, sagte Regierungschef Donald Tusk vor dem Parlament in Warschau.
Bei einem Tatverdächtigen handelt es sich demnach um einen Mann, der im Mai in seinem Heimatland von einem Gericht in Lwiw wegen Sabotage verurteilt wurde und sich später in Belarus aufhielt. Der andere Verdächtige stammt aus dem Donbas. Beide sollen im Herbst gemeinsam aus Belarus nach Polen eingereist sein.
Nach dem Anschlag hätten beide über den Grenzübergang Terespol Polen Richtung Belarus verlassen, sagte Tusk. Am Sonntagmorgen am 16. November hatte der Lokführer eines Zuges auf der Strecke von Warschau nach Lublin bei der Ortschaft Mika ein stark beschädigtes Gleisstück bemerkt.
Polish PM Donald Tusk confirmed in parliament that two Ukrainian nationals, long linked to Russian intelligence, carried out the recent railway sabotage. One was previously convicted for sabotage in Lviv, the other is from Donbas. Both were living in Belarus and entered Poland this fall.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 18. November 2025 um 14:00
[image or embed]Er alarmierte die Leitstelle, die den Zugverkehr vorübergehend einstellte. Weder Fahrgäste noch Zugpersonal wurden verletzt. Auch an weiteren Streckenabschnitten wurden Beschädigungen entdeckt. Wie Tusk nun bekanntgab, war die am Gleis angebrachte Sprengladung nach Erkenntnissen der Ermittler bereits am Samstagabend gegen 21 Uhr bei der Durchfahrt eines Güterzugs explodiert.
Es sei aber nicht zur Entgleisung gekommen, sondern nur zur leichten Beschädigung eines Waggons. «Der Lokführer hat diesen Vorfall beim Durchfahren nicht einmal bemerkt.» Die militärische Sprengladung vom Typ C4 sei mit Hilfe eines Zünders über ein 300 Meter langes Elektrokabel gezündet worden, sagte Tusk weiter.
Am Ort des Geschehens habe man auch Sprengstoff sichergestellt, der nicht detoniert sei, sagte der Regierungschef. Bereits zuvor sei an der gleichen Strecke eine Klemme montiert worden – ebenfalls mit dem Ziel, einen Zug entgleisen zu lassen. Die Klemme habe sich aber als wirkungslos erwiesen.
Tusk betonte, der russischen Führung gehe es nicht nur um die unmittelbaren Auswirkungen solcher Aktionen, sondern auch um die sozialen und politischen Folgen. «Das heisst: Desorganisation, Chaos, Panik, Spekulationen, Unsicherheit.» Die Anwerbung von Ukrainern zur Ausführung von Sabotageakten habe ausserdem das Ziel, anti-ukrainische Stimmung in Polen zu schüren.
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12.59 Uhr
Brandsätze in Paketen: Litauen sieht Drahtzieher in Russland
Litauen verdächtigt insgesamt 16 Personen einem Netzwerk anzugehören, das Terroranschläge in verschiedenen europäischen Ländern geplant und organisiert haben sollen. Dazu sollen sie Pakete mit selbstgebauten Sprengsätzen über Kurierdienste in andere EU-Länder und nach Grossbritannien versandt haben.
«Bislang wurden 16 Personen als Verdächtige benannt, gegen neun von ihnen wurde per Gerichtsbeschluss ein Haftbefehl erlassen, und wir warten auf die Vollstreckung des europäischen Haftbefehls aus Estland», sagte Generalstaatsanwältin Nida Grunskiene litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. Nähere Angaben zu den Verdächtigen machte sie nicht.
Die litauischen Justizbehörden hatten zuvor im September bekanntgegeben, dass sie eine Gruppe von Personen ausgemacht hätten, die Brandsätze in Kurier-Paketen verschickt haben sollen.
Zwei Sendungen wurden demnach von Vilnius mit DHL-Frachtflugzeugen nach Grossbritannien verschickt, die beiden anderen mit DPD-Lastwagen nach Polen. Eines davon fing im Juli 2024 Feuer im DHL-Logistikzentrum Leipzig.
Im Zuge der Ermittlungen sei den litauischen Behörden zufolge festgestellt worden, dass die Aktionen von russischen Staatsbürgern mit Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst organisiert und koordiniert wurden. Nähere Angaben dazu machten sie damals nicht.
Nach einer investigativen Recherche, die von Medien aus den baltischen Staaten und Polen zusammen mit dem russischen Portal «The Insider» durchgeführt wurde, sollen die Hintermänner frühere Sowjetoffiziere und Mitarbeiter von russischen Geheimdiensten sein.
Der Recherche zufolge sollen die Pakete mit hochentzündlichen Brandsätzen vor ihrer Aufgabe fast einen Monat lang unbemerkt durch verschiedene europäische Länder transportiert worden sein. Demnach passierten sie mehrfach die Grenzen der baltischen Staaten und Polens. Auch soll der Fall mit den Brandanschlägen auf Einkaufszentren in Vilnius und Warschau in Verbindung stehen.
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12.43 Uhr
Nato-U-Boot versenkt norwegische Fregatte
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12.21 Uhr
Polen beschuldigt Russland der Sabotage
Polen hat Russland für den Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnlinie verantwortlich gemacht. Alles deute darauf hin, dass die Auftraggeber des Sabotageaktes die russischen Geheimdienste seien, sagte Jacek Dobrzynski, Sprecher des Geheimdienstkoordinators in Warschau. Zuvor hatte das Komitee für nationale Sicherheit der Regierung in einer Sondersitzung getagt.
Vorgestern hatten bislang unbekannte Täter auf der Trasse von der Hauptstadt Warschau nach Lublin im Osten des Landes Gleise durch eine Sprengladung zerstört. Der Schaden wurde rechtzeitig von einem Lokführer bemerkt und an die Leitstelle gemeldet, die die Strecke vorübergehend sperrte.
Die Regierung geht davon aus, dass die Explosion unweit der Ortschaft Mika 100 Kilometer südöstlich von Warschau das Ziel hatte, einen Zug in die Luft zu sprengen. Es gab noch zwei weitere Beschädigungen der gleichen Trasse. Die Staatsanwaltschaft und der Geheimdienst ermitteln.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk (2. von rechts) besichtigt die durch Sabotage beschädigte Eisenbahnstrecke Mika in der Nähe von Deblin (Woiwodschaft Lublin). KPRM/AP/dpa«Die russischen Dienste wollen unsere Gesellschaft destabilisieren, sie wollen Angst verbreiten», sagte Dobrzynski weiter. Die Ermittler würden die Angelegenheit jedoch vollständig aufklären. Im EU- und Nato-Land Polen, das einer der engsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine ist, herrscht seit Kriegsbeginn Angst vor russischen Sabotageakten.
Besonders das Eisenbahnnetz gilt als mögliches Ziel, denn viele Militärtransporte in die Ukraine laufen über Polen in das Nachbarland. Die jetzt betroffene Strecke führt zum Grenzort Dorohusk und von dort weiter in die Ukraine.
Im vergangenen Jahr hatte Polens Regierung bereits russische Geheimdienste für einen Grossbrand in einem Einkaufszentrum in Warschau verantwortlich gemacht. Im Oktober wurden zudem acht Personen wegen des Vorwurfs, im Auftrag Moskaus Sabotageakte geplant und Spionage betrieben zu haben, festgenommen.
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11 Uhr
Selenskyj will Friedenspropzess wieder in Gang bringen
Wolodymyr Selenskyj und eine ukrainische Delegation reisen morgen nach Istanbul, um die Freidensgespräche wieder in Gang zu bringen.
«Morgen werde ich Treffen in der Türkei abhalten« kündigt Selenskyj heute auf X an. «Wir bereiten uns darauf vor, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, und wir haben Lösungen entwickelt, die wir unseren Partnern vorschlagen werden. Alles zu tun, das Ende des Krieges näherzubringen, hat für die Ukraine oberste Priorität.»
Today, I am holding meetings in Spain that we have been preparing for quite some time. We expect that another strong country will increase its support – helping us protect lives and bring the end of the war closer. We are working to ensure that the meeting with Prime Minister…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 18, 2025Zunächst werde daran gearbeitet, den Kriegsgefangenenaustausch wieder aufzunehmen, so der 47-Jährige weiter.An dem Treffen soll laut «Reuters» auch der US-Sondergesandte Steve Wittkoff teilnehmen
US Presidential Envoy Steve Witkoff will visit Turkey tomorrow to meet with Zelensky, according to Reuters. The Ukrainian president earlier confirmed his Wednesday trip to Turkey, aimed at ramping up negotiations, tied to ceasefire talks and prisoner exchanges.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 18. November 2025 um 10:10
[image or embed]Laut AP hat sich zuvor Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow, der heute Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats ist, mit Vetretern aus der Türkei und den Vereingten Arabischen Emiraten getroffen, um einen Austausch von 1200 Soldaten vorzubereiten.
