Der Sicherheitsrat tagt im Hauptquartier der Vereinten Nationen. Foto: Seth Wenig/AP/dpa/Archivbild
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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tagt in New York zum Iran-Krieg. Das Gremium kam am Morgen (Ortszeit) zu einer geschlossenen Sitzung auf eine Initiative Russlands zusammen. Das von Moskau festgelegte Thema der Sitzung seien «Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab», hiess es aus Diplomatenkreisen.
Keystone-SDA
27.03.2026, 18:04
SDA
Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen. US-Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich, Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dazu eine Untersuchung angekündigt.
Auf die Frage eines Journalisten nach dem Grund für die kurzfristig angesetzte Sitzung antwortete der russische UN-Botschafter: «Weil sie die Atomkraftwerke angreifen.»
Der Iran hatte diese und vergangene Woche Geschoss-Einschläge auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. Schäden an der Anlage oder Verletzte gab es beide Male nicht. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
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