Politik UN-Gesandter besorgt über Gewalt in Syrien

SDA

8.3.2025 - 08:33

ARCHIV - Geir Pedersen, Sondergesandter der Vereinten Nationen für Syrien (Archivbild). Foto: Omar Sanadiki/AP/dpa
ARCHIV - Geir Pedersen, Sondergesandter der Vereinten Nationen für Syrien (Archivbild). Foto: Omar Sanadiki/AP/dpa
Keystone

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Geir Pedersen, zeigt sich angesichts heftiger Kämpfe und nach Berichten über Massaker an Zivilisten «zutiefst besorgt». Er rief in einer Mitteilung alle Seiten auf, von Handlungen abzusehen, «die die Spannungen weiter anheizen» und das Land destabilisieren könnten. Der Schutz der Zivilbevölkerung müsse im Einklang mit dem Völkerrecht gewahrt werden, forderte Pedersen.

Keystone-SDA

Rund drei Monate nach dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad kam es zu schweren Kämpfen zwischen Anhängern der gestürzten Regierung und den neuen Machthabern.

Mehr als 160 Zivilisten sollen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte von Kämpfern aufseiten der neuen Übergangsregierung hingerichtet worden sein. Es soll sich bei den Opfern um Angehörige der alawitischen Minderheit handeln, der auch Ex-Präsident al-Assad angehört. Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wandte sich am Freitagabend an die Bevölkerung. Überbleibsel der gestürzten Ex-Regierung hätten versucht, «das neue Syrien zu testen». Wer Übergriffe gegen Zivilisten begehe, werde bestraft.