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5.18 Uhr
Angriff auf Kraftwerk im Donezk
Die ukrainischen Streitkräfte sollen in der Nacht ein von Russland kontrolliertes Wärmekraftwerk im besetzten Donezk-Gebiet angegriffen haben. Das berichten russische Telegram-Kanäle. Online kursierende Videos sollen eine grosse Explosion im Zuivska-Kraftwerk zeigen, anschliessend ist ein Brand zu sehen. Kiews Militär hat sich zu dem Schlag bislang nicht geäussert.
🇺🇦/🇷🇺UKRAINE WAR: AFU drones strike Zuivska thermal power station in Russian-occupied Zuhres, Donetsk Oblast, Ukraine.
— Security Politics (@SPOSINT) November 17, 2025
Reportedly, the transformer of the second boiler was hit and is now out-of-order.#Ukraine #UkraineWar #Russia #Military #OSINT #News #Breaking #NATO pic.twitter.com/L6EsWNEUL3Ukrainische Angriffe auf militärische und industrielle Ziele in den besetzten Gebieten sind keine Seltenheit, in der Regel kommen dabei Drohnen zum Einsatz. Das Kraftwerk Zuivska wurde seit 2014 bereits mehrmals attackiert, sowohl von ukrainischer als auch von russischer Seite.
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Dienstgag, 18. November 2025, 0.10 Uhr
Zehntausende protestieren gegen Regierung der Slowakei
Zum 36. Jahrestag der «Sanften Revolution» vom November 1989 gegen das kommunistische Regime haben am Montagabend in der Slowakei Zehntausende Menschen gegen die Regierung des linksnationalen Ministerpräsidenten Robert Fico demonstriert. Aufgerufen hatten dazu mehrere Oppositionsparteien und Nichtregierungsorganisationen wie die Initiative «Mier Ukrajine» (Friede der Ukraine).
Forderungen für mehr Unterstützung für die Ukraine: Demonstration gegen die Regierung von Ministerpräsident Robert Fico am 17. November 2025 in Bratislava. Bild: Keystone/EPA/Jakub GavlakAn der grössten Kundgebung auf dem Freiheitsplatz in Bratislava gegenüber dem Amtssitz der Regierung nahmen nach Angaben der Organisatoren trotz Regenwetters bis zu 50'000 Menschen teil. Sie gedachten des Sturzes der kommunistischen Diktatur und forderten mehr Unterstützung für die Ukraine.
Vor allem aber skandierte die Menge Parolen wie «Wir haben genug von Fico!» und hielt Transparente in die Höhe, die ein Ende der von Fico geführten Dreiparteienregierung verlangten. Der Regierung warfen sie Gefährdung der Demokratie vor und kritisierten aktuelle Sparmassnahmen zur Bekämpfung der hohen Staatsschulden.
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19.49 Uhr
Russischer Angriff auf Ukraine trifft türkischen LNG-Tanker
Durch einen russischen Luftangriff auf den ukrainischen Donauhafen Ismajil ist ein Brand auf einem türkischen Tankschiff für Flüssigerdgas (LNG) ausgebrochen. Das ukrainische Ministerium für regionale Entwicklung in Kiew teilte mit, die Pumpvorrichtung auf dem Tanker sei getroffen worden. Die 16 Mann starke Besatzung der «Orinda» wurde nach türkischen Medienberichten von Bord gebracht.
Katastrophenschützer seien unter anderem mit Robotern zur Brandbekämpfung im Einsatz, teilte das Ministerium mit. Eine Notwendigkeit zur Evakuierung der Bevölkerung im Umkreis des Hafens gebe es nicht. Am rumänischen Donauufer nur wenige Hundert Meter entfernt wurden aber wegen der Explosionsgefahr die Dörfer Plauru und Ceatalchioi geräumt, wie dortige Medien berichteten.
During a nighttime Russian attack on Izmail in the Odesa region, a Turkish liquefied gas vessel was damaged, Euronews reports.
— NEXTA (@nexta_tv) November 17, 2025
Romanian authorities are evacuating residents of a nearby village due to the risk of an explosion. pic.twitter.com/2gi0IazFCnDie ukrainischen Häfen an der Donau sind wichtig für den Export von Getreide und die Einfuhr von Energie. Sie werden deshalb immer wieder zum Ziel russischer Luftangriffe. Teile russischer Drohnen stürzen wiederholt auch im EU- und Nato-Nachbarstaat Rumänien ab.
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19.34 Uhr
Russische Soldaten in sechs afrikanischen Ländern stationiert
Russlands Armee ist staatlichen Medienberichten zufolge in sechs afrikanischen Ländern im Einsatz. «Offiziere und Soldaten der russischen Streitkräfte» seien in Mali und fünf weiteren Ländern stationiert, meldete das Staatsfernsehen in einem seltenen Bericht über die russische Militärpräsenz auf dem afrikanischen Kontinent. Medienberichten zufolge sind russische Truppen zudem in Burkina Faso, im Niger, in Äquatorialguinea, der Zentralafrikanischen Republik und Libyen stationiert.
Laut dem Bericht sind die in Afrika stationierten Truppen dem russischen Verteidigungsministerium unterstellt und Teil des sogenannten Afrikakorps. Die meisten in Afrika eingesetzten Soldaten seien zuvor an der «Spezialoperation» beteiligt gewesen, dem russischen Begriff für den Krieg in der Ukraine.
Russische Wagner-Söldner waren in mehreren afrikanischen Ländern im Einsatz. Uncredited/French Military/AP/dpaAusser russische Militärflugzeuge, einem Helikopter und Panzerfahrzeugen zeigte eine Aufnahme eine Flagge der russischen Söldnergruppe Wagner. Die paramilitärische Wagner-Gruppe war in mehreren afrikanischen Ländern im Einsatz. Nach dem Tod ihres Chefs Jewgeni Prigoschin, der im August 2023 nach einem Putsch-Versuch bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben kam, wurde die Gruppe jedoch aufgelöst und neu organisiert.
Angesichts seiner Isolierung im Westen hat Moskau seine politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent ausgeweitet. Nach eigenen Angaben unterstützen russische Truppen afrikanische Regierungen im Kampf gegen Dschihadisten.
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18.43 Uhr
Verwirrung um Verbleib von Ex-Verteidigungsminister Umjerow
Angesichts des Korruptionsskandals in der Ukraine hat die Kiewer Führung Spekulationen über eine mögliche Flucht von Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow dementiert. «Der Sekretär des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung (Rustem Umjerow) ist auf einer geplanten Dienstreise und arbeitet heute in den Vereinigten Staaten von Amerika», schrieb das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation, angesiedelt beim Sicherheitsrat, auf sozialen Netzwerken. Umjerow stehe im ständigen Kontakt mit der Staatsführung und nehme an Arbeitstreffen teil, die auf eine Stärkung der internationalen Unterstützung für die Ukraine abzielen.
Umjerow hatte vergangene Woche Dienstag über eine Dienstreise in die Türkei und den Nahen Osten informiert. Demnach hatte er Gespräche in Istanbul, in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei denen es unter anderem um einen neuen Gefangenenaustausch mit Kriegsgegner Russland gegangen sein soll.
Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow. Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa (Archivbild)Seine Abreise fiel jedoch mit Veröffentlichungen ukrainischer Korruptionsjäger zu Schmiergeldern im Energiesektor zusammen. Nach Informationen des oppositionellen Parlamentsabgeordneten Olexij Hontscharenko hat Umjerow seine Dienstreise zudem von Sonntag bis Mittwoch verlängert. Die Abgeordnete Marjana Besuhla stellte bei Telegram die Frage: «Kehrt Umjerow in die Ukraine zurück oder nicht?» Vorher hatten Antikorruptionsaktivisten darüber spekuliert, dass der Ex-Minister wegen der Schmiergeldenthüllungen das Land verlassen habe.
Ein Vertrauter von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Tymur Minditsch, ist bereits ins Ausland geflohen. Die Strafverfolgungsbehörden sollen auch Erkenntnisse über Bestechung im Verteidigungssektor haben. Umjerow war von September 2023 bis Juli 2025 Verteidigungsminister, sein Name fiel auch in einer Veröffentlichung. Der Ex-Minister wies die Anschuldigungen jedoch sofort zurück. Offiziellen Angaben nach lebt seine Frau mit drei minderjährigen Kindern in Florida in den Vereinigten Staaten.
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15.52 Uhr
EU nicht auf möglichen russischen Drohnenangriff vorbereitet
Europa ist nach Ansicht von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht auf einen möglichen Drohnenangriff aus Russland vorbereitet. Die EU habe erst nach mehr als zwei Jahre und mehreren russischen Provokationen verstanden, «dass wir nicht in der Lage sind, russische Drohnen zu erkennen und sie mit kosteneffektiven Mitteln zu zerstören», sagte Kubilius am Montag bei einer Rede in Vilnius.
Die EU müsse die Ukraine und deren «kampferprobte» Armee als «wichtigen Bestandteil» ihrer umfassenden Verteidigung einbeziehen, forderte der Verteidigungskommissar. «Falls wir das nicht tun, begehen wir einen historischen Fehler, der uns schwächer macht».
Nach dem Eindringen russischer Drohnen in den Luftraum Polens, der baltischen Staaten und Rumänien bemüht sich die EU um den schnellen Aufbau einer Drohnenabwehr. In Polen waren im September Drohnen mithilfe von Kampfflugzeugen der Nato abgeschossen worden. Dabei mussten Kampfjets der jüngsten Generation teure Lenkflugkörper abfeuern, um die billigen Drohnen abzuschiessen.
Nach den Vorfällen hat die NATO Verstärkungen an ihre Ostflanke geschickt und stationiert mehr Drohnenabwehrsysteme. Europäische Geheimdienste warnen, dass der russische Präsident Wladimir Putin nach einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs in den nächsten Jahren ein Nato-Land angreifen könnte.
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15.07 Uhr
Ukraine will bis zu 100 französische Rafale-Kampfjets kaufen − Finanzierung völlig unklar
Die Ukraine will Dutzende Rafale-Kampfjets sowie Luftabwehrsysteme, Drohnen und Lenkbomben im Milliardenwert aus Frankreich erwerben.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der französische Staatschef Emmanuel Macron unterzeichneten eine Absichtserklärung unter anderem zum Kauf von bis zu 100 Rafale-Jets durch Kiew, wie der Élysée-Palast in Paris bestätigte. Dazu gehöre ein Programm zur Ausbildung ukrainischer Piloten für die jüngste Generation französischer Kampfflugzeuge.
«Dieses Abkommen sieht somit eine sofortige und auf die nächsten zehn Jahre angelegte Verstärkung der bilateralen Zusammenarbeit vor, wobei kurzfristig entscheidende Fähigkeiten erworben werden sollen: Drohnen, Drohnenabwehrsysteme, Lenkbomben und Produktionsverpflichtungen bis Ende des Jahres und für die nächsten drei Jahre», sagte Macron bei einem Besuch Selenskyjs in Paris.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und der französische Präsident Emmanuel Macron (r.) nach einer gemeinsamen Pressekonferenz im Élysée-Palast in Paris am Montag, dem 17. November 2025. KEYSTONE/Sarah MeyssonnierSelenskyj konkretisierte zu den Bestellungen: «Sehr starke französische Radare, acht Flugabwehrsysteme SAMP/T, sechs Startvorrichtungen. Das sind Details, für einige sicher technische Details, aber für uns ist das wichtig», unterstrich der Staatschef.
Erst Ende Oktober hatte Selenskyj in Schweden eine ähnliche Absichtserklärung über den künftigen Kauf von bis zu 150 schwedischen Kampfjets des Typs Gripen unterzeichnet. Kiew will so eine Luftflotte von mindestens 250 modernen Jets aufbauen. Jedoch ist die Finanzierung dieser Milliardenkäufe komplett ungeklärt.
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13.37 Uhr
Ukraine: Ex-Präsident Poroschenko fordert Rücktritt der Regierung
Wegen des Korruptionsskandals in der Ukraine hat Ex-Präsident Petro Poroschenko weitere Rücktritte gefordert. «Es muss dieses gesamte korrupte Kabinett in voller Besetzung zurücktreten», sagte der Oppositionspolitiker in einer Videoansprache. Der Rücktritt von nur zwei Ministern sei eine Farce. Im bisher bekannten Teil mitgeschnittener Gespräche seien bereits fünf Regierungsvertreter aufgetaucht.
Poroschenko forderte eine neue Regierungskoalition. «Die neue Koalition, die alle patriotischen politischen Kräfte vereinen wird, muss eine Regierung der nationalen Rettung aus Fachleuten mit einwandfreiem Ruf bilden», sagte der Ex-Präsident, dessen Amtszeit zwischen 2014 und 2019 ebenso von Korruptionsskandalen überschattet gewesen ist.
Der ehemalige Schweizer Bundespräsident Alain Berset (r.) und der ukrainische Ex-Präsident Petro Poroschenko (l.) während eines bilateralen Treffens im Rahmen des 48. des WEF, am Donnerstag, dem 25. Januar 2018 in Davos. (Archiv) KEYSTONE/Peter KlaunzerIn der vergangenen Woche haben die ukrainischen Behörden Aufzeichnungen von Gesprächen über korrupte Geschäfte im Umfeld des staatlichen Atomkonzerns Energoatom veröffentlicht. Die bisher bekannte Schadenssumme beläuft sich auf umgerechnet über 85 Millionen Euro.
Mit Justizminister Herman Haluschtschenko und Energieministerin Switlana Hryntschuk reichten zwei Regierungsmitglieder ihren Rücktritt ein. Der Selenskyj-Vertraute Tymur Minditsch und andere Verdächtige flüchteten aus dem Land. Die Korruptionsbekämpfungsbehörden kündigen derweil weitere Veröffentlichungen an, die vor allem den Rüstungsbereich betreffen sollen.
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10.48 Uhr
Deutscher Vizekanzler ruft China zu Ukraine-Vermittlung auf
Deutschlands Vizekanzler Lars Klingbeil hat China in Peking aufgerufen, sich stärker als bisher für ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine einzusetzen.
Er sei fest davon überzeugt, «dass China hierbei eine entscheidende Rolle spielen kann», sagte der Finanzminister und Chef der deutschen Sozialdemokraten (SPD) bei einem Treffen mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng. Der Ukraine-Krieg sei auch ein destabilisierender Faktor für die globale wirtschaftliche Entwicklung.
Klingbeil ist als erster Minister der deutschen Regierung des christdemokratischen Kanzlers Friedrich Merz in China. Aussenminister Johann Wadephul hatte vor kurzem eine geplante Reise verschoben, weil er nicht ausreichend hochrangige Gesprächspartner bekommen hatte.
Der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (l.) und der chinesische Vizepremier He Lifeng (r.) während dem vierten hochrangigen Finanzdialog zwischen China und Deutschland in Peking, am 17. November 2025. KEYSTONE/MAXIM SHEMETOVVizepremier He selbst sprach den Ukraine-Krieg nicht an. China gilt als enger Partner Moskaus und verurteilte Russlands Vorgehen in der Ukraine bislang nicht. International stärkt Peking seinem Partner damit indirekt den Rücken. Die Volksrepublik spült ausserdem durch russische Öl-Importe Geld in Moskaus Kriegskasse.
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5.57 Uhr
Trump: Würde Gesetz unterstützen, das Moskaus Handelspartner sanktioniert
Die Republikaner arbeiten nach den Worten von US-Präsident Donald Trump an einem Gesetzentwurf zu Sanktionen gegen Länder, die mit Russland Handel betreiben. Er wäre mit diesem Gesetzesentwurf einverstanden, sagte Trump am Sonntagabend gegenüber Journalisten. Jedes Land, das mit Russland Geschäfte mache, werde «sehr hart» sanktioniert, erklärte Trump weiter. «Sie könnten Iran zu dieser Liste hinzufügen.»
Die Gesetzgebung würde auf einer Reihe von Massnahmen aufbauen, die die Trump-Regierung in den vergangenen Monaten ergriffen hat. Im Oktober kündigte die Regierung ihre ersten Sanktionen gegen Moskau an, die sich gegen die beiden grössten russischen Ölunternehmen Rosneft und Lukoil sowie deren Tochtergesellschaften richteten.
Zuletzt jedoch verschob das US-Finanzministerium die Sanktionen gegen Lukoil, die ursprünglich am 21. November in Kraft treten sollten, um dem Unternehmen Zeit zu geben, seine Auslandsvermögen zu veräussern.
Anfang dieses Jahres verhängte Washington ausserdem Zölle in Höhe von 50 Prozent gegen Indien, einen der grössten Importeure russischen Öls, und verwies dabei auf die fortgesetzten Käufe des Landes – trotz Warnungen, dass sekundäre Sanktionen folgen könnten, falls Moskau keine Fortschritte bei den Friedensbemühungen in der Ukraine mache.
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4.50 Uhr
Drei Tote bei russischem Angriff auf Region Charkiw
Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Balaklija in der ostukrainischen Region Charkiw sind laut ukrainischen Angaben drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch drei Kinder, sagte Witali Karabanow, Leiter der Militärverwaltung von Balaklija. Russland äusserte sich bisher nicht zu dem Vorfall.
Russischer Angriff auf ein Spital in Charkiw. (14. Oktober 2025) Bild: Keystone/Ukrainian Emergency Service via AP -
Montag, 17. November 2025, 4.30 Uhr
Vucic ringt um Lösung für von US-Sanktionen belegtes Ölunternehmen
Angesichts der US-Sanktionen gegen den serbischen Ölkonzern NIS ringt Belgrad um eine Lösung für das vom russischen Gazprom-Konzern kontrollierte Unternehmen. Er wolle, dass Serbien «um jeden Preis eine Beschlagnahme, Verstaatlichung oder Einziehung von Eigentum vermeidet», sagte der serbische Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad. Sie war einberufen worden, nachdem die US-Behörden Serbien mitgeteilt hatten, dass alle russischen Aktionäre aus dem Unternehmen aussteigen müssten, damit die Sanktionen aufgehoben werden könnten.
Serbien ist stark von russischem Gas abhängig; ein Gasliefervertrag zwischen Belgrad und Moskau aus dem Jahr 2022 läuft aus und die Verhandlungen über ein neues Abkommen laufen. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Andrej CukicVucic äusserte sich bei einer Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts. Sie war für Sonntag einberufen worden, nachdem die US-Behörden Serbien mitgeteilt hatten, dass alle russischen Aktionäre aus dem Unternehmen aussteigen müssten, damit die Sanktionen aufgehoben werden könnten. «Wir brauchen bis nächsten Sonntag eine Lösung», sagte Vucic und sicherte eine «entschlossene» Reaktion zu.
NIS gehört zu 45 Prozent der Gazprom Neft. Die Muttergesellschaft Gazprom hat ihren elfprozentigen Anteil im September an Intelligence übertragen – das Unternehmen mit Sitz in St. Petersburg ist ebenfalls mit dem russischen Energiekonzern verbunden. Der serbische Staat hält fast 30 Prozent an NIS, der Rest ist im Besitz von Minderheitsaktionären. NIS deckt mehr als 80 Prozent des Diesel- und Benzinbedarfs Serbiens.
Anfang Oktober waren US-Sanktionen gegen NIS in Kraft getreten. Die Sanktionen haben Serbien hart getroffen. Analysten zufolge steht das Balkanland kurz vor einer Energiekrise im Winter, da die einzige Ölraffinerie des Landes vor einer möglichen Schliessung steht. Seit Verhängung der Sanktionen ist das Unternehmen nicht mehr in der Lage, Lieferungen zu beschaffen. Unternehmensvertretern zufolge werden die Rohölreserven nach dem 25. November erschöpft sein.
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18.19 Uhr
Ukrainischer Aussenminister bittet um Geld für Drohnen
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha hat die Unterstützer seines Landes im Abwehrkampf gegen Russland um Geld für die Drohnenproduktion gebeten. Kremlchef Wladimir Putin werde den Krieg nur beenden, wenn zwei Faktoren einträten, schrieb er auf der Plattform X. Zum einen müsse Putin «die Illusion verlieren», dass er noch auf dem Schlachtfeld gewinnen könne. Zum anderen müsse der Preis für die Fortführung des Kriegs den Preis für ein Ende des Kriegs übersteigen.
Two goals are crucial at this stage of this war. First, to abandon our own illusions. Second, to deprive the enemy of illusions.
— Andrii Sybiha 🇺🇦 (@andrii_sybiha) November 16, 2025
Putin will have to stop this war when two factors are in place: he won’t have the illusion that he can somehow eventually win on the battlefield; the…«Das moderne Rüstungsrennen dreht sich nicht um Atomwaffen, sondern um Millionen preiswerter Drohnen», schrieb der Minister. «Wer die Produktion schneller hochfahren kann, wird den Frieden sichern.» Dafür brauche die ukrainische Rüstungsindustrie Geld. «Wir können im nächsten Jahr bis zu 20 Millionen Drohnen herstellen, wenn wir eine ausreichende Finanzierung erhalten.» Eine konkrete Summe nannte Sybiha nicht.
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13.29 Uhr
Finnischer Präsident rechnet nicht mit baldiger Ukraine-Waffenruhe
Der finnische Präsident Alexander Stubb rechnet nicht mit einer baldigen Waffenruhe im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Vor dem kommenden Frühjahr sei dies unwahrscheinlich, sagte Stubb der Nachrichtenagentur AP in einem Interview auf einem Militärstützpunkt nördlich der Hauptstadt Helsinki. «Ich bin nicht sehr optimistisch, was das Erreichen einer Waffenruhe oder den Beginn von Friedensverhandlungen angeht, zumindest in diesem Jahr», sagte Stubb bei dem Treffen am Samstag. Es wäre aber gut, wenn man bis März «etwas in Gang bringen» könne.
Finnlands Präsident Alexander Stubb. Bild: Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpaAuf dem Weg dorthin seien drei grosse Fragen zu klären, sagte Stubb. Neben der Frage nach Sicherheitsgarantien für Kiew müsse der Wiederaufbau der Wirtschaft angegangen werden, zudem müsse es eine Verständigung über Territorialansprüche geben.
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Sonntag, 16. November 2025 - 9.09 Uhr
Selenskyj geht auf Europa-Tournee, um für Militär- und Energiehilfe zu werben
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat neue Verträge mit europäischen Partnern über militärische Unterstützung und für die Energieversorgung im Zuge seiner Europareise in Aussicht gestellt. In Griechenland, der ersten Station seiner Tour, werde ein Vertrag über den Gasimport für den kommenden Winter unterzeichnet, sagte Selenskyj in einer in einem Zug aufgenommenen Videobotschaft. Den Vertragswert bezifferte er auf zwei Milliarden Euro.
Der Import sei nötig, um die Ausfälle der ukrainischen Produktion infolge der anhaltenden russischen Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur aufzufangen. Die Lieferungen würden auch mit europäischer Hilfe finanziert, sagte er.
Ein «historischer Vertrag» zur Stärkung der eigenen Luftwaffe und der Flugabwehr sei mit Frankreich vorbereitet worden, wo er am Montag dann sei, teilte Selenskyj zudem mit. Details nannte er nicht. Paris hat in der Vergangenheit unter anderem Kampfjets des Typs Mirage an Kiew geliefert. Am Dienstag steht dann nach Angaben des ukrainischen Präsidenten eine Visite in Spanien an. Obwohl er in dem Fall keine konkreten Verträge annoncierte, versprach er ein resultatorientiertes Treffen. Für die Ukraine seien Flugabwehrsysteme und die dazugehörigen Raketen prioritär, gab er zumindest seine Wunschliste diesbezüglich bekannt.
Fruitful diplomacy ahead. Sunday – visit to Greece and important agreement on natural gas imports. Monday – historic deal with France in Paris to strengthen our combat aviation and air defense. Tuesday – talks in Spain on bolstering our air defense and initiatives with partners. pic.twitter.com/1DPSL1Xzpt
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 16, 2025 -
22.13 Uhr
Kiew will Gefangenenaustausch mit Moskau wieder aufnehmen
Der zum Erliegen gekommene Austausch von Kriegsgefangenen zwischen Kiew und Moskau wird nach ukrainischen Angaben wieder aufgenommen. Der Prozess werde in Kürze wieder aktiviert, es gehe um die Rückholung von 1200 ukrainischen Soldaten aus russischer Gefangenschaft, schrieb der inzwischen zum ukrainischen Botschafter in den USA bestellte Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow auf Telegram. Umjerow hatte im Frühjahr die ukrainische Verhandlungsdelegation bei Gesprächen mit Russland geführt.
Wichtigstes Ergebnis der Verhandlungen im Mai und Juni war die Vereinbarung von Gefangenenaustauschen, die im Frühjahr und Sommer liefen. Seit geraumer Zeit gibt es aber keine neuen Freilassungen mehr. Auch der Gesprächsprozess zwischen Moskau und Kiew über eine Beendigung des mehr als dreieinhalb Jahre dauernden Kriegs liegt nach der Versetzung Umjerows auf Eis.
Nun habe er auf Anweisung von Präsident Wolodymyr Selenskyj Gespräche mit Vermittlern in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Wiederbelebung des Gefangenenaustauschs geführt, teilte Umjerow mit. Seinen Angaben nach sind die grundsätzlichen Fragen geklärt und in Kürze beginnen technische Konsultationen zur Abwicklung. Die Soldaten würden noch vor Weihnachten und Neujahr nach Hause kommen, versprach er.
⚡️Kyiv, Moscow reach deal on prisoner exchange to free 1,200 Ukrainians.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) November 15, 2025
As a result of negotiations between Ukraine and Russia, the two sides have agreed to move forward with the Istanbul-based agreements and carry out the release of 1,200 Ukrainian prisoners, National Security… -
21.12 Uhr
Ukraine meldet Zerstörung von vier russischen S-400-Systemen und zwei Radaranlagen
Bei Drohnenangriffen des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) auf den Hafen und die Ölanlagen des russischen Noworossijsk sollen vier S-400-Raketenwerfer und zwei Radargeräte zerstört worden sein, berichtet «The Kyiv Independent» unter Berufung auf eine SBU-Quelle. Satellitenbilder, die die Zeitung veröffentlicht, sollen vier zerstörte Startrampen des Flugabwehrraketensystems S-400 zeigen, die auf dem Militärstützpunkt stationiert waren.
⚡️S-400 launchers and radars hit by SBU drones in Russia's Novorossiysk, source says.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) November 15, 2025
Satellite images obtained by the Kyiv Independent show that four destroyed launchers of the S-400 anti-aircraft missile system, and two high-end radar systems.https://t.co/IAohfY7WG2 -
16.56 Uhr
Selenskyj kündigt Umbau im Energiesektor an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor dem Hintergrund eines Korruptionsskandals einen Umbau an der Führungsspitze der wichtigsten Energiekonzerne im Land angekündigt. «Parallel zur vollständigen Überprüfung der finanziellen Tätigkeit muss eine Erneuerung der Verwaltung dieser Unternehmen losgehen», schrieb er bei Telegram. Er habe sich mit Regierungschefin Julia Swyrydenko über die nächsten Schritte dazu verständigt.
So sollen innerhalb einer Woche die Voraussetzungen für einen neuen Aufsichtsrat bei Energoatom geschaffen werden, auch der Vorstand werde völlig erneuert. Neben Energoatom gibt es aber auch Veränderungen in der Führungsetage des staatlichen Wasserkraftbetreibers Ukrhidroenergo, beim Betreiber des Gaspipelinesystems in der Ukraine und beim staatlichen Energieriesen Naftogaz. Entsprechende Ausschreibungen seien angesetzt.
Die Ankündigung gilt als Flucht nach vorn von Selenskyj. Energoatom ist der Konzern, um den sich der Korruptionsskandal dreht. Beim Bau von Schutzanlagen für die Energieinfrastruktur sollen bis zu 100 Millionen an Schmiergeldern geflossen sein – zwei Minister sind wegen der Affäre zurückgetreten. Zwei Verdächtige, darunter ein enger Vertrauter Selenskyjs, haben sich ins Ausland abgesetzt.
Der ukrainische Präsident Selenskyj will neue Leute an der Spitze der Energiekonzerne im Land. Archivbild: dpa -
15. November 8.45 Uhr
Russische Drohnen töten einen Menschen, ukrainische setzen eine Raffinerie in Brand
Bei schweren russischen Drohnenangriffen auf das ostukrainische Gebiet Dnipro ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte Gouverneur Wladyslaw Hajwanenko mit. In der Gebietshauptstadt Dnipro seien mehrere Brände ausgebrochen, Schäden gebe es aber auch in den kleineren Städten Nikopol, Marhanez, Tscherwonohryhoriwka und Synelnikowe sowie im Landkreis Myrowe. Getroffen wurden demnach vor allem private Wohnhäuser und Autos.
More explosions were heard in Dnipro as four more Russian UAVs attacked the city.
— Tim White (@TWMCLtd) November 15, 2025
So far, indications that air defence may have been successful - but there is a fire in a courtyard after debris fell there. pic.twitter.com/i4QGmPzXHlAuch Russland verzeichnete Schäden infolge ukrainischer Drohnenangriffe. Während das Militär nur den Abschuss von 64 Drohnen über russischem Gebiet meldete, bestätigte der Gouverneur von Rjasan, Pawel Malkow, zumindest einen Einschlag. «Durch herabfallende Trümmer kam es zu einem Brand auf dem Territorium eines Unternehmens», schrieb Malkow auf der Plattform Telegram. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, die Höhe des Schadens werde noch geprüft. Nach Angaben des Internetportals Astra soll es sich bei dem Unternehmen um die Raffinerie handeln.
🔥🛢️Russian Ryazan oil refinery was under the drone attack tonight. The results are unknown. Ryazan refinery has an annual capacity of 17 million tons of oil. pic.twitter.com/dCvcx2z8ya
— Special Kherson Cat 🐈🇺🇦 (@bayraktar_1love) November 15, 2025 -
12.41 Uhr
Noworossijsk: Hier geht die Flugabwehr in die Luft
Der Moment, in dem die Fluabwehrstellung der Hafenstadt Noworossijsk getroffen wird.
Footage of a Ukrainian attack drone slamming into the Russian S-3/400 SAM battery protecting the port of Novorossiysk, causing a massive series of secondary explosions. pic.twitter.com/QmKKq3ubiX
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) November 14, 2025Hier sind aus dem All nach der Attacke die Brände zu sehen.
Multiple major fires are currently burning in Russia's Black Sea port of Novorossiysk after an overnight Ukrainian drone/missile attack, as seen in a new FIRMS satellite pass.
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) November 14, 2025
Novorossiysk's cargo terminal, oil terminal, and main long-range SAM site are all ablaze. pic.twitter.com/MX7AXZOApK -
12.15 Uhr
Kiew nimmt Öl-Terminal in russischer Hafenstadt mit Raketen komplett offline
Die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet, dass das Öl-Terminal im Hafen von Noworossijsk die beit vollkommen eingestellt hat. Transneft pumpe kein Öl mehr in die Stadt und es werde auch keines mehr verladen. In der Stadt sei ein Notstand ausgerufen worden.
Russian port in Novorossiysk right now.
— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 14. November 2025 um 00:09
[image or embed]Inzwischen scheint klar zu sein, dass die Ukraine die russischen Hafenanlagen mit Rakten vom Typ R-360 Long Neptune attackiert hat. Wegen des Ausfalls in Noworossijsk zog der Ölpreis um zwei Prozent an.
Neptune long-range cruise missiles were launched at Novorossiysk as part of the overnight strike. Russian sources have confirmed Neptunes were used in the attack, which hit key infrastructure in the Black Sea port, including oil and cargo terminals.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 14. November 2025 um 10:24
[image or embed] -
10.33 Uhr
Ukraine greift russisches Ölterminal an
Kiews Militär hat ein russisches Ölterminal in der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer angegriffen. Das Ölterminal, Küstenanlagen und ein ziviles Schiff wurden dabei dem Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, zufolge beschädigt.
Drei Besatzungsmitglieder des Schiffs seien verletzt worden. Drohnenteile seien ausserdem auf vier Mehrfamilienhäuser und zwei Privathäuser gestürzt, ein Mann wurde demnach verletzt.
Several fires burn and multiple explosions can been seen emanating from the oil export terminal at the Port of Novorossiysk on the coast of the Black Sea, following a major cruise missile and drone attack tonight by Ukraine against a number of infrastructure sites across Western… pic.twitter.com/LQT25NPDDO
— OSINTdefender (@sentdefender) November 14, 2025In der Stadt wurde nach Angaben des Bürgermeisters Andrej Krawtschenko der Ausnahmezustand verhängt, Notunterkünfte wurden eingerichtet. In sozialen Medien kursierten Videos von einer Explosion und Feuer, die den Angriff zeigen sollen. Der Hafen Noworossijsk ist wichtig für den russischen Ölexport.
In der Ukraine teilte der Leiter des staatlichen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation in Kiew, Andrij Kowalenko, eines dieser Videos und kommentierte, dass es sich dabei um das Ölterminal in Noworossijsk handele.
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9.20 Uhr
Sechs Tote in Kiew nach massiven russischen Luftangriffen
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv aus der Luft angegriffen – ukrainischen Angaben zufolge mit rund 430 Drohnen sowie mit Raketen und Marschflugkörpern. In der Hauptstadt Kiew wurden mindestens sechs Menschen getötet und 27 weitere verletzt, wie Militärverwalter Tymur Tkatschenko erklärte. 15 der Verletzten werden demnach im Krankenhaus behandelt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in sozialen Medien von einem «hinterhältigem Beschuss» und veröffentlichte Fotos und Videos, auf denen stark beschädigte Häuser zu sehen waren. Der Angriff habe darauf abgezielt, Menschen und ziviler Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen, schrieb er.
Since last night, our emergency services have been working at the sites of the Russian strikes. A wicked attack – as of now, we know of dozens of wounded, including children and a pregnant woman. Sadly, four people have been killed. My condolences to their families and loved… pic.twitter.com/eViqEyU8sX
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 14, 2025In der Hauptstadt sei auch die Botschaft Aserbaidschans von Trümmern einer Rakete getroffen worden. Kiew war Selenskyj zufolge das Hauptziel der Attacke, aber auch die Region um die Hauptstadt und die Gebiete Charkiw und Odessa wurden getroffen. In der Region Sumy sei nach vorläufigen Angaben eine Hyperschall-Rakete vom Typ Zirkon zum Einsatz gekommen.
Selenskyj forderte einmal mehr weitere Sanktionen gegen Russland. Die Ukraine brauche ausserdem eine Verstärkung der Flugabwehr mit zusätzlichen Systemen und Abfangraketen, forderte er erneut.
Ukraine’s Air Force spokesperson Yurii Ihnat confirmed that Kyiv was targeted by multiple ballistic missiles, 9 Iskanders, of which 6 were successfully intercepted. He praised the effectiveness of the Patriot systems and added that 2 Kinzhal aeroballistic missiles were also downed.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 14. November 2025 um 11:38
[image or embed]Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet auf der Plattform Telegram schon in der Nacht von zahlreichen Schäden an Wohngebäuden und mehreren Bränden. Weil auch das Fernwärmenetz beschädigt wurde, wurde die Wärmeversorgung demnach teilweise unterbrochen.
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Freitag, 13. November 2025, 4.10 Uhr
Russische Luftangriffe auf Kiew – mehrere Verletzte gemeldet
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht auf Freitag erneut aus der Luft angegriffen. Bei der Attacke mit Hunderten Drohnen und Raketen seien mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden, berichtete das Portal «The Kyiv Independent» unter Berufung auf Behördenangaben. Unter ihnen sei auch eine Schwangere.
In den frühen Morgenstunden waren den Berichten zufolge mehrere Explosionen in der Stadt zu hören. Laut der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine wurden aus nahezu allen Bezirken der Millionenmetropole Schäden gemeldet. Es sollen diverse Feuer in Wohngebäude ausgebrochen ein. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden auch eine medizinische Einrichtung und ein Verwaltungsgebäude beschädigt, wie «The Kyiv Independent» berichtete. Der Angriff habe zu Bränden und verstreuten Trümmern in mehreren Stadtteilen geführt. Auch Stromausfälle wurden gemeldet.
Explosions rock Kyiv as mayor reports ‘massive’ Russian strikes across the capital
— FRANCE 24 English (@France24_en) November 14, 2025
➡️ https://t.co/elthN0DVhJ pic.twitter.com/WASOt5Q8cHDer Angriff auf die ukrainische Hauptstadt sei noch im Gange, teilten die Behörden mit und forderten die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis der Luftalarm aufgehoben werde. Die Stadtverwaltung warnte vor möglichen Stromausfällen und Beeinträchtigungen bei der Wasserversorgung.
Im Stadtteil Darnyzkyi landeten Trümmer im Hof eines Wohngebäudes und auf dem Gelände einer Bildungseinrichtung. Ein Auto fing Feuer. Weitere Gebäude wurden auch in den Stadtteilen Dniprowskyi und Podilskyi beschädigt. In mehreren Stadtteilen kam es zu Bränden, unter anderem in einer medizinischen Einrichtung in Holossijwskyi.
In einem Videostandbild ist eine Explosion in Kiew am frühen Freitagmorgen zu sehen. Bild: Keystone/AP PhotosIn der Region Kiew beschädigten russische Angriffe Privathäuser und kritische Infrastruktur, wobei mindestens ein Zivilist verletzt wurde, wie Gouverneur Mykola Kalaschnyk mitteilte. Ein 55-jähriger Mann in Bila Zerkwa habe Verbrennungen erlitten und sei ins Spital gebracht worden. In den Vororten der Hauptstadt sei es zu weiteren Bränden in Privathäusern gekommen.
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23.28 Uhr
Kiew will nach Korruptionsskandal alle Staatskonzerne überprüfen
Die ukrainische Regierungschefin Julia Swyrydenko hat wegen einer Korruptionsaffäre im Energie- und Rüstungssektor die Überprüfung aller grösseren Staatskonzerne angekündigt. Betriebe in diesen beiden Sektoren würden dabei besonders scharf kontrolliert, kündigte sie bei Telegram an. Der Fokus liege dabei auf der Transparenz bei staatlichen Einkäufen. Konkret nannte sie dabei etwa den Öl- und Gaskonzern Naftogas und die ukrainische Eisenbahn.
Kurz darauf teilte sie in einem weiteren Eintrag mit, dass wegen des Skandals auch die Ausschreibung für den Chefposten des Gasleitungssystems in der Ukraine ausgesetzt werde. Der Ausschreibungsstopp hänge damit zusammen, dass eine der Finalistinnen in den Ermittlungen der Korruptionsbehörden erwähnt werde. «Unter diesen Bedingungen ist die Fortsetzung der Ausschreibungsprozedur nicht mit den Prinzipien der Transparenz, Rechtschaffenheit und des Vertrauens in den Prozess zu vereinbaren», schrieb sie.
In die Vorauswahl der Bewerber hatte es zuvor Oksana Krywenko geschafft, die als Beraterin des ehemaligen Energie- und Justizministers Herman Haluschtschenko arbeitete. Haluschtschenko ist einer von zwei Ministern, die wegen einer Schmiergeldaffäre um den Bau von Schutzvorrichtungen um Energieanlagen gegen russische Luftangriffe zurücktreten mussten. Die Korruptionsermittler beziffern den Umfang der Bestechungsaffäre auf etwa 100 Millionen US-Dollar (rund 80 Millionen Franken).
Die ukrainische Regierungschefin Julia Swyrydenko hat eine schärfere Kontrolle von Staatsbetrieben angekündigt. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Vadym Sarakhan -
18.17 Uhr
Selenskyj besteht auf eingefrorene russische Milliarden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besteht auf Freigabe der in Belgien eingefrorenen Milliarden aus russischem Staatsvermögen für sein von Moskaus Angriffskrieg gezeichnetes Land.
Die Ukraine brauche diese 140 bis 160 Milliarden Euro (120-150 Mrd. Franken), und für Kremlchef Wladimir Putin und sein Umfeld «wäre das ein grosser Verlust», teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Ukraine brauche das Geld auch für ihre Verteidigung. So soll es etwa für den Kauf von Luftverteidigungssystemen und Raketen eingesetzt werden.
Today, there is an important decision in support of our country by our partners. Ukraine has received €5.9 billion from the European Union under ERA Loans and the Ukraine Facility. Thank you!
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) November 13, 2025
It is important that the ERA Loans mechanism is funded from the profits of frozen…«Das Geld einzufrieren ist eine Sache, es ist etwas anderes, es der Ukraine zu geben», sagte Selenskyj, der mehr Druck auf Russland fordert. Die Freigabe der russischen Zentralbankgelder sei ein grosser Sanktionsschritt. «Das ist ein wichtiges Instrument, um Frieden zu bringen», betonte er.
Für die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine benötigt Kiew in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich einen dreistelligen Milliardenbetrag. Die EU ringt seit Monaten um einen Weg, wie sie dafür eingefrorenes russisches Geld nutzen kann. Russland hingegen warnt vor dem «Diebstahl» seines Staatsvermögens und den Folgen für den Finanzplatz Europa. Moskau droht ausserdem damit, Vermögen westlicher Unternehmen in Russland im Gegenzug als Kompensation zu verwenden. Allein die deutschen Vermögenswerte werden auf mehr als 100 Milliarden Euro geschätzt.
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15.44 Uhr
Ukrainer setzen weitere russische Raffinerie in Brand
Die Ukraine hat eine Ölraffinerie angegriffen, die gut 1000 Kilometer von der Grenze entfernt ist: Nischnekamsk liegt in der russischen Republik Tartastan.
Distanz von Nischnekamsk bis zur ukrainischen Grenze. Google EarthBei dem Angriff ist ein Feuer ausgelöst worden – über das genaue Ausmass der Schäden herrscht Unklarheit.
Nizhnekamsk oil refinery in russia. Beautiful 🤩🔥
— Kate from Kharkiv (@kateinkharkiv.bsky.social) 13. November 2025 um 13:57
[image or embed]The oil refinery in Nizhnekamsk in the Republic of Tatarstan, currently Russia, has been severely struck. One of the primary oil processing units is on fire. pic.twitter.com/1fxkFWjxkl
— (((Tendar))) (@Tendar) November 13, 2025🔥 Something is on fire near the refinery in NizhneKamsk. pic.twitter.com/xilFOeno66
— MAKS 25 🇺🇦👀 (@Maks_NAFO_FELLA) November 13, 2025 -
15 Uhr
Haben die Russen hier eine Flamingo abgefangen?
YouTuber Suchomimus präsentiert sehr interessantes Filmmaterial aus Orjol, das 165 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt: Dort hat die russische Luftabwehr offenbar ein Flugobjekt abgeschossen. Ein Vielfaches an brennenden Trümmer regnet herunter: Es wirkt wie eine Szene aus einem Weihnachstfilm
So sieht es nicht aus, wenn eine Drohne abgeschossen wird: Suchmomimus weiss, dass Phosphor nicht infrage kommt, weil dieses mit einer weissen Flamme verbrennt. Es könnte sich um den Treibstoff einer ukrainischen Rakete gehandelt haben: Womöglich habe eine Flamingo das Kraftwerk der Stadt attackieren wollen.
Diese Spekulation erhält nun neue Nahrung: Kiew hat den Einsatz von Langstreckenawffen der Typen Flamingo, Liutyj und Bars am 13. November eingeräumt.
Claimed to be FP-5 “Flamingo” missile launches tonight. Video shows the launch of four missiles.
— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 13. November 2025 um 13:00
[image or embed]Es seien Ziele auf der Krim, in Saporischschja und Berdjansk attackiert worden – ob dabei Raketen eingesetzt worden sind, ist allerdings unklar.
Oryol, Russia. Consequences of the attack on the Oryol Thermal Power Plant.
— WarTranslated (@wartranslated) November 13, 2025
The photo shows damage to the main production building of the thermal power plant — the boiler-turbine hall. Such a building usually contains boiler units (steam boilers that burn fuel to produce steam)… https://t.co/VHIt7R6jih pic.twitter.com/xh4ULTjyFt -
14.21 Uhr
Mi-8 holt Shahed mit US-Minigun vom Himmel
Die ukrainischen Streitkräfte zeigen sich immer wieder kreativ bei der Bekämpfung russischer Drohnen: Sie platzieren zum Beispiel Flubagwehr-Kanonen auf Jeeps oder jagen sie mit altertümlichen Propeller-Flugzeugen.
Ein neues Video zeigt nun, wie amerikanische und russische Technik von den Ukrainern kombiniert werden, um den Luftraum zu säubern: In dem Clip bringt ein Mi-8-Helikopter mit einer M134 Minigun eine Shahed zum Absturz, die in einem Feuerball auf einem Feld explodiert.
A Ukrainian Mi-8 helicopter crew took down a Russian Shahed-136 kamikaze drone using onboard fire from an M134 Minigun.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 12. November 2025 um 19:18
[image or embed] -
14 Uhr
Update zur Lage in Pokrowsk
Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat nach eigenen Angaben Truppen im umkämpften Pokrowsk besucht.
UKRAINE ADVANCES In heavy fighting, UKR units stabilize central area of Pokrovsk. Russia continues multi-valent assaults throughout Operational Area. pic.twitter.com/iHzTBzkddl
— Chuck Pfarrer | Indications & Warnings | (@ChuckPfarrer) November 12, 2025«Es kann keine Rede davon sein, dass Russland die Stadt Pokrowsk kontrolliert oder die ukrainischen Verteidigungskräfte in diesem Gebiet operativ eingekesselt sind», versicherte Syrskyj heute auf Telegram. Er habe die Operationen persönlich koordiniert.
Die ukrainischen Truppen sind in der Stadt in der Region Donezk in Strassenkämpfe mit den russischen Streitkräften verwickelt und versuchen zu verhindern, dass sie eingekesselt werden.
Soldiers of the 425th Separate Assault Regiment “SKALA” are conducting clearing operations against Russian positions in the northern part of Pokrovsk.
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 12. November 2025 um 17:24
[image or embed]Syrskyj sagte, die wichtigsten Ziele seien die Wiedererlangung der Kontrolle über bestimmte Bereiche der Stadt sowie der Schutz von Logistikrouten und die Schaffung neuer Routen, um die Versorgung der Truppen und die Evakuierung von Verwundeten zu ermöglichen.
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13.45 Uhr
Nordische Staaten finanzieren US-Waffen für Kiew
Die nordischen und baltischen Nato-Länder finanzieren gemeinsam neue US-Waffenlieferungen an die von Russland angegriffene Ukraine. Die Lieferung von militärischer Ausrüstung und Munition im Wert von 500 Millionen US-Dollar (398 Millionen Franken) erfolge im Rahmen der sogenannten Purl-Initiative, teilte die Nato in Brüssel mit.
Beteiligt an dem Paket sind die acht sogenannten NB8-Staaten Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden. Der Beitrag zur Purl-Initiative sei nur einer von zahlreichen Wegen, mit denen ihre Länder die Ukraine unterstützten, erklärten die Verteidigungsminister von sieben der acht Staaten sowie die isländische Aussenministerin auf einem Treffen in der finnischen Hauptstadt Helsinki.
❗️Nordic and Baltic countries have announced the allocation of $500 million for the purchase of weapons for Ukraine as part of the PURL initiative.
— 🪖MilitaryNewsUA🇺🇦 (@militarynewsua.bsky.social) 13. November 2025 um 13:22
[image or embed]Russlands Angriffskrieg stelle eine langfristige Bedrohung für die europäische Sicherheit, die transatlantische Gemeinschaft und die regelbasierte internationale Ordnung dar. Man werde nicht zulassen, dass Russland damit Erfolg habe, und bekenne sich zu einer langfristigen, planbaren und koordinierten militärischen Unterstützung der Ukraine, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Länder. «Die Sicherheit der Ukraine ist direkt mit unserer verbunden.»
Nato-Generalsekretär Mark Rutte begrüsste den Schritt und sagte, mit dem Paket werde vor den Wintermonaten dringend benötigte militärische Ausrüstung für die Ukraine bereitgestellt. Weitere Lieferungen sollten folgen.
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13.45 Uhr
Darum geht es bei der Purl-Initiative
Die sogenannte Purl-Initiative sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europäischen Verbündeten und Kanada verkauft werden – und diese sie dann der Ukraine zur Verfügung stellen. Purl steht für «Prioritised Ukraine Requirements List». Auf Deutsch bedeutet das etwa: Priorisierte Bedarfsliste für die Ukraine.
🇩🇰🇺🇦 Denmark has allocated a new aid package to Ukraine worth ~1,4 billion DKK (~190 million €).
— Jeff2146🇧🇪 (@Jeff21461) November 12, 2025
Of this, 372,2 million DKK is for the PURL initiative (chart update later today), 100 million DKK for the direct purchase of weapons from Ukrainian industry and 80 million DKK the… pic.twitter.com/nkO3WUEa0yDie Initiative war gestartet worden, um Forderungen von US-Präsident Donald Trump nachzukommen. Dieser ist der Ansicht, dass die USA in der Vergangenheit einen deutlich zu grossen Anteil an der Ukraine-Unterstützung hatten und will nun, dass die anderen Alliierten für weitere US-Militärhilfen zahlen. Deutschland hat bereits vor einiger Zeit 500 Millionen US-Dollar für die Initiative zugesagt.
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13.30 Uhr
Wie Europas Presse den Korruptionsskandal kommentiert
Die konservative Osloer Tageszeitung «Aftenposten» kommentiert heute den Korruptionsskandal in der Ukraine:
«Noch ein Korruptionsskandal erschüttert die Ukraine. Es laufen Ermittlungen gegen mehrere Minister und hochrangige Manager. Auch einige der reichsten Ukrainer sind darin verwickelt, unter ihnen Tymur Minditsch, ein früherer Geschäftspartner von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Der Skandal betrifft also Personen aus dem engeren Umfeld des Präsidenten.
Die Enthüllung ist ein schwerer Rückschlag sowohl für Selenskyj persönlich als auch für die Ukraine. Sie deutet darauf hin, dass der Präsident seine Regierung nicht ausreichend im Griff hat. Es ist empörend, dass manche den Krieg zur persönlichen Bereicherung ausnutzen. Doch abgesehen von der moralisch verwerflichen Natur dieses Vorgehens könnte dies für Selenskyj und die westlichen Staats- und Regierungschefs auch zu einem praktischen Problem werden.
Wolodymyr Selenskyj auf einem zwei Jahre altten Foto. APDer Krieg in der Ukraine ist kostspielig, die Steuerzahler in westlichen Demokratien haben bereits enorme Summen beigetragen. Die neuen Enthüllungen könnten es noch schwieriger machen, die Unterstützung für weitere Finanzhilfen zu erhalten. Dies gilt insbesondere für die USA, aber auch für einige europäische Länder.
Nun liegt es an Präsident Selenskyj, neue Minister zu ernennen, die nicht in Versuchung geraten, sich an kriminellen Machenschaften zu beteiligen. Die Ukraine kann sich solche Skandale nicht leisten. Korruption in diesem Ausmass stellt eine existenzielle Bedrohung für ein vom Krieg zerrüttetes Land dar.»
Die italienische Zeitung «Corriere della Sera» meint zur Affäre:
«Die Operation erschüttert das Land und die Grundlagen der Regierung von Wolodymyr Selenskyj wie nie zuvor seit Beginn von dessen Präsidentschaft 2019. Ein Skandal um Bestechungsgelder und illegale Geschäfte über Hunderte Millionen Euro, der die Staatsmaschinerie gerade dann delegitimiert, wenn die russische Armee im Südosten vorrückt und ein grosser Teil des Landes aufgrund der anhaltenden Bombardierungen der Knotenpunkte des Energiesystems im Dunkeln liegt.
Das Erdbeben ist so gewaltig, dass Selenskyj seine traditionelle defensive Haltung zum Schutz seiner Mitarbeiter aufgibt und sich nun in öffentlichen Erklärungen dafür einsetzt, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden. [...] Eine der Schwächen des Präsidenten war schon immer der Vorwurf, nicht genug gegen die seit der Sowjetzeit bestehende Tradition der schlechten Regierungsführung zu unternehmen.»
Russia: "Ukraine is corrupt!" Corruption Perceptions Index (CPI): Ukraine #105 Russia #154 www.transparency.org/en/cpi/2024
— heepst (@heepst.bsky.social) 9. November 2025 um 17:48
[image or embed]Zum Korruptionsskandal in der Ukraine meint die Londoner «Times»:
«Die jüngsten verheerenden Angriffe Russlands auf die Ukraine waren vor allem auf Kraftwerke und Energienetze konzentriert. Das Ziel besteht eindeutig darin, die Moral der Ukrainer zu untergraben, während der Winter naht und Stromausfälle ganze Städte von Heizwärme und elektrischem Licht abschneiden.
Die Moral wird jedoch fast ebenso sehr durch eine allgegenwärtige, im eigenen Land entstandene Bedrohung untergraben: Korruption. Zu einer Zeit, in der die Regierung dringende Massnahmen zum Schutz der gefährdeten Energieinfrastruktur fordert, haben Ermittler einen 100-Millionen-Dollar-Betrug beim staatlichen Kernkraftwerksbetreiber aufgedeckt, mit dem unter anderem goldene Sanitärausrüstungen im Haus von Timur Minditsch bezahlt wurden, einem Geschäftspartner von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Nichts könnte die dringende Bitte der Ukraine an den Westen um Waffen und Geld zur Bekämpfung der russischen Aggression mehr schaden. Der Skandal hat nun das Zentrum der Regierung von Selenskyj erreicht. [...] Die Ukraine hat seit langem mit Korruption und Bestechung in grossem Stil zu kämpfen. Vor der russischen Invasion hatte das Land in dieser Beziehung eine der schlechtesten Bilanzen aller ehemaligen Sowjetrepubliken.
Tatsächlich stand ein Grossteil der illegalen Praktiken in Verbindung mit Gangstern und Oligarchen im benachbarten Russland. Der russische Angriff auf die Ukraine hat allerdings nicht dazu geführt, dass dies in einem Ausbruch patriotischer Leidenschaft überwunden wurde. Eher haben sich die Möglichkeiten, aus Mangel und Not Geld zu schlagen, vermehrt, wozu auch Bestechungsgelder gehören, um junge Männer vom Wehrdienst zu befreien. Versuche, diese Ställe auszumisten, waren bisher nur sporadisch unternommen worden.»
🇪🇺🇺🇦 EU makes first statement on corruption scandal in Ukraine Kaja Kallas told Reuters that the corruption scandal in Ukraine's energy sector is "extremely regrettable." She said it was "important that Kyiv takes it seriously."
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 13. November 2025 um 10:36
[image or embed]Die «Neue Zürcher Zeitung» kommentiert den Skandal heute so:
«Nichts deutet darauf hin, dass Selenskyj von kriminellen Machenschaften profitiert hat. Er verdient weiterhin hohen Respekt für seinen unermüdlichen Einsatz auf der internationalen Bühne und als Oberbefehlshaber unter dem konstanten Druck des russischen Ansturms.
Aber seine mangelnde Aufmerksamkeit für das Krebsübel der Korruption und die Habgier von Vertrauten ist ein gravierendes Versäumnis. Gerade in Kriegszeiten ist die Regierung auf maximalen Goodwill im In- und Ausland angewiesen. Es wäre fatal, wenn die Bevölkerung in der Führungselite mit der Zeit eine blosse Clique von Kriegsgewinnlern sähe und die ausländischen Geber kein Vertrauen mehr hätten, dass ihre Hilfe wirklich ankommt.
Allerdings sollten sich die Verbündeten Kiews auch da keine Illusionen machen: Der Kampf gegen die Korruption lässt sich nicht über Nacht gewinnen. Im Krieg, wenn grosse Geldströme fliessen und kurze Entscheidungswege nötig sind, wird zwangsläufig unterschlagen, bestochen und verschwendet – diese Erfahrung machten auch die Amerikaner im Irak-Krieg.
Es gibt daher keinen Grund, die westliche Ukraine-Hilfe wegen des Skandals zu stoppen. Sie ist schliesslich keine Mildtätigkeit, sondern dient eigenen Sicherheitsinteressen. Aber es braucht konstanten Druck auf die Behörden in Kiew, keine krummen Geschäfte zu dulden.»
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4.58 Uhr
Korruptionsskandal in der Ukraine: U-Haft verhängt
In einem grossen Korruptionsskandal in der Ukraine mit Spuren bis ins Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj haben Gerichte U-Haft gegen erste Beschuldigte verhängt. Ein Verdächtiger muss bis zum 8. Januar in Untersuchungshaft bleiben, falls er nicht eine Kaution von umgerechnet 1,8 Millionen Franken hinterlegt. Das berichtete der öffentliche Rundfunksender Suspilne aus dem Gerichtssaal in Kiew.
Der Mann soll in das Verschleiern hoher Schmiergeldsummen aus dem staatlichen ukrainischen Atomkonzern Energoatom verwickelt sein. Auch eine Frau muss für 60 Tage in U-Haft; die mögliche Kaution wurde auf umgerechnet rund 472'000 Franken festgesetzt. Sie soll ebenfalls an der inoffiziellen Buchhaltung für die Gruppe korrupter Politiker und Beamter mitgewirkt haben. Insgesamt ist bislang die Festnahme von fünf Personen bekannt.
Für die Ukraine ist es der grösste aufgedeckte Korruptionsfall in den mehr als dreieinhalb Jahren des russischen Angriffskrieges. Er trifft das Land in einer schwierigen Lage. An den Fronten im Osten und Süden dringen russische Truppen vor. Das Stromnetz ist durch ständige russische Luftangriffe stark beschädigt. Damit drohen den Ukrainer*innen im Winter immer wieder Stromausfälle sowie Unterbrechungen der Wärme- und Wasserversorgung.
⚡️Two Ukrainian ministers implicated in major corruption scandal step down.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) November 12, 2025
Justice Minister Herman Halushchenko and Energy Minister Svitlana Hrynchuk submitted their resignation on Nov. 12 amid a large-scale corruption scandal, Prime Minister Yulia Svyrydenko said.… -
Donnerstag, 13. November 2025, 4 Uhr
Neue Mails: Epstein wollte mit Lawrow über Trump sprechen
Der Sexualstraftäter und einstige Trump-Freund Jeffrey Epstein hat in dessen erster Amtszeit offenbar versucht, Informationen über den US-Präsidenten an den russischen Aussenminister Lawrow weiterzugeben.
Vor dem Treffen von Trump und Russlands Präsident Putin in Helsinki 2018 wandte sich Epstein laut einem Bericht von «Politico» an den damaligen Europarats-Vorsitzenden Thorbjørn Jagland. «Ich denke, sie könnten Putin vorschlagen, dass Lawrow über ein Gespräch mit mir Einblicke gewinnt», schrieb Epstein in einer E-Mail an Jagland.
Mit dem Botschafter Russlands bei der UN, Vitaly Churkin, habe er bereits über Trump gesprochen: «Er hat Trump nach unseren Gesprächen verstanden.» Der Schriftwechsel legt nahe, dass Jagland das Angebot annahm. Er wollte sich am nächsten Tag mit Lawrows Assistenten treffen und ihm vorschlagen, Kontakt zu Epstein aufzunehmen.
Ob dieser Kontakt tatsächlich zustande kam oder ob Informationen ausgetauscht wurden, ist noch nicht bekannt.
Mehr zu den neu veröffentlichten Epstein-Mails hier.
US-Präsident Donald Trump (r.) und sein russischer Amtskollegen Wladimir Putin bei ihrem vorläufig letzten Treffen am 15. August 2025 im US-Teilstaat Alaska. Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson